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Moog

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Die Firma Moog wurde von dem Handlungsreisenden f├╝r Munition Wilhelm Moog in Wuppertal-Ronsdorf w├Ąhrend des 1. Weltkriegs gegr├╝ndet. Vorher gab es an gleicher Stelle die Feuerwerkerei Carl Lippold. Der Sohn von Wilhelm Moog, Hans Moog, lernte in Italien das Handwerk von der Pieke auf, bevor er 1923 in das v├Ąterliche Unternehmen eintrat. Etwa zu dieser Zeit zog die Firma in ihr neues Werksgel├Ąnde in Wuppertal "Am Fl├╝gel". Mit seinem Halbbruder Dr. Fritz Feistel als Chemiker produzierte Hans Moog bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges in Wuppertal Gro├čfeuerwerk von Weltruf. Ein weiterer Moog-Artikel war damals der Knallkorken. In dieser Zeit avancierte Hans Moog zum Reichs-Cheffeuerwerker.

W├Ąhrend des Krieges firmierte man unter "Deutsches Leucht- und Signalmittelwerk Hans Moog" unter dem Dach der Depyfag. Nach dem Krieg entging die Firma nur knapp der Sprengung durch die Alliierten und vulkanisierte mit reichlich vorhandenem Schwefel erstmal Gummistiefel. Mit dem ebenfalls reichlich vorhandenen Wachs wurde Schuhcreme produziert. Im Winter 1945/46 tauchten die fr├╝heren Mitbewerber Adolf und Heinrich Nicolaus aus Meiningen/Th├╝ringen in Wuppertal auf, nachdem sie aus amerikanischer Internierung entlassen waren. Gemeinsam mit Feistel und Hanns-J├╝rgen Diederichs baute man MOOG-NICO auf und konnte so an alte Erfolge ankn├╝pfen. Die wenig sp├Ąter gegr├╝ndete NICO Trittau betrieb das Gesch├Ąft in Norddeutschland und MOOG betreute S├╝ddeutschland. Man war Marktf├╝hrer im Bereich Kleinfeuerwerk und Hans Moog gestaltete gemeinsam mit seinem Sohn Klaus die gr├Â├čten Feuerwerke weltweit. Als einer der ersten Feuerwerker ├╝berlie├č Moog nichts dem Zufall, sondern arrangierte alles nach einem sorgf├Ąltig geplanten Abbrennplan und verwendete schon in den f├╝nfziger Jahren elektrisch betriebene Regiepulte.

1988 wurde die Wuppertaler Firma MOOG-NICO von der Osnabr├╝cker Piepenbrock - Gruppe gekauft. Die fr├╝here Schwesterfirma NICO Trittau wurde zum Konkurrenten und die beiden Firmen zerfleischten sich in erbitterten K├Ąmpfen. Im Jahr 2000 gingen bei MOOG endg├╝ltig die Lichter aus. Kurze Zeit sp├Ąter zerfiel auch die NICO. Der alte Standort "Am Fl├╝gel" wird noch heute von mehreren kleinen Feuerwerksfirmen genutzt.