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		<title>FEUERWERK Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<updated>2026-06-04T01:32:17Z</updated>
		<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=8061</id>
		<title>Kategorie:China-Böller</title>
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				<updated>2024-12-22T20:47:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: die &amp;lt;ref&amp;gt; Funktion wird in dieser mediawiki version nicht unterstützt, daher entfernt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''China-Böller''' sind zylindrische [[:kategorie:Kleinfeuerwerk#Knallkörper|Knallkörper]] nach chinesischer Bauart. Der folgende Artikel beschreibt die nach Deutschland importierten Knaller. Die internationale Geschichte des China-Böllers ist auf [[Firecracker|Firecrackers]] zu finden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Chinaboeller.jpg|thumb|Explodierender China-Böller mit [[Schwarzpulver]]-Füllung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller (historisch) ==&lt;br /&gt;
Im kommunistischen China bezeichneten die Hersteller keine Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne, sondern eher Zusammenschlüsse ausgewählter Fabriken, die für den Export produzierten und dazu einen bestimmten Markennamen bzw. Brand erhielten. Die in Deutschland verkauften China-Böller stammten von folgenden Zusammenschlüssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Red latern clean2.jpg|130px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Red Lantern|--&amp;gt; Red Lantern]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Flowerbasket clean.jpg|95px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Flower Basket|--&amp;gt; Flower Basket]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Tigerhead clean.jpg|105px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Tiger-Head Brand|--&amp;gt; Tiger-Head Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Horse Brand clean.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Horse Brand|--&amp;gt; Horse Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Link Triad Brand.jpg|103px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Link Triad|--&amp;gt; Link Triad]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist die gesamte chinesische Feuerwerksindustrie umstrukturiert worden, die Brands existieren im damaligen Sinne nicht mehr. Auch werden die heutigen Hersteller nicht mehr deutlich und mit einprägsamen Symbolen auf den Böllerpäckchen oder Böllern dargestellt. Die gegenwärtige Situation exportierender Hersteller ist recht unübersichtlich und nicht ausreichend bekannt, um hier aufgeführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Importeure von China-Böllern ==&lt;br /&gt;
China-Böller wurden und werden von verschiedenen Firmen nach Deutschland importiert, wobei es sich oftmals um Zwischenhändler handelt, die mit den in Deutschland bekannten Feuerwerks-Marken nicht identisch sind. Mitunter ist die Herkunftsbestimmung eines China-Böllers daher recht unübersichtlich. Ältere, von [[Nico]] vertriebene China-Böller weisen beispielsweise laut Päckchenaufschrift den Importeur [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] auf. Was nicht auf dem Päckchen steht: Georg Richter kaufte die Böller von einem in Hong Kong ansässigen Zwischenhändler namens [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Yuen Loong Hong (YL)]], der die Böller wiederum etwa vom Hersteller [[Tiger-Head Brand]] bezog, was letztendlich auch nur eine grobe Angabe darüber ist, in welcher Region Chinas die Böller hergestellt worden sind. Nur manchmal lässt sich die Handelskette anhand der Aufschriften auf den Päckchen tatsächlich nachvollziehen. Am einfachsten ist die bei China-Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]], diese wurden stets direkt vom Hersteller [[Red Lantern]] importiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== gegenwärtige Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Weco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Keller/FKW]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Comet/Jeco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyro Art]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Diamond]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Panda]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Lesli]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Xplode]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Funke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== historische Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Georg Richter]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Yuen Loong Hong]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von J+J Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von LKF]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyrotechnik Hamburg/EVP]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyromaxx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größen ==&lt;br /&gt;
* [[Lady-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Paket-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Pyro-Cracker|440 (Pyro-Cracker)]] &lt;br /&gt;
* [[Shinsing-Cracker|450 (Shising-Cracker)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller A|460 (China-Böller A)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller B|480 (China-Böller B)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller C|470/485 (China-Böller C)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller D|490 (China-Böller D)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|500 (Super-Böller I)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller II|510 (Super-Böller II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Der klassische China-Böller === &lt;br /&gt;
Bei einem China-Böller handelt es sich um an beiden Enden gestopfte oder zugekrempelte Hülsen aus aufgerolltem Papier, in deren inneres sich eine langgezogene [[Schwarzpulver]]-Seele befindet. Die Zündung erfolgt mittels [[Chinese Fuse]]. Die Verpackung einzelner Böller ist entsprechend einer chinesischen Tradition aus rotem Seidenpapier. Ein Gebinde mit einer bestimmten Anzahl Knallerpäckchen wird umgangssprachlich als [[Schinken]] bezeichnet, da auch hierfür das rote Seidenpapier verwendet wurde. Auf Einzelpäckchen und Schinken sind jeweils Labels mit stilvollen, beinahe kunstvollen Motiven aufgeklebt. [[Knallkörperkette|Knallmatten]] bestehen aus vielen zusammengebundenen Böllern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprünglichen chinesischen Tradition entsprechend, wird bei China-Böllern für Deutschland nur herkömmliches Schwarzpulver ohne Metallzusätze oder ähnliches verwendet. Eine optimale Verdämmung der Hülse ist hierbei besonders wichtig und ermöglicht bei entsprechender Menge Schwarzpulver einen kräftigen Knall, der nicht digital, sondern eher weich und andauernd ist. Das zu einer dicken Hülse aufgerollte Papier wird dabei in viele kleine Teile zerlegt, weshalb es zu einem imposanten Schnipselregen-Effekt kommt, der für Freunde klassischer China-Böller ein fester Bestandteil des gewünschten Effektbildes ist. In Kombination mit dem markanten Geruch des in der Chinese Fuse abbrennenden Schwarzpulvers ergibt sich beim Zünden des China-Böllers ein unverwechselbares Erlebnis. Auch die Knallmatten ergeben - wenn klassisch an einem Baun aufgehängt - einen imposanten Schnipselregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;YouTube&amp;gt;xWK7PQGXS1Q&amp;lt;/YouTube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle China-Böller ===&lt;br /&gt;
Gegenwärtig in China hergestellte Böller weichen von der ursprünglichen Tradition erheblich ab. Anstatt einer durchgehenden Pulverseele hat der Böller eine mittig platzierte Pulverkammer mit vergleichsweise wenig Schwarzpulver darin. Den Hauptteil der Füllung macht rote Tonerde als Dämmmaterial aus. Die Enden der Böller sind nicht mehr zugekrempelt, sondern verleimt oder mit festem Dämmstoff versiegelt. Die Papphülse ist vergleichweise dünnwandig, Länge und Dicke insbesondere der D- und Supberböller sind verringert. Anstatt der [[Chinese Fuse]] wird der Böller durch eine [[Chinese Green Visco]] gezündet. Die Labels sind nicht mehr stilvoll gestaltet. Für die Gebinde kommen nur noch Pappkartons zur Verwendung, einzelne Päckchen sind jedoch nach wie vor in das traditionelle rote Seidenpapier eingepackt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Veränderungen sind aktuelle China-Böller einerseits deutlich sicherer geworden: Die Lunte brennt wesentlich zuverlässiger und gleichmäßiger ab. Ein deutlich hörbares Geräusch beim Abbrand erhöht die Sicherheit zusätzlich. Infolge der mittig platzierten Pulverkammer explodiert der Böller erst mit einer gewissen Verzögerung und nicht unmittelbar, nachdem die Lunte den Rand des Knallkörpers erreicht. Außerdem können bei der Explosion keine nachglimmenden Splitter entstehen. Die Fertigungskosten wurden durch Materialeinsparungen gesenkt und damit der Verkauf des China-Böllers als Massenware zu sehr niedrigen Preisen ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite haben die Veränderungen eine ganze Reihe Nachteile: Die dünnwandigen Papphülsen, die oftmals auch noch feucht sind, gewährleisten keine optimale Verdämmung mehr. Hinzu kommt, dass die Menge des Schwarzpulvers nur noch sehr gering ist. Das Ergebnis ist ein schwacher Knall, der insbesondere bei den großen Böllersorten wie dem D-Böller in keinem Verhältnis zur Größe des Knallers steht. Anstatt einer Totalzerlegung platzen die Böller oft nur noch an einer Stelle auf und hinterlassen infolge der überdimensionierten Menge roter Tonerde jede Menge Dreck. Die dünnen Papphülsen ergeben auch keinen Schnipselregen-Effekt mehr. Zudem ist der Geruch der abbrennenden grünen Lunte unangenehm. Die lieblos &amp;quot;gestalteten&amp;quot; Labels stehen symbolisch für den allgemein eingetretenen Qualitätsverfall. Seit etwa 2009 sind einige Importeure wieder bemüht, den Knalleffekt des China-Böllers zu verbessern ([[Diamond]], [[Panda]], [[Lesli]], [[Xplode]], [[Funke]]). Diese konnten sich bisher jedoch nicht am Markt durchsetzen. Gründe dafür sind der höhere Preis, die schlechte Verfügbarkeit im Einzelhandel, sowie nicht ausreichend informierte Verbraucher und Händler. Hier wirkt sich die Marktdominanz von [[Weco]] negativ aus, da sind keine Bemühungen zur Qualitätsverbesserung des China-Böllers erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Chinaböllers in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Böller.jpg|thumb|Historische Vorrichtung zum Wickeln von Böllern]]&lt;br /&gt;
=== bis 1985 ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden bereits zu Vorkriegszeiten gelegentlich chinesische Knallmatten eingeführt und als ''chinesischer Knallfrosch'' bezeichnet. Der Import in größerem Umfang begann jedoch erst in den 1960er Jahren in der BRD. Dabei kamen auch die einzeln zu zündenden Böller-Größen auf. Im Laufe der 1960er Jahre kamen die [[China-Böller D|D-Böller]] hinzu, und zu Beginn der 1980er Jahre die [[Super-Böller]]. Der Verkauf der Böller erfolgt wie damals für Feuerwerk üblich zu relativ hohen Preisen und nur in bestimmten Geschäften wie Schreibwaren- und Spielzeugläden, Drogerien und Kaufhäusern statt. Ein Päckchen D-Böller kostete oft mehr als 1,50 DM, so war es die Ausnahme, dass ganzen [[Schinken]] für Silvester gekauft wurden. [[China-Böller von Keller/FKW|Franz Keller]] war einer der ersten wichtigen Importeure in den 1960er Jahren. Anders als etwa in den USA, wo China-Böller aufgrund eines Handelsembargos gegen das kommunistische China nicht importiert werden durften (sondern aus Macau), kamen die China-Böller für Deutschland schon damals fast ausschließlich aus China. Allerdings nur in die BRD - in der DDR war China-Feuerwerk trotz der anfangs politisch-ideologischen Nähe nicht erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985-1998 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre traten einige gravierende Veränderungen ein, zunächst eine wirtschaftliche Umstrukturierung in China. Franz Keller war es wieder einmal, der als erster die Chancen der sich liberalisierenden chinesischen Märkte erkannte. Arbeits- und Vertriebsstandards wurden gelockert, Händler durften mit den Herstellern direkt in Verhandlung treten, und allgemein bildeten sich ansatzweise marktwirtschaftliche Verhältnisse heraus. Zur selben Zeit verbreiteten sich in der BRD Discounter-Märkte und Ramschläden. Keller brachte in dieser Zeit einen massenhaften Import und Verkauf von China-Böllern über die neuen Vertriebswege zustande, zu erheblich niedrigeren Preisen als bisher. Konkurrierende Marken zogen bald nach. So begann der Siegeszug der Chinaware über deutsche Produkte, die nun ungleich teuer erschienen. Im Laufe der 1990er Jahre verdrängte die Importware die deutschen Feuerwerksartikel weitgehend. Auch der Feuerwerksverkauf in den klassischen Läden ging immer weiter zurück, da diese sich nicht an die Dumping-Preise der Discounter anpassen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Privatdrogerie Silvesterverkauf 2014.JPG|thumb|Traditioneller Feuerwerksverkauf in einer Privatdrogerie bei Dresden, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
In dieser Zeit ließ die Qualität der China-Böller nach. Ursache und Wirkung sind hier schwer voneinander zu unterscheiden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zunehmend selbstständigen chinesischen Hersteller versuchten, immer mehr und immer billiger zu produzieren und dabei auf die Qualität der Produkte keine Rücksicht mehr nahmen. Oder sie wurden durch den steigenden Konkurrenzdruck und straffe Bedingungen der Importeure regelrecht zu dieser Entwicklung gezwungen. In einer ersten Stufe des Qualitätsverfalls verringerte sich bereits Mitte der 1980er Jahre die Wandstärke, Knallwirkung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung. Ab etwa 1990 schwankte die Qualität besonders ausgeprägt, teilweise waren ganze Chargen nicht funktionsfähiger Böller im Umlauf. Die Zuordnung von Labels, Herstellern und Importeuren wurde damals sehr unübersichtlich, die Häufung von Fehldrucken und ähnlichem macht eine Systematisierung kaum möglich. Allein von den Weco-Pyrocrackern sind aus der Zeit 1990-1994 mehr als 50 verschiedene Chargen bekannt. Auch die Verdämmung veränderte sich, häufig waren die Böller nun mit einer grauen Masse oder einem harten, mineralischen Dämmstoff verschlossen. Ab 1995 normalisierten sich die Verhältnisse wieder einigermaßen, wobei sich die Qualität auf einem noch akzeptablen Niveau, aber deutlich unterhalb der klassischen Chinaböller, einpegelte. Denn die Satzmenge hatte schon damals deutlich abgenommen, und die bisher durchgehende Schwarzpulverseele wurde mehr und mehr durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt. Derartige Chinaböller erkennt man daran, dass sie eine größere Verzögerung aufweisen, also nicht mehr unmittelbar nach Abbrand der äußerlich sichtbaren Lunte explodieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1999 ===&lt;br /&gt;
1998 ging man dazu über, die Böller hinten nicht mehr zuzukrempeln, sondern zu verleimen. Im selben Jahr wurde im damaligen SprengÄndG festgelegt, dass bei Knallkörpern keine brennenden oder glimmenden Splitter entstehen und maximal 120 db laut sein dürfen. Obwohl die bisherige Lautstärkebegrenzung mit 115 db sogar niedriger lag, zog das Gesetz gravierende Veränderungen nach sich, da die BAM bei dieser Gelegenheit sämtliche Zulassungen neu erteilte und dabei auch die Chinaböller genau überprüfte. In dem Zusammenhang wurden offenbar Änderungen in der Fertigung des Chinaböllers eingeleitet, die ein Zerschnipseln des Böllers mit glimmenden Resten, sowie ein Überschreiten der Lautstärkebegrenzung mit Sicherheit unterbinden sollten. Einer Patentschrift aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass Chinaböller seither Sollbruchstellen in Form kleiner Aussparungen besitzen. Diese sind im inneren Teil der Hülse angeordnet und daher äußerlich nicht erkennbar. Zumindest an Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] konnten diese Aussparungen nachgewiesen werden. Es ist anzunehmen, dass seit ca. 2000 die meisten China-Böller diese verdeckten Sollbruchstellen haben. Auch die Art der Zerlegung wird dadurch beeinflusst, der Böller zerplatzt seither in zwei Stücke oder sogar nur noch seitlich auf, anstatt zu zerschnipseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrtausendwende war ein Tiefpunkt erreicht. Der China-Böller war infolge von Konkurrenzkampf auf Kosten der Qualität, sowie Bestrebungen zur Lautstärkebegrenzung beinahe zu einer Fratze seinerselbst verkommen. Die Wandstärke minimierte sich ebenso wie der Schwarzpulvergehalt, auch die Größe der Böller verringerte sich. Die Knallwirkung war zutiefst enttäuschend, und auch der berühmt-berüchtigte D-Böller büßte seinen Ruf endgültig ein. Einige Jahre lang fielen noch die [[China-Böller C|C-Böller]] von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] und gelegentlich auch andere Kaliber der Marke positiv auf, ehe auch diese ab etwa 2005 das allgemein tiefe Niveau erreichten. Ebenso tief war allerdings auch der Verkaufspreis abgesunken: Ein Schinken D-Böller mit 20 Päckchen war inzwischen ab 3,50 € zu haben. Die Verbraucher wendeten sich allmählich von den inzwischen als &amp;quot;Dreckschleuder&amp;quot; verachteten China-Böllern ab, die Breite des China-Böller-Angebots ist seither tendenziell rückläufig. Dies hängt auch mit dem immer populärer werdenden [[Feuerwerksbatterie|Verbundfeuerwerk]] zusammen. Im Jahr 2009 überraschte [[Diamond]] mit D- und Superböllern, die wieder eine befriedigende Knallwirkung hatten. Doch auch die von [[Panda]] und [[Lesli]] importierten Chargen besserer China-Böller konnten bisher keine Trendwende bei den großen Marken Weco, Nico und Comet bewirken, die das Angebot im Einzelhandel dominieren. Im Jahr 2016 überraschte [[Funke]] mit Chinaböllern der Kaliber D- und Super-böller II, die nach traditioneller Art hergestellt wurden und auch in Knallwirkung und Zerlegung einem klassischen Chinaböller entsprechen. Sie werden daher oft als &amp;quot;Oldschool-&amp;quot; oder &amp;quot;Premium-Böller&amp;quot; bezeichnet. Derzeit sind die Funke-Chinaböller jedoch (noch) ein Nischenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:F.K. Boeller D von 1965.jpg|thumb|Einer der ältesten bekannten D-Böller, Import: F.K. Wattenscheid, 1965.]]&lt;br /&gt;
Aufrund der abnehmenden Qualität der Chinaböller ist unter Feuerwerksfreunden das Interesse an älteren China-Böllern stetig gewachsen. Immer wieder taucht dabei die Frage auf, woran man alte China-Böller erkennt und wie ihr Alter zu bestimmen ist. Details dazu sind auf den [[:kategorie:China-Böller#Marken_in_Deutschland|Seiten der einzelnen Marken]] zu finden. Im folgenden werden Informationen dargestellt, die alle China-Böller gleichermaßen betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== bis 1969 ===&lt;br /&gt;
Die China-Böller entsprechen gänzlich der [[:kategorie:China-Böller#Eigenschaften|klassischen Bauart]]. Markant ist die BAM-Nummer des alten Nummern-System, das dem Format ''BAM xxxx/II'' folgt. Außerdem ist die Formulierung ''Verboten ist die Abgabe an Personen unter 18 Jahre'' zu finden (Referenz: ''Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe, 23. Dezember 1969'', am 1. Januar 1970 in Kraft getreten) Importeur ist meistens - aber nicht immer - ''Franz Keller'' bzw. ''F.K. Wattenscheid''. Sind die Böller ''made in macau'', stammen sie mit Sicherheit aus dieser Epoche. Schon damals waren die meisten Böller aber ''made in china''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1970 - ca. 1984 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|F.K. D-Böller aus Anfang der 1980er Jahre]]&lt;br /&gt;
Die Böller entsprechen noch der klassischen Bauart, haben aber bereits die neueren BAM-Nummern nach dem Format ''BAM PII-xxxx''. Es ist die Formulierung zu finden ''Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten''. Ab 1977 war der Hersteller immer aufgedruckt (Referenz: ''Dritte Verordnung zur Änderung der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Sprengstoffgesetzes, 28. Juni 1976, Artikel 1'') (kann aber auch früher schon aufgedruck gewesen sein). Haben die Böller sehr lange Lunten (halbe Böllerlänge oder mehr) oder nicht gedrehte Lunten (''Schlaufenböller''), sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von 1984 oder älter. Die Knallwirkung und Zerlegung ist fast immer sehr gut. Böller mit roter Banderole kommen mit Ausnahme der F.K./FKW-Böller (ab ca.1979) nicht vor, die meisten sind weiß mit grüner Schrift. Es gibt aber auch bunt gemusterte oder mit Bildern bedruckte Böller in dieser Zeit. China-Böller dieser Epoche waren manchmal nicht in rotes Seidenpapier, sondern in Cellophan verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1985 - 1993 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco D-Boeller 1991.jpg|thumb|Weco D-Böller von 1991]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Verdaemmungstypen Uebersicht.jpg|thumb|Verdämmungs-Typen]]&lt;br /&gt;
Die Wandstärke der Böller ist nicht mehr so sehr kräftig, die Böller nicht immer steinhart. Das hintere Ende kann im Zeitraum ca. 1990-1995 mit ein harten, mineralischen Masse verschlossen sein. Päckchen der Marke Moog-Nico (ab ca. 1988) und FKW (ab 1991) können bereits einen Strichcode (Barcode) haben, ansonsten gibt es Strichcodes in dieser Zeit noch nicht. Ab 1991 war grüne Schrift in Klasse II nicht mehr vorgeschrieben (Referenz: ''Verordnung zur Änderung sprengstoffrechtlicher Vorschriften, 19. November 1990, Artikel 1''), viele Marken behielten die Schriftscharbe aber noch länger bei. Bis 1989 kommt die [[Chinese Green Visco]] nur bei Superböllern von FKW und Thunder D-Böllern von Feistel vor. Ab 1990 findet man sie zunehmend auch bei kleineren Böllergrößen. Die Knallwirkung kann noch gut, aber auch schlecht sein. die Böller zerschnipseln bei der Explosion noch recht gut, jedoch nicht mehr in so kleine Einzelfetzchen wie es ursprünglich der Fall war. Die meisten Böller sind in dieser Zeit weiß mit grüner Schrift. Eine Ausnahme macht hier wieder FKW, sowie einige wenige Chargen von Weco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 1997 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1995.jpg|thumb|Feistel Super-Böller I von 1995]]&lt;br /&gt;
China-Böller ab 1994 sind zuverlässig an einer Telefonnummer zu erkennen, die seither auf jedem Päckchen aufgedruckt sein muss (Referenz: ''Verordnung zur Novellierung der Gefahrstoffverordnung, zur Aufhebung der Gefährlichkeitsmerkmaleverordnung und zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, 26. Oktober 1993, Artikel 2'', in Kraft getreten am 1.November 1993). Den Strichcode findet man nun auch auf allen Feistel- und Moog-Böllerpäckchen. Die Knallwirkung kann gut oder auch schlecht sein, meistens zerschnipseln die Böller aber noch ganz gut. Die klassische [[Chinese Fuse]] taucht bis 1995 noch gelegentlich auf und wird zuletzt noch von Keller verwendet (bis 1997). Böller von Weco und Keller sind seit 1995 grundsätzlich rot mit schwarzer Schrift. Die bisher durchgehende Schwarzpulverseele ist in dieser Zeit meistens bereits durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt worden, der Anteil an Dämmstoff an den Enden des Böller hält sich jedoch noch in Grenzen. Die Intensität des Schnipselregens beim Explodieren ist nicht mehr so groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1998 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1998.jpg|thumb|Ein Feistel Super-Böller I von 1998, noch mit guter Wandstärke]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Weco Super-Böller I von 2008, labbrige Verarbeitung]]&lt;br /&gt;
Seit 1998 sind China-Böller am hinteren Ende nicht mehr gekrempelt oder gestopft, sondern verleimt. In den ersten Jahren war diese Leimschicht noch relativ dick und daher deutlich erkennbar. Als Dämmmaterial kommt seither grundsätzlich rote Tonerde zur Anwendung. Die Wandstärke und Menge an Schwarzpulver war anfangs noch reichlich und verringerte sich immer weiter, bis die Böller ab ca. 2005 das Erscheinungsbild labbriger Papprollen aufwiesen. Seit ca. 2007-2009 sind die Böller auch vorn nicht mehr gekrempelt, sondern nur noch mit roter Masse gestopft/verklebt. Markant ist auch die geräuschvoll abbrennende Visco, mit der China-Böller seither versehen sind. Schon ab 1998 sind alle Böller mit der Chinese Green Visco ausgestattet. Lady- und Paket-Cracker machen eine Ausnahme, sie haben weiterhin die Chinese Fuse, werden aber zentral über eine grüne Lunte gezündet. Die kleinen Knallmatten verschwanden allerdings in den Jahren nach der Jahrtausendwende aus dem Angebot. Seit 1999 verwendet Weco stets einen Strichcode auf den Päckchen. Bei Nico hält dieser erst 2002 Einzug, Comet-Böllern fehlt der Strichcode sogar bis heute. Eine weitere Besonderheit der Comet-Böller ist die nach wie vor weiße Banderole mit grüner oder schwarzer Schrift. Bis 2002 gab es weiße Banderolen auch noch bei Nico. Seit 2009 sind China-Böller an der BAM-Nummer nach dem Format ''BAM-F2-xxxx'' zu erkennen und auf den Päckchen ist die [[Nettoexplosivstoffmasse|NEM]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - The Art &amp;amp; History''. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2000.&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - An Eye-Popping Collection Of Chinese Firework Art. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerk-forum.de/index.php&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerkskiste.de/content.php&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinfeuerwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_von_Yuen_Loong_Hong&amp;diff=7985</id>
		<title>China-Böller von Yuen Loong Hong</title>
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				<updated>2017-01-06T13:50:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Bo peep Label.jpg|thumb|Das für Yuen Loong Hong typische Bo-Peep Label, hier für von [[Tiger-Head Brand]] hergestellte Böller.]] '''Yuen Loong Hong (YL oder YLH)''' ist ein seit 1930 existierender internationaler Händler unter anderem von China-Böllern, ansässig in Hong Kong. Auf YLH geht das traditionsreiche '''Bo-Peep Label''' zurück, es wurde schon in den 1930er Jahren von diesem Händler verwendet. Das Motiv ist einem alten englischen Kinderlied entlehnt, es erzählt von einem Mädchen, das seine Schafe verloren hat und diese sucht. Es liegt daher die Vermutung nahe, dass das Label ursprünglich für den englischen Markt bestimmt war. Zumindest in der Nachkriegszeit wurde es jedoch vorwiegend für Deutschland verwendet, dabei ist die Geschichte von Bo-Peep hierzulande gar nicht geläufig. Von YLH aus China eingekaufte Böller, etwa von [[Tiger-Head Brand]] oder [[Horse Brand]] wurden häufig mit dem Bo-Peep Label versehen, jedoch nicht immer: Teilweise behielt YLH das Tannenwald-Label jedoch bei, etwa bei Böllern die in Deutschland von Moog-Nico vertrieben wurden. Von [[Flower Basket]] und [[Red Lantern]] bezog YLH ebenfalls China-Böller. Teilweise wurde YLH auf den Päckchen auch als &amp;quot;Hersteller&amp;quot; angegeben, was vermutlich falsch ist. Ebenso ist zu vermuten, dass YLH ggf. als Zwischenhändler nicht immer auf den Päckchen erwähnt wurde und letztlich alle Böllerpäckchen mit Bo-Peep Label im Zusammenhang mit YLH stehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem [[China-Böller von Nico]], [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] und [[China-Böller von Comet/Jeco|Jeco/Comet]] wurden über YLH bzw. YL importiert.  Etwa 2005 wurde die Verwendung des Bo-Peep Labels beendet, dieses wies in den letzten Jahren ein etwas abgewandeltes Motiv mit dunkelblauem Himmel auf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Tiger-Head_Brand&amp;diff=7984</id>
		<title>Tiger-Head Brand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Tiger-Head_Brand&amp;diff=7984"/>
				<updated>2017-01-06T13:47:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Tigerhead clean.jpg|thumb|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Tigerhead Tannenwaldlabel.jpg|thumb|Das Tannenwaldlabel]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Guangdong Boeller hinten.jpg|thumb|Typische Verdämmung hinten eines Böllers aus Guangdong]]&lt;br /&gt;
'''Tiger-Head Brand''' war ein Hersteller von China-Böllern in der Region '''Guangdong''' (Kwangtung) in China. Dabei handelte es sich um verschiedene Fabriken in der genannten Region, die für Exportproduktion augewählt waren und zu diesem Zweck unter ''Tiger-Head Brand'' als Exportmarke fungierten, erstmals spätestens 1963. Als Markensymbol diente ein Tigerkopf, der auf den Böllerpäckchen aufgedruckt war. Für diese Marke wurde ursprünglich ein eigenes Label verwendet, das '''Tannenwald-Label'''. Es zeigt einen Nadelwald mit hohen Bergen im Hintergrund, wie sie in der Region Guangdong durchaus vorkommen, beispielsweise im ''Nanling National Park''. Es ist daher davon auszugehen, dass es sich bei diesem Label um eine eigene, chinesische Kreation handelt. Neben [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Bo-Peep]] wurde das Tannenwaldlabel eines der bekanntesten und beliebtesten im Chinaböllersektor. Es wurde ausschließlich für Böller aus der Region Guangdong verwendet, teilweise auch von [[Horse Brand]], und war letztmalig auf Päckchen von [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico|Feistel und Moog]] 1998 zu finden. Im Jahr 2016 wurde das Label mitsamt des Tigerkopfes von [[Funke]] wiederbelebt. Es hat hierbei jedoch nichts mehr mit den damaligen Fabriken in Guangdong zu tun, sondern dient der Huldigung der Chinaböller alter Tage bzw. dem Verkauf der sogenannten ''Oldschool-Böller''. Tiger-Head Brand und das Tannenwald-Label werden auch noch international, etwa für den Export in die USA, verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Böller, die kein Tannenwald-Label auf dem Päckchen haben, können von Tiger-Head Brand sein. Teilweise ist nur der Tigerkopf klein auf dem Backcover zu finden. Ferner deuten die Herstellerangaben &amp;quot;K4&amp;quot;, &amp;quot;CD&amp;quot;, &amp;quot;CNP&amp;quot; oder &amp;quot;CNNP&amp;quot; auf Böller aus Guangdong hin. Zumindest in den 1970er und 1980er Jahren war für diese Böller eine besondere Verdämmung am hinteren Ende typisch. Dieses war nicht eingekrempelt, sondern mit einer hellgrauen gipsartigen Masse verschlossen. Einge, voewiegen die von [[China-Böller von Yuen Loong Hong|YL]] importierten Böller mit Tiger-Head Label, wiesen allerding auch früher ein gekrempeltes, farbig getupftes Ende auf. Wobei das ende eher violettrot war, im Unterschied zu Böllern aus [[Red Lantern|Hunan]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der ökonomischen Liberalisierung des zuvor kommunistischen Chinas ab 1987, wurde die Identität der Exportmarken zunehmend schwammiger. Der Tigerkopf war immer seltener auf den Päckchen zu finden. Inzwischen ist die chinesische Feuerwerksproduktion vollkommen umstrukturiert worden, sodass Tiger-Head Brand in der ursprünglichen Form nicht mehr existiert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_von_Keller/FKW&amp;diff=7983</id>
		<title>China-Böller von Keller/FKW</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_von_Keller/FKW&amp;diff=7983"/>
				<updated>2017-01-04T20:28:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Franz Keller''' war der erste Händler, der ab den 1960er Jahren China-Feuerwerk nach Deutschland direkt importierte. Auch die Jahre darauf schien Keller eine Art Impulsgeber am deutschen Markt der China-Böller gewesen zu sein. Zunächst firmierte er unter '''F.K. Wattenscheid''', später abgekürzt '''FKW''' und schließlich '''Keller'''. Im Jahr 2013 wurde Keller von [[Comet]] übernommen, ist jedoch nach wie vor als Marke mit eigenem Auftritt aktiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== BAM- und Artikelnummern ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Böller !! Artikelnummer !! BAM-PII-xxxx !! BAM F2-xxxx&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lady-Cracker]] 400 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lady-Cracker]] 700 || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Paket-Cracker]] 20er || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Paket-Cracker]] 30er || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pyro-Cracker]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Shinsing-Cracker]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller A]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller C]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller B]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller D]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Super-Böller|Super-Böller I]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Super-Böller|Super-Böller II]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bis ca. 1980 ===&lt;br /&gt;
Schon in den 1960ern hatte Franz Keller unter der Marke ''F.K. Wattenscheid'' China-Böller im Programm, vermutlich bereits alle Größen bis zum [[China-Böller D]]. Er trat als Direktimporteur von China-Feuerwerk auf und bezog seine Böller von Anfang an ausschließlich von [[Red Lantern]]. Die Böller waren meist weiß mit grüner Schrift. Päckchen aus den 1960er Jahren sind an einem sehr schlichten Cover zu erkennen, das meist nur aus der Aufschrift besteht, ohne Bild. Außerdem tragen sie die BAM-Nummer nach altem Schema ''BAM xxxx-II''. In den 1970er Jahren wurden die Label bunter und wiesen verschiedene Bildchen auf, unter anderem die '''''Hirtenszene''''' oder das '''''Thunder-Motiv''''', nicht jedoch das [[Tiger-Head Brand|Tannenwald]]- oder [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Bo Peep]]-Motiv. Die Böller waren teilweise auch bunt, etwa mit dem Motiv der Hirtenszene bedruckt oder anderweitig farbig gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1980 - 1987 ===&lt;br /&gt;
Als erster deutscher Importeur brachte Franz Keller ein eigenes Label heraus. Es war rot, mit einem grün/weißen '''FK''' - Markenlogo. und schwarzer Schrift. Außerdem zierten das Cover zwei rote Laternen, die offensichtlich nicht ohne Stolz auf den Hersteller [[Red Lantern]] hinwiesen. Die Böller selbst waren ebenso gestaltet. Ab wann das eigene Label verwendet wurde, ist nicht genau bekannt. Erfahrungsberichten zufolge sei es erst ab ca. 1982 aufgekommen, andere Zeitgenossen sind der Ansicht, dass es schon Ende der 1970er Jahre am Markt war. Die Böller dieser Zeit wiesen noch eine erstklassige Verarbeitungsqualität auf. Spätestens 1985 folgte der Wechsel auf ein ebenso bildloses, rotes Label, das einen '''weißen Streifen''' quer trug, in dem sich wieder die rote Laterne fand. Analog dazu wurden die Böller gestaltet. Auch diese Böller waren gut verarbeitet und wiesen teilweise eine enorme Knallwirkung auf. FKW war auch einer der ersten Importeure der [[Super-Böller]] (ab 1982), für diese wurde von Anfang an eine '''grüne Sicherheitslunte''' verwendet. Damit wären zwei weitere Pioniertaten von FKW auf dem Gebiet der China-Böller in Deutschland genannt. Als einziger damaliger Anbieter führte FKW auch die Größe [[China-Böller C|485]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1988 - 1990 ===&lt;br /&gt;
Wahrscheinlich 1988, spätestens jedoch 1989 wurden die Böllerpäckchen mit einem Coverbild versehen. Es zeigte einen offenbar frei Hand gezeichneten '''Baron Münchhausen''' beim Flug auf der Kanonenkugel, mit der er sich der Erzählung nach auf die feindliche Burg beförderte. Das markante Coverbild erschien in einer Zeit, als sich die chinesischen Märkte liberalisierten und FKW allen voran die neuen Möglichkeiten nutze, um China-Böller in deutlich größerem Umfang zu deutlich niedrigeren Preisen zu importieren. Zunächst wurde dadurch ein Feuerwerksverkauf in größerem Umfang als früher möglich. Andererseits zog der Preisverfall bekanntlich einen massiven Verfall der Qualität nach sich. Zunächst knallten die Böller noch erstklassig und prägten sich durch ihre markante Gestaltung (weiße Banderole mit roten Ringen und roter Laterne) in das Gedächtnis vieler damaliger Kunden ein. Während [[Super-Böller]] wieder grundsätzlich mit grüner Sicherheitslunte versehen waren, gab es die [[China-Böller D|D-]], [[China-Böller C|C-]] und [[China-Böller B|B-]] Böller sowohl mit grüner als auch mit grauer Lunte. Alle kleineren Größen wiesen grundsätzlich eine graue Lunte auf. Die Knallwirkung war meist gut, es sind jedoch auch veeinzelt Chargen bekannt, die bereits deutliche Mengen roter Tonerde enthalten und/oder weniger gut knallen. Unklar ist, ob diese älteren Münchhausen &amp;quot;'''Rotring'''&amp;quot;-Böller tatsächlich nur bis 1990 importiert wurden, da sich die große Bekanntheit und damalige Verbreitung schlecht mit einem so kurzen Importzeitraum erklären lässt. Teilweise wird vermutet, dass der alte Baron noch einige Jahre parallel zu den neueren Münchhausen importiert wurde, was angesicht der völlig anderen Gestaltung der Böller jedoch als unwahrscheinlich gelten muss. Realistischer ist die These, dass FKW 1989/1990 nicht zuletzt im Zuge des expandierenden Marktes durch die deutsche Wiedervereinigung sehr große Posten importieren ließ, von denen in der Zeit 1991-1993 noch diverse Restbestände in Sortimenten und Blisterkarten abverkauft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991 - 1993 ===&lt;br /&gt;
Schon 1991 wurde ein geändertes Münchhausen-Motiv eingeführt, das professioneller gezeichnet war. Die enthaltenen Böller waren nun '''weiß mit grüner Schrift''', die rote Laterne war nun verschwunden. Hinter dem mit '''C''' angegebenen Hersteller verbarg sich jedoch weiterhin ein Produzent aus Hunan, ob es sich dabei wirklich um die früheren Fabriken von [[Red Lantern]] handelte, ist jedoch nicht sicher. Die Vermutung liegt nahe, denn die für Red Lantern typische Bauweise mit einem rot getupften hinteren Böllerende wurde zunächst beibehalten. Auch blieb es dabei, dass die kleineren Böllergrößen die graue- große Böller hingegen die grüne Sicherheitslunte trugen. Teilweise waren die Böller mit einer harten, mineralischen Massen verdämmt. Knallwirkung und Zerlegung war zu dieser meist noch gut. Die [[China-Böller D|D-Böller]] dieser Zeit waren auffallend dick (knapp 30 mm). Auf dem Coverbild der Päckchen war sowohl die alte- als auch die neue '''Artikelnummer''' von FKW aufgedruckt, ein deutliches Erkennungsmerkmal. Das Backlabel trug stets grüne Schrift und bereits einen Strich-Code. Eine Telefonnummer war auf den Päckchen nicht angegeben, was sie in die Zeit vor 1994 einsortiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 2004 ===&lt;br /&gt;
Seit 1994 tragen Böller eine rote Banderole mit einer markanten, '''schwarzen Verzierung''' an den Böllerenden, die bis heute verwendet wird und typisch für Keller-Böller geworden ist. Anstatt von FKW wies man sich nun als '''FKW Keller GmbH''' aus, der Hersteller war mit ''F3'' und einer kleinen Laterne angegeben, diese sollte offenbar auf die Traditon mit [[Red Lantern]] hindeuten. Tatsächlich kamen auch diese Böller noch aus der Region Hunan, wenngleich die Fabriken mit dem damaligen Red Lantern wahrscheinlich nur noch wenig gemein hatten. Das Backlabel trug nun in der Regel schwarze Schrift, parallel dazu gab es jedoch weiterhin auch Päckchen mit grüner Schrift. Übergangsweise gab es Päckchen, auf denen die doppelte Artikelnummer noch drauf war, sehr bald war jedoch nur noch eine Artikelnummer auf dem Coverbild abgedruckt. Die Böller trugen oft, aber nicht immer die graue Lunte. Etwa ab 1996 wiesen die Böller durchweg eine grüne Sicherheitslunte auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996/97 fiel Keller mit der Präsentation einer &amp;quot;neuen Böller-Generation&amp;quot; auf. Offenbar hatte man eine weitere Pioniertat auf dem Sektor der China-Böller im Sinn. Diesmal ging die Innovation jedoch gründlich in die Hose. Die neuartigen Böller wurden mit Qualitätsbewusstsein, hoher Sicherheit und einer hohen Umweltverträglichkeit beworben. Ein grünes Coverbild und grüne Banderolen sollten den Eindruck verstärken und verhalfen den Knallern schnell zum Spitznamen '''&amp;quot;Öko-Böller&amp;quot;'''. Die Böller waren extrem dünnwandig und wiesen, vermutlich aufgrund stark reduzierter Satzmenge, eine sehr schwache Knallwirkung auf. Noch 1998 hatte Keller diese &amp;quot;Innovation&amp;quot; im Programm (parallel zu den herkömmlichen Böllern), danach war nie wieder die Rede davon. Rückblickend betrachtet, überbrachten diese Bölle die Hiobsbotschaft eines allgemeinen Qualitätseinbruchs im China-Böller-Sektor, so war Keller - ob gewollt oder ungewollt - erneut wegweisend für die künftige Entwicklung am Markt. Um die Jahrtausendwende verschlechterte sich die Qualität der Keller-Böller zunehmend, Satzmenge und Wandstärke nahmen fortlaufend ab. Zu dieser Zeit wurde der Hersteller nicht mehr mit F3, sondern mit '''CLL''' angegeben. Frühe Böller mit dieser Angabe können noch relativ gut in der Wirkung sein, im Allgemeinen aber eher nicht mehr. Eine bemerkenswerte Ausnahme machten die '''[[China-Böller C|C-Böller]]'''. Sie waren von dieser Entwicklung kaum betroffen und hatten auch nach der Jahrtausendwende noch einen kräftigen Knall. In der Feuerwerks-Community wurden sie deshalb zum Geheimtip in dieser Zeit. Ein weiterer Lichtblick waren außergewöhnlich gut knallende Chargen, die um 2004 herum importiert wurden. Hier zeigten sich auch die anderen Böllergrößen noch einmal von der guten Seite. Häufig trugen diese Böller das Kürzel '''04/2000 LIU''' auf dem Backcover. Es stellte sich jedoch heraus, dass es auch LIU-Böller mit schwacher Knallwirkung gab und solche, die gut knallten, obwohl sie kein LIU-Kürzel trugen. Die Angelegenheit blieb recht spekulativ.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 2000 verwendete Keller für einige Sortimente Päckchen mit einem '''neuen Label''', das schwarz war, mit einem explodierenden Böller im Vordergrund, inklusive Größenangabe. Diese Böller unterschieden sich nicht von jenen mit Münchhausen-Label und wurden parallel zu diesen im Angebot geführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 2005 ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 wurde von Keller ein neues '''Warenzeichen''' eingeführt, das bisherige gelbe Pinselstrich-Logo wich einem kursiven, roten Keller-Schriftzug. Auf den Päckchen selbst war das Warenzeichen damals nicht zu finden, wohl aber auf den Schinken/Kartons. Im selben Jahr wurde das alternative Coverbild auf den Böllerpäckchen  noch '''moderner gestaltet'''. Das Münchhausen-Label fand sich fortan nur noch in Schinkenware. Bis etwa 2006 wies der [[China-Böller C|C-Böller]] noch immer eine für damalige Verhältlnisse überdurchnittliche Verarbeitungsqualität und Knallwirkung auf, danach wurde auch er immer dünner und effektärmer. Von älteren Chargen sind damalige Münchhausen-Päckchen nur schwer zu unterscheiden. Am ehesten ist dies anhand der Qualität der enthaltenen Böller einschätzbar. Eindeutig wird es erst ab 2009, seitdem befindet sich unten auf dem Münchhausen-Cover der rote '''Keller-Schriftzug''', außerdem ist auf den Päckchen nun die '''NEM''' angegeben. Schon ab 2008 wurde das '''VPI-Logo''' verändert, das nun nicht mehr Geld, sondern rot-blau war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der schlechten Knallwirkung, aber auch wegen des immer populäreren Verbundfeuerwerks, war der Absatz von Chinaböllern allgemein eher rückläufig. Keller als Unternehmen geriet offenbar in Schwierigkeiten, denn im Jahr 2013 erfolgte die Übernahme durch Comet. Gegenwärtig existiert Keller noch als eigene Marke, inzwischen wurde das Coverbild der Böllerpäckchen auch noch einmal geändert, was angesichts der durchweg schlechten Qualität der Böller von geringer Relevanz ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_D&amp;diff=7982</id>
		<title>China-Böller D</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_D&amp;diff=7982"/>
				<updated>2017-01-03T21:08:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|Ein D-Böller von [[Red Lantern]], importiert durch [[China-Böller von Keller/FKW|F.K.]] Anfang der 1980er Jahre.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''China-Böller D''' ist ein großer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''490'''. Er ist 100 mm lang und 25 mm dick. Auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längen- und Durchmesserangabe in Zoll ('''4&amp;quot; x 1&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 4 Stück. 1 Karton D-Böller enthält 20 Einzelpäckchen, also 80 Knaller. Immer öfter sind jedoch auch halbe Schinken mit 40 Knallern im Umlauf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der D-Böller galt lange Zeit als der König der China-Böller. Seine Satzmenge war enorm und der Knall entsprechend sehr kräftig. Ein China-Böller D wurde umgangssprachlich zum Inbegriff eines lautstarken Knallers. Er war bis in die 1980er Jahre jedoch so teuer (etwa 1,50 - 2 DM pro Päckchen), dass er nur selten schinkenweise gekauft wurde. Dies änderte sich Ende der 1980er Jahre im Zuge des Preis- aber auch Qualitätsverfalls. Nach der Jahrtausendwende wurden D-Böller-Schinken für teilweise weniger als 4 € verramscht, hatten qualitativ eine Tiefpunkt erreicht, mit nur noch einen Bruchteil der früheren Satzmenge und knallten oft kaum noch lauter als ein [[Pyro-Cracker]]. So büßte der D-Böller seinen guten Ruf allmählich ein, sein Image-Verfall steht sinnbidlich für die immer schlechtere China-Böller-Qualität dieser Zeit. Dennoch wird er neben dem Pyro-Cracker nach wie vor am häufigsten gekauft, wobei der Absatz an China-Böllern insgesamt eher rückläufig ist. Im Jahr 2016 überraschte der Importeur [[Funke]] mit D-Böllern nach alter Bauweise, die wieder einen sehr kräftigen Knall aufwiesen und insgesamt das alte Flair dank Schnipselregen und grauer Lunte nahezu vollständig zurückbrachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Paket-Cracker&amp;diff=7981</id>
		<title>Paket-Cracker</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Paket-Cracker&amp;diff=7981"/>
				<updated>2017-01-03T21:01:28Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Paket Cracker Beispielfoto.jpg|thumb|Typischer Paket-Cracker, hier eine 20er Matte.]]&lt;br /&gt;
Der '''Paket-Cracker''' ist der zweitkleinste unter den gebräuchlichen Chinaknallern. Er ist etwa 35 mm lang und 6 mm dick. Gebunden zu Matten aus 20, 30 oder noch mehr Einzelknallern, ergibt sich ein kräftiger Knattereffekt. Früher wurden Paket-Cracker mitunter auch als ''chinesischer Knallfrosch, groß'' bezeichnet. Umgangssprachlich nannte man sie auch ''Pfennigschwärmer''. In einer Zeit, als große China-Böller für Jugendliche oft unerschwinglich teuer waren, wurden Paket-Cracker aufgedröselt und einzeln gezündet, wobei ein einzelner Knaller in dem Fall preiswert war. Obwohl es mühselige Handarbeit ist, war es in China schon lange Zeit Tradition, viele einzelne, kleine Knaller zu langen Ketten zu bündeln und zu Feierlichkeiten zu zünden. Sie wurden traditionell an einer Schlaufe aufgehangen und brannten dann von unten nach oben ab. Einige ältere Paket-Cracker besitzen noch eine solche Schlaufe. Früher waren die einzelnen Knaller oft noch an den Enden gewürgt und verschiedenfarbig. Später setzten sich für Paket-Cracker Matten aus Knallern von rotem Papier durch. Sie tragen aufgrund ihrer geringen Größe keine Beschriftung oder Verzierung. Paket-Cracker zählen zu den wenigen Knallern, die auch heute noch mit der grauen [[Anzündschnur|chinese fuse]] versehen werden. Lediglich die zentrale Zündschnur wurde im Laufe der 1990er Jahre durch eine grüne Sicherheitslunte ersetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den sinkenden Preisen für China-Böller verlor der Paket-Cracker an Verbreitung, nach der Jahrtausendwende stellten sie nur noch eine Randerscheinung dar. Seit dem Aufkommen langer Knallketten ab 2009 rückt der Paket-Cracker wieder in den Fokus, er wird beispielsweise von [[China-Böller von Pyro Art|Pyro Art]] wieder angeboten. Seitdem gibt es ihn auch in Deutschland in noch wesentlich längeren Ketten, die oft Cake-förmig aufgedreht sind. [[China-Böller von Weco|Weco]] verkauft seit ca. 2003 Paket-Cracker in der üblichen Packung zu 30 Stück, jedoch als &amp;quot;'''Mini-Knaller'''&amp;quot;. Die nicht gebündelten Cracker besitzen hier jeweils eine grüne Lunte. Auch früher schon gab es manchmal lose Paket-Cracker zu kaufen. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Unterschied zu den [[Lady-Cracker]]n ist bei den Paket-Crackern jede Matte separat abgepackt. Ein Schinken enthält demnzufolge 40 Matten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Horse_Brand&amp;diff=7980</id>
		<title>Horse Brand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Horse_Brand&amp;diff=7980"/>
				<updated>2017-01-03T20:51:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Horse Brand clean.jpg|thumb|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Horsebrand Tannenwaldlabel.jpg|thumb|Ein Tannenwaldlabel von Horse Brand]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Guangdong Boeller hinten.jpg|thumb|Typische Verdämmung hinten eines Böllers aus Guangdong]]&lt;br /&gt;
'''Horse Brand''' war ein Hersteller von China-Böllern in der Region '''Guangdong''' (Kwangtung) in China. Dabei handelte es sich um verschiedene Fabriken in der genannten Region, die für Exportproduktion augewählt waren und zu diesem Zweck unter ''Horse Brand'' als Exportmarke fungierten, erstmals spätestens 1960. Als Markensymbol diente ein Pferdekopf, der auf den Böllerpäckchen aufgedruckt war. Als Label kamen verschiedenste Varianten zur Verwendung, auch das [[Tiger-Head Brand|Tannenwald-Label]] wurde für Horse Brand teilweise verwendet. Zumindest in den 1970er und 1980er Jahren war für Böller aus Guangdong eine besondere Verdämmung am hinteren Ende typisch. Dieses war nicht eingekrempelt, sondern mit einer hellgrauen gipsartigen Masse verschlossen.   Vor allem bei Böllern ab den 1990er Jahren ist der Pferdekopf nicht mehr auf dem Päckchen zu finden. Herstellerangaben wie &amp;quot;K4&amp;quot;, &amp;quot;CD&amp;quot;, &amp;quot;CNP&amp;quot; oder &amp;quot;CNNP&amp;quot; deuten auf Böller aus Guangdong hin, wobei sich nicht klar unterscheiden lässt, ob sie dem Horse Brand oder Tiger-Head Brand zugehörig sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Liberalisierung des zuvor kommunistischen Chinas ab 1987, wurde die Identität der Exportmarken zunehmend schwammiger. Der Tigerkopf war immer seltener auf den Päckchen zu finden. Inzwischen ist die chinesische Feuerwerksproduktion vollkommen umstrukturiert worden, sodass Tiger-Head Brand in der ursprünglichen Form nicht mehr existiert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Tiger-Head_Brand&amp;diff=7979</id>
		<title>Tiger-Head Brand</title>
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				<updated>2017-01-03T20:46:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Tigerhead clean.jpg|thumb|left]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Tigerhead Tannenwaldlabel.jpg|thumb|Das Tannenwaldlabel]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Guangdong Boeller hinten.jpg|thumb|Typische Verdämmung hinten eines Böllers aus Guangdong]]&lt;br /&gt;
'''Tiger-Head Brand''' war ein Hersteller von China-Böllern in der Region '''Guangdong''' (Kwangtung) in China. Dabei handelte es sich um verschiedene Fabriken in der genannten Region, die für Exportproduktion augewählt waren und zu diesem Zweck unter ''Tiger-Head Brand'' als Exportmarke fungierten, erstmals spätestens 1963. Als Markensymbol diente ein Tigerkopf, der auf den Böllerpäckchen aufgedruckt war. Für diese Marke wurde ursprünglich ein eigenes Label verwendet, das '''Tannenwald-Label'''. Es zeigt einen Nadelwald mit hohen Bergen im Hintergrund, wie sie in der Region Guangdong durchaus vorkommen, beispielsweise im ''Nanling National Park''. Es ist daher davon auszugehen, dass es sich bei diesem Label um eine eigene, chinesische Kreation handelt. Neben [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Bo-Peep]] wurde das Tannenwaldlabel eines der bekanntesten und beliebtesten im Chinaböllersektor. Es wurde ausschließlich für Böller aus der Region Guangdong verwendet, teilweise auch von [[Horse Brand]], und war letztmalig auf Päckchen von [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico|Feistel und Moog]] 1998 zu finden. Im Jahr 2016 wurde das Label mitsamt des Tigerkopfes von [[Funke]] wiederbelebt. Es hat hierbei jedoch nichts mehr mit den damaligen Fabriken in Guangdong zu tun, sondern dient der Huldigung der Chinaböller alter Tage bzw. dem Verkauf der sogenannten ''Oldschool-Böller''. Tiger-Head Brand und das Tannenwald-Label werden auch noch international, etwa für den Export in die USA, verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Böller, die kein Tannenwald-Label auf dem Päckchen haben, können von Tiger-Head Brand sein. Teilweise ist nur der Tigerkopf klein auf dem Backcover zu finden. Ferner deuten die Herstellerangaben &amp;quot;K4&amp;quot;, &amp;quot;CD&amp;quot;, &amp;quot;CNP&amp;quot; oder &amp;quot;CNNP&amp;quot; auf Böller aus Guangdong hin. Zumindest in den 1970er und 1980er Jahren war für diese Böller eine besondere Verdämmung am hinteren Ende typisch. Dieses war nicht eingekrempelt, sondern mit einer hellgrauen gipsartigen Masse verschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der ökonomischen Liberalisierung des zuvor kommunistischen Chinas ab 1987, wurde die Identität der Exportmarken zunehmend schwammiger. Der Tigerkopf war immer seltener auf den Päckchen zu finden. Inzwischen ist die chinesische Feuerwerksproduktion vollkommen umstrukturiert worden, sodass Tiger-Head Brand in der ursprünglichen Form nicht mehr existiert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_von_Keller/FKW&amp;diff=7978</id>
		<title>China-Böller von Keller/FKW</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_von_Keller/FKW&amp;diff=7978"/>
				<updated>2017-01-03T20:33:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Franz Keller''' war der erste Händler, der ab den 1960er Jahren China-Feuerwerk nach Deutschland direkt importierte. Auch die Jahre darauf schien Keller eine Art Impulsgeber am deutschen Markt der China-Böller gewesen zu sein. Zunächst firmierte er unter '''F.K. Wattenscheid''', später abgekürzt '''FKW''' und schließlich '''Keller'''. Im Jahr 2013 wurde Keller von [[Comet]] übernommen, ist jedoch nach wie vor als Marke mit eigenem Auftritt aktiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== BAM- und Artikelnummern ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Böller !! Artikelnummer !! BAM-PII-xxxx !! BAM F2-xxxx&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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| [[Super-Böller|Super-Böller I]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bis ca. 1980 ===&lt;br /&gt;
Schon in den 1960ern hatte Franz Keller unter der Marke ''F.K. Wattenscheid'' China-Böller im Programm, vermutlich bereits alle Größen bis zum [[China-Böller D]]. Er trat als Direktimporteur von China-Feuerwerk auf und bezog seine Böller von Anfang an ausschließlich von [[Red Lantern]]. Die Böller waren meist weiß mit grüner Schrift. Päckchen aus den 1960er Jahren sind an einem sehr schlichten Cover zu erkennen, das meist nur aus der Aufschrift besteht, ohne Bild. Außerdem tragen sie die BAM-Nummer nach altem Schema ''BAM xxxx-II''. In den 1970er Jahren wurden die Label bunter und wiesen verschiedene Bildchen auf, unter anderem die '''''Hirtenszene''''' oder das '''''Thunder-Motiv''''', nicht jedoch das [[Tiger-Head Brand|Tannenwald]]- oder [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Bo Peep]]-Motiv. Die Böller waren teilweise auch bunt, etwa mit dem Motiv der Hirtenszene bedruckt oder anderweitig farbig gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1980 - 1988 ===&lt;br /&gt;
Als erster deutscher Importeur brachte Franz Keller ein eigenes Label heraus. Es war rot, mit einem grün/weißen '''FK''' - Markenlogo. und schwarzer Schrift. Außerdem zierten das Cover zwei rote Laternen, die offensichtlich nicht ohne Stolz auf den Hersteller [[Red Lantern]] hinwiesen. Die Böller selbst waren ebenso gestaltet. Ab wann das eigene Label verwendet wurde, ist nicht genau bekannt. Erfahrungsberichten zufolge sei es erst ab ca. 1982 aufgekommen. Andererseits gibt es einen Katalog von FKW der angeblich von 1980 sei, der dieses eigene Label bereits zeigt. Die Böller dieser Zeit weisen noch eine erstklassige Verarbeitungsqualität auf. Spätestens 1985 folgte der Wechsel auf ein ebenso bildloses, rotes Label, das einen '''weißen Streifen''' quer trug, in dem sich wieder die rote Laterne fand. Analog dazu wurden die Böller gestaltet. Auch diese Böller waren gut verarbeitet und wiesen teilweise eine enorme Knallwirkung auf. FKW war auch einer der ersten Importeure der [[Super-Böller]] (vermutlich bereits ab 1980), für diese wurde von Anfang an eine '''grüne Sicherheitslunte''' verwendet. Damit wären zwei weitere Pioniertaten von FKW auf dem Gebiet der China-Böller in Deutschland genannt. Als einziger Anbieter führte FKW auch die Größe [[China-Böller C|485]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1989 - 1990 ===&lt;br /&gt;
Eventuell schon 1988, spätestens jedoch 1989 wurden die Böllerpäckchen mit einem Coverbild versehen. Es zeigte einen offenbar frei Hand gezeichneten '''Baron Münchhausen''' beim Flug auf der Kanonenkugel, mit der er sich der Erzählung nach auf die feindliche Burg beförderte. Das markante Coverbild erschien in einer Zeit, als sich die chinesischen Märkte liberalisierten und FKW allen voran die neuen Möglichkeiten nutze, um China-Böller in deutlich größerem Umfang zu deutlich niedrigeren Preisen zu importieren. Zunächst wurde dadurch ein Feuerwerksverkauf in größerem Umfang als früher möglich. Andererseits zog der Preisverfall bekanntlich einen massiven Verfall der Qualität nach sich. Zunächst knallten die Böller noch erstklassig und prägten sich durch ihre markante Gestaltung (weiße Banderole mit roten Ringen und roter Laterne) in das Gedächtnis vieler damaliger Kunden ein. Während [[Super-Böller]] wieder grundsätzlich mit grüner Sicherheitslunte versehen waren, gab es die [[China-Böller D|D-]], [[China-Böller C|C-]] und [[China-Böller B|B-]] Böller sowohl mit grüner als auch mit grauer Lunte. Alle kleineren Größen wiesen grundsätzlich eine graue Lunte auf. Die Knallwirkung war meist gut, es sind jedoch auch veeinzelt Chargen bekannt, die bereits deutliche Mengen roter Tonerde enthalten und/oder weniger gut knallen. Unklar ist, ob diese älteren Münchhausen &amp;quot;'''Rotring'''&amp;quot;-Böller tatsächlich nur bis 1990 importiert wurden, da sich die große Bekanntheit und damalige Verbreitung schlecht mit einem so kurzen Importzeitraum erklären lässt. Teilweise wird vermutet, dass der alte Baron noch einige Jahre parallel zu den neueren Münchhausen importiert wurde, was angesicht der völlig anderen Gestaltung der Böller jedoch als unwahrscheinlich gelten muss. Realistischer ist die These, dass FKW 1989/1990 nicht zuletzt im Zuge des expandierenden Marktes durch die deutsche Wiedervereinigung sehr große Posten importieren ließ, von denen in der Zeit 1991-1993 noch diverse Restbestände in Sortimenten und Blisterkarten abverkauft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991 - 1993 ===&lt;br /&gt;
Schon 1991 wurde ein geändertes Münchhausen-Motiv eingeführt, das professioneller gezeichnet war. Die enthaltenen Böller waren nun '''weiß mit grüner Schrift''', die rote Laterne war nun verschwunden. Hinter dem mit '''C''' angegebenen Hersteller verbarg sich jedoch weiterhin ein Produzent aus Hunan, ob es sich dabei wirklich um die früheren Fabriken von [[Red Lantern]] handelte, ist jedoch nicht sicher. Die Vermutung liegt nahe, denn die für Red Lantern typische Bauweise mit einem rot getupften hinteren Böllerende wurde zunächst beibehalten. Auch blieb es dabei, dass die kleineren Böllergrößen die graue- große Böller hingegen die grüne Sicherheitslunte trugen. Teilweise waren die Böller mit einer harten, mineralischen Massen verdämmt. Knallwirkung und Zerlegung war zu dieser meist noch gut. Die [[China-Böller D|D-Böller]] dieser Zeit waren auffallend dick (knapp 30 mm). Auf dem Coverbild der Päckchen war sowohl die alte- als auch die neue '''Artikelnummer''' von FKW aufgedruckt, ein deutliches Erkennungsmerkmal. Das Backlabel trug stets grüne Schrift und bereits einen Strich-Code. Eine Telefonnummer war auf den Päckchen nicht angegeben, was sie in die Zeit vor 1994 einsortiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 2004 ===&lt;br /&gt;
Seit 1994 tragen Böller eine rote Banderole mit einer markanten, '''schwarzen Verzierung''' an den Böllerenden, die bis heute verwendet wird und typisch für Keller-Böller geworden ist. Anstatt von FKW wies man sich nun als '''FKW Keller GmbH''' aus, der Hersteller war mit ''F3'' und einer kleinen Laterne angegeben, diese sollte offenbar auf die Traditon mit [[Red Lantern]] hindeuten. Tatsächlich kamen auch diese Böller noch aus der Region Hunan, wenngleich die Fabriken mit dem damaligen Red Lantern wahrscheinlich nur noch wenig gemein hatten. Das Backlabel trug nun in der Regel schwarze Schrift, parallel dazu gab es jedoch weiterhin auch Päckchen mit grüner Schrift. Übergangsweise gab es Päckchen, auf denen die doppelte Artikelnummer noch drauf war, sehr bald war jedoch nur noch eine Artikelnummer auf dem Coverbild abgedruckt. Die Böller trugen oft, aber nicht immer die graue Lunte. Etwa ab 1996 wiesen die Böller durchweg eine grüne Sicherheitslunte auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996/97 fiel Keller mit der Präsentation einer &amp;quot;neuen Böller-Generation&amp;quot; auf. Offenbar hatte man eine weitere Pioniertat auf dem Sektor der China-Böller im Sinn. Diesmal ging die Innovation jedoch gründlich in die Hose. Die neuartigen Böller wurden mit Qualitätsbewusstsein, hoher Sicherheit und einer hohen Umweltverträglichkeit beworben. Ein grünes Coverbild und grüne Banderolen sollten den Eindruck verstärken und verhalfen den Knallern schnell zum Spitznamen '''&amp;quot;Öko-Böller&amp;quot;'''. Die Böller waren extrem dünnwandig und wiesen, vermutlich aufgrund stark reduzierter Satzmenge, eine sehr schwache Knallwirkung auf. Noch 1998 hatte Keller diese &amp;quot;Innovation&amp;quot; im Programm (parallel zu den herkömmlichen Böllern), danach war nie wieder die Rede davon. Rückblickend betrachtet, überbrachten diese Bölle die Hiobsbotschaft eines allgemeinen Qualitätseinbruchs im China-Böller-Sektor, so war Keller - ob gewollt oder ungewollt - erneut wegweisend für die künftige Entwicklung am Markt. Um die Jahrtausendwende verschlechterte sich die Qualität der Keller-Böller zunehmend, Satzmenge und Wandstärke nahmen fortlaufend ab. Zu dieser Zeit wurde der Hersteller nicht mehr mit F3, sondern mit '''CLL''' angegeben. Frühe Böller mit dieser Angabe können noch relativ gut in der Wirkung sein, im Allgemeinen aber eher nicht mehr. Eine bemerkenswerte Ausnahme machten die '''[[China-Böller C|C-Böller]]'''. Sie waren von dieser Entwicklung kaum betroffen und hatten auch nach der Jahrtausendwende noch einen kräftigen Knall. In der Feuerwerks-Community wurden sie deshalb zum Geheimtip in dieser Zeit. Ein weiterer Lichtblick waren außergewöhnlich gut knallende Chargen, die um 2004 herum importiert wurden. Hier zeigten sich auch die anderen Böllergrößen noch einmal von der guten Seite. Häufig trugen diese Böller das Kürzel '''04/2000 LIU''' auf dem Backcover. Es stellte sich jedoch heraus, dass es auch LIU-Böller mit schwacher Knallwirkung gab und solche, die gut knallten, obwohl sie kein LIU-Kürzel trugen. Die Angelegenheit blieb recht spekulativ.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 2000 verwendete Keller für einige Sortimente Päckchen mit einem '''neuen Label''', das schwarz war, mit einem explodierenden Böller im Vordergrund, inklusive Größenangabe. Diese Böller unterschieden sich nicht von jenen mit Münchhausen-Label und wurden parallel zu diesen im Angebot geführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 2005 ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 wurde von Keller ein neues '''Warenzeichen''' eingeführt, das bisherige gelbe Pinselstrich-Logo wich einem kursiven, roten Keller-Schriftzug. Auf den Päckchen selbst war das Warenzeichen damals nicht zu finden, wohl aber auf den Schinken/Kartons. Im selben Jahr wurde das alternative Coverbild auf den Böllerpäckchen  noch '''moderner gestaltet'''. Das Münchhausen-Label fand sich fortan nur noch in Schinkenware. Bis etwa 2006 wies der [[China-Böller C|C-Böller]] noch immer eine für damalige Verhältlnisse überdurchnittliche Verarbeitungsqualität und Knallwirkung auf, danach wurde auch er immer dünner und effektärmer. Von älteren Chargen sind damalige Münchhausen-Päckchen nur schwer zu unterscheiden. Am ehesten ist dies anhand der Qualität der enthaltenen Böller einschätzbar. Eindeutig wird es erst ab 2009, seitdem befindet sich unten auf dem Münchhausen-Cover der rote '''Keller-Schriftzug''', außerdem ist auf den Päckchen nun die '''NEM''' angegeben. Schon ab 2008 wurde das '''VPI-Logo''' verändert, das nun nicht mehr Geld, sondern rot-blau war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der schlechten Knallwirkung, aber auch wegen des immer populäreren Verbundfeuerwerks, war der Absatz von Chinaböllern allgemein eher rückläufig. Keller als Unternehmen geriet offenbar in Schwierigkeiten, denn im Jahr 2013 erfolgte die Übernahme durch Comet. Gegenwärtig existiert Keller noch als eigene Marke, inzwischen wurde das Coverbild der Böllerpäckchen auch noch einmal geändert, was angesichts der durchweg schlechten Qualität der Böller von geringer Relevanz ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_von_Keller/FKW&amp;diff=7977</id>
		<title>China-Böller von Keller/FKW</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_von_Keller/FKW&amp;diff=7977"/>
				<updated>2017-01-03T19:11:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* Seit 2005 = */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Franz Keller''' war der erste Händler, der ab den 1960er Jahren China-Feuerwerk nach Deutschland direkt importierte. Auch die Jahre darauf schien Keller eine Art Impulsgeber am Markt der China-Böller gewesen zu sein. Zunächst firmierte er unter '''F.K. Wattenscheid''', später abgekürzt '''FKW''' und schließlich '''Keller'''. Im Jahr 2013 wurde Keller von [[Comet]] übernommen, ist jedoch nach wie vor als Marke mit eigenem Auftritt aktiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== BAM- und Artikelnummern ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Böller !! Artikelnummer !! BAM-PII-xxxx !! BAM F2-xxxx&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lady-Cracker]] 400 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lady-Cracker]] 700 || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Paket-Cracker]] 20er || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Paket-Cracker]] 30er || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pyro-Cracker]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller C]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller B]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller D]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Super-Böller|Super-Böller I]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Super-Böller|Super-Böller II]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bis ca. 1980 ===&lt;br /&gt;
Schon in den 1960ern hatte Franz Keller unter der Marke ''F.K. Wattenscheid'' China-Böller im Programm, vermutlich bereits alle Größen bis zum [[China-Böller D]]. Er trat als Direktimporteur von China-Feuerwerk auf und bezog seine Böller von Anfang an ausschließlich von [[Red Lantern]]. Die Böller waren meist weiß mit grüner Schrift. Päckchen aus den 1960er Jahren sind an einem sehr schlichten Cover zu erkennen, das meist nur aus der Aufschrift besteht, ohne Bild. Außerdem tragen sie die BAM-Nummer nach altem Schema ''BAM xxxx-II''. In den 1970er Jahren wurden die Label bunter und wiesen verschiedene Bildchen auf, unter anderem die '''''Hirtenszene''''' oder das '''''Thunder-Motiv''''', nicht jedoch das [[Tiger-Head Brand|Tannenwald]]- oder [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Bo Peep]]-Motiv. Die Böller waren teilweise auch bunt, etwa mit dem Motiv der Hirtenszene bedruckt oder anderweitig farbig gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1980 - 1988 ===&lt;br /&gt;
Als erster deutscher Importeur brachte Franz Keller ein eigenes Label heraus. Es war rot, mit einem grün/weißen '''FK''' - Markenlogo. und schwarzer Schrift. Außerdem zierten das Cover zwei rote Laternen, die offensichtlich nicht ohne Stolz auf den Hersteller [[Red Lantern]] hinwiesen. Die Böller selbst waren ebenso gestaltet. Ab wann das eigene Label verwendet wurde, ist nicht genau bekannt. Erfahrungsberichten zufolge sei es erst ab ca. 1982 aufgekommen. Andererseits gibt es einen Katalog von FKW der angeblich von 1980 sei, der dieses eigene Label bereits zeigt. Die Böller dieser Zeit weisen noch eine erstklassige Verarbeitungsqualität auf. Spätestens 1985 folgte der Wechsel auf ein ebenso bildloses, rotes Label, das einen '''weißen Streifen''' quer trug, in dem sich wieder die rote Laterne fand. Analog dazu wurden die Böller gestaltet. Auch diese Böller waren gut verarbeitet und wiesen teilweise eine enorme Knallwirkung auf. FKW war auch einer der ersten Importeure der [[Super-Böller]] (vermutlich bereits ab 1980), für diese wurde von Anfang an eine '''grüne Sicherheitslunte''' verwendet. Damit wäre eine weitere Pioniertat von FKW auf dem Gebiet der China-Böller genannt. Als einziger Anbieter in Deutschland führte FKW auch die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1989 - 1990 ===&lt;br /&gt;
Eventuell schon 1988, spätestens jedoch 1989 wurden die Böllerpäckchen mit einem Coverbild versehen. Es zeigte einen offenbar frei Hand gezeichneten '''Baron Münchhausen''' beim Flug auf der Kanonenkugel, mit der er sich der Erzählung nach auf die feindliche Burg beförderte. Das markante Coverbild erschien in einer Zeit, als sich die chinesischen Märkte liberalisierten und FKW allen voran die neuen Möglichkeiten nutze, um China-Böller in deutlich größerem Umfang zu deutlich niedrigeren Preisen zu importieren. Zunächst wurde dadurch ein Feuerwerksverkauf in größerem Umfang als früher möglich. Andererseits zog der Preisverfall bekanntlich einen massiven Verfall der Qualität nach sich. Zunächst knallten die Böller noch erstklassig und prägten sich durch ihre markante Gestaltung (weiße Banderole mit roten Ringen und roter Laterne) in das Gedächtnis vieler damaliger Kunden ein. Während [[Super-Böller]] wieder grundsätzlich mit grüner Sicherheitslunte versehen waren, gab es die [[China-Böller D|D-]], [[China-Böller C|C-]] und [[China-Böller B|B-]] Böller sowohl mit grüner als auch mit grauer Lunte. Alle kleineren Größen wiesen grundsätzlich eine graue Lunte auf. Die Knallwirkung war meist gut, es sind jedoch auch veeinzelt Chargen bekannt, die bereits deutliche Mengen roter Tonerde enthalten und/oder weniger gut knallen. Unklar ist, ob diese älteren Münchhausen &amp;quot;'''Rotring'''&amp;quot;-Böller tatsächlich nur bis 1990 importiert wurden, da sich die große Bekanntheit und damalige Verbreitung schlecht mit einem so kurzen Importzeitraum erklären lässt. Teilweise wird vermutet, dass der alte Baron noch einige Jahre parallel zu den neueren Münchhausen importiert wurde, was angesicht der völlig anderen Gestaltung der Böller jedoch als unwahrscheinlich gelten muss. Realistischer ist die These, dass FKW 1989/1990 nicht zuletzt im Zuge des expandierenden Marktes durch die deutsche Wiedervereinigung sehr große Posten importieren ließ, von denen in der Zeit 1991-1993 noch diverse Restbestände in Sortimenten und Blisterkarten abverkauft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991 - 1993 ===&lt;br /&gt;
Schon 1991 wurde ein geändertes Münchhausen-Motiv eingeführt, das professioneller gezeichnet war. Die enthaltenen Böller waren nun '''weiß mit grüner Schrift''', die rote Laterne war nun verschwunden. Hinter dem mit '''C''' angegebenen Hersteller verbarg sich jedoch weiterhin ein Produzent aus Hunan, ob es sich dabei wirklich um die früheren Fabriken von [[Red Lantern]] handelte, ist jedoch nicht sicher. Die Vermutung liegt nahe, denn die für Red Lantern typische Bauweise mit einem rot getupften hinteren Böllerende wurde zunächst beibehalten. Auch blieb es dabei, dass die kleineren Böllergrößen die graue- große Böller hingegen die grüne Sicherheitslunte trugen. Teilweise waren die Böller mit einer harten, mineralischen Massen verdämmt. Knallwirkung und Zerlegung war zu dieser meist noch gut. Die [[China-Böller D|D-Böller]] dieser Zeit waren auffallend dick (knapp 30 mm). Auf dem Coverbild der Päckchen war sowohl die alte- als auch die neue '''Artikelnummer''' von FKW aufgedruckt, ein deutliches Erkennungsmerkmal. Das Backlabel trug stets grüne Schrift und bereits einen Strich-Code. Eine Telefonnummer war auf den Päckchen nicht angegeben, was sie in die Zeit vor 1994 einsortiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 2004 ===&lt;br /&gt;
Seit 1994 tragen Böller eine rote Banderole mit einer markanten, '''schwarzen Verzierung''' an den Böllerenden, die bis heute verwendet wird und typisch für Keller-Böller geworden ist. Anstatt von FKW wies man sich nun als '''FKW Keller GmbH''' aus, der Hersteller war mit ''F3'' und einer kleinen Laterne angegeben, diese sollte offenbar auf die Traditon mit [[Red Lantern]] hindeuten. Tatsächlich kamen auch diese Böller noch aus der Region Hunan, wenngleich die Fabriken mit dem damaligen Red Lantern wahrscheinlich nur noch wenig gemein hatten. Das Backlabel trug nun in der Regel schwarze Schrift, parallel dazu gab es jedoch weiterhin auch Päckchen mit grüner Schrift. Übergangsweise gab es Päckchen, auf denen die doppelte Artikelnummer noch drauf war, sehr bald war jedoch nur noch eine Artikelnummer auf dem Coverbild abgedruckt. Die Böller trugen oft, aber nicht immer die graue Lunte. Etwa ab 1996 wiesen die Böller durchweg eine grüne Sicherheitslunte auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996/97 fiel Keller mit der Präsentation einer &amp;quot;neuen Böller-Generation&amp;quot; auf. Offenbar hatte man eine weitere Pioniertat auf dem Sektor der China-Böller im Sinn. Diesmal ging die Innovation jedoch gründlich in die Hose. Die neuartigen Böller wurden mit Qualitätsbewusstsein, hoher Sicherheit und einer hohen Umweltverträglichkeit beworben. Ein grünes Coverbild und grüne Banderolen sollten den Eindruck verstärken und verhalfen den Knallern schnell zum Spitznamen '''&amp;quot;Öko-Böller&amp;quot;'''. Die Böller waren extrem dünnwandig und wiesen, vermutlich aufgrund stark reduzierter Satzmenge, eine sehr schwache Knallwirkung auf. Noch 1998 hatte Keller diese &amp;quot;Innovation&amp;quot; im Programm (parallel zu den herkömmlichen Böllern), danach war nie wieder die Rede davon. Rückblickend betrachtet, überbrachten diese Bölle die Hiobsbotschaft eines allgemeinen Qualitätseinbruchs im China-Böller-Sektor, so war Keller - ob gewollt oder ungewollt - erneut wegweisend für die künftige Entwicklung am Markt. Um die Jahrtausendwende verschlechterte sich die Qualität der Keller-Böller zunehmend, Satzmenge und Wandstärke nahmen fortlaufend ab. Zu dieser Zeit wurde der Hersteller nicht mehr mit F3, sondern mit '''CLL''' angegeben. Frühe Böller mit dieser Angabe können noch relativ gut in der Wirkung sein, im Allgemeinen aber eher nicht mehr. Eine bemerkenswerte Ausnahme machten die '''[[China-Böller C|C-Böller]]'''. Sie waren von dieser Entwicklung kaum betroffen und hatten auch nach der Jahrtausendwende noch einen kräftigen Knall. In der Feuerwerks-Community wurden sie deshalb zum Geheimtip in dieser Zeit. Ein weiterer Lichtblick waren außergewöhnlich gut knallende Chargen, die um 2004 herum importiert wurden. Hier zeigten sich auch die anderen Böllergrößen noch einmal von der guten Seite. Häufig trugen diese Böller das Kürzel '''04/2000 LIU''' auf dem Backcover. Es stellte sich jedoch heraus, dass es auch LIU-Böller mit schwacher Knallwirkung gab und solche, die gut knallten, obwohl sie kein LIU-Kürzel trugen. Die Angelegenheit blieb recht spekulativ.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 2000 verwendete Keller für einige Sortimente Päckchen mit einem '''neuen Label''', das schwarz war, mit einem explodierenden Böller im Vordergrund, inklusive Größenangabe. Diese Böller unterschieden sich nicht von jenen mit Münchhausen-Label und wurden parallel zu diesen im Angebot geführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 2005 ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 wurde von Keller ein neues '''Warenzeichen''' eingeführt, das bisherige gelbe Pinselstrich-Logo wich einem kursiven, roten Keller-Schriftzug. Auf den Päckchen selbst war das Warenzeichen damals nicht zu finden, wohl aber auf den Schinken/Kartons. Im selben Jahr wurde das alternative Coverbild auf den Böllerpäckchen  noch '''moderner gestaltet'''. Das Münchhausen-Label fand sich fortan nur noch in Schinkenware. Bis etwa 2006 wies der [[China-Böller C|C-Böller]] noch immer eine für damalige Verhältlnisse überdurchnittliche Verarbeitungsqualität und Knallwirkung auf, danach wurde auch er immer dünner und effektärmer. Von älteren Chargen sind damalige Münchhausen-Päckchen nur schwer zu unterscheiden. Am ehesten ist dies anhand der Qualität der enthaltenen Böller einschätzbar. Eindeutig wird es erst ab 2009, seitdem befindet sich unten auf dem Münchhausen-Cover der rote '''Keller-Schriftzug''', außerdem ist auf den Päckchen nun die '''NEM''' angegeben. Schon ab 2008 wurde das '''VPI-Logo''' verändert, das nun nicht mehr Geld, sondern rot-blau war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der schlechten Knallwirkung, aber auch wegen des immer populäreren Verbundfeuerwerks, war der Absatz von Chinaböllern allgemein eher rückläufig. Keller als Unternehmen geriet offenbar in Schwierigkeiten, denn im Jahr 2013 erfolgte die Übernahme durch Comet. Gegenwärtig existiert Keller noch als eigene Marke, inzwischen wurde das Coverbild der Böllerpäckchen auch noch einmal geändert, was angesichts der durchweg schlechten Qualität der Böller von geringer Relevanz ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_von_Keller/FKW&amp;diff=7976</id>
		<title>China-Böller von Keller/FKW</title>
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				<updated>2017-01-03T19:10:31Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Franz Keller''' war der erste Händler, der ab den 1960er Jahren China-Feuerwerk nach Deutschland direkt importierte. Auch die Jahre darauf schien Keller eine Art Impulsgeber am Markt der China-Böller gewesen zu sein. Zunächst firmierte er unter '''F.K. Wattenscheid''', später abgekürzt '''FKW''' und schließlich '''Keller'''. Im Jahr 2013 wurde Keller von [[Comet]] übernommen, ist jedoch nach wie vor als Marke mit eigenem Auftritt aktiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== BAM- und Artikelnummern ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Böller !! Artikelnummer !! BAM-PII-xxxx !! BAM F2-xxxx&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lady-Cracker]] 400 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lady-Cracker]] 700 || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Paket-Cracker]] 20er || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Paket-Cracker]] 30er || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pyro-Cracker]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Shinsing-Cracker]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller A]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller C]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller B]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller D]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Super-Böller|Super-Böller I]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Super-Böller|Super-Böller II]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bis ca. 1980 ===&lt;br /&gt;
Schon in den 1960ern hatte Franz Keller unter der Marke ''F.K. Wattenscheid'' China-Böller im Programm, vermutlich bereits alle Größen bis zum [[China-Böller D]]. Er trat als Direktimporteur von China-Feuerwerk auf und bezog seine Böller von Anfang an ausschließlich von [[Red Lantern]]. Die Böller waren meist weiß mit grüner Schrift. Päckchen aus den 1960er Jahren sind an einem sehr schlichten Cover zu erkennen, das meist nur aus der Aufschrift besteht, ohne Bild. Außerdem tragen sie die BAM-Nummer nach altem Schema ''BAM xxxx-II''. In den 1970er Jahren wurden die Label bunter und wiesen verschiedene Bildchen auf, unter anderem die '''''Hirtenszene''''' oder das '''''Thunder-Motiv''''', nicht jedoch das [[Tiger-Head Brand|Tannenwald]]- oder [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Bo Peep]]-Motiv. Die Böller waren teilweise auch bunt, etwa mit dem Motiv der Hirtenszene bedruckt oder anderweitig farbig gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1980 - 1988 ===&lt;br /&gt;
Als erster deutscher Importeur brachte Franz Keller ein eigenes Label heraus. Es war rot, mit einem grün/weißen '''FK''' - Markenlogo. und schwarzer Schrift. Außerdem zierten das Cover zwei rote Laternen, die offensichtlich nicht ohne Stolz auf den Hersteller [[Red Lantern]] hinwiesen. Die Böller selbst waren ebenso gestaltet. Ab wann das eigene Label verwendet wurde, ist nicht genau bekannt. Erfahrungsberichten zufolge sei es erst ab ca. 1982 aufgekommen. Andererseits gibt es einen Katalog von FKW der angeblich von 1980 sei, der dieses eigene Label bereits zeigt. Die Böller dieser Zeit weisen noch eine erstklassige Verarbeitungsqualität auf. Spätestens 1985 folgte der Wechsel auf ein ebenso bildloses, rotes Label, das einen '''weißen Streifen''' quer trug, in dem sich wieder die rote Laterne fand. Analog dazu wurden die Böller gestaltet. Auch diese Böller waren gut verarbeitet und wiesen teilweise eine enorme Knallwirkung auf. FKW war auch einer der ersten Importeure der [[Super-Böller]] (vermutlich bereits ab 1980), für diese wurde von Anfang an eine '''grüne Sicherheitslunte''' verwendet. Damit wäre eine weitere Pioniertat von FKW auf dem Gebiet der China-Böller genannt. Als einziger Anbieter in Deutschland führte FKW auch die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1989 - 1990 ===&lt;br /&gt;
Eventuell schon 1988, spätestens jedoch 1989 wurden die Böllerpäckchen mit einem Coverbild versehen. Es zeigte einen offenbar frei Hand gezeichneten '''Baron Münchhausen''' beim Flug auf der Kanonenkugel, mit der er sich der Erzählung nach auf die feindliche Burg beförderte. Das markante Coverbild erschien in einer Zeit, als sich die chinesischen Märkte liberalisierten und FKW allen voran die neuen Möglichkeiten nutze, um China-Böller in deutlich größerem Umfang zu deutlich niedrigeren Preisen zu importieren. Zunächst wurde dadurch ein Feuerwerksverkauf in größerem Umfang als früher möglich. Andererseits zog der Preisverfall bekanntlich einen massiven Verfall der Qualität nach sich. Zunächst knallten die Böller noch erstklassig und prägten sich durch ihre markante Gestaltung (weiße Banderole mit roten Ringen und roter Laterne) in das Gedächtnis vieler damaliger Kunden ein. Während [[Super-Böller]] wieder grundsätzlich mit grüner Sicherheitslunte versehen waren, gab es die [[China-Böller D|D-]], [[China-Böller C|C-]] und [[China-Böller B|B-]] Böller sowohl mit grüner als auch mit grauer Lunte. Alle kleineren Größen wiesen grundsätzlich eine graue Lunte auf. Die Knallwirkung war meist gut, es sind jedoch auch veeinzelt Chargen bekannt, die bereits deutliche Mengen roter Tonerde enthalten und/oder weniger gut knallen. Unklar ist, ob diese älteren Münchhausen &amp;quot;'''Rotring'''&amp;quot;-Böller tatsächlich nur bis 1990 importiert wurden, da sich die große Bekanntheit und damalige Verbreitung schlecht mit einem so kurzen Importzeitraum erklären lässt. Teilweise wird vermutet, dass der alte Baron noch einige Jahre parallel zu den neueren Münchhausen importiert wurde, was angesicht der völlig anderen Gestaltung der Böller jedoch als unwahrscheinlich gelten muss. Realistischer ist die These, dass FKW 1989/1990 nicht zuletzt im Zuge des expandierenden Marktes durch die deutsche Wiedervereinigung sehr große Posten importieren ließ, von denen in der Zeit 1991-1993 noch diverse Restbestände in Sortimenten und Blisterkarten abverkauft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991 - 1993 ===&lt;br /&gt;
Schon 1991 wurde ein geändertes Münchhausen-Motiv eingeführt, das professioneller gezeichnet war. Die enthaltenen Böller waren nun '''weiß mit grüner Schrift''', die rote Laterne war nun verschwunden. Hinter dem mit '''C''' angegebenen Hersteller verbarg sich jedoch weiterhin ein Produzent aus Hunan, ob es sich dabei wirklich um die früheren Fabriken von [[Red Lantern]] handelte, ist jedoch nicht sicher. Die Vermutung liegt nahe, denn die für Red Lantern typische Bauweise mit einem rot getupften hinteren Böllerende wurde zunächst beibehalten. Auch blieb es dabei, dass die kleineren Böllergrößen die graue- große Böller hingegen die grüne Sicherheitslunte trugen. Teilweise waren die Böller mit einer harten, mineralischen Massen verdämmt. Knallwirkung und Zerlegung war zu dieser meist noch gut. Die [[China-Böller D|D-Böller]] dieser Zeit waren auffallend dick (knapp 30 mm). Auf dem Coverbild der Päckchen war sowohl die alte- als auch die neue '''Artikelnummer''' von FKW aufgedruckt, ein deutliches Erkennungsmerkmal. Das Backlabel trug stets grüne Schrift und bereits einen Strich-Code. Eine Telefonnummer war auf den Päckchen nicht angegeben, was sie in die Zeit vor 1994 einsortiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 2004 ===&lt;br /&gt;
Seit 1994 tragen Böller eine rote Banderole mit einer markanten, '''schwarzen Verzierung''' an den Böllerenden, die bis heute verwendet wird und typisch für Keller-Böller geworden ist. Anstatt von FKW wies man sich nun als '''FKW Keller GmbH''' aus, der Hersteller war mit ''F3'' und einer kleinen Laterne angegeben, diese sollte offenbar auf die Traditon mit [[Red Lantern]] hindeuten. Tatsächlich kamen auch diese Böller noch aus der Region Hunan, wenngleich die Fabriken mit dem damaligen Red Lantern wahrscheinlich nur noch wenig gemein hatten. Das Backlabel trug nun in der Regel schwarze Schrift, parallel dazu gab es jedoch weiterhin auch Päckchen mit grüner Schrift. Übergangsweise gab es Päckchen, auf denen die doppelte Artikelnummer noch drauf war, sehr bald war jedoch nur noch eine Artikelnummer auf dem Coverbild abgedruckt. Die Böller trugen oft, aber nicht immer die graue Lunte. Etwa ab 1996 wiesen die Böller durchweg eine grüne Sicherheitslunte auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996/97 fiel Keller mit der Präsentation einer &amp;quot;neuen Böller-Generation&amp;quot; auf. Offenbar hatte man eine weitere Pioniertat auf dem Sektor der China-Böller im Sinn. Diesmal ging die Innovation jedoch gründlich in die Hose. Die neuartigen Böller wurden mit Qualitätsbewusstsein, hoher Sicherheit und einer hohen Umweltverträglichkeit beworben. Ein grünes Coverbild und grüne Banderolen sollten den Eindruck verstärken und verhalfen den Knallern schnell zum Spitznamen '''&amp;quot;Öko-Böller&amp;quot;'''. Die Böller waren extrem dünnwandig und wiesen, vermutlich aufgrund stark reduzierter Satzmenge, eine sehr schwache Knallwirkung auf. Noch 1998 hatte Keller diese &amp;quot;Innovation&amp;quot; im Programm (parallel zu den herkömmlichen Böllern), danach war nie wieder die Rede davon. Rückblickend betrachtet, überbrachten diese Bölle die Hiobsbotschaft eines allgemeinen Qualitätseinbruchs im China-Böller-Sektor, so war Keller - ob gewollt oder ungewollt - erneut wegweisend für die künftige Entwicklung am Markt. Um die Jahrtausendwende verschlechterte sich die Qualität der Keller-Böller zunehmend, Satzmenge und Wandstärke nahmen fortlaufend ab. Zu dieser Zeit wurde der Hersteller nicht mehr mit F3, sondern mit '''CLL''' angegeben. Frühe Böller mit dieser Angabe können noch relativ gut in der Wirkung sein, im Allgemeinen aber eher nicht mehr. Eine bemerkenswerte Ausnahme machten die '''[[China-Böller C|C-Böller]]'''. Sie waren von dieser Entwicklung kaum betroffen und hatten auch nach der Jahrtausendwende noch einen kräftigen Knall. In der Feuerwerks-Community wurden sie deshalb zum Geheimtip in dieser Zeit. Ein weiterer Lichtblick waren außergewöhnlich gut knallende Chargen, die um 2004 herum importiert wurden. Hier zeigten sich auch die anderen Böllergrößen noch einmal von der guten Seite. Häufig trugen diese Böller das Kürzel '''04/2000 LIU''' auf dem Backcover. Es stellte sich jedoch heraus, dass es auch LIU-Böller mit schwacher Knallwirkung gab und solche, die gut knallten, obwohl sie kein LIU-Kürzel trugen. Die Angelegenheit blieb recht spekulativ.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 2000 verwendete Keller für einige Sortimente Päckchen mit einem '''neuen Label''', das schwarz war, mit einem explodierenden Böller im Vordergrund, inklusive Größenangabe. Diese Böller unterschieden sich nicht von jenen mit Münchhausen-Label und wurden parallel zu diesen im Angebot geführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 2005 ====&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 wurde von Keller ein neues '''Warenzeichen''' eingeführt, das bisherige gelbe Pinselstrich-Logo wich einem kursiven, roten Keller-Schriftzug. Auf den Päckchen selbst war das Warenzeichen damals nicht zu finden, wohl aber auf den Schinken/Kartons. Im selben Jahr wurde das alternative Coverbild auf den Böllerpäckchen  noch '''moderner gestaltet'''. Das Münchhausen-Label fand sich fortan nur noch in Schinkenware. Bis etwa 2006 wies der [[China-Böller C|C-Böller]] noch immer eine für damalige Verhältlnisse überdurchnittliche Verarbeitungsqualität und Knallwirkung auf, danach wurde auch er immer dünner und effektärmer. Von älteren Chargen sind damalige Münchhausen-Päckchen nur schwer zu unterscheiden. Am ehesten ist dies anhand der Qualität der enthaltenen Böller einschätzbar. Eindeutig wird es erst ab 2009, seitdem befindet sich unten auf dem Münchhausen-Cover der rote '''Keller-Schriftzug''', außerdem ist auf den Päckchen nun die '''NEM''' angegeben. Schon ab 2008 wurde das '''VPI-Logo''' verändert, das nun nicht mehr Geld, sondern rot-blau war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der schlechten Knallwirkung, aber auch wegen des immer populäreren Verbundfeuerwerks, war der Absatz von Chinaböllern allgemein eher rückläufig. Keller als Unternehmen geriet offenbar in Schwierigkeiten, denn im Jahr 2013 erfolgte die Übernahme durch Comet. Gegenwärtig existiert Keller noch als eigene Marke, inzwischen wurde das Coverbild der Böllerpäckchen auch noch einmal geändert, was angesichts der durchweg schlechten Qualität der Böller von geringer Relevanz ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_von_Keller/FKW&amp;diff=7975</id>
		<title>China-Böller von Keller/FKW</title>
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				<updated>2017-01-03T19:06:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Franz Keller''' war der erste Händler, der ab den 1960er Jahren China-Feuerwerk nach Deutschland direkt importierte. Auch die Jahre darauf schien Keller eine Art Impulsgeber am Markt der China-Böller gewesen zu sein. Zunächst firmierte er unter '''F.K. Wattenscheid''', später abgekürzt '''FKW''' und schließlich '''Keller'''. Im Jahr 2013 wurde Keller von [[Comet]] übernommen, ist jedoch nach wie vor als Marke mit eigenem Auftritt aktiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== BAM- und Artikelnummern ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Böller !! Artikelnummer !! BAM-PII-xxxx !! BAM F2-xxxx&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lady-Cracker]] 400 || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | -&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lady-Cracker]] 700 || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
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| [[Paket-Cracker]] 20er || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Paket-Cracker]] 30er || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | - &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Pyro-Cracker]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Shinsing-Cracker]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller A]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller C]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller B]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[China-Böller D]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Super-Böller|Super-Böller I]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Super-Böller|Super-Böller II]] || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; |  || align=&amp;quot;center&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bis ca. 1980 ===&lt;br /&gt;
Schon in den 1960ern hatte Franz Keller unter der Marke ''F.K. Wattenscheid'' China-Böller im Programm, vermutlich bereits alle Größen bis zum [[China-Böller D]]. Er trat als Direktimporteur von China-Feuerwerk auf und bezog seine Böller von Anfang an ausschließlich von [[Red Lantern]]. Die Böller waren meist weiß mit grüner Schrift. Päckchen aus den 1960er Jahren sind an einem sehr schlichten Cover zu erkennen, das meist nur aus der Aufschrift besteht, ohne Bild. Außerdem tragen sie die BAM-Nummer nach altem Schema ''BAM xxxx-II''. In den 1970er Jahren wurden die Label bunter und wiesen verschiedene Bildchen auf, unter anderem die ''Hirtenszene'' oder das ''Thunder-Motiv'', nicht jedoch das [[Tiger-Head Brand|Tannenwald]]- oder [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Bo Peep]]-Motiv. Die Böller waren teilweise auch bunt, etwa mit dem Motiv der Hirtenszene bedruckt oder anderweitig farbig gestaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1980 - 1988 ===&lt;br /&gt;
Als erster deutscher Importeur brachte Franz Keller ein eigenes Label heraus. Es war rot, mit einem grün/weißen '''FK''' - Markenlogo. und schwarzer Schrift. Außerdem zierten das Cover zwei rote Laternen, die offensichtlich nicht ohne Stolz auf den Hersteller [[Red Lantern]] hinwiesen. Die Böller selbst waren ebenso gestaltet. Ab wann das eigene Label verwendet wurde, ist nicht genau bekannt. Erfahrungsberichten zufolge sei es erst ab ca. 1982 aufgekommen. Andererseits gibt es einen Katalog von FKW der angeblich von 1980 sei, der dieses eigene Label bereits zeigt. Die Böller dieser Zeit weisen noch eine erstklassige Verarbeitungsqualität auf. Spätestens 1985 folgte der Wechsel auf ein ebenso bildloses, rotes Label, das einen weißen Streifen quer trug, in dem sich wieder die rote Laterne fand. Analog dazu wurden die Böller gestaltet. Auch diese Böller waren gut verarbeitet und wiesen teilweise eine enorme Knallwirkung auf. FKW war auch einer der ersten Importeure der [[Super-Böller]] (vermutlich bereits ab 1980), für diese wurde von Anfang an eine grüne Sicherheitslunte verwendet. Damit wäre eine weitere Pioniertat von FKW auf dem Gebiet der China-Böller genannt. Als einziger Anbieter in Deutschland führte FKW auch die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1989 - 1990 ===&lt;br /&gt;
Eventuell schon 1988, spätestens jedoch 1989 wurden die Böllerpäckchen mit einem Coverbild versehen. Es zeigte einen offenbar frei Hand gezeichneten '''Baron Münchhausen''' beim Flug auf der Kanonenkugel, mit der er sich der Erzählung nach auf die feindliche Burg beförderte. Das markante Coverbild erschien in einer Zeit, als sich die chinesischen Märkte liberalisierten und FKW allen voran die neuen Möglichkeiten nutze, um China-Böller in deutlich größerem Umfang zu deutlich niedrigeren Preisen zu importieren. Zunächst wurde dadurch ein Feuerwerksverkauf in größerem Umfang als früher möglich. Andererseits zog der Preisverfall bekanntlich einen massiven Verfall der Qualität nach sich. Zunächst knallten die Böller noch erstklassig und prägten sich durch ihre markante Gestaltung (weiße Banderole mit roten Ringen und roter Laterne) in das Gedächtnis vieler damaliger Kunden ein. Während [[Super-Böller]] wieder grundsätzlich mit grüner Sicherheitslunte versehen waren, gab es die [[China-Böller D|D-]], [[China-Böller C|C-]] und [[China-Böller B|B-]] Böller sowohl mit grüner als auch mit grauer Lunte. Alle kleineren Größen wiesen grundsätzlich eine graue Lunte auf. Die Knallwirkung war meist gut, es sind jedoch auch veeinzelt Chargen bekannt, die bereits deutliche Mengen roter Tonerde enthalten und/oder weniger gut knallen. Unklar ist, ob diese älteren Münchhausen &amp;quot;Rotring&amp;quot;-Böller tatsächlich nur bis 1990 importiert wurden, da sich die große Bekanntheit und damalige Verbreitung schlecht mit einem so kurzen Importzeitraum erklären lässt. Teilweise wird vermutet, dass der alte Baron noch einige Jahre parallel zu den neueren Münchhausen importiert wurde, was angesicht der völlig anderen Gestaltung der Böller jedoch als unwahrscheinlich gelten muss. Realistischer ist die These, dass FKW 1989/1990 nicht zuletzt im Zuge des expandierenden Marktes durch die deutsche Wiedervereinigung sehr große Posten importieren ließ, von denen in der Zeit 1991-1993 noch diverse Restbestände in Sortimenten und Blisterkarten abverkauft wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1991 - 1993 ===&lt;br /&gt;
Schon 1991 wurde ein geändertes Münchhausen-Motiv eingeführt, das professioneller gezeichnet war. Die enthaltenen Böller waren nun weiß mit grüner Schrift, die rote Laterne war nun verschwunden. Hinter dem mit '''C''' angegebenen Hersteller verbarg sich jedoch weiterhin ein Produzent aus Hunan, ob es sich dabei wirklich um die früheren Fabriken von [[Red Lantern]] handelte, ist jedoch nicht sicher. Die Vermutung liegt nahe, denn die für Red Lantern typische Bauweise mit einem rot getupften hinteren Böllerende wurde zunächst beibehalten. Auch blieb es dabei, dass die kleineren Böllergrößen die graue- große Böller hingegen die grüne Sicherheitslunte trugen. Teilweise waren die Böller mit einer harten, mineralischen Massen verdämmt. Knallwirkung und Zerlegung war zu dieser meist noch gut. Die [[China-Böller D|D-Böller]] dieser Zeit waren auffallend dick (knapp 30 mm). Auf dem Coverbild der Päckchen war sowohl die alte- als auch die neue Artikelnummer von FKW aufgedruckt, ein deutliches Erkennungsmerkmal. Das Backlabel trug stets grüne Schrift und bereits einen Strich-Code. Eine Telefonnummer war auf den Päckchen nicht angegeben, was sie in die Zeit vor 1994 einsortiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 2004 ===&lt;br /&gt;
Seit 1994 tragen Böller eine rote Banderole mit einer markanten, schwarzen Verzierung an den Böllerenden, die bis heute verwendet wird und typisch für Keller-Böller geworden ist. Anstatt von FKW wies man sich nun als '''FKW Keller GmbH''' aus, der Hersteller war mit ''F3'' und einer kleinen Laterne angegeben, diese sollte offenbar auf die Traditon mit [[Red Lantern]] hindeuten. Tatsächlich kamen auch diese Böller noch aus der Region Hunan, wenngleich die Fabriken mit dem damaligen Red Lantern wahrscheinlich nur noch wenig gemein hatten. Das Backlabel trug nun in der Regel schwarze Schrift, parallel dazu gab es jedoch weiterhin auch Päckchen mit grüner Schrift. Übergangsweise gab es Päckchen, auf denen die doppelte Artikelnummer noch drauf war, sehr bald war jedoch nur noch eine Artikelnummer auf dem Coverbild abgedruckt. Die Böller trugen oft, aber nicht immer die graue Lunte. Etwa ab 1996 wiesen die Böller durchweg eine grüne Sicherheitslunte auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996/97 fiel Keller mit der Präsentation einer &amp;quot;neuen Böller-Generation&amp;quot; auf. Offenbar hatte man eine weitere Pioniertat auf dem Sektor der China-Böller im Sinn. Diesmal ging die Innovation jedoch gründlich in die Hose. Die neuartigen Böller wurden mit Qualitätsbewusstsein, hoher Sicherheit und einer hohen Umweltverträglichkeit beworben. Ein grünes Coverbild und grüne Banderolen sollten den Eindruck verstärken und verhalfen den Knallern schnell zum Spitznamen '''&amp;quot;Öko-Böller&amp;quot;'''. Die Böller waren extrem dünnwandig und wiesen, vermutlich aufgrund stark reduzierter Satzmenge, eine sehr schwache Knallwirkung auf. Noch 1998 hatte Keller diese &amp;quot;Innovation&amp;quot; im Programm (parallel zu den herkömmlichen Böllern), danach war nie wieder die Rede davon. Rückblickend betrachtet, überbrachten diese Bölle die Hiobsbotschaft eines allgemeinen Qualitätseinbruchs im China-Böller-Sektor, so war Keller - ob gewollt oder ungewollt - erneut wegweisend für die künftige Entwicklung am Markt. Um die Jahrtausendwende verschlechterte sich die Qualität der Keller-Böller zunehmend, Satzmenge und Wandstärke nahmen fortlaufend ab. Zu dieser Zeit wurde der Hersteller nicht mehr mit F3, sondern mit '''CLL''' angegeben. Frühe Böller mit dieser Angabe können noch relativ gut in der Wirkung sein, im Allgemeinen aber eher nicht mehr. Eine bemerkenswerte Ausnahme machten die '''[[China-Böller C|C-Böller]]'''. Sie waren von dieser Entwicklung kaum betroffen und hatten auch nach der Jahrtausendwende noch einen kräftigen Knall. In der Feuerwerks-Community wurden sie deshalb zum Geheimtip in dieser Zeit. Ein weiterer Lichtblick waren außergewöhnlich gut knallende Chargen, die um 2004 herum importiert wurden. Hier zeigten sich auch die anderen Böllergrößen noch einmal von der guten Seite. Häufig trugen diese Böller das Kürzel '''04/2000 LIU''' auf dem Backcover. Es stellte sich jedoch heraus, dass es auch LIU-Böller mit schwacher Knallwirkung gab und solche, die gut knallten, obwohl sie kein LIU-Kürzel trugen. Die Angelegenheit blieb recht spekulativ.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 2000 verwendete Keller für einige Sortimente Päckchen mit einem neuen Label, das schwarz war, mit einem explodierenden Böller im Vordergrund, inklusive Größenangabe. Diese Böller unterschieden sich nicht von jenen mit Münchhausen-Label und wurden parallel zu diesen im Angebot geführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seit 2005 ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 2005 wurde von Keller ein neues Warenzeichen eingeführt, das bisherige gelbe Pinselstrich-Logo wich einem kursiven, roten Keller-Schriftzug. Auf den Päckchen selbst war das Warenzeichen damals nicht zu finden, wohl aber auf den Schinken/Kartons. Im selben Jahr wurde das alternative Coverbild auf den Böllerpäckchen  noch moderner gestaltet. Das Münchhausen-Label fand sich fortan nur noch in Schinkenware. Bis etwa 2006 wies der [[China-Böller C|C-Böller]] noch immer eine für damalige Verhältlnisse überdurchnittliche Verarbeitungsqualität und Knallwirkung auf, danach wurde auch er immer dünner und effektärmer. Von älteren Chargen sind damalige Münchhausen-Päckchen nur schwer zu unterscheiden. Am ehesten ist dies anhand der Qualität der enthaltenen Böller einschätzbar. Eindeutig wird es erst ab 2009, seitdem befindet sich unten auf dem Münchhausen-Cover der rote Keller-Schriftzug, außerdem ist auf den Päckchen nun die NEM angegeben. Schon ab 2008 wurde das VPI-Logo verändert, das nun nicht mehr Geld, sondern rot-blau war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der schlechten Knallwirkung, aber auch wegen des immer populäreren Verbundfeuerwerks, war der Absatz von Chinaböllern allgemein eher rückläufig. Keller als Unternehmen geriet offenbar in Schwierigkeiten, denn im Jahr 2013 erfolgte die Übernahme durch Comet. Gegenwärtig existiert Keller noch als eigene Marke, inzwischen wurde das Coverbild der Böllerpäckchen auch noch einmal geändert, was angesichts der durchweg schlechten Qualität der Böller von geringer Relevanz ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_C&amp;diff=7974</id>
		<title>China-Böller C</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_C&amp;diff=7974"/>
				<updated>2017-01-03T14:26:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:China Boeller C von YL Red Lantern.jpg|thumb|Ein C-Böller von [[Red Lantern]], gehandelt von [[China-Böller von Yuen Loong Hong|YL]], in Deutschland vertrieben über [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] aus den 1970ern.]] Der '''China-Böller C''' ist ein großer Chinaknaller. Ihn gab es in zwei unterschiedlichen Größen. In der Regel handelte es sich um die Größe '''470''', das sind 87 cm lange und 18 mm dicke Böller. Auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längen- und Breitenangabe in Zoll ('''3 1/2&amp;quot; x 3/4&amp;quot;'''). Ursprünglich hatten ihn die meisten Importeure im Programm, lediglich von [[China-Böller von Weco|Weco]] hat es C-Böller nie gegeben. Seit der Jahrtausendwende ist diese Größe jedoch nicht mehr erhältlich, sie wurde letzt noch von [[China-Böller von Comet|Comet]] angeboten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls als C-Böller bezeichnet wurde die Größe '''485 (4&amp;quot; x 3/4&amp;quot;''') Anfangs gab es diese von verschiedenen Händlern wie z.B. [[China-Böller von Yuen Loong Hong|YL]]. Spätestens seit den 1980er Jahren wurde die Größe aber nur noch von [[China-Böller von Keller/FKW|FKW/Keller]] geführt. In dieser Form überdauerte der C-Böller bei Keller bis heute. Seit 2010 gibt es ihn außerdem auch wieder von [[China-Böller von Lesli|Lesli]], sowie von [[China-Böller von Pyro Art|Pyro Art]]. Insgesamt stellt er jedoch eher eine Randerscheinung dar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Packung befinden sich 5 Stück. 1 Karton C-Böller enthält 20 Einzelpäckchen, also 100 Knaller. &lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7973</id>
		<title>Kategorie:China-Böller</title>
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				<updated>2017-01-03T14:15:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* Größen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''China-Böller''' sind zylindrische [[:kategorie:Kleinfeuerwerk#Knallkörper|Knallkörper]] nach chinesischer Bauart. Der folgende Artikel beschreibt die nach Deutschland importierten Knaller. Die internationale Geschichte des China-Böllers ist auf [[Firecracker|Firecrackers]] zu finden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Chinaboeller.jpg|thumb|Explodierender China-Böller mit [[Schwarzpulver]]-Füllung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller (historisch) ==&lt;br /&gt;
Im kommunistischen China bezeichneten die Hersteller keine Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne, sondern eher Zusammenschlüsse ausgewählter Fabriken, die für den Export produzierten und dazu einen bestimmten Markennamen bzw. Brand erhielten. Die in Deutschland verkauften China-Böller stammten von folgenden Zusammenschlüssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Red latern clean2.jpg|130px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Red Lantern|--&amp;gt; Red Lantern]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Flowerbasket clean.jpg|95px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Flower Basket|--&amp;gt; Flower Basket]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Tigerhead clean.jpg|105px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Tiger-Head Brand|--&amp;gt; Tiger-Head Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Horse Brand clean.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Horse Brand|--&amp;gt; Horse Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Link Triad Brand.jpg|103px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Link Triad|--&amp;gt; Link Triad]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist die gesamte chinesische Feuerwerksindustrie umstrukturiert worden, die Brands existieren im damaligen Sinne nicht mehr. Auch werden die heutigen Hersteller nicht mehr deutlich und mit einprägsamen Symbolen auf den Böllerpäckchen oder Böllern dargestellt. Die gegenwärtige Situation exportierender Hersteller ist recht unübersichtlich und nicht ausreichend bekannt, um hier aufgeführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Importeure von China-Böllern ==&lt;br /&gt;
China-Böller wurden und werden von verschiedenen Firmen nach Deutschland importiert, wobei es sich oftmals um Zwischenhändler handelt, die mit den in Deutschland bekannten Feuerwerks-Marken nicht identisch sind. Mitunter ist die Herkunftsbestimmung eines China-Böllers daher recht unübersichtlich. Ältere, von [[Nico]] vertriebene China-Böller weisen beispielsweise laut Päckchenaufschrift den Importeur [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] auf. Was nicht auf dem Päckchen steht: Georg Richter kaufte die Böller von einem in Hong Kong ansässigen Zwischenhändler namens [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Yuen Loong Hong (YL)]], der die Böller wiederum etwa vom Hersteller [[Tiger-Head Brand]] bezog, was letztendlich auch nur eine grobe Angabe darüber ist, in welcher Region Chinas die Böller hergestellt worden sind. Nur manchmal lässt sich die Handelskette anhand der Aufschriften auf den Päckchen tatsächlich nachvollziehen. Am einfachsten ist die bei China-Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]], diese wurden stets direkt vom Hersteller [[Red Lantern]] importiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== gegenwärtige Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Weco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Keller/FKW]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Comet/Jeco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyro Art]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Diamond]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Panda]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Lesli]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Xplode]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Funke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== historische Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Georg Richter]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Yuen Loong Hong]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von J+J Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von LKF]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyrotechnik Hamburg/EVP]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyromaxx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größen ==&lt;br /&gt;
* [[Lady-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Paket-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Pyro-Cracker|440 (Pyro-Cracker)]] &lt;br /&gt;
* [[Shinsing-Cracker|450 (Shising-Cracker)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller A|460 (China-Böller A)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller B|480 (China-Böller B)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller C|470/485 (China-Böller C)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller D|490 (China-Böller D)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|500 (Super-Böller I)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller II|510 (Super-Böller II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Der klassische China-Böller === &lt;br /&gt;
Bei einem China-Böller handelt es sich um an beiden Enden gestopfte oder zugekrempelte Hülsen aus aufgerolltem Papier, in deren inneres sich eine langgezogene [[Schwarzpulver]]-Seele befindet. Die Zündung erfolgt mittels [[Chinese Fuse]]. Die Verpackung einzelner Böller ist entsprechend einer chinesischen Tradition aus rotem Seidenpapier. Ein Gebinde mit einer bestimmten Anzahl Knallerpäckchen wird umgangssprachlich als [[Schinken]] bezeichnet, da auch hierfür das rote Seidenpapier verwendet wurde. Auf Einzelpäckchen und Schinken sind jeweils Labels mit stilvollen, beinahe kunstvollen Motiven aufgeklebt. [[Knallkörperkette|Knallmatten]] bestehen aus vielen zusammengebundenen Böllern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprünglichen chinesischen Tradition entsprechend, wird bei China-Böllern für Deutschland nur herkömmliches Schwarzpulver ohne Metallzusätze oder ähnliches verwendet. Eine optimale Verdämmung der Hülse ist hierbei besonders wichtig und ermöglicht bei entsprechender Menge Schwarzpulver einen kräftigen Knall, der nicht digital, sondern eher weich und andauernd ist. Das zu einer dicken Hülse aufgerollte Papier wird dabei in viele kleine Teile zerlegt, weshalb es zu einem imposanten Schnipselregen-Effekt kommt, der für Freunde klassischer China-Böller ein fester Bestandteil des gewünschten Effektbildes ist. In Kombination mit dem markanten Geruch des in der Chinese Fuse abbrennenden Schwarzpulvers ergibt sich beim Zünden des China-Böllers ein unverwechselbares Erlebnis. Auch die Knallmatten ergeben - wenn klassisch an einem Baun aufgehängt - einen imposanten Schnipselregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;YouTube&amp;gt;xWK7PQGXS1Q&amp;lt;/YouTube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle China-Böller ===&lt;br /&gt;
Gegenwärtig in China hergestellte Böller weichen von der ursprünglichen Tradition erheblich ab. Anstatt einer durchgehenden Pulverseele hat der Böller eine mittig platzierte Pulverkammer mit vergleichsweise wenig Schwarzpulver darin. Den Hauptteil der Füllung macht rote Tonerde als Dämmmaterial aus. Die Enden der Böller sind nicht mehr zugekrempelt, sondern verleimt oder mit festem Dämmstoff versiegelt. Die Papphülse ist vergleichweise dünnwandig, Länge und Dicke insbesondere der D- und Supberböller sind verringert. Anstatt der [[Chinese Fuse]] wird der Böller durch eine [[Chinese Green Visco]] gezündet. Die Labels sind nicht mehr stilvoll gestaltet. Für die Gebinde kommen nur noch Pappkartons zur Verwendung, einzelne Päckchen sind jedoch nach wie vor in das traditionelle rote Seidenpapier eingepackt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Veränderungen sind aktuelle China-Böller einerseits deutlich sicherer geworden: Die Lunte brennt wesentlich zuverlässiger und gleichmäßiger ab. Ein deutlich hörbares Geräusch beim Abbrand erhöht die Sicherheit zusätzlich. Infolge der mittig platzierten Pulverkammer explodiert der Böller erst mit einer gewissen Verzögerung und nicht unmittelbar, nachdem die Lunte den Rand des Knallkörpers erreicht. Außerdem können bei der Explosion keine nachglimmenden Splitter entstehen. Die Fertigungskosten wurden durch Materialeinsparungen gesenkt und damit der Verkauf des China-Böllers als Massenware zu sehr niedrigen Preisen ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite haben die Veränderungen eine ganze Reihe Nachteile: Die dünnwandigen Papphülsen, die oftmals auch noch feucht sind, gewährleisten keine optimale Verdämmung mehr. Hinzu kommt, dass die Menge des Schwarzpulvers nur noch sehr gering ist. Das Ergebnis ist ein schwacher Knall, der insbesondere bei den großen Böllersorten wie dem D-Böller in keinem Verhältnis zur Größe des Knallers steht. Anstatt einer Totalzerlegung platzen die Böller oft nur noch an einer Stelle auf und hinterlassen infolge der überdimensionierten Menge roter Tonerde jede Menge Dreck. Die dünnen Papphülsen ergeben auch keinen Schnipselregen-Effekt mehr. Zudem ist der Geruch der abbrennenden grünen Lunte unangenehm. Die lieblos &amp;quot;gestalteten&amp;quot; Labels stehen symbolisch für den allgemein eingetretenen Qualitätsverfall. Seit etwa 2009 sind einige Importeure wieder bemüht, den Knalleffekt des China-Böllers zu verbessern ([[Diamond]], [[Panda]], [[Lesli]], [[Xplode]], [[Funke]]). Diese konnten sich bisher jedoch nicht am Markt durchsetzen. Gründe dafür sind der höhere Preis, die schlechte Verfügbarkeit im Einzelhandel, sowie nicht ausreichend informierte Verbraucher und Händler. Hier wirkt sich die Marktdominanz von [[Weco]] negativ aus, da sind keine Bemühungen zur Qualitätsverbesserung des China-Böllers erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Chinaböllers in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Böller.jpg|thumb|Historische Vorrichtung zum Wickeln von Böllern]]&lt;br /&gt;
=== bis 1985 ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden bereits zu Vorkriegszeiten gelegentlich chinesische Knallmatten eingeführt und als ''chinesischer Knallfrosch'' bezeichnet. Der Import in größerem Umfang begann jedoch erst in den 1960er Jahren in der BRD. Dabei kamen auch die einzeln zu zündenden Böller-Größen auf. Im Laufe der 1960er Jahre kamen die [[China-Böller D|D-Böller]] hinzu, und zu Beginn der 1980er Jahre die [[Super-Böller]]. Der Verkauf der Böller erfolgt wie damals für Feuerwerk üblich zu relativ hohen Preisen und nur in bestimmten Geschäften wie Schreibwaren- und Spielzeugläden, Drogerien und Kaufhäusern statt. Ein Päckchen D-Böller kostete oft mehr als 1,50 DM, so war es die Ausnahme, dass ganzen [[Schinken]] für Silvester gekauft wurden. [[China-Böller von Keller/FKW|Franz Keller]] war einer der ersten wichtigen Importeure in den 1960er Jahren. Anders als etwa in den USA, wo China-Böller aufgrund eines Handelsembargos gegen das kommunistische China nicht importiert werden durften (sondern aus Macau), kamen die China-Böller für Deutschland schon damals fast ausschließlich aus China. Allerdings nur in die BRD - in der DDR war China-Feuerwerk trotz der anfangs politisch-ideologischen Nähe nicht erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985-1998 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre traten einige gravierende Veränderungen ein, zunächst eine wirtschaftliche Umstrukturierung in China. Franz Keller war es wieder einmal, der als erster die Chancen der sich liberalisierenden chinesischen Märkte erkannte. Arbeits- und Vertriebsstandards wurden gelockert, Händler durften mit den Herstellern direkt in Verhandlung treten, und allgemein bildeten sich ansatzweise marktwirtschaftliche Verhältnisse heraus. Zur selben Zeit verbreiteten sich in der BRD Discounter-Märkte und Ramschläden. Keller brachte in dieser Zeit einen massenhaften Import und Verkauf von China-Böllern über die neuen Vertriebswege zustande, zu erheblich niedrigeren Preisen als bisher. Konkurrierende Marken zogen bald nach. So begann der Siegeszug der Chinaware über deutsche Produkte, die nun ungleich teuer erschienen. Im Laufe der 1990er Jahre verdrängte die Importware die deutschen Feuerwerksartikel weitgehend. Auch der Feuerwerksverkauf in den klassischen Läden ging immer weiter zurück, da diese sich nicht an die Dumping-Preise der Discounter anpassen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Privatdrogerie Silvesterverkauf 2014.JPG|thumb|Traditioneller Feuerwerksverkauf in einer Privatdrogerie bei Dresden, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
In dieser Zeit ließ die Qualität der China-Böller nach. Ursache und Wirkung sind hier schwer voneinander zu unterscheiden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zunehmend selbstständigen chinesischen Hersteller versuchten, immer mehr und immer billiger zu produzieren und dabei auf die Qualität der Produkte keine Rücksicht mehr nahmen. Oder sie wurden durch den steigenden Konkurrenzdruck und straffe Bedingungen der Importeure regelrecht zu dieser Entwicklung gezwungen. In einer ersten Stufe des Qualitätsverfalls verringerte sich bereits Mitte der 1980er Jahre die Wandstärke, Knallwirkung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung. Ab etwa 1990 schwankte die Qualität besonders ausgeprägt, teilweise waren ganze Chargen nicht funktionsfähiger Böller im Umlauf. Die Zuordnung von Labels, Herstellern und Importeuren wurde damals sehr unübersichtlich, die Häufung von Fehldrucken und ähnlichem macht eine Systematisierung kaum möglich. Allein von den Weco-Pyrocrackern sind aus der Zeit 1990-1994 mehr als 50 verschiedene Chargen bekannt. Auch die Verdämmung veränderte sich, häufig waren die Böller nun mit einer grauen Masse oder einem harten, mineralischen Dämmstoff verschlossen. Ab 1995 normalisierten sich die Verhältnisse wieder einigermaßen, wobei sich die Qualität auf einem noch akzeptablen Niveau, aber deutlich unterhalb der klassischen Chinaböller, einpegelte. Denn die Satzmenge hatte schon damals deutlich abgenommen, und die bisher durchgehende Schwarzpulverseele wurde mehr und mehr durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt. Derartige Chinaböller erkennt man daran, dass sie eine größere Verzögerung aufweisen, also nicht mehr unmittelbar nach Abbrand der äußerlich sichtbaren Lunte explodieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1999 ===&lt;br /&gt;
1998 ging man dazu über, die Böller hinten nicht mehr zuzukrempeln, sondern zu verleimen. Im selben Jahr wurde im damaligen SprengÄndG festgelegt, dass bei Knallkörpern keine brennenden oder glimmenden Splitter entstehen und maximal 120 db laut sein dürfen. Obwohl die bisherige Lautstärkebegrenzung mit 115 db sogar niedriger lag, zog das Gesetz gravierende Veränderungen nach sich, da die BAM bei dieser Gelegenheit sämtliche Zulassungen neu erteilte und dabei auch die Chinaböller genau überprüfte. In dem Zusammenhang wurden offenbar Änderungen in der Fertigung des Chinaböllers eingeleitet, die ein Zerschnipseln des Böllers mit glimmenden Resten, sowie ein Überschreiten der Lautstärkebegrenzung mit Sicherheit unterbinden sollten. Einer Patentschrift aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass Chinaböller seither Sollbruchstellen in Form kleiner Aussparungen besitzen. Diese sind im inneren Teil der Hülse angeordnet und daher äußerlich nicht erkennbar. Zumindest an Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] konnten diese Aussparungen nachgewiesen werden. Es ist anzunehmen, dass seit ca. 2000 die meisten China-Böller diese verdeckten Sollbruchstellen haben. Auch die Art der Zerlegung wird dadurch beeinflusst, der Böller zerplatzt seither in zwei Stücke oder sogar nur noch seitlich auf, anstatt zu zerschnipseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrtausendwende war ein Tiefpunkt erreicht. Der China-Böller war infolge von Konkurrenzkampf auf Kosten der Qualität, sowie Bestrebungen zur Lautstärkebegrenzung beinahe zu einer Fratze seinerselbst verkommen. Die Wandstärke minimierte sich ebenso wie der Schwarzpulvergehalt, auch die Größe der Böller verringerte sich. Die Knallwirkung war zutiefst enttäuschend, und auch der berühmt-berüchtigte D-Böller büßte seinen Ruf endgültig ein. Einige Jahre lang fielen noch die [[China-Böller C|C-Böller]] von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] und gelegentlich auch andere Kaliber der Marke positiv auf, ehe auch diese ab etwa 2005 das allgemein tiefe Niveau erreichten. Ebenso tief war allerdings auch der Verkaufspreis abgesunken: Ein Schinken D-Böller mit 20 Päckchen war inzwischen ab 3,50 € zu haben. Die Verbraucher wendeten sich allmählich von den inzwischen als &amp;quot;Dreckschleuder&amp;quot; verachteten China-Böllern ab, die Breite des China-Böller-Angebots ist seither tendenziell rückläufig. Dies hängt auch mit dem immer populärer werdenden [[Feuerwerksbatterie|Verbundfeuerwerk]] zusammen. Im Jahr 2009 überraschte [[Diamond]] mit D- und Superböllern, die wieder eine befriedigende Knallwirkung hatten. Doch auch die von [[Panda]] und [[Lesli]] importierten Chargen besserer China-Böller konnten bisher keine Trendwende bei den großen Marken Weco, Nico und Comet bewirken, die das Angebot im Einzelhandel dominieren. Im Jahr 2016 überraschte [[Funke]] mit Chinaböllern der Kaliber D- und Super-böller II, die nach traditioneller Art hergestellt wurden und auch in Knallwirkung und Zerlegung einem klassischen Chinaböller entsprechen. Sie werden daher oft als &amp;quot;Oldschool-&amp;quot; oder &amp;quot;Premium-Böller&amp;quot; bezeichnet. Derzeit sind die Funke-Chinaböller jedoch (noch) ein Nischenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:F.K. Boeller D von 1965.jpg|thumb|Einer der ältesten bekannten D-Böller, Import: F.K. Wattenscheid, 1965.]]&lt;br /&gt;
Aufrund der abnehmenden Qualität der Chinaböller ist unter Feuerwerksfreunden das Interesse an älteren China-Böllern stetig gewachsen. Immer wieder taucht dabei die Frage auf, woran man alte China-Böller erkennt und wie ihr Alter zu bestimmen ist. Details dazu sind auf den [[:kategorie:China-Böller#Marken_in_Deutschland|Seiten der einzelnen Marken]] zu finden. Im folgenden werden Informationen dargestellt, die alle China-Böller gleichermaßen betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== bis 1969 ===&lt;br /&gt;
Die China-Böller entsprechen gänzlich der [[:kategorie:China-Böller#Eigenschaften|klassischen Bauart]]. Markant ist die BAM-Nummer des alten Nummern-System, das dem Format ''BAM xxxx/II'' folgt. Außerdem ist die Formulierung ''Verboten ist die Abgabe an Personen unter 18 Jahre'' zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;''Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe, 23. Dezember 1969'', am 1. Januar 1970 in Kraft getreten&amp;lt;/ref&amp;gt; Importeur ist meistens - aber nicht immer - ''Franz Keller'' bzw. ''F.K. Wattenscheid''. Sind die Böller ''made in macau'', stammen sie mit Sicherheit aus dieser Epoche. Schon damals waren die meisten Böller aber ''made in china''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1970 - ca. 1984 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|F.K. D-Böller aus Anfang der 1980er Jahre]]&lt;br /&gt;
Die Böller entsprechen noch der klassischen Bauart, haben aber bereits die neueren BAM-Nummern nach dem Format ''BAM PII-xxxx''. Es ist die Formulierung zu finden ''Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten''. Ab 1977 war der Hersteller immer aufgedruckt &amp;lt;ref&amp;gt;''Dritte Verordnung zur Änderung der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Sprengstoffgesetzes, 28. Juni 1976, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt; (kann aber auch früher schon aufgedruck gewesen sein). Haben die Böller sehr lange Lunten (halbe Böllerlänge oder mehr) oder nicht gedrehte Lunten (''Schlaufenböller''), sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von 1984 oder älter. Die Knallwirkung und Zerlegung ist fast immer sehr gut. Böller mit roter Banderole kommen mit Ausnahme der F.K./FKW-Böller (ab ca.1979) nicht vor, die meisten sind weiß mit grüner Schrift. Es gibt aber auch bunt gemusterte oder mit Bildern bedruckte Böller in dieser Zeit. China-Böller dieser Epoche waren manchmal nicht in rotes Seidenpapier, sondern in Cellophan verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1985 - 1993 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco D-Boeller 1991.jpg|thumb|Weco D-Böller von 1991]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Verdaemmungstypen Uebersicht.jpg|thumb|Verdämmungs-Typen]]&lt;br /&gt;
Die Wandstärke der Böller ist nicht mehr so sehr kräftig, die Böller nicht immer steinhart. Das hintere Ende kann im Zeitraum ca. 1990-1995 mit ein harten, mineralischen Masse verschlossen sein. Päckchen der Marke Moog-Nico (ab ca. 1988) und FKW (ab 1991) können bereits einen Strichcode (Barcode) haben, ansonsten gibt es Strichcodes in dieser Zeit noch nicht. Ab 1991 war grüne Schrift in Klasse II nicht mehr vorgeschrieben &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Änderung sprengstoffrechtlicher Vorschriften, 19. November 1990, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt;, viele Marken behielten die Schriftscharbe aber noch länger bei. Bis 1989 kommt die [[Chinese Green Visco]] nur bei Superböllern von FKW und Thunder D-Böllern von Feistel vor. Ab 1990 findet man sie zunehmend auch bei kleineren Böllergrößen. Die Knallwirkung kann noch gut, aber auch schlecht sein. die Böller zerschnipseln bei der Explosion noch recht gut, jedoch nicht mehr in so kleine Einzelfetzchen wie es ursprünglich der Fall war. Die meisten Böller sind in dieser Zeit weiß mit grüner Schrift. Eine Ausnahme macht hier wieder FKW, sowie einige wenige Chargen von Weco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 1997 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1995.jpg|thumb|Feistel Super-Böller I von 1995]]&lt;br /&gt;
China-Böller ab 1994 sind zuverlässig an einer Telefonnummer zu erkennen, die seither auf jedem Päckchen aufgedruckt sein muss &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Novellierung der Gefahrstoffverordnung, zur Aufhebung der Gefährlichkeitsmerkmaleverordnung und zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, 26. Oktober 1993, Artikel 2'', in Kraft getreten am 1.November 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;. Den Strichcode findet man nun auch auf allen Feistel- und Moog-Böllerpäckchen. Die Knallwirkung kann gut oder auch schlecht sein, meistens zerschnipseln die Böller aber noch ganz gut. Die klassische [[Chinese Fuse]] taucht bis 1995 noch gelegentlich auf und wird zuletzt noch von Keller verwendet (bis 1997). Böller von Weco und Keller sind seit 1995 grundsätzlich rot mit schwarzer Schrift. Die bisher durchgehende Schwarzpulverseele ist in dieser Zeit meistens bereits durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt worden, der Anteil an Dämmstoff an den Enden des Böller hält sich jedoch noch in Grenzen. Die Intensität des Schnipselregens beim Explodieren ist nicht mehr so groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1998 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1998.jpg|thumb|Ein Feistel Super-Böller I von 1998, noch mit guter Wandstärke]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Weco Super-Böller I von 2008, labbrige Verarbeitung]]&lt;br /&gt;
Seit 1998 sind China-Böller am hinteren Ende nicht mehr gekrempelt oder gestopft, sondern verleimt. In den ersten Jahren war diese Leimschicht noch relativ dick und daher deutlich erkennbar. Als Dämmmaterial kommt seither grundsätzlich rote Tonerde zur Anwendung. Die Wandstärke und Menge an Schwarzpulver war anfangs noch reichlich und verringerte sich immer weiter, bis die Böller ab ca. 2005 das Erscheinungsbild labbriger Papprollen aufwiesen. Seit ca. 2007-2009 sind die Böller auch vorn nicht mehr gekrempelt, sondern nur noch mit roter Masse gestopft/verklebt. Markant ist auch die geräuschvoll abbrennende Visco, mit der China-Böller seither versehen sind. Schon ab 1998 sind alle Böller mit der Chinese Green Visco ausgestattet. Lady- und Paket-Cracker machen eine Ausnahme, sie haben weiterhin die Chinese Fuse, werden aber zentral über eine grüne Lunte gezündet. Die kleinen Knallmatten verschwanden allerdings in den Jahren nach der Jahrtausendwende aus dem Angebot. Seit 1999 verwendet Weco stets einen Strichcode auf den Päckchen. Bei Nico hält dieser erst 2002 Einzug, Comet-Böllern fehlt der Strichcode sogar bis heute. Eine weitere Besonderheit der Comet-Böller ist die nach wie vor weiße Banderole mit grüner oder schwarzer Schrift. Bis 2002 gab es weiße Banderolen auch noch bei Nico. Seit 2009 sind China-Böller an der BAM-Nummer nach dem Format ''BAM-F2-xxxx'' zu erkennen und auf den Päckchen ist die [[Nettoexplosivstoffmasse|NEM]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - The Art &amp;amp; History''. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2000.&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - An Eye-Popping Collection Of Chinese Firework Art. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerk-forum.de/index.php&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerkskiste.de/content.php&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinfeuerwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_von_Yuen_Loong_Hong&amp;diff=7972</id>
		<title>China-Böller von Yuen Loong Hong</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_von_Yuen_Loong_Hong&amp;diff=7972"/>
				<updated>2017-01-03T14:10:08Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Bo peep Label.jpg|thumb|Das für Yuen Loong Hong typische Bo-Peep Label, hier für von [[Tiger-Head Brand]] hergestellte Böller.]] '''Yuen Loong Hong (YL oder YLH)''' ist ein seit 1930 existierender internationaler Händler unter anderem von China-Böllern, ansässig in Hong Kong. Auf YLH geht das traditionsreiche '''Bo-Peep Label''' zurück, es wurde schon in den 1930er Jahren von diesem Händler verwendet. Das Motiv ist einem alten englischen Kinderlied entlehnt, es erzählt von einem Mädchen, das seine Schafe verloren hat und diese sucht. Es liegt daher die Vermutung nahe, dass das Label ursprünglich für den englischen Markt bestimmt war. Zumindest in der Nachkriegszeit wurde es jedoch vorwiegend für Deutschland verwendet, dabei ist die Geschichte von Bo-Peep hierzulande gar nicht geläufig. Das Bo-Peep Label wurde vorwiegend von Yuen Loong Hong verwendet. Von YLH aus China eingekaufte Böller, etwa von [[Tiger-Head Brand]] oder [[Horse Brand]] wurden mit dem Bo-Peep Label versehen. Auch von [[Flower Basket]] und [[Red Lantern]] bezog YLH China-Böller. Teilweise wurde YLH auf den Päckchen auch als &amp;quot;Hersteller&amp;quot; angegeben, was vermutlich falsch ist. Ebenso ist zu vermuten, dass YLH ggf. als Zwischenhändler nicht immer auf den Päckchen erwähnt wurde und letztlich alle Böllerpäckchen mit Bo-Peep Label im Zusammenhang mit YLH stehen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem [[China-Böller von Nico]], [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] und [[China-Böller von Comet/Jeco|Jeco/Comet]] wurden über YLH bzw. YL importiert.  Etwa 2005 wurde die Verwendung des Bo-Peep Labels beendet, dieses wies in den letzten Jahren ein etwas abgewandeltes Motiv mit dunkelblauem Himmel auf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7971</id>
		<title>Kategorie:China-Böller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7971"/>
				<updated>2017-01-03T12:22:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* 1970 - ca. 1984 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''China-Böller''' sind zylindrische [[:kategorie:Kleinfeuerwerk#Knallkörper|Knallkörper]] nach chinesischer Bauart. Der folgende Artikel beschreibt die nach Deutschland importierten Knaller. Die internationale Geschichte des China-Böllers ist auf [[Firecracker|Firecrackers]] zu finden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Chinaboeller.jpg|thumb|Explodierender China-Böller mit [[Schwarzpulver]]-Füllung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller (historisch) ==&lt;br /&gt;
Im kommunistischen China bezeichneten die Hersteller keine Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne, sondern eher Zusammenschlüsse ausgewählter Fabriken, die für den Export produzierten und dazu einen bestimmten Markennamen bzw. Brand erhielten. Die in Deutschland verkauften China-Böller stammten von folgenden Zusammenschlüssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Red latern clean2.jpg|130px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Red Lantern|--&amp;gt; Red Lantern]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Flowerbasket clean.jpg|95px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Flower Basket|--&amp;gt; Flower Basket]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Tigerhead clean.jpg|105px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Tiger-Head Brand|--&amp;gt; Tiger-Head Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Horse Brand clean.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Horse Brand|--&amp;gt; Horse Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Link Triad Brand.jpg|103px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Link Triad|--&amp;gt; Link Triad]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist die gesamte chinesische Feuerwerksindustrie umstrukturiert worden, die Brands existieren im damaligen Sinne nicht mehr. Auch werden die heutigen Hersteller nicht mehr deutlich und mit einprägsamen Symbolen auf den Böllerpäckchen oder Böllern dargestellt. Die gegenwärtige Situation exportierender Hersteller ist recht unübersichtlich und nicht ausreichend bekannt, um hier aufgeführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Importeure von China-Böllern ==&lt;br /&gt;
China-Böller wurden und werden von verschiedenen Firmen nach Deutschland importiert, wobei es sich oftmals um Zwischenhändler handelt, die mit den in Deutschland bekannten Feuerwerks-Marken nicht identisch sind. Mitunter ist die Herkunftsbestimmung eines China-Böllers daher recht unübersichtlich. Ältere, von [[Nico]] vertriebene China-Böller weisen beispielsweise laut Päckchenaufschrift den Importeur [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] auf. Was nicht auf dem Päckchen steht: Georg Richter kaufte die Böller von einem in Hong Kong ansässigen Zwischenhändler namens [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Yuen Loong Hong (YL)]], der die Böller wiederum etwa vom Hersteller [[Tiger-Head Brand]] bezog, was letztendlich auch nur eine grobe Angabe darüber ist, in welcher Region Chinas die Böller hergestellt worden sind. Nur manchmal lässt sich die Handelskette anhand der Aufschriften auf den Päckchen tatsächlich nachvollziehen. Am einfachsten ist die bei China-Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]], diese wurden stets direkt vom Hersteller [[Red Lantern]] importiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== gegenwärtige Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Weco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Keller/FKW]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Comet/Jeco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyro Art]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Diamond]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Panda]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Lesli]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Xplode]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Funke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== historische Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Georg Richter]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Yuen Loong Hong]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von J+J Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von LKF]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyrotechnik Hamburg/EVP]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyromaxx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größen ==&lt;br /&gt;
* [[Lady-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Paket-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Pyro-Cracker|440 (Pyro-Cracker)]] &lt;br /&gt;
* [[Shinsing-Cracker|450 (Shising-Cracker)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller A|460 (China-Böller A)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller B|480 (China-Böller B)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller C|470 (China-Böller C)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller D|490 (China-Böller D)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|500 (Super-Böller I)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller II|510 (Super-Böller II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Der klassische China-Böller === &lt;br /&gt;
Bei einem China-Böller handelt es sich um an beiden Enden gestopfte oder zugekrempelte Hülsen aus aufgerolltem Papier, in deren inneres sich eine langgezogene [[Schwarzpulver]]-Seele befindet. Die Zündung erfolgt mittels [[Chinese Fuse]]. Die Verpackung einzelner Böller ist entsprechend einer chinesischen Tradition aus rotem Seidenpapier. Ein Gebinde mit einer bestimmten Anzahl Knallerpäckchen wird umgangssprachlich als [[Schinken]] bezeichnet, da auch hierfür das rote Seidenpapier verwendet wurde. Auf Einzelpäckchen und Schinken sind jeweils Labels mit stilvollen, beinahe kunstvollen Motiven aufgeklebt. [[Knallkörperkette|Knallmatten]] bestehen aus vielen zusammengebundenen Böllern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprünglichen chinesischen Tradition entsprechend, wird bei China-Böllern für Deutschland nur herkömmliches Schwarzpulver ohne Metallzusätze oder ähnliches verwendet. Eine optimale Verdämmung der Hülse ist hierbei besonders wichtig und ermöglicht bei entsprechender Menge Schwarzpulver einen kräftigen Knall, der nicht digital, sondern eher weich und andauernd ist. Das zu einer dicken Hülse aufgerollte Papier wird dabei in viele kleine Teile zerlegt, weshalb es zu einem imposanten Schnipselregen-Effekt kommt, der für Freunde klassischer China-Böller ein fester Bestandteil des gewünschten Effektbildes ist. In Kombination mit dem markanten Geruch des in der Chinese Fuse abbrennenden Schwarzpulvers ergibt sich beim Zünden des China-Böllers ein unverwechselbares Erlebnis. Auch die Knallmatten ergeben - wenn klassisch an einem Baun aufgehängt - einen imposanten Schnipselregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;YouTube&amp;gt;xWK7PQGXS1Q&amp;lt;/YouTube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle China-Böller ===&lt;br /&gt;
Gegenwärtig in China hergestellte Böller weichen von der ursprünglichen Tradition erheblich ab. Anstatt einer durchgehenden Pulverseele hat der Böller eine mittig platzierte Pulverkammer mit vergleichsweise wenig Schwarzpulver darin. Den Hauptteil der Füllung macht rote Tonerde als Dämmmaterial aus. Die Enden der Böller sind nicht mehr zugekrempelt, sondern verleimt oder mit festem Dämmstoff versiegelt. Die Papphülse ist vergleichweise dünnwandig, Länge und Dicke insbesondere der D- und Supberböller sind verringert. Anstatt der [[Chinese Fuse]] wird der Böller durch eine [[Chinese Green Visco]] gezündet. Die Labels sind nicht mehr stilvoll gestaltet. Für die Gebinde kommen nur noch Pappkartons zur Verwendung, einzelne Päckchen sind jedoch nach wie vor in das traditionelle rote Seidenpapier eingepackt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Veränderungen sind aktuelle China-Böller einerseits deutlich sicherer geworden: Die Lunte brennt wesentlich zuverlässiger und gleichmäßiger ab. Ein deutlich hörbares Geräusch beim Abbrand erhöht die Sicherheit zusätzlich. Infolge der mittig platzierten Pulverkammer explodiert der Böller erst mit einer gewissen Verzögerung und nicht unmittelbar, nachdem die Lunte den Rand des Knallkörpers erreicht. Außerdem können bei der Explosion keine nachglimmenden Splitter entstehen. Die Fertigungskosten wurden durch Materialeinsparungen gesenkt und damit der Verkauf des China-Böllers als Massenware zu sehr niedrigen Preisen ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite haben die Veränderungen eine ganze Reihe Nachteile: Die dünnwandigen Papphülsen, die oftmals auch noch feucht sind, gewährleisten keine optimale Verdämmung mehr. Hinzu kommt, dass die Menge des Schwarzpulvers nur noch sehr gering ist. Das Ergebnis ist ein schwacher Knall, der insbesondere bei den großen Böllersorten wie dem D-Böller in keinem Verhältnis zur Größe des Knallers steht. Anstatt einer Totalzerlegung platzen die Böller oft nur noch an einer Stelle auf und hinterlassen infolge der überdimensionierten Menge roter Tonerde jede Menge Dreck. Die dünnen Papphülsen ergeben auch keinen Schnipselregen-Effekt mehr. Zudem ist der Geruch der abbrennenden grünen Lunte unangenehm. Die lieblos &amp;quot;gestalteten&amp;quot; Labels stehen symbolisch für den allgemein eingetretenen Qualitätsverfall. Seit etwa 2009 sind einige Importeure wieder bemüht, den Knalleffekt des China-Böllers zu verbessern ([[Diamond]], [[Panda]], [[Lesli]], [[Xplode]], [[Funke]]). Diese konnten sich bisher jedoch nicht am Markt durchsetzen. Gründe dafür sind der höhere Preis, die schlechte Verfügbarkeit im Einzelhandel, sowie nicht ausreichend informierte Verbraucher und Händler. Hier wirkt sich die Marktdominanz von [[Weco]] negativ aus, da sind keine Bemühungen zur Qualitätsverbesserung des China-Böllers erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Chinaböllers in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Böller.jpg|thumb|Historische Vorrichtung zum Wickeln von Böllern]]&lt;br /&gt;
=== bis 1985 ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden bereits zu Vorkriegszeiten gelegentlich chinesische Knallmatten eingeführt und als ''chinesischer Knallfrosch'' bezeichnet. Der Import in größerem Umfang begann jedoch erst in den 1960er Jahren in der BRD. Dabei kamen auch die einzeln zu zündenden Böller-Größen auf. Im Laufe der 1960er Jahre kamen die [[China-Böller D|D-Böller]] hinzu, und zu Beginn der 1980er Jahre die [[Super-Böller]]. Der Verkauf der Böller erfolgt wie damals für Feuerwerk üblich zu relativ hohen Preisen und nur in bestimmten Geschäften wie Schreibwaren- und Spielzeugläden, Drogerien und Kaufhäusern statt. Ein Päckchen D-Böller kostete oft mehr als 1,50 DM, so war es die Ausnahme, dass ganzen [[Schinken]] für Silvester gekauft wurden. [[China-Böller von Keller/FKW|Franz Keller]] war einer der ersten wichtigen Importeure in den 1960er Jahren. Anders als etwa in den USA, wo China-Böller aufgrund eines Handelsembargos gegen das kommunistische China nicht importiert werden durften (sondern aus Macau), kamen die China-Böller für Deutschland schon damals fast ausschließlich aus China. Allerdings nur in die BRD - in der DDR war China-Feuerwerk trotz der anfangs politisch-ideologischen Nähe nicht erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985-1998 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre traten einige gravierende Veränderungen ein, zunächst eine wirtschaftliche Umstrukturierung in China. Franz Keller war es wieder einmal, der als erster die Chancen der sich liberalisierenden chinesischen Märkte erkannte. Arbeits- und Vertriebsstandards wurden gelockert, Händler durften mit den Herstellern direkt in Verhandlung treten, und allgemein bildeten sich ansatzweise marktwirtschaftliche Verhältnisse heraus. Zur selben Zeit verbreiteten sich in der BRD Discounter-Märkte und Ramschläden. Keller brachte in dieser Zeit einen massenhaften Import und Verkauf von China-Böllern über die neuen Vertriebswege zustande, zu erheblich niedrigeren Preisen als bisher. Konkurrierende Marken zogen bald nach. So begann der Siegeszug der Chinaware über deutsche Produkte, die nun ungleich teuer erschienen. Im Laufe der 1990er Jahre verdrängte die Importware die deutschen Feuerwerksartikel weitgehend. Auch der Feuerwerksverkauf in den klassischen Läden ging immer weiter zurück, da diese sich nicht an die Dumping-Preise der Discounter anpassen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Privatdrogerie Silvesterverkauf 2014.JPG|thumb|Traditioneller Feuerwerksverkauf in einer Privatdrogerie bei Dresden, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
In dieser Zeit ließ die Qualität der China-Böller nach. Ursache und Wirkung sind hier schwer voneinander zu unterscheiden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zunehmend selbstständigen chinesischen Hersteller versuchten, immer mehr und immer billiger zu produzieren und dabei auf die Qualität der Produkte keine Rücksicht mehr nahmen. Oder sie wurden durch den steigenden Konkurrenzdruck und straffe Bedingungen der Importeure regelrecht zu dieser Entwicklung gezwungen. In einer ersten Stufe des Qualitätsverfalls verringerte sich bereits Mitte der 1980er Jahre die Wandstärke, Knallwirkung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung. Ab etwa 1990 schwankte die Qualität besonders ausgeprägt, teilweise waren ganze Chargen nicht funktionsfähiger Böller im Umlauf. Die Zuordnung von Labels, Herstellern und Importeuren wurde damals sehr unübersichtlich, die Häufung von Fehldrucken und ähnlichem macht eine Systematisierung kaum möglich. Allein von den Weco-Pyrocrackern sind aus der Zeit 1990-1994 mehr als 50 verschiedene Chargen bekannt. Auch die Verdämmung veränderte sich, häufig waren die Böller nun mit einer grauen Masse oder einem harten, mineralischen Dämmstoff verschlossen. Ab 1995 normalisierten sich die Verhältnisse wieder einigermaßen, wobei sich die Qualität auf einem noch akzeptablen Niveau, aber deutlich unterhalb der klassischen Chinaböller, einpegelte. Denn die Satzmenge hatte schon damals deutlich abgenommen, und die bisher durchgehende Schwarzpulverseele wurde mehr und mehr durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt. Derartige Chinaböller erkennt man daran, dass sie eine größere Verzögerung aufweisen, also nicht mehr unmittelbar nach Abbrand der äußerlich sichtbaren Lunte explodieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1999 ===&lt;br /&gt;
1998 ging man dazu über, die Böller hinten nicht mehr zuzukrempeln, sondern zu verleimen. Im selben Jahr wurde im damaligen SprengÄndG festgelegt, dass bei Knallkörpern keine brennenden oder glimmenden Splitter entstehen und maximal 120 db laut sein dürfen. Obwohl die bisherige Lautstärkebegrenzung mit 115 db sogar niedriger lag, zog das Gesetz gravierende Veränderungen nach sich, da die BAM bei dieser Gelegenheit sämtliche Zulassungen neu erteilte und dabei auch die Chinaböller genau überprüfte. In dem Zusammenhang wurden offenbar Änderungen in der Fertigung des Chinaböllers eingeleitet, die ein Zerschnipseln des Böllers mit glimmenden Resten, sowie ein Überschreiten der Lautstärkebegrenzung mit Sicherheit unterbinden sollten. Einer Patentschrift aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass Chinaböller seither Sollbruchstellen in Form kleiner Aussparungen besitzen. Diese sind im inneren Teil der Hülse angeordnet und daher äußerlich nicht erkennbar. Zumindest an Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] konnten diese Aussparungen nachgewiesen werden. Es ist anzunehmen, dass seit ca. 2000 die meisten China-Böller diese verdeckten Sollbruchstellen haben. Auch die Art der Zerlegung wird dadurch beeinflusst, der Böller zerplatzt seither in zwei Stücke oder sogar nur noch seitlich auf, anstatt zu zerschnipseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrtausendwende war ein Tiefpunkt erreicht. Der China-Böller war infolge von Konkurrenzkampf auf Kosten der Qualität, sowie Bestrebungen zur Lautstärkebegrenzung beinahe zu einer Fratze seinerselbst verkommen. Die Wandstärke minimierte sich ebenso wie der Schwarzpulvergehalt, auch die Größe der Böller verringerte sich. Die Knallwirkung war zutiefst enttäuschend, und auch der berühmt-berüchtigte D-Böller büßte seinen Ruf endgültig ein. Einige Jahre lang fielen noch die [[China-Böller C|C-Böller]] von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] und gelegentlich auch andere Kaliber der Marke positiv auf, ehe auch diese ab etwa 2005 das allgemein tiefe Niveau erreichten. Ebenso tief war allerdings auch der Verkaufspreis abgesunken: Ein Schinken D-Böller mit 20 Päckchen war inzwischen ab 3,50 € zu haben. Die Verbraucher wendeten sich allmählich von den inzwischen als &amp;quot;Dreckschleuder&amp;quot; verachteten China-Böllern ab, die Breite des China-Böller-Angebots ist seither tendenziell rückläufig. Dies hängt auch mit dem immer populärer werdenden [[Feuerwerksbatterie|Verbundfeuerwerk]] zusammen. Im Jahr 2009 überraschte [[Diamond]] mit D- und Superböllern, die wieder eine befriedigende Knallwirkung hatten. Doch auch die von [[Panda]] und [[Lesli]] importierten Chargen besserer China-Böller konnten bisher keine Trendwende bei den großen Marken Weco, Nico und Comet bewirken, die das Angebot im Einzelhandel dominieren. Im Jahr 2016 überraschte [[Funke]] mit Chinaböllern der Kaliber D- und Super-böller II, die nach traditioneller Art hergestellt wurden und auch in Knallwirkung und Zerlegung einem klassischen Chinaböller entsprechen. Sie werden daher oft als &amp;quot;Oldschool-&amp;quot; oder &amp;quot;Premium-Böller&amp;quot; bezeichnet. Derzeit sind die Funke-Chinaböller jedoch (noch) ein Nischenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:F.K. Boeller D von 1965.jpg|thumb|Einer der ältesten bekannten D-Böller, Import: F.K. Wattenscheid, 1965.]]&lt;br /&gt;
Aufrund der abnehmenden Qualität der Chinaböller ist unter Feuerwerksfreunden das Interesse an älteren China-Böllern stetig gewachsen. Immer wieder taucht dabei die Frage auf, woran man alte China-Böller erkennt und wie ihr Alter zu bestimmen ist. Details dazu sind auf den [[:kategorie:China-Böller#Marken_in_Deutschland|Seiten der einzelnen Marken]] zu finden. Im folgenden werden Informationen dargestellt, die alle China-Böller gleichermaßen betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== bis 1969 ===&lt;br /&gt;
Die China-Böller entsprechen gänzlich der [[:kategorie:China-Böller#Eigenschaften|klassischen Bauart]]. Markant ist die BAM-Nummer des alten Nummern-System, das dem Format ''BAM xxxx/II'' folgt. Außerdem ist die Formulierung ''Verboten ist die Abgabe an Personen unter 18 Jahre'' zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;''Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe, 23. Dezember 1969'', am 1. Januar 1970 in Kraft getreten&amp;lt;/ref&amp;gt; Importeur ist meistens - aber nicht immer - ''Franz Keller'' bzw. ''F.K. Wattenscheid''. Sind die Böller ''made in macau'', stammen sie mit Sicherheit aus dieser Epoche. Schon damals waren die meisten Böller aber ''made in china''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1970 - ca. 1984 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|F.K. D-Böller aus Anfang der 1980er Jahre]]&lt;br /&gt;
Die Böller entsprechen noch der klassischen Bauart, haben aber bereits die neueren BAM-Nummern nach dem Format ''BAM PII-xxxx''. Es ist die Formulierung zu finden ''Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten''. Ab 1977 war der Hersteller immer aufgedruckt &amp;lt;ref&amp;gt;''Dritte Verordnung zur Änderung der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Sprengstoffgesetzes, 28. Juni 1976, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt; (kann aber auch früher schon aufgedruck gewesen sein). Haben die Böller sehr lange Lunten (halbe Böllerlänge oder mehr) oder nicht gedrehte Lunten (''Schlaufenböller''), sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von 1984 oder älter. Die Knallwirkung und Zerlegung ist fast immer sehr gut. Böller mit roter Banderole kommen mit Ausnahme der F.K./FKW-Böller (ab ca.1979) nicht vor, die meisten sind weiß mit grüner Schrift. Es gibt aber auch bunt gemusterte oder mit Bildern bedruckte Böller in dieser Zeit. China-Böller dieser Epoche waren manchmal nicht in rotes Seidenpapier, sondern in Cellophan verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1985 - 1993 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco D-Boeller 1991.jpg|thumb|Weco D-Böller von 1991]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Verdaemmungstypen Uebersicht.jpg|thumb|Verdämmungs-Typen]]&lt;br /&gt;
Die Wandstärke der Böller ist nicht mehr so sehr kräftig, die Böller nicht immer steinhart. Das hintere Ende kann im Zeitraum ca. 1990-1995 mit ein harten, mineralischen Masse verschlossen sein. Päckchen der Marke Moog-Nico (ab ca. 1988) und FKW (ab 1991) können bereits einen Strichcode (Barcode) haben, ansonsten gibt es Strichcodes in dieser Zeit noch nicht. Ab 1991 war grüne Schrift in Klasse II nicht mehr vorgeschrieben &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Änderung sprengstoffrechtlicher Vorschriften, 19. November 1990, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt;, viele Marken behielten die Schriftscharbe aber noch länger bei. Bis 1989 kommt die [[Chinese Green Visco]] nur bei Superböllern von FKW und Thunder D-Böllern von Feistel vor. Ab 1990 findet man sie zunehmend auch bei kleineren Böllergrößen. Die Knallwirkung kann noch gut, aber auch schlecht sein. die Böller zerschnipseln bei der Explosion noch recht gut, jedoch nicht mehr in so kleine Einzelfetzchen wie es ursprünglich der Fall war. Die meisten Böller sind in dieser Zeit weiß mit grüner Schrift. Eine Ausnahme macht hier wieder FKW, sowie einige wenige Chargen von Weco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 1997 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1995.jpg|thumb|Feistel Super-Böller I von 1995]]&lt;br /&gt;
China-Böller ab 1994 sind zuverlässig an einer Telefonnummer zu erkennen, die seither auf jedem Päckchen aufgedruckt sein muss &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Novellierung der Gefahrstoffverordnung, zur Aufhebung der Gefährlichkeitsmerkmaleverordnung und zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, 26. Oktober 1993, Artikel 2'', in Kraft getreten am 1.November 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;. Den Strichcode findet man nun auch auf allen Feistel- und Moog-Böllerpäckchen. Die Knallwirkung kann gut oder auch schlecht sein, meistens zerschnipseln die Böller aber noch ganz gut. Die klassische [[Chinese Fuse]] taucht bis 1995 noch gelegentlich auf und wird zuletzt noch von Keller verwendet (bis 1997). Böller von Weco und Keller sind seit 1995 grundsätzlich rot mit schwarzer Schrift. Die bisher durchgehende Schwarzpulverseele ist in dieser Zeit meistens bereits durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt worden, der Anteil an Dämmstoff an den Enden des Böller hält sich jedoch noch in Grenzen. Die Intensität des Schnipselregens beim Explodieren ist nicht mehr so groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1998 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1998.jpg|thumb|Ein Feistel Super-Böller I von 1998, noch mit guter Wandstärke]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Weco Super-Böller I von 2008, labbrige Verarbeitung]]&lt;br /&gt;
Seit 1998 sind China-Böller am hinteren Ende nicht mehr gekrempelt oder gestopft, sondern verleimt. In den ersten Jahren war diese Leimschicht noch relativ dick und daher deutlich erkennbar. Als Dämmmaterial kommt seither grundsätzlich rote Tonerde zur Anwendung. Die Wandstärke und Menge an Schwarzpulver war anfangs noch reichlich und verringerte sich immer weiter, bis die Böller ab ca. 2005 das Erscheinungsbild labbriger Papprollen aufwiesen. Seit ca. 2007-2009 sind die Böller auch vorn nicht mehr gekrempelt, sondern nur noch mit roter Masse gestopft/verklebt. Markant ist auch die geräuschvoll abbrennende Visco, mit der China-Böller seither versehen sind. Schon ab 1998 sind alle Böller mit der Chinese Green Visco ausgestattet. Lady- und Paket-Cracker machen eine Ausnahme, sie haben weiterhin die Chinese Fuse, werden aber zentral über eine grüne Lunte gezündet. Die kleinen Knallmatten verschwanden allerdings in den Jahren nach der Jahrtausendwende aus dem Angebot. Seit 1999 verwendet Weco stets einen Strichcode auf den Päckchen. Bei Nico hält dieser erst 2002 Einzug, Comet-Böllern fehlt der Strichcode sogar bis heute. Eine weitere Besonderheit der Comet-Böller ist die nach wie vor weiße Banderole mit grüner oder schwarzer Schrift. Bis 2002 gab es weiße Banderolen auch noch bei Nico. Seit 2009 sind China-Böller an der BAM-Nummer nach dem Format ''BAM-F2-xxxx'' zu erkennen und auf den Päckchen ist die [[Nettoexplosivstoffmasse|NEM]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - The Art &amp;amp; History''. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2000.&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - An Eye-Popping Collection Of Chinese Firework Art. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerk-forum.de/index.php&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerkskiste.de/content.php&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinfeuerwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7970</id>
		<title>Kategorie:China-Böller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7970"/>
				<updated>2017-01-03T12:21:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* bis 1985 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''China-Böller''' sind zylindrische [[:kategorie:Kleinfeuerwerk#Knallkörper|Knallkörper]] nach chinesischer Bauart. Der folgende Artikel beschreibt die nach Deutschland importierten Knaller. Die internationale Geschichte des China-Böllers ist auf [[Firecracker|Firecrackers]] zu finden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Chinaboeller.jpg|thumb|Explodierender China-Böller mit [[Schwarzpulver]]-Füllung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller (historisch) ==&lt;br /&gt;
Im kommunistischen China bezeichneten die Hersteller keine Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne, sondern eher Zusammenschlüsse ausgewählter Fabriken, die für den Export produzierten und dazu einen bestimmten Markennamen bzw. Brand erhielten. Die in Deutschland verkauften China-Böller stammten von folgenden Zusammenschlüssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Red latern clean2.jpg|130px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Red Lantern|--&amp;gt; Red Lantern]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Flowerbasket clean.jpg|95px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Flower Basket|--&amp;gt; Flower Basket]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Tigerhead clean.jpg|105px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Tiger-Head Brand|--&amp;gt; Tiger-Head Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Horse Brand clean.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Horse Brand|--&amp;gt; Horse Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Link Triad Brand.jpg|103px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Link Triad|--&amp;gt; Link Triad]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist die gesamte chinesische Feuerwerksindustrie umstrukturiert worden, die Brands existieren im damaligen Sinne nicht mehr. Auch werden die heutigen Hersteller nicht mehr deutlich und mit einprägsamen Symbolen auf den Böllerpäckchen oder Böllern dargestellt. Die gegenwärtige Situation exportierender Hersteller ist recht unübersichtlich und nicht ausreichend bekannt, um hier aufgeführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Importeure von China-Böllern ==&lt;br /&gt;
China-Böller wurden und werden von verschiedenen Firmen nach Deutschland importiert, wobei es sich oftmals um Zwischenhändler handelt, die mit den in Deutschland bekannten Feuerwerks-Marken nicht identisch sind. Mitunter ist die Herkunftsbestimmung eines China-Böllers daher recht unübersichtlich. Ältere, von [[Nico]] vertriebene China-Böller weisen beispielsweise laut Päckchenaufschrift den Importeur [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] auf. Was nicht auf dem Päckchen steht: Georg Richter kaufte die Böller von einem in Hong Kong ansässigen Zwischenhändler namens [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Yuen Loong Hong (YL)]], der die Böller wiederum etwa vom Hersteller [[Tiger-Head Brand]] bezog, was letztendlich auch nur eine grobe Angabe darüber ist, in welcher Region Chinas die Böller hergestellt worden sind. Nur manchmal lässt sich die Handelskette anhand der Aufschriften auf den Päckchen tatsächlich nachvollziehen. Am einfachsten ist die bei China-Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]], diese wurden stets direkt vom Hersteller [[Red Lantern]] importiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== gegenwärtige Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Weco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Keller/FKW]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Comet/Jeco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyro Art]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Diamond]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Panda]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Lesli]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Xplode]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Funke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== historische Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Georg Richter]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Yuen Loong Hong]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von J+J Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von LKF]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyrotechnik Hamburg/EVP]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyromaxx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größen ==&lt;br /&gt;
* [[Lady-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Paket-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Pyro-Cracker|440 (Pyro-Cracker)]] &lt;br /&gt;
* [[Shinsing-Cracker|450 (Shising-Cracker)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller A|460 (China-Böller A)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller B|480 (China-Böller B)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller C|470 (China-Böller C)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller D|490 (China-Böller D)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|500 (Super-Böller I)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller II|510 (Super-Böller II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Der klassische China-Böller === &lt;br /&gt;
Bei einem China-Böller handelt es sich um an beiden Enden gestopfte oder zugekrempelte Hülsen aus aufgerolltem Papier, in deren inneres sich eine langgezogene [[Schwarzpulver]]-Seele befindet. Die Zündung erfolgt mittels [[Chinese Fuse]]. Die Verpackung einzelner Böller ist entsprechend einer chinesischen Tradition aus rotem Seidenpapier. Ein Gebinde mit einer bestimmten Anzahl Knallerpäckchen wird umgangssprachlich als [[Schinken]] bezeichnet, da auch hierfür das rote Seidenpapier verwendet wurde. Auf Einzelpäckchen und Schinken sind jeweils Labels mit stilvollen, beinahe kunstvollen Motiven aufgeklebt. [[Knallkörperkette|Knallmatten]] bestehen aus vielen zusammengebundenen Böllern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprünglichen chinesischen Tradition entsprechend, wird bei China-Böllern für Deutschland nur herkömmliches Schwarzpulver ohne Metallzusätze oder ähnliches verwendet. Eine optimale Verdämmung der Hülse ist hierbei besonders wichtig und ermöglicht bei entsprechender Menge Schwarzpulver einen kräftigen Knall, der nicht digital, sondern eher weich und andauernd ist. Das zu einer dicken Hülse aufgerollte Papier wird dabei in viele kleine Teile zerlegt, weshalb es zu einem imposanten Schnipselregen-Effekt kommt, der für Freunde klassischer China-Böller ein fester Bestandteil des gewünschten Effektbildes ist. In Kombination mit dem markanten Geruch des in der Chinese Fuse abbrennenden Schwarzpulvers ergibt sich beim Zünden des China-Böllers ein unverwechselbares Erlebnis. Auch die Knallmatten ergeben - wenn klassisch an einem Baun aufgehängt - einen imposanten Schnipselregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;YouTube&amp;gt;xWK7PQGXS1Q&amp;lt;/YouTube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle China-Böller ===&lt;br /&gt;
Gegenwärtig in China hergestellte Böller weichen von der ursprünglichen Tradition erheblich ab. Anstatt einer durchgehenden Pulverseele hat der Böller eine mittig platzierte Pulverkammer mit vergleichsweise wenig Schwarzpulver darin. Den Hauptteil der Füllung macht rote Tonerde als Dämmmaterial aus. Die Enden der Böller sind nicht mehr zugekrempelt, sondern verleimt oder mit festem Dämmstoff versiegelt. Die Papphülse ist vergleichweise dünnwandig, Länge und Dicke insbesondere der D- und Supberböller sind verringert. Anstatt der [[Chinese Fuse]] wird der Böller durch eine [[Chinese Green Visco]] gezündet. Die Labels sind nicht mehr stilvoll gestaltet. Für die Gebinde kommen nur noch Pappkartons zur Verwendung, einzelne Päckchen sind jedoch nach wie vor in das traditionelle rote Seidenpapier eingepackt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Veränderungen sind aktuelle China-Böller einerseits deutlich sicherer geworden: Die Lunte brennt wesentlich zuverlässiger und gleichmäßiger ab. Ein deutlich hörbares Geräusch beim Abbrand erhöht die Sicherheit zusätzlich. Infolge der mittig platzierten Pulverkammer explodiert der Böller erst mit einer gewissen Verzögerung und nicht unmittelbar, nachdem die Lunte den Rand des Knallkörpers erreicht. Außerdem können bei der Explosion keine nachglimmenden Splitter entstehen. Die Fertigungskosten wurden durch Materialeinsparungen gesenkt und damit der Verkauf des China-Böllers als Massenware zu sehr niedrigen Preisen ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite haben die Veränderungen eine ganze Reihe Nachteile: Die dünnwandigen Papphülsen, die oftmals auch noch feucht sind, gewährleisten keine optimale Verdämmung mehr. Hinzu kommt, dass die Menge des Schwarzpulvers nur noch sehr gering ist. Das Ergebnis ist ein schwacher Knall, der insbesondere bei den großen Böllersorten wie dem D-Böller in keinem Verhältnis zur Größe des Knallers steht. Anstatt einer Totalzerlegung platzen die Böller oft nur noch an einer Stelle auf und hinterlassen infolge der überdimensionierten Menge roter Tonerde jede Menge Dreck. Die dünnen Papphülsen ergeben auch keinen Schnipselregen-Effekt mehr. Zudem ist der Geruch der abbrennenden grünen Lunte unangenehm. Die lieblos &amp;quot;gestalteten&amp;quot; Labels stehen symbolisch für den allgemein eingetretenen Qualitätsverfall. Seit etwa 2009 sind einige Importeure wieder bemüht, den Knalleffekt des China-Böllers zu verbessern ([[Diamond]], [[Panda]], [[Lesli]], [[Xplode]], [[Funke]]). Diese konnten sich bisher jedoch nicht am Markt durchsetzen. Gründe dafür sind der höhere Preis, die schlechte Verfügbarkeit im Einzelhandel, sowie nicht ausreichend informierte Verbraucher und Händler. Hier wirkt sich die Marktdominanz von [[Weco]] negativ aus, da sind keine Bemühungen zur Qualitätsverbesserung des China-Böllers erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Chinaböllers in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Böller.jpg|thumb|Historische Vorrichtung zum Wickeln von Böllern]]&lt;br /&gt;
=== bis 1985 ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden bereits zu Vorkriegszeiten gelegentlich chinesische Knallmatten eingeführt und als ''chinesischer Knallfrosch'' bezeichnet. Der Import in größerem Umfang begann jedoch erst in den 1960er Jahren in der BRD. Dabei kamen auch die einzeln zu zündenden Böller-Größen auf. Im Laufe der 1960er Jahre kamen die [[China-Böller D|D-Böller]] hinzu, und zu Beginn der 1980er Jahre die [[Super-Böller]]. Der Verkauf der Böller erfolgt wie damals für Feuerwerk üblich zu relativ hohen Preisen und nur in bestimmten Geschäften wie Schreibwaren- und Spielzeugläden, Drogerien und Kaufhäusern statt. Ein Päckchen D-Böller kostete oft mehr als 1,50 DM, so war es die Ausnahme, dass ganzen [[Schinken]] für Silvester gekauft wurden. [[China-Böller von Keller/FKW|Franz Keller]] war einer der ersten wichtigen Importeure in den 1960er Jahren. Anders als etwa in den USA, wo China-Böller aufgrund eines Handelsembargos gegen das kommunistische China nicht importiert werden durften (sondern aus Macau), kamen die China-Böller für Deutschland schon damals fast ausschließlich aus China. Allerdings nur in die BRD - in der DDR war China-Feuerwerk trotz der anfangs politisch-ideologischen Nähe nicht erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985-1998 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre traten einige gravierende Veränderungen ein, zunächst eine wirtschaftliche Umstrukturierung in China. Franz Keller war es wieder einmal, der als erster die Chancen der sich liberalisierenden chinesischen Märkte erkannte. Arbeits- und Vertriebsstandards wurden gelockert, Händler durften mit den Herstellern direkt in Verhandlung treten, und allgemein bildeten sich ansatzweise marktwirtschaftliche Verhältnisse heraus. Zur selben Zeit verbreiteten sich in der BRD Discounter-Märkte und Ramschläden. Keller brachte in dieser Zeit einen massenhaften Import und Verkauf von China-Böllern über die neuen Vertriebswege zustande, zu erheblich niedrigeren Preisen als bisher. Konkurrierende Marken zogen bald nach. So begann der Siegeszug der Chinaware über deutsche Produkte, die nun ungleich teuer erschienen. Im Laufe der 1990er Jahre verdrängte die Importware die deutschen Feuerwerksartikel weitgehend. Auch der Feuerwerksverkauf in den klassischen Läden ging immer weiter zurück, da diese sich nicht an die Dumping-Preise der Discounter anpassen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Privatdrogerie Silvesterverkauf 2014.JPG|thumb|Traditioneller Feuerwerksverkauf in einer Privatdrogerie bei Dresden, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
In dieser Zeit ließ die Qualität der China-Böller nach. Ursache und Wirkung sind hier schwer voneinander zu unterscheiden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zunehmend selbstständigen chinesischen Hersteller versuchten, immer mehr und immer billiger zu produzieren und dabei auf die Qualität der Produkte keine Rücksicht mehr nahmen. Oder sie wurden durch den steigenden Konkurrenzdruck und straffe Bedingungen der Importeure regelrecht zu dieser Entwicklung gezwungen. In einer ersten Stufe des Qualitätsverfalls verringerte sich bereits Mitte der 1980er Jahre die Wandstärke, Knallwirkung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung. Ab etwa 1990 schwankte die Qualität besonders ausgeprägt, teilweise waren ganze Chargen nicht funktionsfähiger Böller im Umlauf. Die Zuordnung von Labels, Herstellern und Importeuren wurde damals sehr unübersichtlich, die Häufung von Fehldrucken und ähnlichem macht eine Systematisierung kaum möglich. Allein von den Weco-Pyrocrackern sind aus der Zeit 1990-1994 mehr als 50 verschiedene Chargen bekannt. Auch die Verdämmung veränderte sich, häufig waren die Böller nun mit einer grauen Masse oder einem harten, mineralischen Dämmstoff verschlossen. Ab 1995 normalisierten sich die Verhältnisse wieder einigermaßen, wobei sich die Qualität auf einem noch akzeptablen Niveau, aber deutlich unterhalb der klassischen Chinaböller, einpegelte. Denn die Satzmenge hatte schon damals deutlich abgenommen, und die bisher durchgehende Schwarzpulverseele wurde mehr und mehr durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt. Derartige Chinaböller erkennt man daran, dass sie eine größere Verzögerung aufweisen, also nicht mehr unmittelbar nach Abbrand der äußerlich sichtbaren Lunte explodieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1999 ===&lt;br /&gt;
1998 ging man dazu über, die Böller hinten nicht mehr zuzukrempeln, sondern zu verleimen. Im selben Jahr wurde im damaligen SprengÄndG festgelegt, dass bei Knallkörpern keine brennenden oder glimmenden Splitter entstehen und maximal 120 db laut sein dürfen. Obwohl die bisherige Lautstärkebegrenzung mit 115 db sogar niedriger lag, zog das Gesetz gravierende Veränderungen nach sich, da die BAM bei dieser Gelegenheit sämtliche Zulassungen neu erteilte und dabei auch die Chinaböller genau überprüfte. In dem Zusammenhang wurden offenbar Änderungen in der Fertigung des Chinaböllers eingeleitet, die ein Zerschnipseln des Böllers mit glimmenden Resten, sowie ein Überschreiten der Lautstärkebegrenzung mit Sicherheit unterbinden sollten. Einer Patentschrift aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass Chinaböller seither Sollbruchstellen in Form kleiner Aussparungen besitzen. Diese sind im inneren Teil der Hülse angeordnet und daher äußerlich nicht erkennbar. Zumindest an Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] konnten diese Aussparungen nachgewiesen werden. Es ist anzunehmen, dass seit ca. 2000 die meisten China-Böller diese verdeckten Sollbruchstellen haben. Auch die Art der Zerlegung wird dadurch beeinflusst, der Böller zerplatzt seither in zwei Stücke oder sogar nur noch seitlich auf, anstatt zu zerschnipseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrtausendwende war ein Tiefpunkt erreicht. Der China-Böller war infolge von Konkurrenzkampf auf Kosten der Qualität, sowie Bestrebungen zur Lautstärkebegrenzung beinahe zu einer Fratze seinerselbst verkommen. Die Wandstärke minimierte sich ebenso wie der Schwarzpulvergehalt, auch die Größe der Böller verringerte sich. Die Knallwirkung war zutiefst enttäuschend, und auch der berühmt-berüchtigte D-Böller büßte seinen Ruf endgültig ein. Einige Jahre lang fielen noch die [[China-Böller C|C-Böller]] von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] und gelegentlich auch andere Kaliber der Marke positiv auf, ehe auch diese ab etwa 2005 das allgemein tiefe Niveau erreichten. Ebenso tief war allerdings auch der Verkaufspreis abgesunken: Ein Schinken D-Böller mit 20 Päckchen war inzwischen ab 3,50 € zu haben. Die Verbraucher wendeten sich allmählich von den inzwischen als &amp;quot;Dreckschleuder&amp;quot; verachteten China-Böllern ab, die Breite des China-Böller-Angebots ist seither tendenziell rückläufig. Dies hängt auch mit dem immer populärer werdenden [[Feuerwerksbatterie|Verbundfeuerwerk]] zusammen. Im Jahr 2009 überraschte [[Diamond]] mit D- und Superböllern, die wieder eine befriedigende Knallwirkung hatten. Doch auch die von [[Panda]] und [[Lesli]] importierten Chargen besserer China-Böller konnten bisher keine Trendwende bei den großen Marken Weco, Nico und Comet bewirken, die das Angebot im Einzelhandel dominieren. Im Jahr 2016 überraschte [[Funke]] mit Chinaböllern der Kaliber D- und Super-böller II, die nach traditioneller Art hergestellt wurden und auch in Knallwirkung und Zerlegung einem klassischen Chinaböller entsprechen. Sie werden daher oft als &amp;quot;Oldschool-&amp;quot; oder &amp;quot;Premium-Böller&amp;quot; bezeichnet. Derzeit sind die Funke-Chinaböller jedoch (noch) ein Nischenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:F.K. Boeller D von 1965.jpg|thumb|Einer der ältesten bekannten D-Böller, Import: F.K. Wattenscheid, 1965.]]&lt;br /&gt;
Aufrund der abnehmenden Qualität der Chinaböller ist unter Feuerwerksfreunden das Interesse an älteren China-Böllern stetig gewachsen. Immer wieder taucht dabei die Frage auf, woran man alte China-Böller erkennt und wie ihr Alter zu bestimmen ist. Details dazu sind auf den [[:kategorie:China-Böller#Marken_in_Deutschland|Seiten der einzelnen Marken]] zu finden. Im folgenden werden Informationen dargestellt, die alle China-Böller gleichermaßen betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== bis 1969 ===&lt;br /&gt;
Die China-Böller entsprechen gänzlich der [[:kategorie:China-Böller#Eigenschaften|klassischen Bauart]]. Markant ist die BAM-Nummer des alten Nummern-System, das dem Format ''BAM xxxx/II'' folgt. Außerdem ist die Formulierung ''Verboten ist die Abgabe an Personen unter 18 Jahre'' zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;''Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe, 23. Dezember 1969'', am 1. Januar 1970 in Kraft getreten&amp;lt;/ref&amp;gt; Importeur ist meistens - aber nicht immer - ''Franz Keller'' bzw. ''F.K. Wattenscheid''. Sind die Böller ''made in macau'', stammen sie mit Sicherheit aus dieser Epoche. Schon damals waren die meisten Böller aber ''made in china''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1970 - ca. 1984 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|F.K. D-Böller aus Anfang der 1980er Jahre]]&lt;br /&gt;
Die Böller entsprechen noch der klassischen Bauart, haben aber bereits die neueren BAM-Nummern nach dem Format ''BAM PII-xxxx''. Es ist die Formulierung zu finden ''Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten''. Ab 1977 war der Hersteller immer aufgedruckt &amp;lt;ref&amp;gt;''Dritte Verordnung zur Änderung der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Sprengstoffgesetzes, 28. Juni 1976, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt; (kann aber auch früher schon aufgedruck gewesen sein). Haben die Böller sehr lange Lunten (halbe Böllerlänge oder mehr) oder nicht gedrehte Lunten (''Schlaufenböller''), sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von 1984 oder älter. Die Knallwirkung und Zerlegung ist fast immer sehr gut. Böller mit roter Banderole kommen mit Ausnahme der F.K./FKW-Böller (ab ca.1979) nicht vor, die meisten sind weiß mit grüner Schrift. Es gibt aber auch bunt gemusterte oder mit Bildern bedruckte Böller in dieser Zeit. Teilweise sind die Päckchen nicht wie üblich in rotes Seidenpapier, sondern in Klarsichtfolie verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1985 - 1993 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco D-Boeller 1991.jpg|thumb|Weco D-Böller von 1991]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Verdaemmungstypen Uebersicht.jpg|thumb|Verdämmungs-Typen]]&lt;br /&gt;
Die Wandstärke der Böller ist nicht mehr so sehr kräftig, die Böller nicht immer steinhart. Das hintere Ende kann im Zeitraum ca. 1990-1995 mit ein harten, mineralischen Masse verschlossen sein. Päckchen der Marke Moog-Nico (ab ca. 1988) und FKW (ab 1991) können bereits einen Strichcode (Barcode) haben, ansonsten gibt es Strichcodes in dieser Zeit noch nicht. Ab 1991 war grüne Schrift in Klasse II nicht mehr vorgeschrieben &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Änderung sprengstoffrechtlicher Vorschriften, 19. November 1990, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt;, viele Marken behielten die Schriftscharbe aber noch länger bei. Bis 1989 kommt die [[Chinese Green Visco]] nur bei Superböllern von FKW und Thunder D-Böllern von Feistel vor. Ab 1990 findet man sie zunehmend auch bei kleineren Böllergrößen. Die Knallwirkung kann noch gut, aber auch schlecht sein. die Böller zerschnipseln bei der Explosion noch recht gut, jedoch nicht mehr in so kleine Einzelfetzchen wie es ursprünglich der Fall war. Die meisten Böller sind in dieser Zeit weiß mit grüner Schrift. Eine Ausnahme macht hier wieder FKW, sowie einige wenige Chargen von Weco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 1997 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1995.jpg|thumb|Feistel Super-Böller I von 1995]]&lt;br /&gt;
China-Böller ab 1994 sind zuverlässig an einer Telefonnummer zu erkennen, die seither auf jedem Päckchen aufgedruckt sein muss &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Novellierung der Gefahrstoffverordnung, zur Aufhebung der Gefährlichkeitsmerkmaleverordnung und zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, 26. Oktober 1993, Artikel 2'', in Kraft getreten am 1.November 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;. Den Strichcode findet man nun auch auf allen Feistel- und Moog-Böllerpäckchen. Die Knallwirkung kann gut oder auch schlecht sein, meistens zerschnipseln die Böller aber noch ganz gut. Die klassische [[Chinese Fuse]] taucht bis 1995 noch gelegentlich auf und wird zuletzt noch von Keller verwendet (bis 1997). Böller von Weco und Keller sind seit 1995 grundsätzlich rot mit schwarzer Schrift. Die bisher durchgehende Schwarzpulverseele ist in dieser Zeit meistens bereits durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt worden, der Anteil an Dämmstoff an den Enden des Böller hält sich jedoch noch in Grenzen. Die Intensität des Schnipselregens beim Explodieren ist nicht mehr so groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1998 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1998.jpg|thumb|Ein Feistel Super-Böller I von 1998, noch mit guter Wandstärke]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Weco Super-Böller I von 2008, labbrige Verarbeitung]]&lt;br /&gt;
Seit 1998 sind China-Böller am hinteren Ende nicht mehr gekrempelt oder gestopft, sondern verleimt. In den ersten Jahren war diese Leimschicht noch relativ dick und daher deutlich erkennbar. Als Dämmmaterial kommt seither grundsätzlich rote Tonerde zur Anwendung. Die Wandstärke und Menge an Schwarzpulver war anfangs noch reichlich und verringerte sich immer weiter, bis die Böller ab ca. 2005 das Erscheinungsbild labbriger Papprollen aufwiesen. Seit ca. 2007-2009 sind die Böller auch vorn nicht mehr gekrempelt, sondern nur noch mit roter Masse gestopft/verklebt. Markant ist auch die geräuschvoll abbrennende Visco, mit der China-Böller seither versehen sind. Schon ab 1998 sind alle Böller mit der Chinese Green Visco ausgestattet. Lady- und Paket-Cracker machen eine Ausnahme, sie haben weiterhin die Chinese Fuse, werden aber zentral über eine grüne Lunte gezündet. Die kleinen Knallmatten verschwanden allerdings in den Jahren nach der Jahrtausendwende aus dem Angebot. Seit 1999 verwendet Weco stets einen Strichcode auf den Päckchen. Bei Nico hält dieser erst 2002 Einzug, Comet-Böllern fehlt der Strichcode sogar bis heute. Eine weitere Besonderheit der Comet-Böller ist die nach wie vor weiße Banderole mit grüner oder schwarzer Schrift. Bis 2002 gab es weiße Banderolen auch noch bei Nico. Seit 2009 sind China-Böller an der BAM-Nummer nach dem Format ''BAM-F2-xxxx'' zu erkennen und auf den Päckchen ist die [[Nettoexplosivstoffmasse|NEM]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - The Art &amp;amp; History''. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2000.&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - An Eye-Popping Collection Of Chinese Firework Art. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerk-forum.de/index.php&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerkskiste.de/content.php&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinfeuerwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7969</id>
		<title>Kategorie:China-Böller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7969"/>
				<updated>2017-01-03T12:20:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* bis 1985 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''China-Böller''' sind zylindrische [[:kategorie:Kleinfeuerwerk#Knallkörper|Knallkörper]] nach chinesischer Bauart. Der folgende Artikel beschreibt die nach Deutschland importierten Knaller. Die internationale Geschichte des China-Böllers ist auf [[Firecracker|Firecrackers]] zu finden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Chinaboeller.jpg|thumb|Explodierender China-Böller mit [[Schwarzpulver]]-Füllung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller (historisch) ==&lt;br /&gt;
Im kommunistischen China bezeichneten die Hersteller keine Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne, sondern eher Zusammenschlüsse ausgewählter Fabriken, die für den Export produzierten und dazu einen bestimmten Markennamen bzw. Brand erhielten. Die in Deutschland verkauften China-Böller stammten von folgenden Zusammenschlüssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Red latern clean2.jpg|130px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Red Lantern|--&amp;gt; Red Lantern]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Flowerbasket clean.jpg|95px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Flower Basket|--&amp;gt; Flower Basket]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Tigerhead clean.jpg|105px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Tiger-Head Brand|--&amp;gt; Tiger-Head Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Horse Brand clean.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Horse Brand|--&amp;gt; Horse Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Link Triad Brand.jpg|103px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Link Triad|--&amp;gt; Link Triad]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist die gesamte chinesische Feuerwerksindustrie umstrukturiert worden, die Brands existieren im damaligen Sinne nicht mehr. Auch werden die heutigen Hersteller nicht mehr deutlich und mit einprägsamen Symbolen auf den Böllerpäckchen oder Böllern dargestellt. Die gegenwärtige Situation exportierender Hersteller ist recht unübersichtlich und nicht ausreichend bekannt, um hier aufgeführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Importeure von China-Böllern ==&lt;br /&gt;
China-Böller wurden und werden von verschiedenen Firmen nach Deutschland importiert, wobei es sich oftmals um Zwischenhändler handelt, die mit den in Deutschland bekannten Feuerwerks-Marken nicht identisch sind. Mitunter ist die Herkunftsbestimmung eines China-Böllers daher recht unübersichtlich. Ältere, von [[Nico]] vertriebene China-Böller weisen beispielsweise laut Päckchenaufschrift den Importeur [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] auf. Was nicht auf dem Päckchen steht: Georg Richter kaufte die Böller von einem in Hong Kong ansässigen Zwischenhändler namens [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Yuen Loong Hong (YL)]], der die Böller wiederum etwa vom Hersteller [[Tiger-Head Brand]] bezog, was letztendlich auch nur eine grobe Angabe darüber ist, in welcher Region Chinas die Böller hergestellt worden sind. Nur manchmal lässt sich die Handelskette anhand der Aufschriften auf den Päckchen tatsächlich nachvollziehen. Am einfachsten ist die bei China-Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]], diese wurden stets direkt vom Hersteller [[Red Lantern]] importiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== gegenwärtige Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Weco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Keller/FKW]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Comet/Jeco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyro Art]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Diamond]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Panda]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Lesli]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Xplode]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Funke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== historische Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Georg Richter]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Yuen Loong Hong]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von J+J Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von LKF]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyrotechnik Hamburg/EVP]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyromaxx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größen ==&lt;br /&gt;
* [[Lady-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Paket-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Pyro-Cracker|440 (Pyro-Cracker)]] &lt;br /&gt;
* [[Shinsing-Cracker|450 (Shising-Cracker)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller A|460 (China-Böller A)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller B|480 (China-Böller B)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller C|470 (China-Böller C)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller D|490 (China-Böller D)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|500 (Super-Böller I)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller II|510 (Super-Böller II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Der klassische China-Böller === &lt;br /&gt;
Bei einem China-Böller handelt es sich um an beiden Enden gestopfte oder zugekrempelte Hülsen aus aufgerolltem Papier, in deren inneres sich eine langgezogene [[Schwarzpulver]]-Seele befindet. Die Zündung erfolgt mittels [[Chinese Fuse]]. Die Verpackung einzelner Böller ist entsprechend einer chinesischen Tradition aus rotem Seidenpapier. Ein Gebinde mit einer bestimmten Anzahl Knallerpäckchen wird umgangssprachlich als [[Schinken]] bezeichnet, da auch hierfür das rote Seidenpapier verwendet wurde. Auf Einzelpäckchen und Schinken sind jeweils Labels mit stilvollen, beinahe kunstvollen Motiven aufgeklebt. [[Knallkörperkette|Knallmatten]] bestehen aus vielen zusammengebundenen Böllern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprünglichen chinesischen Tradition entsprechend, wird bei China-Böllern für Deutschland nur herkömmliches Schwarzpulver ohne Metallzusätze oder ähnliches verwendet. Eine optimale Verdämmung der Hülse ist hierbei besonders wichtig und ermöglicht bei entsprechender Menge Schwarzpulver einen kräftigen Knall, der nicht digital, sondern eher weich und andauernd ist. Das zu einer dicken Hülse aufgerollte Papier wird dabei in viele kleine Teile zerlegt, weshalb es zu einem imposanten Schnipselregen-Effekt kommt, der für Freunde klassischer China-Böller ein fester Bestandteil des gewünschten Effektbildes ist. In Kombination mit dem markanten Geruch des in der Chinese Fuse abbrennenden Schwarzpulvers ergibt sich beim Zünden des China-Böllers ein unverwechselbares Erlebnis. Auch die Knallmatten ergeben - wenn klassisch an einem Baun aufgehängt - einen imposanten Schnipselregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;YouTube&amp;gt;xWK7PQGXS1Q&amp;lt;/YouTube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle China-Böller ===&lt;br /&gt;
Gegenwärtig in China hergestellte Böller weichen von der ursprünglichen Tradition erheblich ab. Anstatt einer durchgehenden Pulverseele hat der Böller eine mittig platzierte Pulverkammer mit vergleichsweise wenig Schwarzpulver darin. Den Hauptteil der Füllung macht rote Tonerde als Dämmmaterial aus. Die Enden der Böller sind nicht mehr zugekrempelt, sondern verleimt oder mit festem Dämmstoff versiegelt. Die Papphülse ist vergleichweise dünnwandig, Länge und Dicke insbesondere der D- und Supberböller sind verringert. Anstatt der [[Chinese Fuse]] wird der Böller durch eine [[Chinese Green Visco]] gezündet. Die Labels sind nicht mehr stilvoll gestaltet. Für die Gebinde kommen nur noch Pappkartons zur Verwendung, einzelne Päckchen sind jedoch nach wie vor in das traditionelle rote Seidenpapier eingepackt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Veränderungen sind aktuelle China-Böller einerseits deutlich sicherer geworden: Die Lunte brennt wesentlich zuverlässiger und gleichmäßiger ab. Ein deutlich hörbares Geräusch beim Abbrand erhöht die Sicherheit zusätzlich. Infolge der mittig platzierten Pulverkammer explodiert der Böller erst mit einer gewissen Verzögerung und nicht unmittelbar, nachdem die Lunte den Rand des Knallkörpers erreicht. Außerdem können bei der Explosion keine nachglimmenden Splitter entstehen. Die Fertigungskosten wurden durch Materialeinsparungen gesenkt und damit der Verkauf des China-Böllers als Massenware zu sehr niedrigen Preisen ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite haben die Veränderungen eine ganze Reihe Nachteile: Die dünnwandigen Papphülsen, die oftmals auch noch feucht sind, gewährleisten keine optimale Verdämmung mehr. Hinzu kommt, dass die Menge des Schwarzpulvers nur noch sehr gering ist. Das Ergebnis ist ein schwacher Knall, der insbesondere bei den großen Böllersorten wie dem D-Böller in keinem Verhältnis zur Größe des Knallers steht. Anstatt einer Totalzerlegung platzen die Böller oft nur noch an einer Stelle auf und hinterlassen infolge der überdimensionierten Menge roter Tonerde jede Menge Dreck. Die dünnen Papphülsen ergeben auch keinen Schnipselregen-Effekt mehr. Zudem ist der Geruch der abbrennenden grünen Lunte unangenehm. Die lieblos &amp;quot;gestalteten&amp;quot; Labels stehen symbolisch für den allgemein eingetretenen Qualitätsverfall. Seit etwa 2009 sind einige Importeure wieder bemüht, den Knalleffekt des China-Böllers zu verbessern ([[Diamond]], [[Panda]], [[Lesli]], [[Xplode]], [[Funke]]). Diese konnten sich bisher jedoch nicht am Markt durchsetzen. Gründe dafür sind der höhere Preis, die schlechte Verfügbarkeit im Einzelhandel, sowie nicht ausreichend informierte Verbraucher und Händler. Hier wirkt sich die Marktdominanz von [[Weco]] negativ aus, da sind keine Bemühungen zur Qualitätsverbesserung des China-Böllers erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Chinaböllers in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Böller.jpg|thumb|Historische Vorrichtung zum Wickeln von Böllern]]&lt;br /&gt;
=== bis 1985 ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden bereits zu Vorkriegszeiten gelegentlich chinesische Knallmatten eingeführt und als ''chinesischer Knallfrosch'' bezeichnet. Der Import in größerem Umfang begann jedoch erst in den 1960er Jahren in der BRD. Dabei kamen auch die einzeln zu zündenden Böller-Größen auf. Im Laufe der 1960er Jahre kamen die [[China-Böller D|D-Böller]] hinzu, und zu Beginn der 1980er Jahre die [[Super-Böller]]. Der Verkauf der Böller erfolgt wie damals für Feuerwerk üblich zu relativ hohen Preisen und nur in bestimmten Geschäften wie Schreibwaren- und Spielzeugläden, Drogerien und Kaufhäusern statt. Ein Päckchen D-Böller kostete oft mehr als 1,50 DM, so war es die Ausnahme, dass ganzen [[Schinken]] für Silvester gekauft wurden. [[China-Böller von Keller/FKW|Franz Keller]] war einer der ersten wichtigen Importeure in den 1960er Jahren. Anders als etwa in den USA, wo China-Böller aufgrund eines Handelsembargos gegen das kommunistische China nicht importiert werden durften (sondern aus Macau), kamen die China-Böller für Deutschland schon damals fast ausschließlich aus China. Allerdings nur in die BRD - in der DDR war China-Feuerwerk trotz der anfangs politisch-ideologischen Nähe nicht erhältlich. China-Böller dieser Epoche waren manchmal nicht in rotes Seidenpapier, sondern in Cellophan verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985-1998 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre traten einige gravierende Veränderungen ein, zunächst eine wirtschaftliche Umstrukturierung in China. Franz Keller war es wieder einmal, der als erster die Chancen der sich liberalisierenden chinesischen Märkte erkannte. Arbeits- und Vertriebsstandards wurden gelockert, Händler durften mit den Herstellern direkt in Verhandlung treten, und allgemein bildeten sich ansatzweise marktwirtschaftliche Verhältnisse heraus. Zur selben Zeit verbreiteten sich in der BRD Discounter-Märkte und Ramschläden. Keller brachte in dieser Zeit einen massenhaften Import und Verkauf von China-Böllern über die neuen Vertriebswege zustande, zu erheblich niedrigeren Preisen als bisher. Konkurrierende Marken zogen bald nach. So begann der Siegeszug der Chinaware über deutsche Produkte, die nun ungleich teuer erschienen. Im Laufe der 1990er Jahre verdrängte die Importware die deutschen Feuerwerksartikel weitgehend. Auch der Feuerwerksverkauf in den klassischen Läden ging immer weiter zurück, da diese sich nicht an die Dumping-Preise der Discounter anpassen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Privatdrogerie Silvesterverkauf 2014.JPG|thumb|Traditioneller Feuerwerksverkauf in einer Privatdrogerie bei Dresden, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
In dieser Zeit ließ die Qualität der China-Böller nach. Ursache und Wirkung sind hier schwer voneinander zu unterscheiden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zunehmend selbstständigen chinesischen Hersteller versuchten, immer mehr und immer billiger zu produzieren und dabei auf die Qualität der Produkte keine Rücksicht mehr nahmen. Oder sie wurden durch den steigenden Konkurrenzdruck und straffe Bedingungen der Importeure regelrecht zu dieser Entwicklung gezwungen. In einer ersten Stufe des Qualitätsverfalls verringerte sich bereits Mitte der 1980er Jahre die Wandstärke, Knallwirkung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung. Ab etwa 1990 schwankte die Qualität besonders ausgeprägt, teilweise waren ganze Chargen nicht funktionsfähiger Böller im Umlauf. Die Zuordnung von Labels, Herstellern und Importeuren wurde damals sehr unübersichtlich, die Häufung von Fehldrucken und ähnlichem macht eine Systematisierung kaum möglich. Allein von den Weco-Pyrocrackern sind aus der Zeit 1990-1994 mehr als 50 verschiedene Chargen bekannt. Auch die Verdämmung veränderte sich, häufig waren die Böller nun mit einer grauen Masse oder einem harten, mineralischen Dämmstoff verschlossen. Ab 1995 normalisierten sich die Verhältnisse wieder einigermaßen, wobei sich die Qualität auf einem noch akzeptablen Niveau, aber deutlich unterhalb der klassischen Chinaböller, einpegelte. Denn die Satzmenge hatte schon damals deutlich abgenommen, und die bisher durchgehende Schwarzpulverseele wurde mehr und mehr durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt. Derartige Chinaböller erkennt man daran, dass sie eine größere Verzögerung aufweisen, also nicht mehr unmittelbar nach Abbrand der äußerlich sichtbaren Lunte explodieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1999 ===&lt;br /&gt;
1998 ging man dazu über, die Böller hinten nicht mehr zuzukrempeln, sondern zu verleimen. Im selben Jahr wurde im damaligen SprengÄndG festgelegt, dass bei Knallkörpern keine brennenden oder glimmenden Splitter entstehen und maximal 120 db laut sein dürfen. Obwohl die bisherige Lautstärkebegrenzung mit 115 db sogar niedriger lag, zog das Gesetz gravierende Veränderungen nach sich, da die BAM bei dieser Gelegenheit sämtliche Zulassungen neu erteilte und dabei auch die Chinaböller genau überprüfte. In dem Zusammenhang wurden offenbar Änderungen in der Fertigung des Chinaböllers eingeleitet, die ein Zerschnipseln des Böllers mit glimmenden Resten, sowie ein Überschreiten der Lautstärkebegrenzung mit Sicherheit unterbinden sollten. Einer Patentschrift aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass Chinaböller seither Sollbruchstellen in Form kleiner Aussparungen besitzen. Diese sind im inneren Teil der Hülse angeordnet und daher äußerlich nicht erkennbar. Zumindest an Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] konnten diese Aussparungen nachgewiesen werden. Es ist anzunehmen, dass seit ca. 2000 die meisten China-Böller diese verdeckten Sollbruchstellen haben. Auch die Art der Zerlegung wird dadurch beeinflusst, der Böller zerplatzt seither in zwei Stücke oder sogar nur noch seitlich auf, anstatt zu zerschnipseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrtausendwende war ein Tiefpunkt erreicht. Der China-Böller war infolge von Konkurrenzkampf auf Kosten der Qualität, sowie Bestrebungen zur Lautstärkebegrenzung beinahe zu einer Fratze seinerselbst verkommen. Die Wandstärke minimierte sich ebenso wie der Schwarzpulvergehalt, auch die Größe der Böller verringerte sich. Die Knallwirkung war zutiefst enttäuschend, und auch der berühmt-berüchtigte D-Böller büßte seinen Ruf endgültig ein. Einige Jahre lang fielen noch die [[China-Böller C|C-Böller]] von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] und gelegentlich auch andere Kaliber der Marke positiv auf, ehe auch diese ab etwa 2005 das allgemein tiefe Niveau erreichten. Ebenso tief war allerdings auch der Verkaufspreis abgesunken: Ein Schinken D-Böller mit 20 Päckchen war inzwischen ab 3,50 € zu haben. Die Verbraucher wendeten sich allmählich von den inzwischen als &amp;quot;Dreckschleuder&amp;quot; verachteten China-Böllern ab, die Breite des China-Böller-Angebots ist seither tendenziell rückläufig. Dies hängt auch mit dem immer populärer werdenden [[Feuerwerksbatterie|Verbundfeuerwerk]] zusammen. Im Jahr 2009 überraschte [[Diamond]] mit D- und Superböllern, die wieder eine befriedigende Knallwirkung hatten. Doch auch die von [[Panda]] und [[Lesli]] importierten Chargen besserer China-Böller konnten bisher keine Trendwende bei den großen Marken Weco, Nico und Comet bewirken, die das Angebot im Einzelhandel dominieren. Im Jahr 2016 überraschte [[Funke]] mit Chinaböllern der Kaliber D- und Super-böller II, die nach traditioneller Art hergestellt wurden und auch in Knallwirkung und Zerlegung einem klassischen Chinaböller entsprechen. Sie werden daher oft als &amp;quot;Oldschool-&amp;quot; oder &amp;quot;Premium-Böller&amp;quot; bezeichnet. Derzeit sind die Funke-Chinaböller jedoch (noch) ein Nischenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:F.K. Boeller D von 1965.jpg|thumb|Einer der ältesten bekannten D-Böller, Import: F.K. Wattenscheid, 1965.]]&lt;br /&gt;
Aufrund der abnehmenden Qualität der Chinaböller ist unter Feuerwerksfreunden das Interesse an älteren China-Böllern stetig gewachsen. Immer wieder taucht dabei die Frage auf, woran man alte China-Böller erkennt und wie ihr Alter zu bestimmen ist. Details dazu sind auf den [[:kategorie:China-Böller#Marken_in_Deutschland|Seiten der einzelnen Marken]] zu finden. Im folgenden werden Informationen dargestellt, die alle China-Böller gleichermaßen betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== bis 1969 ===&lt;br /&gt;
Die China-Böller entsprechen gänzlich der [[:kategorie:China-Böller#Eigenschaften|klassischen Bauart]]. Markant ist die BAM-Nummer des alten Nummern-System, das dem Format ''BAM xxxx/II'' folgt. Außerdem ist die Formulierung ''Verboten ist die Abgabe an Personen unter 18 Jahre'' zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;''Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe, 23. Dezember 1969'', am 1. Januar 1970 in Kraft getreten&amp;lt;/ref&amp;gt; Importeur ist meistens - aber nicht immer - ''Franz Keller'' bzw. ''F.K. Wattenscheid''. Sind die Böller ''made in macau'', stammen sie mit Sicherheit aus dieser Epoche. Schon damals waren die meisten Böller aber ''made in china''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1970 - ca. 1984 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|F.K. D-Böller aus Anfang der 1980er Jahre]]&lt;br /&gt;
Die Böller entsprechen noch der klassischen Bauart, haben aber bereits die neueren BAM-Nummern nach dem Format ''BAM PII-xxxx''. Es ist die Formulierung zu finden ''Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten''. Ab 1977 war der Hersteller immer aufgedruckt &amp;lt;ref&amp;gt;''Dritte Verordnung zur Änderung der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Sprengstoffgesetzes, 28. Juni 1976, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt; (kann aber auch früher schon aufgedruck gewesen sein). Haben die Böller sehr lange Lunten (halbe Böllerlänge oder mehr) oder nicht gedrehte Lunten (''Schlaufenböller''), sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von 1984 oder älter. Die Knallwirkung und Zerlegung ist fast immer sehr gut. Böller mit roter Banderole kommen mit Ausnahme der F.K./FKW-Böller (ab ca.1979) nicht vor, die meisten sind weiß mit grüner Schrift. Es gibt aber auch bunt gemusterte oder mit Bildern bedruckte Böller in dieser Zeit. Teilweise sind die Päckchen nicht wie üblich in rotes Seidenpapier, sondern in Klarsichtfolie verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1985 - 1993 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco D-Boeller 1991.jpg|thumb|Weco D-Böller von 1991]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Verdaemmungstypen Uebersicht.jpg|thumb|Verdämmungs-Typen]]&lt;br /&gt;
Die Wandstärke der Böller ist nicht mehr so sehr kräftig, die Böller nicht immer steinhart. Das hintere Ende kann im Zeitraum ca. 1990-1995 mit ein harten, mineralischen Masse verschlossen sein. Päckchen der Marke Moog-Nico (ab ca. 1988) und FKW (ab 1991) können bereits einen Strichcode (Barcode) haben, ansonsten gibt es Strichcodes in dieser Zeit noch nicht. Ab 1991 war grüne Schrift in Klasse II nicht mehr vorgeschrieben &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Änderung sprengstoffrechtlicher Vorschriften, 19. November 1990, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt;, viele Marken behielten die Schriftscharbe aber noch länger bei. Bis 1989 kommt die [[Chinese Green Visco]] nur bei Superböllern von FKW und Thunder D-Böllern von Feistel vor. Ab 1990 findet man sie zunehmend auch bei kleineren Böllergrößen. Die Knallwirkung kann noch gut, aber auch schlecht sein. die Böller zerschnipseln bei der Explosion noch recht gut, jedoch nicht mehr in so kleine Einzelfetzchen wie es ursprünglich der Fall war. Die meisten Böller sind in dieser Zeit weiß mit grüner Schrift. Eine Ausnahme macht hier wieder FKW, sowie einige wenige Chargen von Weco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 1997 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1995.jpg|thumb|Feistel Super-Böller I von 1995]]&lt;br /&gt;
China-Böller ab 1994 sind zuverlässig an einer Telefonnummer zu erkennen, die seither auf jedem Päckchen aufgedruckt sein muss &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Novellierung der Gefahrstoffverordnung, zur Aufhebung der Gefährlichkeitsmerkmaleverordnung und zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, 26. Oktober 1993, Artikel 2'', in Kraft getreten am 1.November 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;. Den Strichcode findet man nun auch auf allen Feistel- und Moog-Böllerpäckchen. Die Knallwirkung kann gut oder auch schlecht sein, meistens zerschnipseln die Böller aber noch ganz gut. Die klassische [[Chinese Fuse]] taucht bis 1995 noch gelegentlich auf und wird zuletzt noch von Keller verwendet (bis 1997). Böller von Weco und Keller sind seit 1995 grundsätzlich rot mit schwarzer Schrift. Die bisher durchgehende Schwarzpulverseele ist in dieser Zeit meistens bereits durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt worden, der Anteil an Dämmstoff an den Enden des Böller hält sich jedoch noch in Grenzen. Die Intensität des Schnipselregens beim Explodieren ist nicht mehr so groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1998 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1998.jpg|thumb|Ein Feistel Super-Böller I von 1998, noch mit guter Wandstärke]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Weco Super-Böller I von 2008, labbrige Verarbeitung]]&lt;br /&gt;
Seit 1998 sind China-Böller am hinteren Ende nicht mehr gekrempelt oder gestopft, sondern verleimt. In den ersten Jahren war diese Leimschicht noch relativ dick und daher deutlich erkennbar. Als Dämmmaterial kommt seither grundsätzlich rote Tonerde zur Anwendung. Die Wandstärke und Menge an Schwarzpulver war anfangs noch reichlich und verringerte sich immer weiter, bis die Böller ab ca. 2005 das Erscheinungsbild labbriger Papprollen aufwiesen. Seit ca. 2007-2009 sind die Böller auch vorn nicht mehr gekrempelt, sondern nur noch mit roter Masse gestopft/verklebt. Markant ist auch die geräuschvoll abbrennende Visco, mit der China-Böller seither versehen sind. Schon ab 1998 sind alle Böller mit der Chinese Green Visco ausgestattet. Lady- und Paket-Cracker machen eine Ausnahme, sie haben weiterhin die Chinese Fuse, werden aber zentral über eine grüne Lunte gezündet. Die kleinen Knallmatten verschwanden allerdings in den Jahren nach der Jahrtausendwende aus dem Angebot. Seit 1999 verwendet Weco stets einen Strichcode auf den Päckchen. Bei Nico hält dieser erst 2002 Einzug, Comet-Böllern fehlt der Strichcode sogar bis heute. Eine weitere Besonderheit der Comet-Böller ist die nach wie vor weiße Banderole mit grüner oder schwarzer Schrift. Bis 2002 gab es weiße Banderolen auch noch bei Nico. Seit 2009 sind China-Böller an der BAM-Nummer nach dem Format ''BAM-F2-xxxx'' zu erkennen und auf den Päckchen ist die [[Nettoexplosivstoffmasse|NEM]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - The Art &amp;amp; History''. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2000.&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - An Eye-Popping Collection Of Chinese Firework Art. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerk-forum.de/index.php&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerkskiste.de/content.php&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinfeuerwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Super-B%C3%B6ller_II&amp;diff=7968</id>
		<title>Super-Böller II</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Super-B%C3%B6ller_II&amp;diff=7968"/>
				<updated>2017-01-03T11:08:07Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Super Boeller II von Tiger Head Brand YL GR.jpg|thumb|Ein Super-Böller II von [[Tiger-Head Brand]], gehandelt von [[China-Böller von Yuen Loong Hong|YL]], in Deutschland vertrieben über [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]]]]&lt;br /&gt;
Der '''Super-Böller II''' ist ein großer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''510'''. Er ist 150 mm lang und 25 mm dick. Auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längenangabe in Zoll ('''6&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 4 Stück. 1 Karton Super-Böller I enthält 20 Einzelpäckchen, also 80 Knaller. Immer öfter sind jedoch auch halbe Schinken mit 40 Knallern im Umlauf. Von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] werden sie als ''Super-Böller B'' bezeichnet. Bei ihrem Erscheinen Anfang der 1980er Jahre hatten sie einen stolzen Preis von etwa 2,50 bis 3,00 DM pro Päckchen. Importiert wurden sie zunächst nur von Keller und [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]]. Von [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico|Moog &amp;amp; Feistel]] gab es grundsätzlich keine Super-Böller II. Die Satzmenge betrug mehr als 6 Gramm (Die Begrenzung auf 6 g kam erst 1998), in der Knallwirkung waren die Super-Böller II ihren kleineren Brüdern jedoch eher selten noch überlegen. Mit dem Preisverfall ab Ende der 1980er fanden sie große Verbreitung, infolgedessen verringerte sich jedoch auch die Satzmenge immer weiter. Nach der Jahrtausendwende wurden Super-Böller-Schinken für teilweise weniger als 5 € verramscht, hatten qualitativ einen Tiefpunkt erreicht, mit nur noch einem Bruchteil der früheren Satzmenge und knallten oft kaum noch lauter als ein [[Pyro-Cracker]]. Infolge der großen Menge roter Tonerde, die den Körper des Böllers anstatt des Schwarzpulvers nun auffüllte, handelten sie sich einen schlechten Ruf als Dreckschleudern ein. Im Jahr 2016 überraschte der Importeur [[Funke]] mit Super-Böller II nach alter Bauweise, die wieder einen sehr kräftigen Knall aufwiesen und insgesamt das alte Flair dank Schnipselregen und grauer Lunte nahezu vollständig zurückbrachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Super-B%C3%B6ller&amp;diff=7967</id>
		<title>Super-Böller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Super-B%C3%B6ller&amp;diff=7967"/>
				<updated>2017-01-03T11:06:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Super-Böller I von [[China-Böller von Weco|Weco]], eine &amp;quot;Tonschleuder&amp;quot; aus dem Jahr 2008.]]&lt;br /&gt;
Der '''Super-Böller I''' ist ein großer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''500'''. Er ist 125 mm lang und 25 mm dick. Auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längenangabe in Zoll ('''5&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 4 Stück. 1 Karton Super-Böller I enthält 20 Einzelpäckchen, also 80 Knaller. Immer öfter sind jedoch auch halbe Schinken mit 40 Knallern im Umlauf. Von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] werden sie als ''Super-Böller A'' bezeichnet. Bei ihrem Erscheinen Anfang der 1980er Jahre hatten sie einen stolzen Preis von etwa 1,50 bis 2,50 DM pro Päckchen. Importiert wurde er zunächst nur von Keller und [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]]. Der Knall fiel nicht selten noch etwas heftiger aus, als es schon beim [[China-Böller D]] der Fall war, die Satzenmenge betrug oft mehr als 6 Gramm (die Begrenzung auf 6 g kam erst 1998). Mit dem Preisverfall ab Ende der 1980er fanden sie große Verbreitung, infolgedessen verringerte sich jedoch auch die Satzmenge immer weiter. Nach der Jahrtausendwende wurden Super-Böller-Schinken für teilweise weniger als 5 € verramscht, hatten qualitativ einen Tiefpunkt erreicht, mit nur noch einem Bruchteil der früheren Satzmenge und knallten oft kaum noch lauter als ein [[Pyro-Cracker]]. Infolge der großen Menge roter Tonerde, die den Körper des Böllers anstatt des Schwarzpulvers nun auffüllte, handelten sie sich einen schlechten Ruf als Dreckschleudern ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Nico&amp;diff=7966</id>
		<title>Nico</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Nico&amp;diff=7966"/>
				<updated>2017-01-02T23:03:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Früher einer der größten europäischen Feuerwerksanbieter. Mit ca. 1.000 Beschäftigten allein in Deutschland hat die ''Nico Pyrotechnik'' Hanns-Jürgen Diederichs GmbH &amp;amp; Co. KG Trittau [[Pyrotechnischer Gegenstand|pyrotechnische Erzeugnisse]] aller Art hergestellt und vertrieben. Das Produktionsprogramm umfasste von [[Klasse I]]-[[Fontänen]] über [[technisches Feuerwerk|technische Artikel]] wie Seenotzeichen und Düngenebel bis zur Wehrtechnik die gesamte Breite moderner [[Pyrotechnik]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Unternehmen wurde 1949 von Hans [[Moog]], Hanns-Jürgen Diederichs und Heinrich [[Nicolaus]] in der gepachteten &amp;quot;Kunstfeuerwerkerei Gustav Burmester&amp;quot; in Trittau gegründet. Hans Moog aus Wuppertal war als &amp;quot;Reichs-Cheffeuerwerker&amp;quot; (u.a. Olympiade Berlin 1936) der Künstler, sein Prokurist Diederichs war der Kaufmann und Heinrich Nicolaus brachte die Rezepte aus seiner Fabrik in Meiningen/ Thüringen mit. 1970 wurde die Rheinmetall GmbH Mehrheitsgesellschafter. Ende der 1990er Jahre war die Nico weltweit mit vielen Firmen verquickt oder war Eigentümer. Zu dieser Zeit gehörte u.a. die Firmen [[Silberhütte]], Oskar [[Lünig]], Dr. [[Zaphiroff]] in Deutschland, [[Liebenwein-Schult]] in Österreich, [[Pyroprecision]] in Kanada, [[Hamargreens]] in Schweden sowie [[Konic]] in Südkorea zu Nico.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des neuen Jahrtausends zerfiel die Nico mit dem Rückzug des Hauptgesellschafters Rheinmetall. Von früheren Mitarbeitern und Geschäftspartnern werden unter dem Namen ''NICO'' weiterhin Feuerwerkskörper vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den China-Böllern von Nico geht es [[China-Böller von Nico|Hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[http://www.nico-feuerwerk.de/html/starthtml.html Homepage von Nico]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Firmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=WECO&amp;diff=7965</id>
		<title>WECO</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=WECO&amp;diff=7965"/>
				<updated>2017-01-02T23:02:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die seit 1948 bestehende deutsche Firma '''WECO''' handelt mit [[Kleinfeuerwerk|Klein-]] und [[Großfeuerwerk]], sowie mit [[Technisches Feuerwerk|Technischem Feuerwerk]]. Außerdem schießt WECO Großfeuerwerke. Zu den China-Böllern von Weco geht es [[China-Böller von Weco|Hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Siehe auch===&lt;br /&gt;
*[http://www.weco-pyro.de Homepage von WECO]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Firmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7964</id>
		<title>Kategorie:China-Böller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7964"/>
				<updated>2017-01-02T22:56:58Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* Hersteller (historisch) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''China-Böller''' sind zylindrische [[:kategorie:Kleinfeuerwerk#Knallkörper|Knallkörper]] nach chinesischer Bauart. Der folgende Artikel beschreibt die nach Deutschland importierten Knaller. Die internationale Geschichte des China-Böllers ist auf [[Firecracker|Firecrackers]] zu finden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Chinaboeller.jpg|thumb|Explodierender China-Böller mit [[Schwarzpulver]]-Füllung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller (historisch) ==&lt;br /&gt;
Im kommunistischen China bezeichneten die Hersteller keine Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne, sondern eher Zusammenschlüsse ausgewählter Fabriken, die für den Export produzierten und dazu einen bestimmten Markennamen bzw. Brand erhielten. Die in Deutschland verkauften China-Böller stammten von folgenden Zusammenschlüssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Red latern clean2.jpg|130px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Red Lantern|--&amp;gt; Red Lantern]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Flowerbasket clean.jpg|95px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Flower Basket|--&amp;gt; Flower Basket]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Tigerhead clean.jpg|105px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Tiger-Head Brand|--&amp;gt; Tiger-Head Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Horse Brand clean.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Horse Brand|--&amp;gt; Horse Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Link Triad Brand.jpg|103px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Link Triad|--&amp;gt; Link Triad]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist die gesamte chinesische Feuerwerksindustrie umstrukturiert worden, die Brands existieren im damaligen Sinne nicht mehr. Auch werden die heutigen Hersteller nicht mehr deutlich und mit einprägsamen Symbolen auf den Böllerpäckchen oder Böllern dargestellt. Die gegenwärtige Situation exportierender Hersteller ist recht unübersichtlich und nicht ausreichend bekannt, um hier aufgeführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Importeure von China-Böllern ==&lt;br /&gt;
China-Böller wurden und werden von verschiedenen Firmen nach Deutschland importiert, wobei es sich oftmals um Zwischenhändler handelt, die mit den in Deutschland bekannten Feuerwerks-Marken nicht identisch sind. Mitunter ist die Herkunftsbestimmung eines China-Böllers daher recht unübersichtlich. Ältere, von [[Nico]] vertriebene China-Böller weisen beispielsweise laut Päckchenaufschrift den Importeur [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] auf. Was nicht auf dem Päckchen steht: Georg Richter kaufte die Böller von einem in Hong Kong ansässigen Zwischenhändler namens [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Yuen Loong Hong (YL)]], der die Böller wiederum etwa vom Hersteller [[Tiger-Head Brand]] bezog, was letztendlich auch nur eine grobe Angabe darüber ist, in welcher Region Chinas die Böller hergestellt worden sind. Nur manchmal lässt sich die Handelskette anhand der Aufschriften auf den Päckchen tatsächlich nachvollziehen. Am einfachsten ist die bei China-Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]], diese wurden stets direkt vom Hersteller [[Red Lantern]] importiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== gegenwärtige Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Weco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Keller/FKW]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Comet/Jeco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyro Art]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Diamond]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Panda]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Lesli]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Xplode]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Funke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== historische Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Georg Richter]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Yuen Loong Hong]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von J+J Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von LKF]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyrotechnik Hamburg/EVP]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyromaxx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größen ==&lt;br /&gt;
* [[Lady-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Paket-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Pyro-Cracker|440 (Pyro-Cracker)]] &lt;br /&gt;
* [[Shinsing-Cracker|450 (Shising-Cracker)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller A|460 (China-Böller A)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller B|480 (China-Böller B)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller C|470 (China-Böller C)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller D|490 (China-Böller D)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|500 (Super-Böller I)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller II|510 (Super-Böller II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Der klassische China-Böller === &lt;br /&gt;
Bei einem China-Böller handelt es sich um an beiden Enden gestopfte oder zugekrempelte Hülsen aus aufgerolltem Papier, in deren inneres sich eine langgezogene [[Schwarzpulver]]-Seele befindet. Die Zündung erfolgt mittels [[Chinese Fuse]]. Die Verpackung einzelner Böller ist entsprechend einer chinesischen Tradition aus rotem Seidenpapier. Ein Gebinde mit einer bestimmten Anzahl Knallerpäckchen wird umgangssprachlich als [[Schinken]] bezeichnet, da auch hierfür das rote Seidenpapier verwendet wurde. Auf Einzelpäckchen und Schinken sind jeweils Labels mit stilvollen, beinahe kunstvollen Motiven aufgeklebt. [[Knallkörperkette|Knallmatten]] bestehen aus vielen zusammengebundenen Böllern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprünglichen chinesischen Tradition entsprechend, wird bei China-Böllern für Deutschland nur herkömmliches Schwarzpulver ohne Metallzusätze oder ähnliches verwendet. Eine optimale Verdämmung der Hülse ist hierbei besonders wichtig und ermöglicht bei entsprechender Menge Schwarzpulver einen kräftigen Knall, der nicht digital, sondern eher weich und andauernd ist. Das zu einer dicken Hülse aufgerollte Papier wird dabei in viele kleine Teile zerlegt, weshalb es zu einem imposanten Schnipselregen-Effekt kommt, der für Freunde klassischer China-Böller ein fester Bestandteil des gewünschten Effektbildes ist. In Kombination mit dem markanten Geruch des in der Chinese Fuse abbrennenden Schwarzpulvers ergibt sich beim Zünden des China-Böllers ein unverwechselbares Erlebnis. Auch die Knallmatten ergeben - wenn klassisch an einem Baun aufgehängt - einen imposanten Schnipselregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;YouTube&amp;gt;xWK7PQGXS1Q&amp;lt;/YouTube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle China-Böller ===&lt;br /&gt;
Gegenwärtig in China hergestellte Böller weichen von der ursprünglichen Tradition erheblich ab. Anstatt einer durchgehenden Pulverseele hat der Böller eine mittig platzierte Pulverkammer mit vergleichsweise wenig Schwarzpulver darin. Den Hauptteil der Füllung macht rote Tonerde als Dämmmaterial aus. Die Enden der Böller sind nicht mehr zugekrempelt, sondern verleimt oder mit festem Dämmstoff versiegelt. Die Papphülse ist vergleichweise dünnwandig, Länge und Dicke insbesondere der D- und Supberböller sind verringert. Anstatt der [[Chinese Fuse]] wird der Böller durch eine [[Chinese Green Visco]] gezündet. Die Labels sind nicht mehr stilvoll gestaltet. Für die Gebinde kommen nur noch Pappkartons zur Verwendung, einzelne Päckchen sind jedoch nach wie vor in das traditionelle rote Seidenpapier eingepackt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Veränderungen sind aktuelle China-Böller einerseits deutlich sicherer geworden: Die Lunte brennt wesentlich zuverlässiger und gleichmäßiger ab. Ein deutlich hörbares Geräusch beim Abbrand erhöht die Sicherheit zusätzlich. Infolge der mittig platzierten Pulverkammer explodiert der Böller erst mit einer gewissen Verzögerung und nicht unmittelbar, nachdem die Lunte den Rand des Knallkörpers erreicht. Außerdem können bei der Explosion keine nachglimmenden Splitter entstehen. Die Fertigungskosten wurden durch Materialeinsparungen gesenkt und damit der Verkauf des China-Böllers als Massenware zu sehr niedrigen Preisen ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite haben die Veränderungen eine ganze Reihe Nachteile: Die dünnwandigen Papphülsen, die oftmals auch noch feucht sind, gewährleisten keine optimale Verdämmung mehr. Hinzu kommt, dass die Menge des Schwarzpulvers nur noch sehr gering ist. Das Ergebnis ist ein schwacher Knall, der insbesondere bei den großen Böllersorten wie dem D-Böller in keinem Verhältnis zur Größe des Knallers steht. Anstatt einer Totalzerlegung platzen die Böller oft nur noch an einer Stelle auf und hinterlassen infolge der überdimensionierten Menge roter Tonerde jede Menge Dreck. Die dünnen Papphülsen ergeben auch keinen Schnipselregen-Effekt mehr. Zudem ist der Geruch der abbrennenden grünen Lunte unangenehm. Die lieblos &amp;quot;gestalteten&amp;quot; Labels stehen symbolisch für den allgemein eingetretenen Qualitätsverfall. Seit etwa 2009 sind einige Importeure wieder bemüht, den Knalleffekt des China-Böllers zu verbessern ([[Diamond]], [[Panda]], [[Lesli]], [[Xplode]], [[Funke]]). Diese konnten sich bisher jedoch nicht am Markt durchsetzen. Gründe dafür sind der höhere Preis, die schlechte Verfügbarkeit im Einzelhandel, sowie nicht ausreichend informierte Verbraucher und Händler. Hier wirkt sich die Marktdominanz von [[Weco]] negativ aus, da sind keine Bemühungen zur Qualitätsverbesserung des China-Böllers erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Chinaböllers in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Böller.jpg|thumb|Historische Vorrichtung zum Wickeln von Böllern]]&lt;br /&gt;
=== bis 1985 ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden bereits zu Vorkriegszeiten gelegentlich chinesische Knallmatten eingeführt und als ''chinesischer Knallfrosch'' bezeichnet. Der Import in größerem Umfang begann jedoch erst in den 1960er Jahren in der BRD. Dabei kamen auch die einzeln zu zündenden Böller-Größen auf. Im Laufe der 1960er Jahre kamen die [[China-Böller D|D-Böller]] hinzu, und zu Beginn der 1980er Jahre die [[Super-Böller]]. Der Verkauf der Böller erfolgt wie damals für Feuerwerk üblich zu relativ hohen Preisen und nur in bestimmten Geschäften wie Schreibwaren- und Spielzeugläden, Drogerien und Kaufhäusern statt. Ein Päckchen D-Böller kostete oft mehr als 1,50 DM, so war es die Ausnahme, dass ganzen [[Schinken]] für Silvester gekauft wurden. [[China-Böller von Keller/FKW|Franz Keller]] war einer der ersten wichtigen Importeure in den 1960er Jahren. Anders als etwa in den USA, wo China-Böller aufgrund eines Handelsembargos gegen das kommunistische China nicht importiert werden durften (sondern aus Macau), kamen die China-Böller für Deutschland schon damals fast ausschließlich aus China. Allerdings nur in die BRD - in der DDR war China-Feuerwerk trotz der anfangs politisch-ideologischen Nähe nicht erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985-1998 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre traten einige gravierende Veränderungen ein, zunächst eine wirtschaftliche Umstrukturierung in China. Franz Keller war es wieder einmal, der als erster die Chancen der sich liberalisierenden chinesischen Märkte erkannte. Arbeits- und Vertriebsstandards wurden gelockert, Händler durften mit den Herstellern direkt in Verhandlung treten, und allgemein bildeten sich ansatzweise marktwirtschaftliche Verhältnisse heraus. Zur selben Zeit verbreiteten sich in der BRD Discounter-Märkte und Ramschläden. Keller brachte in dieser Zeit einen massenhaften Import und Verkauf von China-Böllern über die neuen Vertriebswege zustande, zu erheblich niedrigeren Preisen als bisher. Konkurrierende Marken zogen bald nach. So begann der Siegeszug der Chinaware über deutsche Produkte, die nun ungleich teuer erschienen. Im Laufe der 1990er Jahre verdrängte die Importware die deutschen Feuerwerksartikel weitgehend. Auch der Feuerwerksverkauf in den klassischen Läden ging immer weiter zurück, da diese sich nicht an die Dumping-Preise der Discounter anpassen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Privatdrogerie Silvesterverkauf 2014.JPG|thumb|Traditioneller Feuerwerksverkauf in einer Privatdrogerie bei Dresden, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
In dieser Zeit ließ die Qualität der China-Böller nach. Ursache und Wirkung sind hier schwer voneinander zu unterscheiden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zunehmend selbstständigen chinesischen Hersteller versuchten, immer mehr und immer billiger zu produzieren und dabei auf die Qualität der Produkte keine Rücksicht mehr nahmen. Oder sie wurden durch den steigenden Konkurrenzdruck und straffe Bedingungen der Importeure regelrecht zu dieser Entwicklung gezwungen. In einer ersten Stufe des Qualitätsverfalls verringerte sich bereits Mitte der 1980er Jahre die Wandstärke, Knallwirkung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung. Ab etwa 1990 schwankte die Qualität besonders ausgeprägt, teilweise waren ganze Chargen nicht funktionsfähiger Böller im Umlauf. Die Zuordnung von Labels, Herstellern und Importeuren wurde damals sehr unübersichtlich, die Häufung von Fehldrucken und ähnlichem macht eine Systematisierung kaum möglich. Allein von den Weco-Pyrocrackern sind aus der Zeit 1990-1994 mehr als 50 verschiedene Chargen bekannt. Auch die Verdämmung veränderte sich, häufig waren die Böller nun mit einer grauen Masse oder einem harten, mineralischen Dämmstoff verschlossen. Ab 1995 normalisierten sich die Verhältnisse wieder einigermaßen, wobei sich die Qualität auf einem noch akzeptablen Niveau, aber deutlich unterhalb der klassischen Chinaböller, einpegelte. Denn die Satzmenge hatte schon damals deutlich abgenommen, und die bisher durchgehende Schwarzpulverseele wurde mehr und mehr durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt. Derartige Chinaböller erkennt man daran, dass sie eine größere Verzögerung aufweisen, also nicht mehr unmittelbar nach Abbrand der äußerlich sichtbaren Lunte explodieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1999 ===&lt;br /&gt;
1998 ging man dazu über, die Böller hinten nicht mehr zuzukrempeln, sondern zu verleimen. Im selben Jahr wurde im damaligen SprengÄndG festgelegt, dass bei Knallkörpern keine brennenden oder glimmenden Splitter entstehen und maximal 120 db laut sein dürfen. Obwohl die bisherige Lautstärkebegrenzung mit 115 db sogar niedriger lag, zog das Gesetz gravierende Veränderungen nach sich, da die BAM bei dieser Gelegenheit sämtliche Zulassungen neu erteilte und dabei auch die Chinaböller genau überprüfte. In dem Zusammenhang wurden offenbar Änderungen in der Fertigung des Chinaböllers eingeleitet, die ein Zerschnipseln des Böllers mit glimmenden Resten, sowie ein Überschreiten der Lautstärkebegrenzung mit Sicherheit unterbinden sollten. Einer Patentschrift aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass Chinaböller seither Sollbruchstellen in Form kleiner Aussparungen besitzen. Diese sind im inneren Teil der Hülse angeordnet und daher äußerlich nicht erkennbar. Zumindest an Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] konnten diese Aussparungen nachgewiesen werden. Es ist anzunehmen, dass seit ca. 2000 die meisten China-Böller diese verdeckten Sollbruchstellen haben. Auch die Art der Zerlegung wird dadurch beeinflusst, der Böller zerplatzt seither in zwei Stücke oder sogar nur noch seitlich auf, anstatt zu zerschnipseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrtausendwende war ein Tiefpunkt erreicht. Der China-Böller war infolge von Konkurrenzkampf auf Kosten der Qualität, sowie Bestrebungen zur Lautstärkebegrenzung beinahe zu einer Fratze seinerselbst verkommen. Die Wandstärke minimierte sich ebenso wie der Schwarzpulvergehalt, auch die Größe der Böller verringerte sich. Die Knallwirkung war zutiefst enttäuschend, und auch der berühmt-berüchtigte D-Böller büßte seinen Ruf endgültig ein. Einige Jahre lang fielen noch die [[China-Böller C|C-Böller]] von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] und gelegentlich auch andere Kaliber der Marke positiv auf, ehe auch diese ab etwa 2005 das allgemein tiefe Niveau erreichten. Ebenso tief war allerdings auch der Verkaufspreis abgesunken: Ein Schinken D-Böller mit 20 Päckchen war inzwischen ab 3,50 € zu haben. Die Verbraucher wendeten sich allmählich von den inzwischen als &amp;quot;Dreckschleuder&amp;quot; verachteten China-Böllern ab, die Breite des China-Böller-Angebots ist seither tendenziell rückläufig. Dies hängt auch mit dem immer populärer werdenden [[Feuerwerksbatterie|Verbundfeuerwerk]] zusammen. Im Jahr 2009 überraschte [[Diamond]] mit D- und Superböllern, die wieder eine befriedigende Knallwirkung hatten. Doch auch die von [[Panda]] und [[Lesli]] importierten Chargen besserer China-Böller konnten bisher keine Trendwende bei den großen Marken Weco, Nico und Comet bewirken, die das Angebot im Einzelhandel dominieren. Im Jahr 2016 überraschte [[Funke]] mit Chinaböllern der Kaliber D- und Super-böller II, die nach traditioneller Art hergestellt wurden und auch in Knallwirkung und Zerlegung einem klassischen Chinaböller entsprechen. Sie werden daher oft als &amp;quot;Oldschool-&amp;quot; oder &amp;quot;Premium-Böller&amp;quot; bezeichnet. Derzeit sind die Funke-Chinaböller jedoch (noch) ein Nischenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:F.K. Boeller D von 1965.jpg|thumb|Einer der ältesten bekannten D-Böller, Import: F.K. Wattenscheid, 1965.]]&lt;br /&gt;
Aufrund der abnehmenden Qualität der Chinaböller ist unter Feuerwerksfreunden das Interesse an älteren China-Böllern stetig gewachsen. Immer wieder taucht dabei die Frage auf, woran man alte China-Böller erkennt und wie ihr Alter zu bestimmen ist. Details dazu sind auf den [[:kategorie:China-Böller#Marken_in_Deutschland|Seiten der einzelnen Marken]] zu finden. Im folgenden werden Informationen dargestellt, die alle China-Böller gleichermaßen betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== bis 1969 ===&lt;br /&gt;
Die China-Böller entsprechen gänzlich der [[:kategorie:China-Böller#Eigenschaften|klassischen Bauart]]. Markant ist die BAM-Nummer des alten Nummern-System, das dem Format ''BAM xxxx/II'' folgt. Außerdem ist die Formulierung ''Verboten ist die Abgabe an Personen unter 18 Jahre'' zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;''Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe, 23. Dezember 1969'', am 1. Januar 1970 in Kraft getreten&amp;lt;/ref&amp;gt; Importeur ist meistens - aber nicht immer - ''Franz Keller'' bzw. ''F.K. Wattenscheid''. Sind die Böller ''made in macau'', stammen sie mit Sicherheit aus dieser Epoche. Schon damals waren die meisten Böller aber ''made in china''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1970 - ca. 1984 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|F.K. D-Böller aus Anfang der 1980er Jahre]]&lt;br /&gt;
Die Böller entsprechen noch der klassischen Bauart, haben aber bereits die neueren BAM-Nummern nach dem Format ''BAM PII-xxxx''. Es ist die Formulierung zu finden ''Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten''. Ab 1977 war der Hersteller immer aufgedruckt &amp;lt;ref&amp;gt;''Dritte Verordnung zur Änderung der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Sprengstoffgesetzes, 28. Juni 1976, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt; (kann aber auch früher schon aufgedruck gewesen sein). Haben die Böller sehr lange Lunten (halbe Böllerlänge oder mehr) oder nicht gedrehte Lunten (''Schlaufenböller''), sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von 1984 oder älter. Die Knallwirkung und Zerlegung ist fast immer sehr gut. Böller mit roter Banderole kommen mit Ausnahme der F.K./FKW-Böller (ab ca.1979) nicht vor, die meisten sind weiß mit grüner Schrift. Es gibt aber auch bunt gemusterte oder mit Bildern bedruckte Böller in dieser Zeit. Teilweise sind die Päckchen nicht wie üblich in rotes Seidenpapier, sondern in Klarsichtfolie verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1985 - 1993 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco D-Boeller 1991.jpg|thumb|Weco D-Böller von 1991]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Verdaemmungstypen Uebersicht.jpg|thumb|Verdämmungs-Typen]]&lt;br /&gt;
Die Wandstärke der Böller ist nicht mehr so sehr kräftig, die Böller nicht immer steinhart. Das hintere Ende kann im Zeitraum ca. 1990-1995 mit ein harten, mineralischen Masse verschlossen sein. Päckchen der Marke Moog-Nico (ab ca. 1988) und FKW (ab 1991) können bereits einen Strichcode (Barcode) haben, ansonsten gibt es Strichcodes in dieser Zeit noch nicht. Ab 1991 war grüne Schrift in Klasse II nicht mehr vorgeschrieben &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Änderung sprengstoffrechtlicher Vorschriften, 19. November 1990, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt;, viele Marken behielten die Schriftscharbe aber noch länger bei. Bis 1989 kommt die [[Chinese Green Visco]] nur bei Superböllern von FKW und Thunder D-Böllern von Feistel vor. Ab 1990 findet man sie zunehmend auch bei kleineren Böllergrößen. Die Knallwirkung kann noch gut, aber auch schlecht sein. die Böller zerschnipseln bei der Explosion noch recht gut, jedoch nicht mehr in so kleine Einzelfetzchen wie es ursprünglich der Fall war. Die meisten Böller sind in dieser Zeit weiß mit grüner Schrift. Eine Ausnahme macht hier wieder FKW, sowie einige wenige Chargen von Weco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 1997 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1995.jpg|thumb|Feistel Super-Böller I von 1995]]&lt;br /&gt;
China-Böller ab 1994 sind zuverlässig an einer Telefonnummer zu erkennen, die seither auf jedem Päckchen aufgedruckt sein muss &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Novellierung der Gefahrstoffverordnung, zur Aufhebung der Gefährlichkeitsmerkmaleverordnung und zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, 26. Oktober 1993, Artikel 2'', in Kraft getreten am 1.November 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;. Den Strichcode findet man nun auch auf allen Feistel- und Moog-Böllerpäckchen. Die Knallwirkung kann gut oder auch schlecht sein, meistens zerschnipseln die Böller aber noch ganz gut. Die klassische [[Chinese Fuse]] taucht bis 1995 noch gelegentlich auf und wird zuletzt noch von Keller verwendet (bis 1997). Böller von Weco und Keller sind seit 1995 grundsätzlich rot mit schwarzer Schrift. Die bisher durchgehende Schwarzpulverseele ist in dieser Zeit meistens bereits durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt worden, der Anteil an Dämmstoff an den Enden des Böller hält sich jedoch noch in Grenzen. Die Intensität des Schnipselregens beim Explodieren ist nicht mehr so groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1998 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1998.jpg|thumb|Ein Feistel Super-Böller I von 1998, noch mit guter Wandstärke]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Weco Super-Böller I von 2008, labbrige Verarbeitung]]&lt;br /&gt;
Seit 1998 sind China-Böller am hinteren Ende nicht mehr gekrempelt oder gestopft, sondern verleimt. In den ersten Jahren war diese Leimschicht noch relativ dick und daher deutlich erkennbar. Als Dämmmaterial kommt seither grundsätzlich rote Tonerde zur Anwendung. Die Wandstärke und Menge an Schwarzpulver war anfangs noch reichlich und verringerte sich immer weiter, bis die Böller ab ca. 2005 das Erscheinungsbild labbriger Papprollen aufwiesen. Seit ca. 2007-2009 sind die Böller auch vorn nicht mehr gekrempelt, sondern nur noch mit roter Masse gestopft/verklebt. Markant ist auch die geräuschvoll abbrennende Visco, mit der China-Böller seither versehen sind. Schon ab 1998 sind alle Böller mit der Chinese Green Visco ausgestattet. Lady- und Paket-Cracker machen eine Ausnahme, sie haben weiterhin die Chinese Fuse, werden aber zentral über eine grüne Lunte gezündet. Die kleinen Knallmatten verschwanden allerdings in den Jahren nach der Jahrtausendwende aus dem Angebot. Seit 1999 verwendet Weco stets einen Strichcode auf den Päckchen. Bei Nico hält dieser erst 2002 Einzug, Comet-Böllern fehlt der Strichcode sogar bis heute. Eine weitere Besonderheit der Comet-Böller ist die nach wie vor weiße Banderole mit grüner oder schwarzer Schrift. Bis 2002 gab es weiße Banderolen auch noch bei Nico. Seit 2009 sind China-Böller an der BAM-Nummer nach dem Format ''BAM-F2-xxxx'' zu erkennen und auf den Päckchen ist die [[Nettoexplosivstoffmasse|NEM]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - The Art &amp;amp; History''. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2000.&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - An Eye-Popping Collection Of Chinese Firework Art. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerk-forum.de/index.php&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerkskiste.de/content.php&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinfeuerwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7963</id>
		<title>Kategorie:China-Böller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7963"/>
				<updated>2017-01-02T22:55:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* Hersteller (historisch) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''China-Böller''' sind zylindrische [[:kategorie:Kleinfeuerwerk#Knallkörper|Knallkörper]] nach chinesischer Bauart. Der folgende Artikel beschreibt die nach Deutschland importierten Knaller. Die internationale Geschichte des China-Böllers ist auf [[Firecracker|Firecrackers]] zu finden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Chinaboeller.jpg|thumb|Explodierender China-Böller mit [[Schwarzpulver]]-Füllung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller (historisch) ==&lt;br /&gt;
Im kommunistischen China bezeichneten die Hersteller keine Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne, sondern eher Zusammenschlüsse ausgewählter Fabriken, die für den Export produzierten und dazu einen bestimmten Markennamen bzw. Brand erhielten. Die in Deutschland verkauften China-Böller stammten von folgenden Zusammenschlüssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Red latern clean2.jpg|130px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Red Lantern|--&amp;gt; Red Lantern]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Flowerbasket clean.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Flower Basket|--&amp;gt; Flower Basket]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Tigerhead clean.jpg|100px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Tiger-Head Brand|--&amp;gt; Tiger-Head Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Horse Brand clean.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Horse Brand|--&amp;gt; Horse Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Link Triad Brand.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Link Triad|--&amp;gt; Link Triad]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist die gesamte chinesische Feuerwerksindustrie umstrukturiert worden, die Brands existieren im damaligen Sinne nicht mehr. Auch werden die heutigen Hersteller nicht mehr deutlich und mit einprägsamen Symbolen auf den Böllerpäckchen oder Böllern dargestellt. Die gegenwärtige Situation exportierender Hersteller ist recht unübersichtlich und nicht ausreichend bekannt, um hier aufgeführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Importeure von China-Böllern ==&lt;br /&gt;
China-Böller wurden und werden von verschiedenen Firmen nach Deutschland importiert, wobei es sich oftmals um Zwischenhändler handelt, die mit den in Deutschland bekannten Feuerwerks-Marken nicht identisch sind. Mitunter ist die Herkunftsbestimmung eines China-Böllers daher recht unübersichtlich. Ältere, von [[Nico]] vertriebene China-Böller weisen beispielsweise laut Päckchenaufschrift den Importeur [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] auf. Was nicht auf dem Päckchen steht: Georg Richter kaufte die Böller von einem in Hong Kong ansässigen Zwischenhändler namens [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Yuen Loong Hong (YL)]], der die Böller wiederum etwa vom Hersteller [[Tiger-Head Brand]] bezog, was letztendlich auch nur eine grobe Angabe darüber ist, in welcher Region Chinas die Böller hergestellt worden sind. Nur manchmal lässt sich die Handelskette anhand der Aufschriften auf den Päckchen tatsächlich nachvollziehen. Am einfachsten ist die bei China-Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]], diese wurden stets direkt vom Hersteller [[Red Lantern]] importiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== gegenwärtige Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Weco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Keller/FKW]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Comet/Jeco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyro Art]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Diamond]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Panda]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Lesli]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Xplode]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Funke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== historische Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Georg Richter]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Yuen Loong Hong]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von J+J Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von LKF]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyrotechnik Hamburg/EVP]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyromaxx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größen ==&lt;br /&gt;
* [[Lady-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Paket-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Pyro-Cracker|440 (Pyro-Cracker)]] &lt;br /&gt;
* [[Shinsing-Cracker|450 (Shising-Cracker)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller A|460 (China-Böller A)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller B|480 (China-Böller B)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller C|470 (China-Böller C)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller D|490 (China-Böller D)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|500 (Super-Böller I)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller II|510 (Super-Böller II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Der klassische China-Böller === &lt;br /&gt;
Bei einem China-Böller handelt es sich um an beiden Enden gestopfte oder zugekrempelte Hülsen aus aufgerolltem Papier, in deren inneres sich eine langgezogene [[Schwarzpulver]]-Seele befindet. Die Zündung erfolgt mittels [[Chinese Fuse]]. Die Verpackung einzelner Böller ist entsprechend einer chinesischen Tradition aus rotem Seidenpapier. Ein Gebinde mit einer bestimmten Anzahl Knallerpäckchen wird umgangssprachlich als [[Schinken]] bezeichnet, da auch hierfür das rote Seidenpapier verwendet wurde. Auf Einzelpäckchen und Schinken sind jeweils Labels mit stilvollen, beinahe kunstvollen Motiven aufgeklebt. [[Knallkörperkette|Knallmatten]] bestehen aus vielen zusammengebundenen Böllern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprünglichen chinesischen Tradition entsprechend, wird bei China-Böllern für Deutschland nur herkömmliches Schwarzpulver ohne Metallzusätze oder ähnliches verwendet. Eine optimale Verdämmung der Hülse ist hierbei besonders wichtig und ermöglicht bei entsprechender Menge Schwarzpulver einen kräftigen Knall, der nicht digital, sondern eher weich und andauernd ist. Das zu einer dicken Hülse aufgerollte Papier wird dabei in viele kleine Teile zerlegt, weshalb es zu einem imposanten Schnipselregen-Effekt kommt, der für Freunde klassischer China-Böller ein fester Bestandteil des gewünschten Effektbildes ist. In Kombination mit dem markanten Geruch des in der Chinese Fuse abbrennenden Schwarzpulvers ergibt sich beim Zünden des China-Böllers ein unverwechselbares Erlebnis. Auch die Knallmatten ergeben - wenn klassisch an einem Baun aufgehängt - einen imposanten Schnipselregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;YouTube&amp;gt;xWK7PQGXS1Q&amp;lt;/YouTube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle China-Böller ===&lt;br /&gt;
Gegenwärtig in China hergestellte Böller weichen von der ursprünglichen Tradition erheblich ab. Anstatt einer durchgehenden Pulverseele hat der Böller eine mittig platzierte Pulverkammer mit vergleichsweise wenig Schwarzpulver darin. Den Hauptteil der Füllung macht rote Tonerde als Dämmmaterial aus. Die Enden der Böller sind nicht mehr zugekrempelt, sondern verleimt oder mit festem Dämmstoff versiegelt. Die Papphülse ist vergleichweise dünnwandig, Länge und Dicke insbesondere der D- und Supberböller sind verringert. Anstatt der [[Chinese Fuse]] wird der Böller durch eine [[Chinese Green Visco]] gezündet. Die Labels sind nicht mehr stilvoll gestaltet. Für die Gebinde kommen nur noch Pappkartons zur Verwendung, einzelne Päckchen sind jedoch nach wie vor in das traditionelle rote Seidenpapier eingepackt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Veränderungen sind aktuelle China-Böller einerseits deutlich sicherer geworden: Die Lunte brennt wesentlich zuverlässiger und gleichmäßiger ab. Ein deutlich hörbares Geräusch beim Abbrand erhöht die Sicherheit zusätzlich. Infolge der mittig platzierten Pulverkammer explodiert der Böller erst mit einer gewissen Verzögerung und nicht unmittelbar, nachdem die Lunte den Rand des Knallkörpers erreicht. Außerdem können bei der Explosion keine nachglimmenden Splitter entstehen. Die Fertigungskosten wurden durch Materialeinsparungen gesenkt und damit der Verkauf des China-Böllers als Massenware zu sehr niedrigen Preisen ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite haben die Veränderungen eine ganze Reihe Nachteile: Die dünnwandigen Papphülsen, die oftmals auch noch feucht sind, gewährleisten keine optimale Verdämmung mehr. Hinzu kommt, dass die Menge des Schwarzpulvers nur noch sehr gering ist. Das Ergebnis ist ein schwacher Knall, der insbesondere bei den großen Böllersorten wie dem D-Böller in keinem Verhältnis zur Größe des Knallers steht. Anstatt einer Totalzerlegung platzen die Böller oft nur noch an einer Stelle auf und hinterlassen infolge der überdimensionierten Menge roter Tonerde jede Menge Dreck. Die dünnen Papphülsen ergeben auch keinen Schnipselregen-Effekt mehr. Zudem ist der Geruch der abbrennenden grünen Lunte unangenehm. Die lieblos &amp;quot;gestalteten&amp;quot; Labels stehen symbolisch für den allgemein eingetretenen Qualitätsverfall. Seit etwa 2009 sind einige Importeure wieder bemüht, den Knalleffekt des China-Böllers zu verbessern ([[Diamond]], [[Panda]], [[Lesli]], [[Xplode]], [[Funke]]). Diese konnten sich bisher jedoch nicht am Markt durchsetzen. Gründe dafür sind der höhere Preis, die schlechte Verfügbarkeit im Einzelhandel, sowie nicht ausreichend informierte Verbraucher und Händler. Hier wirkt sich die Marktdominanz von [[Weco]] negativ aus, da sind keine Bemühungen zur Qualitätsverbesserung des China-Böllers erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Chinaböllers in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Böller.jpg|thumb|Historische Vorrichtung zum Wickeln von Böllern]]&lt;br /&gt;
=== bis 1985 ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden bereits zu Vorkriegszeiten gelegentlich chinesische Knallmatten eingeführt und als ''chinesischer Knallfrosch'' bezeichnet. Der Import in größerem Umfang begann jedoch erst in den 1960er Jahren in der BRD. Dabei kamen auch die einzeln zu zündenden Böller-Größen auf. Im Laufe der 1960er Jahre kamen die [[China-Böller D|D-Böller]] hinzu, und zu Beginn der 1980er Jahre die [[Super-Böller]]. Der Verkauf der Böller erfolgt wie damals für Feuerwerk üblich zu relativ hohen Preisen und nur in bestimmten Geschäften wie Schreibwaren- und Spielzeugläden, Drogerien und Kaufhäusern statt. Ein Päckchen D-Böller kostete oft mehr als 1,50 DM, so war es die Ausnahme, dass ganzen [[Schinken]] für Silvester gekauft wurden. [[China-Böller von Keller/FKW|Franz Keller]] war einer der ersten wichtigen Importeure in den 1960er Jahren. Anders als etwa in den USA, wo China-Böller aufgrund eines Handelsembargos gegen das kommunistische China nicht importiert werden durften (sondern aus Macau), kamen die China-Böller für Deutschland schon damals fast ausschließlich aus China. Allerdings nur in die BRD - in der DDR war China-Feuerwerk trotz der anfangs politisch-ideologischen Nähe nicht erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985-1998 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre traten einige gravierende Veränderungen ein, zunächst eine wirtschaftliche Umstrukturierung in China. Franz Keller war es wieder einmal, der als erster die Chancen der sich liberalisierenden chinesischen Märkte erkannte. Arbeits- und Vertriebsstandards wurden gelockert, Händler durften mit den Herstellern direkt in Verhandlung treten, und allgemein bildeten sich ansatzweise marktwirtschaftliche Verhältnisse heraus. Zur selben Zeit verbreiteten sich in der BRD Discounter-Märkte und Ramschläden. Keller brachte in dieser Zeit einen massenhaften Import und Verkauf von China-Böllern über die neuen Vertriebswege zustande, zu erheblich niedrigeren Preisen als bisher. Konkurrierende Marken zogen bald nach. So begann der Siegeszug der Chinaware über deutsche Produkte, die nun ungleich teuer erschienen. Im Laufe der 1990er Jahre verdrängte die Importware die deutschen Feuerwerksartikel weitgehend. Auch der Feuerwerksverkauf in den klassischen Läden ging immer weiter zurück, da diese sich nicht an die Dumping-Preise der Discounter anpassen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Privatdrogerie Silvesterverkauf 2014.JPG|thumb|Traditioneller Feuerwerksverkauf in einer Privatdrogerie bei Dresden, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
In dieser Zeit ließ die Qualität der China-Böller nach. Ursache und Wirkung sind hier schwer voneinander zu unterscheiden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zunehmend selbstständigen chinesischen Hersteller versuchten, immer mehr und immer billiger zu produzieren und dabei auf die Qualität der Produkte keine Rücksicht mehr nahmen. Oder sie wurden durch den steigenden Konkurrenzdruck und straffe Bedingungen der Importeure regelrecht zu dieser Entwicklung gezwungen. In einer ersten Stufe des Qualitätsverfalls verringerte sich bereits Mitte der 1980er Jahre die Wandstärke, Knallwirkung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung. Ab etwa 1990 schwankte die Qualität besonders ausgeprägt, teilweise waren ganze Chargen nicht funktionsfähiger Böller im Umlauf. Die Zuordnung von Labels, Herstellern und Importeuren wurde damals sehr unübersichtlich, die Häufung von Fehldrucken und ähnlichem macht eine Systematisierung kaum möglich. Allein von den Weco-Pyrocrackern sind aus der Zeit 1990-1994 mehr als 50 verschiedene Chargen bekannt. Auch die Verdämmung veränderte sich, häufig waren die Böller nun mit einer grauen Masse oder einem harten, mineralischen Dämmstoff verschlossen. Ab 1995 normalisierten sich die Verhältnisse wieder einigermaßen, wobei sich die Qualität auf einem noch akzeptablen Niveau, aber deutlich unterhalb der klassischen Chinaböller, einpegelte. Denn die Satzmenge hatte schon damals deutlich abgenommen, und die bisher durchgehende Schwarzpulverseele wurde mehr und mehr durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt. Derartige Chinaböller erkennt man daran, dass sie eine größere Verzögerung aufweisen, also nicht mehr unmittelbar nach Abbrand der äußerlich sichtbaren Lunte explodieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1999 ===&lt;br /&gt;
1998 ging man dazu über, die Böller hinten nicht mehr zuzukrempeln, sondern zu verleimen. Im selben Jahr wurde im damaligen SprengÄndG festgelegt, dass bei Knallkörpern keine brennenden oder glimmenden Splitter entstehen und maximal 120 db laut sein dürfen. Obwohl die bisherige Lautstärkebegrenzung mit 115 db sogar niedriger lag, zog das Gesetz gravierende Veränderungen nach sich, da die BAM bei dieser Gelegenheit sämtliche Zulassungen neu erteilte und dabei auch die Chinaböller genau überprüfte. In dem Zusammenhang wurden offenbar Änderungen in der Fertigung des Chinaböllers eingeleitet, die ein Zerschnipseln des Böllers mit glimmenden Resten, sowie ein Überschreiten der Lautstärkebegrenzung mit Sicherheit unterbinden sollten. Einer Patentschrift aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass Chinaböller seither Sollbruchstellen in Form kleiner Aussparungen besitzen. Diese sind im inneren Teil der Hülse angeordnet und daher äußerlich nicht erkennbar. Zumindest an Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] konnten diese Aussparungen nachgewiesen werden. Es ist anzunehmen, dass seit ca. 2000 die meisten China-Böller diese verdeckten Sollbruchstellen haben. Auch die Art der Zerlegung wird dadurch beeinflusst, der Böller zerplatzt seither in zwei Stücke oder sogar nur noch seitlich auf, anstatt zu zerschnipseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrtausendwende war ein Tiefpunkt erreicht. Der China-Böller war infolge von Konkurrenzkampf auf Kosten der Qualität, sowie Bestrebungen zur Lautstärkebegrenzung beinahe zu einer Fratze seinerselbst verkommen. Die Wandstärke minimierte sich ebenso wie der Schwarzpulvergehalt, auch die Größe der Böller verringerte sich. Die Knallwirkung war zutiefst enttäuschend, und auch der berühmt-berüchtigte D-Böller büßte seinen Ruf endgültig ein. Einige Jahre lang fielen noch die [[China-Böller C|C-Böller]] von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] und gelegentlich auch andere Kaliber der Marke positiv auf, ehe auch diese ab etwa 2005 das allgemein tiefe Niveau erreichten. Ebenso tief war allerdings auch der Verkaufspreis abgesunken: Ein Schinken D-Böller mit 20 Päckchen war inzwischen ab 3,50 € zu haben. Die Verbraucher wendeten sich allmählich von den inzwischen als &amp;quot;Dreckschleuder&amp;quot; verachteten China-Böllern ab, die Breite des China-Böller-Angebots ist seither tendenziell rückläufig. Dies hängt auch mit dem immer populärer werdenden [[Feuerwerksbatterie|Verbundfeuerwerk]] zusammen. Im Jahr 2009 überraschte [[Diamond]] mit D- und Superböllern, die wieder eine befriedigende Knallwirkung hatten. Doch auch die von [[Panda]] und [[Lesli]] importierten Chargen besserer China-Böller konnten bisher keine Trendwende bei den großen Marken Weco, Nico und Comet bewirken, die das Angebot im Einzelhandel dominieren. Im Jahr 2016 überraschte [[Funke]] mit Chinaböllern der Kaliber D- und Super-böller II, die nach traditioneller Art hergestellt wurden und auch in Knallwirkung und Zerlegung einem klassischen Chinaböller entsprechen. Sie werden daher oft als &amp;quot;Oldschool-&amp;quot; oder &amp;quot;Premium-Böller&amp;quot; bezeichnet. Derzeit sind die Funke-Chinaböller jedoch (noch) ein Nischenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:F.K. Boeller D von 1965.jpg|thumb|Einer der ältesten bekannten D-Böller, Import: F.K. Wattenscheid, 1965.]]&lt;br /&gt;
Aufrund der abnehmenden Qualität der Chinaböller ist unter Feuerwerksfreunden das Interesse an älteren China-Böllern stetig gewachsen. Immer wieder taucht dabei die Frage auf, woran man alte China-Böller erkennt und wie ihr Alter zu bestimmen ist. Details dazu sind auf den [[:kategorie:China-Böller#Marken_in_Deutschland|Seiten der einzelnen Marken]] zu finden. Im folgenden werden Informationen dargestellt, die alle China-Böller gleichermaßen betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== bis 1969 ===&lt;br /&gt;
Die China-Böller entsprechen gänzlich der [[:kategorie:China-Böller#Eigenschaften|klassischen Bauart]]. Markant ist die BAM-Nummer des alten Nummern-System, das dem Format ''BAM xxxx/II'' folgt. Außerdem ist die Formulierung ''Verboten ist die Abgabe an Personen unter 18 Jahre'' zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;''Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe, 23. Dezember 1969'', am 1. Januar 1970 in Kraft getreten&amp;lt;/ref&amp;gt; Importeur ist meistens - aber nicht immer - ''Franz Keller'' bzw. ''F.K. Wattenscheid''. Sind die Böller ''made in macau'', stammen sie mit Sicherheit aus dieser Epoche. Schon damals waren die meisten Böller aber ''made in china''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1970 - ca. 1984 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|F.K. D-Böller aus Anfang der 1980er Jahre]]&lt;br /&gt;
Die Böller entsprechen noch der klassischen Bauart, haben aber bereits die neueren BAM-Nummern nach dem Format ''BAM PII-xxxx''. Es ist die Formulierung zu finden ''Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten''. Ab 1977 war der Hersteller immer aufgedruckt &amp;lt;ref&amp;gt;''Dritte Verordnung zur Änderung der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Sprengstoffgesetzes, 28. Juni 1976, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt; (kann aber auch früher schon aufgedruck gewesen sein). Haben die Böller sehr lange Lunten (halbe Böllerlänge oder mehr) oder nicht gedrehte Lunten (''Schlaufenböller''), sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von 1984 oder älter. Die Knallwirkung und Zerlegung ist fast immer sehr gut. Böller mit roter Banderole kommen mit Ausnahme der F.K./FKW-Böller (ab ca.1979) nicht vor, die meisten sind weiß mit grüner Schrift. Es gibt aber auch bunt gemusterte oder mit Bildern bedruckte Böller in dieser Zeit. Teilweise sind die Päckchen nicht wie üblich in rotes Seidenpapier, sondern in Klarsichtfolie verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1985 - 1993 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco D-Boeller 1991.jpg|thumb|Weco D-Böller von 1991]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Verdaemmungstypen Uebersicht.jpg|thumb|Verdämmungs-Typen]]&lt;br /&gt;
Die Wandstärke der Böller ist nicht mehr so sehr kräftig, die Böller nicht immer steinhart. Das hintere Ende kann im Zeitraum ca. 1990-1995 mit ein harten, mineralischen Masse verschlossen sein. Päckchen der Marke Moog-Nico (ab ca. 1988) und FKW (ab 1991) können bereits einen Strichcode (Barcode) haben, ansonsten gibt es Strichcodes in dieser Zeit noch nicht. Ab 1991 war grüne Schrift in Klasse II nicht mehr vorgeschrieben &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Änderung sprengstoffrechtlicher Vorschriften, 19. November 1990, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt;, viele Marken behielten die Schriftscharbe aber noch länger bei. Bis 1989 kommt die [[Chinese Green Visco]] nur bei Superböllern von FKW und Thunder D-Böllern von Feistel vor. Ab 1990 findet man sie zunehmend auch bei kleineren Böllergrößen. Die Knallwirkung kann noch gut, aber auch schlecht sein. die Böller zerschnipseln bei der Explosion noch recht gut, jedoch nicht mehr in so kleine Einzelfetzchen wie es ursprünglich der Fall war. Die meisten Böller sind in dieser Zeit weiß mit grüner Schrift. Eine Ausnahme macht hier wieder FKW, sowie einige wenige Chargen von Weco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 1997 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1995.jpg|thumb|Feistel Super-Böller I von 1995]]&lt;br /&gt;
China-Böller ab 1994 sind zuverlässig an einer Telefonnummer zu erkennen, die seither auf jedem Päckchen aufgedruckt sein muss &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Novellierung der Gefahrstoffverordnung, zur Aufhebung der Gefährlichkeitsmerkmaleverordnung und zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, 26. Oktober 1993, Artikel 2'', in Kraft getreten am 1.November 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;. Den Strichcode findet man nun auch auf allen Feistel- und Moog-Böllerpäckchen. Die Knallwirkung kann gut oder auch schlecht sein, meistens zerschnipseln die Böller aber noch ganz gut. Die klassische [[Chinese Fuse]] taucht bis 1995 noch gelegentlich auf und wird zuletzt noch von Keller verwendet (bis 1997). Böller von Weco und Keller sind seit 1995 grundsätzlich rot mit schwarzer Schrift. Die bisher durchgehende Schwarzpulverseele ist in dieser Zeit meistens bereits durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt worden, der Anteil an Dämmstoff an den Enden des Böller hält sich jedoch noch in Grenzen. Die Intensität des Schnipselregens beim Explodieren ist nicht mehr so groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1998 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1998.jpg|thumb|Ein Feistel Super-Böller I von 1998, noch mit guter Wandstärke]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Weco Super-Böller I von 2008, labbrige Verarbeitung]]&lt;br /&gt;
Seit 1998 sind China-Böller am hinteren Ende nicht mehr gekrempelt oder gestopft, sondern verleimt. In den ersten Jahren war diese Leimschicht noch relativ dick und daher deutlich erkennbar. Als Dämmmaterial kommt seither grundsätzlich rote Tonerde zur Anwendung. Die Wandstärke und Menge an Schwarzpulver war anfangs noch reichlich und verringerte sich immer weiter, bis die Böller ab ca. 2005 das Erscheinungsbild labbriger Papprollen aufwiesen. Seit ca. 2007-2009 sind die Böller auch vorn nicht mehr gekrempelt, sondern nur noch mit roter Masse gestopft/verklebt. Markant ist auch die geräuschvoll abbrennende Visco, mit der China-Böller seither versehen sind. Schon ab 1998 sind alle Böller mit der Chinese Green Visco ausgestattet. Lady- und Paket-Cracker machen eine Ausnahme, sie haben weiterhin die Chinese Fuse, werden aber zentral über eine grüne Lunte gezündet. Die kleinen Knallmatten verschwanden allerdings in den Jahren nach der Jahrtausendwende aus dem Angebot. Seit 1999 verwendet Weco stets einen Strichcode auf den Päckchen. Bei Nico hält dieser erst 2002 Einzug, Comet-Böllern fehlt der Strichcode sogar bis heute. Eine weitere Besonderheit der Comet-Böller ist die nach wie vor weiße Banderole mit grüner oder schwarzer Schrift. Bis 2002 gab es weiße Banderolen auch noch bei Nico. Seit 2009 sind China-Böller an der BAM-Nummer nach dem Format ''BAM-F2-xxxx'' zu erkennen und auf den Päckchen ist die [[Nettoexplosivstoffmasse|NEM]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - The Art &amp;amp; History''. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2000.&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - An Eye-Popping Collection Of Chinese Firework Art. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerk-forum.de/index.php&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerkskiste.de/content.php&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinfeuerwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7962</id>
		<title>Kategorie:China-Böller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7962"/>
				<updated>2017-01-02T22:54:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* Hersteller (historisch) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''China-Böller''' sind zylindrische [[:kategorie:Kleinfeuerwerk#Knallkörper|Knallkörper]] nach chinesischer Bauart. Der folgende Artikel beschreibt die nach Deutschland importierten Knaller. Die internationale Geschichte des China-Böllers ist auf [[Firecracker|Firecrackers]] zu finden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Chinaboeller.jpg|thumb|Explodierender China-Böller mit [[Schwarzpulver]]-Füllung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller (historisch) ==&lt;br /&gt;
Im kommunistischen China bezeichneten die Hersteller keine Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne, sondern eher Zusammenschlüsse ausgewählter Fabriken, die für den Export produzierten und dazu einen bestimmten Markennamen bzw. Brand erhielten. Die in Deutschland verkauften China-Böller stammten von folgenden Zusammenschlüssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Red latern clean2.jpg|130px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Red Lantern|--&amp;gt; Red Lantern]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Flowerbasket clean.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Flower Basket|--&amp;gt; Flower Basket]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Tigerhead clean.jpg|100px|center]]'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Tiger-Head Brand|--&amp;gt; Tiger-Head Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Horse Brand clean.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Horse Brand|--&amp;gt; Horse Brand]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Link Triad Brand.jpg|100px|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Link Triad|--&amp;gt; Link Triad]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &lt;br /&gt;
* [[Flower Basket]]&lt;br /&gt;
* [[Tiger-Head Brand]]&lt;br /&gt;
* [[Horse Brand]]&lt;br /&gt;
* [[Link Triad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist die gesamte chinesische Feuerwerksindustrie umstrukturiert worden, die Brands existieren im damaligen Sinne nicht mehr. Auch werden die heutigen Hersteller nicht mehr deutlich und mit einprägsamen Symbolen auf den Böllerpäckchen oder Böllern dargestellt. Die gegenwärtige Situation exportierender Hersteller ist recht unübersichtlich und nicht ausreichend bekannt, um hier aufgeführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Importeure von China-Böllern ==&lt;br /&gt;
China-Böller wurden und werden von verschiedenen Firmen nach Deutschland importiert, wobei es sich oftmals um Zwischenhändler handelt, die mit den in Deutschland bekannten Feuerwerks-Marken nicht identisch sind. Mitunter ist die Herkunftsbestimmung eines China-Böllers daher recht unübersichtlich. Ältere, von [[Nico]] vertriebene China-Böller weisen beispielsweise laut Päckchenaufschrift den Importeur [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] auf. Was nicht auf dem Päckchen steht: Georg Richter kaufte die Böller von einem in Hong Kong ansässigen Zwischenhändler namens [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Yuen Loong Hong (YL)]], der die Böller wiederum etwa vom Hersteller [[Tiger-Head Brand]] bezog, was letztendlich auch nur eine grobe Angabe darüber ist, in welcher Region Chinas die Böller hergestellt worden sind. Nur manchmal lässt sich die Handelskette anhand der Aufschriften auf den Päckchen tatsächlich nachvollziehen. Am einfachsten ist die bei China-Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]], diese wurden stets direkt vom Hersteller [[Red Lantern]] importiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== gegenwärtige Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Weco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Keller/FKW]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Comet/Jeco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyro Art]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Diamond]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Panda]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Lesli]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Xplode]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Funke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== historische Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Georg Richter]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Yuen Loong Hong]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von J+J Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von LKF]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyrotechnik Hamburg/EVP]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyromaxx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größen ==&lt;br /&gt;
* [[Lady-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Paket-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Pyro-Cracker|440 (Pyro-Cracker)]] &lt;br /&gt;
* [[Shinsing-Cracker|450 (Shising-Cracker)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller A|460 (China-Böller A)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller B|480 (China-Böller B)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller C|470 (China-Böller C)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller D|490 (China-Böller D)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|500 (Super-Böller I)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller II|510 (Super-Böller II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Der klassische China-Böller === &lt;br /&gt;
Bei einem China-Böller handelt es sich um an beiden Enden gestopfte oder zugekrempelte Hülsen aus aufgerolltem Papier, in deren inneres sich eine langgezogene [[Schwarzpulver]]-Seele befindet. Die Zündung erfolgt mittels [[Chinese Fuse]]. Die Verpackung einzelner Böller ist entsprechend einer chinesischen Tradition aus rotem Seidenpapier. Ein Gebinde mit einer bestimmten Anzahl Knallerpäckchen wird umgangssprachlich als [[Schinken]] bezeichnet, da auch hierfür das rote Seidenpapier verwendet wurde. Auf Einzelpäckchen und Schinken sind jeweils Labels mit stilvollen, beinahe kunstvollen Motiven aufgeklebt. [[Knallkörperkette|Knallmatten]] bestehen aus vielen zusammengebundenen Böllern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprünglichen chinesischen Tradition entsprechend, wird bei China-Böllern für Deutschland nur herkömmliches Schwarzpulver ohne Metallzusätze oder ähnliches verwendet. Eine optimale Verdämmung der Hülse ist hierbei besonders wichtig und ermöglicht bei entsprechender Menge Schwarzpulver einen kräftigen Knall, der nicht digital, sondern eher weich und andauernd ist. Das zu einer dicken Hülse aufgerollte Papier wird dabei in viele kleine Teile zerlegt, weshalb es zu einem imposanten Schnipselregen-Effekt kommt, der für Freunde klassischer China-Böller ein fester Bestandteil des gewünschten Effektbildes ist. In Kombination mit dem markanten Geruch des in der Chinese Fuse abbrennenden Schwarzpulvers ergibt sich beim Zünden des China-Böllers ein unverwechselbares Erlebnis. Auch die Knallmatten ergeben - wenn klassisch an einem Baun aufgehängt - einen imposanten Schnipselregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;YouTube&amp;gt;xWK7PQGXS1Q&amp;lt;/YouTube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle China-Böller ===&lt;br /&gt;
Gegenwärtig in China hergestellte Böller weichen von der ursprünglichen Tradition erheblich ab. Anstatt einer durchgehenden Pulverseele hat der Böller eine mittig platzierte Pulverkammer mit vergleichsweise wenig Schwarzpulver darin. Den Hauptteil der Füllung macht rote Tonerde als Dämmmaterial aus. Die Enden der Böller sind nicht mehr zugekrempelt, sondern verleimt oder mit festem Dämmstoff versiegelt. Die Papphülse ist vergleichweise dünnwandig, Länge und Dicke insbesondere der D- und Supberböller sind verringert. Anstatt der [[Chinese Fuse]] wird der Böller durch eine [[Chinese Green Visco]] gezündet. Die Labels sind nicht mehr stilvoll gestaltet. Für die Gebinde kommen nur noch Pappkartons zur Verwendung, einzelne Päckchen sind jedoch nach wie vor in das traditionelle rote Seidenpapier eingepackt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Veränderungen sind aktuelle China-Böller einerseits deutlich sicherer geworden: Die Lunte brennt wesentlich zuverlässiger und gleichmäßiger ab. Ein deutlich hörbares Geräusch beim Abbrand erhöht die Sicherheit zusätzlich. Infolge der mittig platzierten Pulverkammer explodiert der Böller erst mit einer gewissen Verzögerung und nicht unmittelbar, nachdem die Lunte den Rand des Knallkörpers erreicht. Außerdem können bei der Explosion keine nachglimmenden Splitter entstehen. Die Fertigungskosten wurden durch Materialeinsparungen gesenkt und damit der Verkauf des China-Böllers als Massenware zu sehr niedrigen Preisen ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite haben die Veränderungen eine ganze Reihe Nachteile: Die dünnwandigen Papphülsen, die oftmals auch noch feucht sind, gewährleisten keine optimale Verdämmung mehr. Hinzu kommt, dass die Menge des Schwarzpulvers nur noch sehr gering ist. Das Ergebnis ist ein schwacher Knall, der insbesondere bei den großen Böllersorten wie dem D-Böller in keinem Verhältnis zur Größe des Knallers steht. Anstatt einer Totalzerlegung platzen die Böller oft nur noch an einer Stelle auf und hinterlassen infolge der überdimensionierten Menge roter Tonerde jede Menge Dreck. Die dünnen Papphülsen ergeben auch keinen Schnipselregen-Effekt mehr. Zudem ist der Geruch der abbrennenden grünen Lunte unangenehm. Die lieblos &amp;quot;gestalteten&amp;quot; Labels stehen symbolisch für den allgemein eingetretenen Qualitätsverfall. Seit etwa 2009 sind einige Importeure wieder bemüht, den Knalleffekt des China-Böllers zu verbessern ([[Diamond]], [[Panda]], [[Lesli]], [[Xplode]], [[Funke]]). Diese konnten sich bisher jedoch nicht am Markt durchsetzen. Gründe dafür sind der höhere Preis, die schlechte Verfügbarkeit im Einzelhandel, sowie nicht ausreichend informierte Verbraucher und Händler. Hier wirkt sich die Marktdominanz von [[Weco]] negativ aus, da sind keine Bemühungen zur Qualitätsverbesserung des China-Böllers erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Chinaböllers in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Böller.jpg|thumb|Historische Vorrichtung zum Wickeln von Böllern]]&lt;br /&gt;
=== bis 1985 ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden bereits zu Vorkriegszeiten gelegentlich chinesische Knallmatten eingeführt und als ''chinesischer Knallfrosch'' bezeichnet. Der Import in größerem Umfang begann jedoch erst in den 1960er Jahren in der BRD. Dabei kamen auch die einzeln zu zündenden Böller-Größen auf. Im Laufe der 1960er Jahre kamen die [[China-Böller D|D-Böller]] hinzu, und zu Beginn der 1980er Jahre die [[Super-Böller]]. Der Verkauf der Böller erfolgt wie damals für Feuerwerk üblich zu relativ hohen Preisen und nur in bestimmten Geschäften wie Schreibwaren- und Spielzeugläden, Drogerien und Kaufhäusern statt. Ein Päckchen D-Böller kostete oft mehr als 1,50 DM, so war es die Ausnahme, dass ganzen [[Schinken]] für Silvester gekauft wurden. [[China-Böller von Keller/FKW|Franz Keller]] war einer der ersten wichtigen Importeure in den 1960er Jahren. Anders als etwa in den USA, wo China-Böller aufgrund eines Handelsembargos gegen das kommunistische China nicht importiert werden durften (sondern aus Macau), kamen die China-Böller für Deutschland schon damals fast ausschließlich aus China. Allerdings nur in die BRD - in der DDR war China-Feuerwerk trotz der anfangs politisch-ideologischen Nähe nicht erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985-1998 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre traten einige gravierende Veränderungen ein, zunächst eine wirtschaftliche Umstrukturierung in China. Franz Keller war es wieder einmal, der als erster die Chancen der sich liberalisierenden chinesischen Märkte erkannte. Arbeits- und Vertriebsstandards wurden gelockert, Händler durften mit den Herstellern direkt in Verhandlung treten, und allgemein bildeten sich ansatzweise marktwirtschaftliche Verhältnisse heraus. Zur selben Zeit verbreiteten sich in der BRD Discounter-Märkte und Ramschläden. Keller brachte in dieser Zeit einen massenhaften Import und Verkauf von China-Böllern über die neuen Vertriebswege zustande, zu erheblich niedrigeren Preisen als bisher. Konkurrierende Marken zogen bald nach. So begann der Siegeszug der Chinaware über deutsche Produkte, die nun ungleich teuer erschienen. Im Laufe der 1990er Jahre verdrängte die Importware die deutschen Feuerwerksartikel weitgehend. Auch der Feuerwerksverkauf in den klassischen Läden ging immer weiter zurück, da diese sich nicht an die Dumping-Preise der Discounter anpassen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Privatdrogerie Silvesterverkauf 2014.JPG|thumb|Traditioneller Feuerwerksverkauf in einer Privatdrogerie bei Dresden, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
In dieser Zeit ließ die Qualität der China-Böller nach. Ursache und Wirkung sind hier schwer voneinander zu unterscheiden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zunehmend selbstständigen chinesischen Hersteller versuchten, immer mehr und immer billiger zu produzieren und dabei auf die Qualität der Produkte keine Rücksicht mehr nahmen. Oder sie wurden durch den steigenden Konkurrenzdruck und straffe Bedingungen der Importeure regelrecht zu dieser Entwicklung gezwungen. In einer ersten Stufe des Qualitätsverfalls verringerte sich bereits Mitte der 1980er Jahre die Wandstärke, Knallwirkung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung. Ab etwa 1990 schwankte die Qualität besonders ausgeprägt, teilweise waren ganze Chargen nicht funktionsfähiger Böller im Umlauf. Die Zuordnung von Labels, Herstellern und Importeuren wurde damals sehr unübersichtlich, die Häufung von Fehldrucken und ähnlichem macht eine Systematisierung kaum möglich. Allein von den Weco-Pyrocrackern sind aus der Zeit 1990-1994 mehr als 50 verschiedene Chargen bekannt. Auch die Verdämmung veränderte sich, häufig waren die Böller nun mit einer grauen Masse oder einem harten, mineralischen Dämmstoff verschlossen. Ab 1995 normalisierten sich die Verhältnisse wieder einigermaßen, wobei sich die Qualität auf einem noch akzeptablen Niveau, aber deutlich unterhalb der klassischen Chinaböller, einpegelte. Denn die Satzmenge hatte schon damals deutlich abgenommen, und die bisher durchgehende Schwarzpulverseele wurde mehr und mehr durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt. Derartige Chinaböller erkennt man daran, dass sie eine größere Verzögerung aufweisen, also nicht mehr unmittelbar nach Abbrand der äußerlich sichtbaren Lunte explodieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1999 ===&lt;br /&gt;
1998 ging man dazu über, die Böller hinten nicht mehr zuzukrempeln, sondern zu verleimen. Im selben Jahr wurde im damaligen SprengÄndG festgelegt, dass bei Knallkörpern keine brennenden oder glimmenden Splitter entstehen und maximal 120 db laut sein dürfen. Obwohl die bisherige Lautstärkebegrenzung mit 115 db sogar niedriger lag, zog das Gesetz gravierende Veränderungen nach sich, da die BAM bei dieser Gelegenheit sämtliche Zulassungen neu erteilte und dabei auch die Chinaböller genau überprüfte. In dem Zusammenhang wurden offenbar Änderungen in der Fertigung des Chinaböllers eingeleitet, die ein Zerschnipseln des Böllers mit glimmenden Resten, sowie ein Überschreiten der Lautstärkebegrenzung mit Sicherheit unterbinden sollten. Einer Patentschrift aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass Chinaböller seither Sollbruchstellen in Form kleiner Aussparungen besitzen. Diese sind im inneren Teil der Hülse angeordnet und daher äußerlich nicht erkennbar. Zumindest an Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] konnten diese Aussparungen nachgewiesen werden. Es ist anzunehmen, dass seit ca. 2000 die meisten China-Böller diese verdeckten Sollbruchstellen haben. Auch die Art der Zerlegung wird dadurch beeinflusst, der Böller zerplatzt seither in zwei Stücke oder sogar nur noch seitlich auf, anstatt zu zerschnipseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrtausendwende war ein Tiefpunkt erreicht. Der China-Böller war infolge von Konkurrenzkampf auf Kosten der Qualität, sowie Bestrebungen zur Lautstärkebegrenzung beinahe zu einer Fratze seinerselbst verkommen. Die Wandstärke minimierte sich ebenso wie der Schwarzpulvergehalt, auch die Größe der Böller verringerte sich. Die Knallwirkung war zutiefst enttäuschend, und auch der berühmt-berüchtigte D-Böller büßte seinen Ruf endgültig ein. Einige Jahre lang fielen noch die [[China-Böller C|C-Böller]] von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] und gelegentlich auch andere Kaliber der Marke positiv auf, ehe auch diese ab etwa 2005 das allgemein tiefe Niveau erreichten. Ebenso tief war allerdings auch der Verkaufspreis abgesunken: Ein Schinken D-Böller mit 20 Päckchen war inzwischen ab 3,50 € zu haben. Die Verbraucher wendeten sich allmählich von den inzwischen als &amp;quot;Dreckschleuder&amp;quot; verachteten China-Böllern ab, die Breite des China-Böller-Angebots ist seither tendenziell rückläufig. Dies hängt auch mit dem immer populärer werdenden [[Feuerwerksbatterie|Verbundfeuerwerk]] zusammen. Im Jahr 2009 überraschte [[Diamond]] mit D- und Superböllern, die wieder eine befriedigende Knallwirkung hatten. Doch auch die von [[Panda]] und [[Lesli]] importierten Chargen besserer China-Böller konnten bisher keine Trendwende bei den großen Marken Weco, Nico und Comet bewirken, die das Angebot im Einzelhandel dominieren. Im Jahr 2016 überraschte [[Funke]] mit Chinaböllern der Kaliber D- und Super-böller II, die nach traditioneller Art hergestellt wurden und auch in Knallwirkung und Zerlegung einem klassischen Chinaböller entsprechen. Sie werden daher oft als &amp;quot;Oldschool-&amp;quot; oder &amp;quot;Premium-Böller&amp;quot; bezeichnet. Derzeit sind die Funke-Chinaböller jedoch (noch) ein Nischenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:F.K. Boeller D von 1965.jpg|thumb|Einer der ältesten bekannten D-Böller, Import: F.K. Wattenscheid, 1965.]]&lt;br /&gt;
Aufrund der abnehmenden Qualität der Chinaböller ist unter Feuerwerksfreunden das Interesse an älteren China-Böllern stetig gewachsen. Immer wieder taucht dabei die Frage auf, woran man alte China-Böller erkennt und wie ihr Alter zu bestimmen ist. Details dazu sind auf den [[:kategorie:China-Böller#Marken_in_Deutschland|Seiten der einzelnen Marken]] zu finden. Im folgenden werden Informationen dargestellt, die alle China-Böller gleichermaßen betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== bis 1969 ===&lt;br /&gt;
Die China-Böller entsprechen gänzlich der [[:kategorie:China-Böller#Eigenschaften|klassischen Bauart]]. Markant ist die BAM-Nummer des alten Nummern-System, das dem Format ''BAM xxxx/II'' folgt. Außerdem ist die Formulierung ''Verboten ist die Abgabe an Personen unter 18 Jahre'' zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;''Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe, 23. Dezember 1969'', am 1. Januar 1970 in Kraft getreten&amp;lt;/ref&amp;gt; Importeur ist meistens - aber nicht immer - ''Franz Keller'' bzw. ''F.K. Wattenscheid''. Sind die Böller ''made in macau'', stammen sie mit Sicherheit aus dieser Epoche. Schon damals waren die meisten Böller aber ''made in china''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1970 - ca. 1984 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|F.K. D-Böller aus Anfang der 1980er Jahre]]&lt;br /&gt;
Die Böller entsprechen noch der klassischen Bauart, haben aber bereits die neueren BAM-Nummern nach dem Format ''BAM PII-xxxx''. Es ist die Formulierung zu finden ''Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten''. Ab 1977 war der Hersteller immer aufgedruckt &amp;lt;ref&amp;gt;''Dritte Verordnung zur Änderung der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Sprengstoffgesetzes, 28. Juni 1976, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt; (kann aber auch früher schon aufgedruck gewesen sein). Haben die Böller sehr lange Lunten (halbe Böllerlänge oder mehr) oder nicht gedrehte Lunten (''Schlaufenböller''), sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von 1984 oder älter. Die Knallwirkung und Zerlegung ist fast immer sehr gut. Böller mit roter Banderole kommen mit Ausnahme der F.K./FKW-Böller (ab ca.1979) nicht vor, die meisten sind weiß mit grüner Schrift. Es gibt aber auch bunt gemusterte oder mit Bildern bedruckte Böller in dieser Zeit. Teilweise sind die Päckchen nicht wie üblich in rotes Seidenpapier, sondern in Klarsichtfolie verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1985 - 1993 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco D-Boeller 1991.jpg|thumb|Weco D-Böller von 1991]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Verdaemmungstypen Uebersicht.jpg|thumb|Verdämmungs-Typen]]&lt;br /&gt;
Die Wandstärke der Böller ist nicht mehr so sehr kräftig, die Böller nicht immer steinhart. Das hintere Ende kann im Zeitraum ca. 1990-1995 mit ein harten, mineralischen Masse verschlossen sein. Päckchen der Marke Moog-Nico (ab ca. 1988) und FKW (ab 1991) können bereits einen Strichcode (Barcode) haben, ansonsten gibt es Strichcodes in dieser Zeit noch nicht. Ab 1991 war grüne Schrift in Klasse II nicht mehr vorgeschrieben &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Änderung sprengstoffrechtlicher Vorschriften, 19. November 1990, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt;, viele Marken behielten die Schriftscharbe aber noch länger bei. Bis 1989 kommt die [[Chinese Green Visco]] nur bei Superböllern von FKW und Thunder D-Böllern von Feistel vor. Ab 1990 findet man sie zunehmend auch bei kleineren Böllergrößen. Die Knallwirkung kann noch gut, aber auch schlecht sein. die Böller zerschnipseln bei der Explosion noch recht gut, jedoch nicht mehr in so kleine Einzelfetzchen wie es ursprünglich der Fall war. Die meisten Böller sind in dieser Zeit weiß mit grüner Schrift. Eine Ausnahme macht hier wieder FKW, sowie einige wenige Chargen von Weco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 1997 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1995.jpg|thumb|Feistel Super-Böller I von 1995]]&lt;br /&gt;
China-Böller ab 1994 sind zuverlässig an einer Telefonnummer zu erkennen, die seither auf jedem Päckchen aufgedruckt sein muss &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Novellierung der Gefahrstoffverordnung, zur Aufhebung der Gefährlichkeitsmerkmaleverordnung und zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, 26. Oktober 1993, Artikel 2'', in Kraft getreten am 1.November 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;. Den Strichcode findet man nun auch auf allen Feistel- und Moog-Böllerpäckchen. Die Knallwirkung kann gut oder auch schlecht sein, meistens zerschnipseln die Böller aber noch ganz gut. Die klassische [[Chinese Fuse]] taucht bis 1995 noch gelegentlich auf und wird zuletzt noch von Keller verwendet (bis 1997). Böller von Weco und Keller sind seit 1995 grundsätzlich rot mit schwarzer Schrift. Die bisher durchgehende Schwarzpulverseele ist in dieser Zeit meistens bereits durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt worden, der Anteil an Dämmstoff an den Enden des Böller hält sich jedoch noch in Grenzen. Die Intensität des Schnipselregens beim Explodieren ist nicht mehr so groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1998 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1998.jpg|thumb|Ein Feistel Super-Böller I von 1998, noch mit guter Wandstärke]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Weco Super-Böller I von 2008, labbrige Verarbeitung]]&lt;br /&gt;
Seit 1998 sind China-Böller am hinteren Ende nicht mehr gekrempelt oder gestopft, sondern verleimt. In den ersten Jahren war diese Leimschicht noch relativ dick und daher deutlich erkennbar. Als Dämmmaterial kommt seither grundsätzlich rote Tonerde zur Anwendung. Die Wandstärke und Menge an Schwarzpulver war anfangs noch reichlich und verringerte sich immer weiter, bis die Böller ab ca. 2005 das Erscheinungsbild labbriger Papprollen aufwiesen. Seit ca. 2007-2009 sind die Böller auch vorn nicht mehr gekrempelt, sondern nur noch mit roter Masse gestopft/verklebt. Markant ist auch die geräuschvoll abbrennende Visco, mit der China-Böller seither versehen sind. Schon ab 1998 sind alle Böller mit der Chinese Green Visco ausgestattet. Lady- und Paket-Cracker machen eine Ausnahme, sie haben weiterhin die Chinese Fuse, werden aber zentral über eine grüne Lunte gezündet. Die kleinen Knallmatten verschwanden allerdings in den Jahren nach der Jahrtausendwende aus dem Angebot. Seit 1999 verwendet Weco stets einen Strichcode auf den Päckchen. Bei Nico hält dieser erst 2002 Einzug, Comet-Böllern fehlt der Strichcode sogar bis heute. Eine weitere Besonderheit der Comet-Böller ist die nach wie vor weiße Banderole mit grüner oder schwarzer Schrift. Bis 2002 gab es weiße Banderolen auch noch bei Nico. Seit 2009 sind China-Böller an der BAM-Nummer nach dem Format ''BAM-F2-xxxx'' zu erkennen und auf den Päckchen ist die [[Nettoexplosivstoffmasse|NEM]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - The Art &amp;amp; History''. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2000.&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - An Eye-Popping Collection Of Chinese Firework Art. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerk-forum.de/index.php&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerkskiste.de/content.php&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinfeuerwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:Kleinfeuerwerk&amp;diff=7961</id>
		<title>Kategorie:Kleinfeuerwerk</title>
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				<updated>2017-01-02T22:41:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* Knallkörper */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Buch-70px.gif|right|{{SITENAME}}]]Unter '''Kleinfeuerwerk''' versteht man alle [[Feuerwerkskörper]], die durch die [[BAM]] geprüft und als Silvesterfeuerwerk [[Klasse| Klasse II]] zugelassen wurden. Ganzjahresfeuerwerk der Klasse I wird hingegen als [[Kleinstfeuerwerk]] bezeichnet. Die vorliegende Darstellung umfasst die Situation in Deutschland. Österreich und Schweiz ggf. abweichend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leuchtfeuerwerk ==&lt;br /&gt;
[[Feuerwerksbatterie (Kleinfeuerwerk)]] [[Rakete]] [[Fontäne]] [[Vulkan]] [[Bombenrohr]] [[Römisches Licht]] [[Sonne]] [[Heuler]] [[Feuervogel]] [[Feuertopf]] [[Fallschirmrakete]] [[Lanze]] [[Schüttrakete]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Knallkörper == &lt;br /&gt;
Auch als Kracher, Böller, ''Cracker'', ''Firecracker'', ''Banger'' bezeichnet. Sammelbegriff für verschiedenartige [[Feuerwerkskörper]] (meist [[Klasse II]], [[Silvesterfeuerwerk]]), die als [[Effekt]] einen [[Knall]] erzeugen. Meist dickwandige Papier- oder Pappröhren, die beidseitig verschlossen (Ton oder eingeschlagenes Papier) und mit gepulvertem [[pyrotechnischer Satz|pyrotechnischen Satz]] gefüllt sind. Durch ein Ende oder durch die Wandung der Hülse führt eine [[Zündschnur|Zündvorrichtung]] in den [[pyrotechnischer Satz|Satz]]. Dieser basiert in Deutschland aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen meist auf [[Nitrat|Nitraten]] als [[Oxidationsmittel]] (z.B. [[Mehlpulver|Schwarzpulver-Mehl]]) und brennt unverdämmt relativ langsam ab. Im Inneren der Hülse kommt es bei der [[Entzündung]] des Knallkörpers zu einem Druckanstieg, der sie schließlich zerreisst. Die Druckentlastung erzeugt einen vergleichweise weichen [[Knall]]. Für einen kräftigen Effekt muss deshalb der Satz mit einer starken Hülse [[Verdämmung|verdämmt]] werden, damit sich genügend Druck aufbauen kann. In anderen Ländern als Deutschland sind Knaller oft mit einem hochenergetischen [[Blitzknall]]-[[Satz]] gefüllt, der unabhängig von der Stärke der Hülse detoniert und einen kräftigen, scharfen Knall erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa, insbesondere im deutschsprachigen Raum, sind [[:Kategorie:Reibkopfknaller|Knaller mit Reibkopf]] populär. Diese werden an der Reibfläche etwa einer Zündholzschachtel entzündet. In der DDR waren der &amp;quot;Original Harzer Knaller&amp;quot; und der &amp;quot;PFAU - Knaller&amp;quot; ([[PFAU]] = '''P'''yrotechnische '''F'''abrik '''A'''pel / '''U'''ftrungen) legendär. Auf Grund des im Vergleich zu China-Importen höheren Preises und dem &amp;quot;milden&amp;quot; Effekt (wegen des restriktiven Gesetzes in der BRD) ist der Reibkopfknaller in Deutschland inzwischen eine Randerscheinung geworden. In einigen europäischen Ländern sind sie (mit Blitzknallsatz) immer noch sehr beliebt. Einen sehr kräftigen Knall erzielten die deutschen [[:Kategorie:Kanonenschläge|Kanonenschläge]], die inzwischen ein ähnlichen Schicksal wie die Reibkopfknaller ereilte. Seit Jahren schon dominieren Import-Knaller aus China das Angebot in Deutschland, die oftmals billige, aber minderwertige Nachempfindungen deutscher Traditionsprodukte sind. Andererseits gibt es die [[:Kategorie:China-Böller|China-Bller]] als Knaller in Bauweise original chinesischer Tradition. Ursprünglich liebevoll und hochwertig verarbeitet und kräftig im Knall, gerieten auch diese ab Ende der 1980er Jahre in einen fortlaufenden Qualitätsverfall. Nach der Jahrtausendwende war ein allgemeiner Tiefpunkt erreicht, seit 2009 sind vereinzelt auch wieder effektstärkere China-Böller erhältlich. [[Knallkörperkette]]n (''[[Chinese Cracker|Chinese-]]/[[Celebration Cracker|Celebration-]]/[[Lady Cracker]]'') bestehen aus bis zu 3 Millionen Knallkörpern, die mit [[Zündschnur|Chinazündschnur]] zu einer langen Kette und (für die [[Lagerung]]) je nach Schusszahl zu &amp;quot;Rädern&amp;quot; aufgerollt sind. Für ihre Verwendung werden solche Knallkörper-Ketten mit dem oberen Ende an einem erhöhten Punkt befestigt abgerollt und dann am unteren Ende angezündet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Original Harzer Knaller gruen.JPG|thumb|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[:Kategorie:Reibkopfknaller|--&amp;gt; Reibkopfknaller]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Kanonenschlaege Feistel.JPG|thumb|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[:Kategorie:Kanonenschläge|--&amp;gt; Kanonenschläge]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Knallfrösche.jpg|thumb|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[Knallfrosch|--&amp;gt; Knallfrösche]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Feistel Thunder D.JPG|thumb|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[:Kategorie:China-Böller|--&amp;gt; China-Böller]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links auf FEUERWERK.net ==&lt;br /&gt;
* [http://www.feuerwerk-homepage.de/special_3/_mainor_gallery_sp3.htm Bilder von Knallkörperketten verschiedener Größen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

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				<updated>2017-01-02T22:39:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Buch-70px.gif|right|{{SITENAME}}]]Unter '''Kleinfeuerwerk''' versteht man alle [[Feuerwerkskörper]], die durch die [[BAM]] geprüft und als Silvesterfeuerwerk [[Klasse| Klasse II]] zugelassen wurden. Ganzjahresfeuerwerk der Klasse I wird hingegen als [[Kleinstfeuerwerk]] bezeichnet. Die vorliegende Darstellung umfasst die Situation in Deutschland. Österreich und Schweiz ggf. abweichend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leuchtfeuerwerk ==&lt;br /&gt;
[[Feuerwerksbatterie (Kleinfeuerwerk)]] [[Rakete]] [[Fontäne]] [[Vulkan]] [[Bombenrohr]] [[Römisches Licht]] [[Sonne]] [[Heuler]] [[Feuervogel]] [[Feuertopf]] [[Fallschirmrakete]] [[Lanze]] [[Schüttrakete]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Knallkörper == &lt;br /&gt;
Auch als Kracher, Böller, ''Cracker'', ''Firecracker'', ''Banger'' bezeichnet. Sammelbegriff für verschiedenartige [[Feuerwerkskörper]] (meist [[Klasse II]], [[Silvesterfeuerwerk]]), die als [[Effekt]] einen [[Knall]] erzeugen. Meist dickwandige Papier- oder Pappröhren, die beidseitig verschlossen (Ton oder eingeschlagenes Papier) und mit gepulvertem [[pyrotechnischer Satz|pyrotechnischen Satz]] gefüllt sind. Durch ein Ende oder durch die Wandung der Hülse führt eine [[Zündschnur|Zündvorrichtung]] in den [[pyrotechnischer Satz|Satz]]. Dieser basiert in Deutschland aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen meist auf [[Nitrat|Nitraten]] als [[Oxidationsmittel]] (z.B. [[Mehlpulver|Schwarzpulver-Mehl]]) und brennt unverdämmt relativ langsam ab. Im Inneren der Hülse kommt es bei der [[Entzündung]] des Knallkörpers zu einem Druckanstieg, der sie schließlich zerreisst. Die Druckentlastung erzeugt einen vergleichweise weichen [[Knall]]. Für einen kräftigen Effekt muss deshalb der Satz mit einer starken Hülse [[Verdämmung|verdämmt]] werden, damit sich genügend Druck aufbauen kann. In anderen Ländern als Deutschland sind Knaller oft mit einem hochenergetischen [[Blitzknall]]-[[Satz]] gefüllt, der unabhängig von der Stärke der Hülse detoniert und einen kräftigen, scharfen Knall erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa, insbesondere im deutschsprachigen Raum, sind [[:Kategorie:Reibkopfknaller|Knaller mit Reibkopf]] populär. Diese werden an der Reibfläche etwa einer Zündholzschachtel entzündet. In der DDR waren der &amp;quot;Original Harzer Knaller&amp;quot; und der &amp;quot;PFAU - Knaller&amp;quot; ([[PFAU]] = '''P'''yrotechnische '''F'''abrik '''A'''pel / '''U'''ftrungen) legendär. Auf Grund des im Vergleich zu China-Importen höheren Preises und dem &amp;quot;milden&amp;quot; Effekt (wegen des restriktiven Gesetzes in der BRD) ist der Reibkopfknaller in Deutschland inzwischen eine Randerscheinung geworden. In einigen europäischen Ländern sind sie (mit Blitzknallsatz) immer noch sehr beliebt. Einen sehr kräftigen Knall erzielten die deutschen [[:Kategorie:Kanonenschläge|Kanonenschläge]], die inzwischen ein ähnlichen Schicksal wie die Reibkopfknaller ereilte. Seit Jahren schon dominieren Import-Knaller aus China das Angebot in Deutschland, die oftmals billige, aber minderwertige Nachempfindungen deutscher Traditionsprodukte sind. Andererseits gibt es die [[:Kategorie:China-Böller|China-Bller]] als Knaller in Bauweise original chinesischer Tradition. Ursprünglich liebevoll und hochwertig verarbeitet und kräftig im Knall, gerieten auch diese ab Ende der 1980er Jahre in einen fortlaufenden Qualitätsverfall. Nach der Jahrtausendwende war ein allgemeiner Tiefpunkt erreicht, seit 2009 sind vereinzelt auch wieder effektstärkere China-Böller erhältlich. [[Knallkörperkette]]n (''[[Chinese Cracker|Chinese-]]/[[Celebration Cracker|Celebration-]]/[[Lady Cracker]]'') bestehen aus bis zu 3 Millionen Knallkörpern, die mit [[Zündschnur|Chinazündschnur]] zu einer langen Kette und (für die [[Lagerung]]) je nach Schusszahl zu &amp;quot;Rädern&amp;quot; aufgerollt sind. Für ihre Verwendung werden solche Knallkörper-Ketten mit dem oberen Ende an einem erhöhten Punkt befestigt abgerollt und dann am unteren Ende angezündet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Original Harzer Knaller gruen.JPG|thumb|center]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[:Kategorie:Reibkopfknaller|Reibkopfknaller]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
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== Links auf FEUERWERK.net ==&lt;br /&gt;
* [http://www.feuerwerk-homepage.de/special_3/_mainor_gallery_sp3.htm Bilder von Knallkörperketten verschiedener Größen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyrotechnische Gegenstände]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Effekte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:Kleinfeuerwerk&amp;diff=7959</id>
		<title>Kategorie:Kleinfeuerwerk</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:Kleinfeuerwerk&amp;diff=7959"/>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* Knallkörper */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Buch-70px.gif|right|{{SITENAME}}]]Unter '''Kleinfeuerwerk''' versteht man alle [[Feuerwerkskörper]], die durch die [[BAM]] geprüft und als Silvesterfeuerwerk [[Klasse| Klasse II]] zugelassen wurden. Ganzjahresfeuerwerk der Klasse I wird hingegen als [[Kleinstfeuerwerk]] bezeichnet. Die vorliegende Darstellung umfasst die Situation in Deutschland. Österreich und Schweiz ggf. abweichend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leuchtfeuerwerk ==&lt;br /&gt;
[[Feuerwerksbatterie (Kleinfeuerwerk)]] [[Rakete]] [[Fontäne]] [[Vulkan]] [[Bombenrohr]] [[Römisches Licht]] [[Sonne]] [[Heuler]] [[Feuervogel]] [[Feuertopf]] [[Fallschirmrakete]] [[Lanze]] [[Schüttrakete]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Knallkörper == &lt;br /&gt;
Auch als Kracher, Böller, ''Cracker'', ''Firecracker'', ''Banger'' bezeichnet. Sammelbegriff für verschiedenartige [[Feuerwerkskörper]] (meist [[Klasse II]], [[Silvesterfeuerwerk]]), die als [[Effekt]] einen [[Knall]] erzeugen. Meist dickwandige Papier- oder Pappröhren, die beidseitig verschlossen (Ton oder eingeschlagenes Papier) und mit gepulvertem [[pyrotechnischer Satz|pyrotechnischen Satz]] gefüllt sind. Durch ein Ende oder durch die Wandung der Hülse führt eine [[Zündschnur|Zündvorrichtung]] in den [[pyrotechnischer Satz|Satz]]. Dieser basiert in Deutschland aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen meist auf [[Nitrat|Nitraten]] als [[Oxidationsmittel]] (z.B. [[Mehlpulver|Schwarzpulver-Mehl]]) und brennt unverdämmt relativ langsam ab. Im Inneren der Hülse kommt es bei der [[Entzündung]] des Knallkörpers zu einem Druckanstieg, der sie schließlich zerreisst. Die Druckentlastung erzeugt einen vergleichweise weichen [[Knall]]. Für einen kräftigen Effekt muss deshalb der Satz mit einer starken Hülse [[Verdämmung|verdämmt]] werden, damit sich genügend Druck aufbauen kann. In anderen Ländern als Deutschland sind Knaller oft mit einem hochenergetischen [[Blitzknall]]-[[Satz]] gefüllt, der unabhängig von der Stärke der Hülse detoniert und einen kräftigen, scharfen Knall erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa, insbesondere im deutschsprachigen Raum, sind [[:Kategorie:Reibkopfknaller|Knaller mit Reibkopf]] populär. Diese werden an der Reibfläche etwa einer Zündholzschachtel entzündet. In der DDR waren der &amp;quot;Original Harzer Knaller&amp;quot; und der &amp;quot;PFAU - Knaller&amp;quot; ([[PFAU]] = '''P'''yrotechnische '''F'''abrik '''A'''pel / '''U'''ftrungen) legendär. Auf Grund des im Vergleich zu China-Importen höheren Preises und dem &amp;quot;milden&amp;quot; Effekt (wegen des restriktiven Gesetzes in der BRD) ist der Reibkopfknaller in Deutschland inzwischen eine Randerscheinung geworden. In einigen europäischen Ländern sind sie (mit Blitzknallsatz) immer noch sehr beliebt. Einen sehr kräftigen Knall erzielten die deutschen [[:Kategorie:Kanonenschläge|Kanonenschläge]], die inzwischen ein ähnlichen Schicksal wie die Reibkopfknaller ereilte. Seit Jahren schon dominieren Import-Knaller aus China das Angebot in Deutschland, die oftmals billige, aber minderwertige Nachempfindungen deutscher Traditionsprodukte sind. Andererseits gibt es die [[:Kategorie:China-Böller|China-Bller]] als Knaller in Bauweise original chinesischer Tradition. Ursprünglich liebevoll und hochwertig verarbeitet und kräftig im Knall, gerieten auch diese ab Ende der 1980er Jahre in einen fortlaufenden Qualitätsverfall. Nach der Jahrtausendwende war ein allgemeiner Tiefpunkt erreicht, seit 2009 sind vereinzelt auch wieder effektstärkere China-Böller erhältlich. [[Knallkörperkette]]n (''[[Chinese Cracker|Chinese-]]/[[Celebration Cracker|Celebration-]]/[[Lady Cracker]]'') bestehen aus bis zu 3 Millionen Knallkörpern, die mit [[Zündschnur|Chinazündschnur]] zu einer langen Kette und (für die [[Lagerung]]) je nach Schusszahl zu &amp;quot;Rädern&amp;quot; aufgerollt sind. Für ihre Verwendung werden solche Knallkörper-Ketten mit dem oberen Ende an einem erhöhten Punkt befestigt abgerollt und dann am unteren Ende angezündet. &lt;br /&gt;
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 | style=&amp;quot;border: 2px solid #27408B; padding: 10px&amp;quot;|[[Bild:Original Harzer Knaller gruen.JPG|thumb|center|link=Kategorie:Reibkopfknaller]]&amp;lt;br&amp;gt;'''&amp;lt;center&amp;gt;&amp;lt;big&amp;gt;[[:Kategorie:Reibkopfknaller|Reibkopfknaller]]&amp;lt;/big&amp;gt;&amp;lt;/center&amp;gt;'''&lt;br /&gt;
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== Links auf FEUERWERK.net ==&lt;br /&gt;
* [http://www.feuerwerk-homepage.de/special_3/_mainor_gallery_sp3.htm Bilder von Knallkörperketten verschiedener Größen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyrotechnische Gegenstände]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Effekte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Super-B%C3%B6ller_II&amp;diff=7958</id>
		<title>Super-Böller II</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Super-B%C3%B6ller_II&amp;diff=7958"/>
				<updated>2017-01-02T22:28:10Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Super Boeller II von Tiger Head Brand YL GR.jpg|thumb|Ein Super-Böller II von [[Tiger-Head Brand]], gehandelt von [[China-Böller von Yuen Loong Hong|YL]], in Deutschland vertrieben über [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]]]]&lt;br /&gt;
Der '''Super-Böller II''' ist ein großer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''510'''. Er ist 150 mm lang und 25 mm dick. Auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längenangabe in Zoll ('''6&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 4 Stück. 1 Karton Super-Böller I enthält 20 Einzelpäckchen, also 80 Knaller. Immer öfter sind jedoch auch halbe Schinken mit 40 Knallern im Umlauf. Von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] werden sie als ''Super-Böller B'' bezeichnet. Bei ihrem Erscheinen Anfang der 1980er Jahre hatten sie einen stolzen Preis von etwa 2,50 bis 3,00 DM pro Päckchen. Importiert wurden sie zunächst nur von Keller und [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]]. Von [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico|Moog &amp;amp; Feistel]] gab es grundsätzlich keine Super-Böller II. Da die maximal zulässige Satzmenge von 6 Gramm bereits beim Superböller I erreicht war, imponierte der Super-Böller II eher durch seine beachtliche Größe, die Knallwirkung übertraf den [[Super-Böller|Super-Böller I]] eher nicht. Mit dem Preisverfall ab Ende der 1980er fanden sie große Verbreitung, infolgedessen verringerte sich jedoch auch die Satzmenge immer weiter. Nach der Jahrtausendwende wurden Super-Böller-Schinken für teilweise weniger als 5 € verramscht, hatten qualitativ einen Tiefpunkt erreicht, mit nur noch einem Bruchteil der früheren Satzmenge und knallten oft kaum noch lauter als ein [[Pyro-Cracker]]. Infolge der großen Menge roter Tonerde, die den Körper des Böllers anstatt des Schwarzpulvers nun auffüllte, handelten sie sich einen schlechten Ruf als Dreckschleudern ein. Im Jahr 2016 überraschte der Importeur [[Funke]] mit Super-Böller II nach alter Bauweise, die wieder einen sehr kräftigen Knall aufwiesen und insgesamt das alte Flair dank Schnipselregen und grauer Lunte nahezu vollständig zurückbrachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Datei:Super_Boeller_II_von_Tiger_Head_Brand_YL_GR.jpg&amp;diff=7957</id>
		<title>Datei:Super Boeller II von Tiger Head Brand YL GR.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Datei:Super_Boeller_II_von_Tiger_Head_Brand_YL_GR.jpg&amp;diff=7957"/>
				<updated>2017-01-02T22:25:26Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7956</id>
		<title>Kategorie:China-Böller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7956"/>
				<updated>2017-01-02T22:17:28Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* Größen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''China-Böller''' sind zylindrische [[:kategorie:Kleinfeuerwerk#Knallkörper|Knallkörper]] nach chinesischer Bauart. Der folgende Artikel beschreibt die nach Deutschland importierten Knaller. Die internationale Geschichte des China-Böllers ist auf [[Firecracker|Firecrackers]] zu finden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Chinaboeller.jpg|thumb|Explodierender China-Böller mit [[Schwarzpulver]]-Füllung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller (historisch) ==&lt;br /&gt;
Im kommunistischen China bezeichneten die Hersteller keine Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne, sondern eher Zusammenschlüsse ausgewählter Fabriken, die für den Export produzierten und dazu einen bestimmten Markennamen bzw. Brand erhielten. Die in Deutschland verkauften China-Böller stammten von folgenden Zusammenschlüssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Red Lantern]]&lt;br /&gt;
* [[Flower Basket]]&lt;br /&gt;
* [[Tiger-Head Brand]]&lt;br /&gt;
* [[Horse Brand]]&lt;br /&gt;
* [[Link Triad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist die gesamte chinesische Feuerwerksindustrie umstrukturiert worden, die Brands existieren im damaligen Sinne nicht mehr. Auch werden die heutigen Hersteller nicht mehr deutlich und mit einprägsamen Symbolen auf den Böllerpäckchen oder Böllern dargestellt. Die gegenwärtige Situation exportierender Hersteller ist recht unübersichtlich und nicht ausreichend bekannt, um hier aufgeführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Importeure von China-Böllern ==&lt;br /&gt;
China-Böller wurden und werden von verschiedenen Firmen nach Deutschland importiert, wobei es sich oftmals um Zwischenhändler handelt, die mit den in Deutschland bekannten Feuerwerks-Marken nicht identisch sind. Mitunter ist die Herkunftsbestimmung eines China-Böllers daher recht unübersichtlich. Ältere, von [[Nico]] vertriebene China-Böller weisen beispielsweise laut Päckchenaufschrift den Importeur [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] auf. Was nicht auf dem Päckchen steht: Georg Richter kaufte die Böller von einem in Hong Kong ansässigen Zwischenhändler namens [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Yuen Loong Hong (YL)]], der die Böller wiederum etwa vom Hersteller [[Tiger-Head Brand]] bezog, was letztendlich auch nur eine grobe Angabe darüber ist, in welcher Region Chinas die Böller hergestellt worden sind. Nur manchmal lässt sich die Handelskette anhand der Aufschriften auf den Päckchen tatsächlich nachvollziehen. Am einfachsten ist die bei China-Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]], diese wurden stets direkt vom Hersteller [[Red Lantern]] importiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== gegenwärtige Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Weco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Keller/FKW]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Comet/Jeco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyro Art]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Diamond]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Panda]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Lesli]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Xplode]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Funke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== historische Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Georg Richter]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Yuen Loong Hong]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von J+J Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von LKF]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyrotechnik Hamburg/EVP]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyromaxx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größen ==&lt;br /&gt;
* [[Lady-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Paket-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Pyro-Cracker|440 (Pyro-Cracker)]] &lt;br /&gt;
* [[Shinsing-Cracker|450 (Shising-Cracker)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller A|460 (China-Böller A)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller B|480 (China-Böller B)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller C|470 (China-Böller C)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller D|490 (China-Böller D)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|500 (Super-Böller I)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller II|510 (Super-Böller II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Der klassische China-Böller === &lt;br /&gt;
Bei einem China-Böller handelt es sich um an beiden Enden gestopfte oder zugekrempelte Hülsen aus aufgerolltem Papier, in deren inneres sich eine langgezogene [[Schwarzpulver]]-Seele befindet. Die Zündung erfolgt mittels [[Chinese Fuse]]. Die Verpackung einzelner Böller ist entsprechend einer chinesischen Tradition aus rotem Seidenpapier. Ein Gebinde mit einer bestimmten Anzahl Knallerpäckchen wird umgangssprachlich als [[Schinken]] bezeichnet, da auch hierfür das rote Seidenpapier verwendet wurde. Auf Einzelpäckchen und Schinken sind jeweils Labels mit stilvollen, beinahe kunstvollen Motiven aufgeklebt. [[Knallkörperkette|Knallmatten]] bestehen aus vielen zusammengebundenen Böllern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprünglichen chinesischen Tradition entsprechend, wird bei China-Böllern für Deutschland nur herkömmliches Schwarzpulver ohne Metallzusätze oder ähnliches verwendet. Eine optimale Verdämmung der Hülse ist hierbei besonders wichtig und ermöglicht bei entsprechender Menge Schwarzpulver einen kräftigen Knall, der nicht digital, sondern eher weich und andauernd ist. Das zu einer dicken Hülse aufgerollte Papier wird dabei in viele kleine Teile zerlegt, weshalb es zu einem imposanten Schnipselregen-Effekt kommt, der für Freunde klassischer China-Böller ein fester Bestandteil des gewünschten Effektbildes ist. In Kombination mit dem markanten Geruch des in der Chinese Fuse abbrennenden Schwarzpulvers ergibt sich beim Zünden des China-Böllers ein unverwechselbares Erlebnis. Auch die Knallmatten ergeben - wenn klassisch an einem Baun aufgehängt - einen imposanten Schnipselregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;YouTube&amp;gt;xWK7PQGXS1Q&amp;lt;/YouTube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle China-Böller ===&lt;br /&gt;
Gegenwärtig in China hergestellte Böller weichen von der ursprünglichen Tradition erheblich ab. Anstatt einer durchgehenden Pulverseele hat der Böller eine mittig platzierte Pulverkammer mit vergleichsweise wenig Schwarzpulver darin. Den Hauptteil der Füllung macht rote Tonerde als Dämmmaterial aus. Die Enden der Böller sind nicht mehr zugekrempelt, sondern verleimt oder mit festem Dämmstoff versiegelt. Die Papphülse ist vergleichweise dünnwandig, Länge und Dicke insbesondere der D- und Supberböller sind verringert. Anstatt der [[Chinese Fuse]] wird der Böller durch eine [[Chinese Green Visco]] gezündet. Die Labels sind nicht mehr stilvoll gestaltet. Für die Gebinde kommen nur noch Pappkartons zur Verwendung, einzelne Päckchen sind jedoch nach wie vor in das traditionelle rote Seidenpapier eingepackt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Veränderungen sind aktuelle China-Böller einerseits deutlich sicherer geworden: Die Lunte brennt wesentlich zuverlässiger und gleichmäßiger ab. Ein deutlich hörbares Geräusch beim Abbrand erhöht die Sicherheit zusätzlich. Infolge der mittig platzierten Pulverkammer explodiert der Böller erst mit einer gewissen Verzögerung und nicht unmittelbar, nachdem die Lunte den Rand des Knallkörpers erreicht. Außerdem können bei der Explosion keine nachglimmenden Splitter entstehen. Die Fertigungskosten wurden durch Materialeinsparungen gesenkt und damit der Verkauf des China-Böllers als Massenware zu sehr niedrigen Preisen ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite haben die Veränderungen eine ganze Reihe Nachteile: Die dünnwandigen Papphülsen, die oftmals auch noch feucht sind, gewährleisten keine optimale Verdämmung mehr. Hinzu kommt, dass die Menge des Schwarzpulvers nur noch sehr gering ist. Das Ergebnis ist ein schwacher Knall, der insbesondere bei den großen Böllersorten wie dem D-Böller in keinem Verhältnis zur Größe des Knallers steht. Anstatt einer Totalzerlegung platzen die Böller oft nur noch an einer Stelle auf und hinterlassen infolge der überdimensionierten Menge roter Tonerde jede Menge Dreck. Die dünnen Papphülsen ergeben auch keinen Schnipselregen-Effekt mehr. Zudem ist der Geruch der abbrennenden grünen Lunte unangenehm. Die lieblos &amp;quot;gestalteten&amp;quot; Labels stehen symbolisch für den allgemein eingetretenen Qualitätsverfall. Seit etwa 2009 sind einige Importeure wieder bemüht, den Knalleffekt des China-Böllers zu verbessern ([[Diamond]], [[Panda]], [[Lesli]], [[Xplode]], [[Funke]]). Diese konnten sich bisher jedoch nicht am Markt durchsetzen. Gründe dafür sind der höhere Preis, die schlechte Verfügbarkeit im Einzelhandel, sowie nicht ausreichend informierte Verbraucher und Händler. Hier wirkt sich die Marktdominanz von [[Weco]] negativ aus, da sind keine Bemühungen zur Qualitätsverbesserung des China-Böllers erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Chinaböllers in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Böller.jpg|thumb|Historische Vorrichtung zum Wickeln von Böllern]]&lt;br /&gt;
=== bis 1985 ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden bereits zu Vorkriegszeiten gelegentlich chinesische Knallmatten eingeführt und als ''chinesischer Knallfrosch'' bezeichnet. Der Import in größerem Umfang begann jedoch erst in den 1960er Jahren in der BRD. Dabei kamen auch die einzeln zu zündenden Böller-Größen auf. Im Laufe der 1960er Jahre kamen die [[China-Böller D|D-Böller]] hinzu, und zu Beginn der 1980er Jahre die [[Super-Böller]]. Der Verkauf der Böller erfolgt wie damals für Feuerwerk üblich zu relativ hohen Preisen und nur in bestimmten Geschäften wie Schreibwaren- und Spielzeugläden, Drogerien und Kaufhäusern statt. Ein Päckchen D-Böller kostete oft mehr als 1,50 DM, so war es die Ausnahme, dass ganzen [[Schinken]] für Silvester gekauft wurden. [[China-Böller von Keller/FKW|Franz Keller]] war einer der ersten wichtigen Importeure in den 1960er Jahren. Anders als etwa in den USA, wo China-Böller aufgrund eines Handelsembargos gegen das kommunistische China nicht importiert werden durften (sondern aus Macau), kamen die China-Böller für Deutschland schon damals fast ausschließlich aus China. Allerdings nur in die BRD - in der DDR war China-Feuerwerk trotz der anfangs politisch-ideologischen Nähe nicht erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985-1998 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre traten einige gravierende Veränderungen ein, zunächst eine wirtschaftliche Umstrukturierung in China. Franz Keller war es wieder einmal, der als erster die Chancen der sich liberalisierenden chinesischen Märkte erkannte. Arbeits- und Vertriebsstandards wurden gelockert, Händler durften mit den Herstellern direkt in Verhandlung treten, und allgemein bildeten sich ansatzweise marktwirtschaftliche Verhältnisse heraus. Zur selben Zeit verbreiteten sich in der BRD Discounter-Märkte und Ramschläden. Keller brachte in dieser Zeit einen massenhaften Import und Verkauf von China-Böllern über die neuen Vertriebswege zustande, zu erheblich niedrigeren Preisen als bisher. Konkurrierende Marken zogen bald nach. So begann der Siegeszug der Chinaware über deutsche Produkte, die nun ungleich teuer erschienen. Im Laufe der 1990er Jahre verdrängte die Importware die deutschen Feuerwerksartikel weitgehend. Auch der Feuerwerksverkauf in den klassischen Läden ging immer weiter zurück, da diese sich nicht an die Dumping-Preise der Discounter anpassen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Privatdrogerie Silvesterverkauf 2014.JPG|thumb|Traditioneller Feuerwerksverkauf in einer Privatdrogerie bei Dresden, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
In dieser Zeit ließ die Qualität der China-Böller nach. Ursache und Wirkung sind hier schwer voneinander zu unterscheiden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zunehmend selbstständigen chinesischen Hersteller versuchten, immer mehr und immer billiger zu produzieren und dabei auf die Qualität der Produkte keine Rücksicht mehr nahmen. Oder sie wurden durch den steigenden Konkurrenzdruck und straffe Bedingungen der Importeure regelrecht zu dieser Entwicklung gezwungen. In einer ersten Stufe des Qualitätsverfalls verringerte sich bereits Mitte der 1980er Jahre die Wandstärke, Knallwirkung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung. Ab etwa 1990 schwankte die Qualität besonders ausgeprägt, teilweise waren ganze Chargen nicht funktionsfähiger Böller im Umlauf. Die Zuordnung von Labels, Herstellern und Importeuren wurde damals sehr unübersichtlich, die Häufung von Fehldrucken und ähnlichem macht eine Systematisierung kaum möglich. Allein von den Weco-Pyrocrackern sind aus der Zeit 1990-1994 mehr als 50 verschiedene Chargen bekannt. Auch die Verdämmung veränderte sich, häufig waren die Böller nun mit einer grauen Masse oder einem harten, mineralischen Dämmstoff verschlossen. Ab 1995 normalisierten sich die Verhältnisse wieder einigermaßen, wobei sich die Qualität auf einem noch akzeptablen Niveau, aber deutlich unterhalb der klassischen Chinaböller, einpegelte. Denn die Satzmenge hatte schon damals deutlich abgenommen, und die bisher durchgehende Schwarzpulverseele wurde mehr und mehr durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt. Derartige Chinaböller erkennt man daran, dass sie eine größere Verzögerung aufweisen, also nicht mehr unmittelbar nach Abbrand der äußerlich sichtbaren Lunte explodieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1999 ===&lt;br /&gt;
1998 ging man dazu über, die Böller hinten nicht mehr zuzukrempeln, sondern zu verleimen. Im selben Jahr wurde im damaligen SprengÄndG festgelegt, dass bei Knallkörpern keine brennenden oder glimmenden Splitter entstehen und maximal 120 db laut sein dürfen. Obwohl die bisherige Lautstärkebegrenzung mit 115 db sogar niedriger lag, zog das Gesetz gravierende Veränderungen nach sich, da die BAM bei dieser Gelegenheit sämtliche Zulassungen neu erteilte und dabei auch die Chinaböller genau überprüfte. In dem Zusammenhang wurden offenbar Änderungen in der Fertigung des Chinaböllers eingeleitet, die ein Zerschnipseln des Böllers mit glimmenden Resten, sowie ein Überschreiten der Lautstärkebegrenzung mit Sicherheit unterbinden sollten. Einer Patentschrift aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass Chinaböller seither Sollbruchstellen in Form kleiner Aussparungen besitzen. Diese sind im inneren Teil der Hülse angeordnet und daher äußerlich nicht erkennbar. Zumindest an Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] konnten diese Aussparungen nachgewiesen werden. Es ist anzunehmen, dass seit ca. 2000 die meisten China-Böller diese verdeckten Sollbruchstellen haben. Auch die Art der Zerlegung wird dadurch beeinflusst, der Böller zerplatzt seither in zwei Stücke oder sogar nur noch seitlich auf, anstatt zu zerschnipseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrtausendwende war ein Tiefpunkt erreicht. Der China-Böller war infolge von Konkurrenzkampf auf Kosten der Qualität, sowie Bestrebungen zur Lautstärkebegrenzung beinahe zu einer Fratze seinerselbst verkommen. Die Wandstärke minimierte sich ebenso wie der Schwarzpulvergehalt, auch die Größe der Böller verringerte sich. Die Knallwirkung war zutiefst enttäuschend, und auch der berühmt-berüchtigte D-Böller büßte seinen Ruf endgültig ein. Einige Jahre lang fielen noch die [[China-Böller C|C-Böller]] von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] und gelegentlich auch andere Kaliber der Marke positiv auf, ehe auch diese ab etwa 2005 das allgemein tiefe Niveau erreichten. Ebenso tief war allerdings auch der Verkaufspreis abgesunken: Ein Schinken D-Böller mit 20 Päckchen war inzwischen ab 3,50 € zu haben. Die Verbraucher wendeten sich allmählich von den inzwischen als &amp;quot;Dreckschleuder&amp;quot; verachteten China-Böllern ab, die Breite des China-Böller-Angebots ist seither tendenziell rückläufig. Dies hängt auch mit dem immer populärer werdenden [[Feuerwerksbatterie|Verbundfeuerwerk]] zusammen. Im Jahr 2009 überraschte [[Diamond]] mit D- und Superböllern, die wieder eine befriedigende Knallwirkung hatten. Doch auch die von [[Panda]] und [[Lesli]] importierten Chargen besserer China-Böller konnten bisher keine Trendwende bei den großen Marken Weco, Nico und Comet bewirken, die das Angebot im Einzelhandel dominieren. Im Jahr 2016 überraschte [[Funke]] mit Chinaböllern der Kaliber D- und Super-böller II, die nach traditioneller Art hergestellt wurden und auch in Knallwirkung und Zerlegung einem klassischen Chinaböller entsprechen. Sie werden daher oft als &amp;quot;Oldschool-&amp;quot; oder &amp;quot;Premium-Böller&amp;quot; bezeichnet. Derzeit sind die Funke-Chinaböller jedoch (noch) ein Nischenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:F.K. Boeller D von 1965.jpg|thumb|Einer der ältesten bekannten D-Böller, Import: F.K. Wattenscheid, 1965.]]&lt;br /&gt;
Aufrund der abnehmenden Qualität der Chinaböller ist unter Feuerwerksfreunden das Interesse an älteren China-Böllern stetig gewachsen. Immer wieder taucht dabei die Frage auf, woran man alte China-Böller erkennt und wie ihr Alter zu bestimmen ist. Details dazu sind auf den [[:kategorie:China-Böller#Marken_in_Deutschland|Seiten der einzelnen Marken]] zu finden. Im folgenden werden Informationen dargestellt, die alle China-Böller gleichermaßen betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== bis 1969 ===&lt;br /&gt;
Die China-Böller entsprechen gänzlich der [[:kategorie:China-Böller#Eigenschaften|klassischen Bauart]]. Markant ist die BAM-Nummer des alten Nummern-System, das dem Format ''BAM xxxx/II'' folgt. Außerdem ist die Formulierung ''Verboten ist die Abgabe an Personen unter 18 Jahre'' zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;''Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe, 23. Dezember 1969'', am 1. Januar 1970 in Kraft getreten&amp;lt;/ref&amp;gt; Importeur ist meistens - aber nicht immer - ''Franz Keller'' bzw. ''F.K. Wattenscheid''. Sind die Böller ''made in macau'', stammen sie mit Sicherheit aus dieser Epoche. Schon damals waren die meisten Böller aber ''made in china''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1970 - ca. 1984 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|F.K. D-Böller aus Anfang der 1980er Jahre]]&lt;br /&gt;
Die Böller entsprechen noch der klassischen Bauart, haben aber bereits die neueren BAM-Nummern nach dem Format ''BAM PII-xxxx''. Es ist die Formulierung zu finden ''Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten''. Ab 1977 war der Hersteller immer aufgedruckt &amp;lt;ref&amp;gt;''Dritte Verordnung zur Änderung der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Sprengstoffgesetzes, 28. Juni 1976, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt; (kann aber auch früher schon aufgedruck gewesen sein). Haben die Böller sehr lange Lunten (halbe Böllerlänge oder mehr) oder nicht gedrehte Lunten (''Schlaufenböller''), sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von 1984 oder älter. Die Knallwirkung und Zerlegung ist fast immer sehr gut. Böller mit roter Banderole kommen mit Ausnahme der F.K./FKW-Böller (ab ca.1979) nicht vor, die meisten sind weiß mit grüner Schrift. Es gibt aber auch bunt gemusterte oder mit Bildern bedruckte Böller in dieser Zeit. Teilweise sind die Päckchen nicht wie üblich in rotes Seidenpapier, sondern in Klarsichtfolie verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1985 - 1993 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco D-Boeller 1991.jpg|thumb|Weco D-Böller von 1991]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Verdaemmungstypen Uebersicht.jpg|thumb|Verdämmungs-Typen]]&lt;br /&gt;
Die Wandstärke der Böller ist nicht mehr so sehr kräftig, die Böller nicht immer steinhart. Das hintere Ende kann im Zeitraum ca. 1990-1995 mit ein harten, mineralischen Masse verschlossen sein. Päckchen der Marke Moog-Nico (ab ca. 1988) und FKW (ab 1991) können bereits einen Strichcode (Barcode) haben, ansonsten gibt es Strichcodes in dieser Zeit noch nicht. Ab 1991 war grüne Schrift in Klasse II nicht mehr vorgeschrieben &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Änderung sprengstoffrechtlicher Vorschriften, 19. November 1990, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt;, viele Marken behielten die Schriftscharbe aber noch länger bei. Bis 1989 kommt die [[Chinese Green Visco]] nur bei Superböllern von FKW und Thunder D-Böllern von Feistel vor. Ab 1990 findet man sie zunehmend auch bei kleineren Böllergrößen. Die Knallwirkung kann noch gut, aber auch schlecht sein. die Böller zerschnipseln bei der Explosion noch recht gut, jedoch nicht mehr in so kleine Einzelfetzchen wie es ursprünglich der Fall war. Die meisten Böller sind in dieser Zeit weiß mit grüner Schrift. Eine Ausnahme macht hier wieder FKW, sowie einige wenige Chargen von Weco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 1997 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1995.jpg|thumb|Feistel Super-Böller I von 1995]]&lt;br /&gt;
China-Böller ab 1994 sind zuverlässig an einer Telefonnummer zu erkennen, die seither auf jedem Päckchen aufgedruckt sein muss &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Novellierung der Gefahrstoffverordnung, zur Aufhebung der Gefährlichkeitsmerkmaleverordnung und zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, 26. Oktober 1993, Artikel 2'', in Kraft getreten am 1.November 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;. Den Strichcode findet man nun auch auf allen Feistel- und Moog-Böllerpäckchen. Die Knallwirkung kann gut oder auch schlecht sein, meistens zerschnipseln die Böller aber noch ganz gut. Die klassische [[Chinese Fuse]] taucht bis 1995 noch gelegentlich auf und wird zuletzt noch von Keller verwendet (bis 1997). Böller von Weco und Keller sind seit 1995 grundsätzlich rot mit schwarzer Schrift. Die bisher durchgehende Schwarzpulverseele ist in dieser Zeit meistens bereits durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt worden, der Anteil an Dämmstoff an den Enden des Böller hält sich jedoch noch in Grenzen. Die Intensität des Schnipselregens beim Explodieren ist nicht mehr so groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1998 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1998.jpg|thumb|Ein Feistel Super-Böller I von 1998, noch mit guter Wandstärke]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Weco Super-Böller I von 2008, labbrige Verarbeitung]]&lt;br /&gt;
Seit 1998 sind China-Böller am hinteren Ende nicht mehr gekrempelt oder gestopft, sondern verleimt. In den ersten Jahren war diese Leimschicht noch relativ dick und daher deutlich erkennbar. Als Dämmmaterial kommt seither grundsätzlich rote Tonerde zur Anwendung. Die Wandstärke und Menge an Schwarzpulver war anfangs noch reichlich und verringerte sich immer weiter, bis die Böller ab ca. 2005 das Erscheinungsbild labbriger Papprollen aufwiesen. Seit ca. 2007-2009 sind die Böller auch vorn nicht mehr gekrempelt, sondern nur noch mit roter Masse gestopft/verklebt. Markant ist auch die geräuschvoll abbrennende Visco, mit der China-Böller seither versehen sind. Schon ab 1998 sind alle Böller mit der Chinese Green Visco ausgestattet. Lady- und Paket-Cracker machen eine Ausnahme, sie haben weiterhin die Chinese Fuse, werden aber zentral über eine grüne Lunte gezündet. Die kleinen Knallmatten verschwanden allerdings in den Jahren nach der Jahrtausendwende aus dem Angebot. Seit 1999 verwendet Weco stets einen Strichcode auf den Päckchen. Bei Nico hält dieser erst 2002 Einzug, Comet-Böllern fehlt der Strichcode sogar bis heute. Eine weitere Besonderheit der Comet-Böller ist die nach wie vor weiße Banderole mit grüner oder schwarzer Schrift. Bis 2002 gab es weiße Banderolen auch noch bei Nico. Seit 2009 sind China-Böller an der BAM-Nummer nach dem Format ''BAM-F2-xxxx'' zu erkennen und auf den Päckchen ist die [[Nettoexplosivstoffmasse|NEM]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - The Art &amp;amp; History''. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2000.&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - An Eye-Popping Collection Of Chinese Firework Art. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerk-forum.de/index.php&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerkskiste.de/content.php&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinfeuerwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Super-B%C3%B6ller&amp;diff=7955</id>
		<title>Super-Böller</title>
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				<updated>2017-01-02T22:16:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Super-Böller I von [[China-Böller von Weco|Weco]], eine &amp;quot;Tonschleuder&amp;quot; aus dem Jahr 2008.]]&lt;br /&gt;
Der '''Super-Böller I''' ist ein großer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''500'''. Er ist 125 mm lang und 25 mm dick. Auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längenangabe in Zoll ('''5&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 4 Stück. 1 Karton Super-Böller I enthält 20 Einzelpäckchen, also 80 Knaller. Immer öfter sind jedoch auch halbe Schinken mit 40 Knallern im Umlauf. Von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] werden sie als ''Super-Böller A'' bezeichnet. Bei ihrem Erscheinen Anfang der 1980er Jahre hatten sie einen stolzen Preis von etwa 2 bis 2,50 DM pro Päckchen. Importiert wurde er zunächst nur von Keller und [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]]. Der Knall fiel nicht selten noch etwas heftiger aus, als es schon beim [[China-Böller D]] der Fall war. Mit dem Preisverfall ab Ende der 1980er fanden sie große Verbreitung, infolgedessen verringerte sich jedoch auch die Satzmenge immer weiter. Nach der Jahrtausendwende wurden Super-Böller-Schinken für teilweise weniger als 5 € verramscht, hatten qualitativ einen Tiefpunkt erreicht, mit nur noch einem Bruchteil der früheren Satzmenge und knallten oft kaum noch lauter als ein [[Pyro-Cracker]]. Infolge der großen Menge roter Tonerde, die den Körper des Böllers anstatt des Schwarzpulvers nun auffüllte, handelten sie sich einen schlechten Ruf als Dreckschleudern ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Super-B%C3%B6ller&amp;diff=7954</id>
		<title>Super-Böller</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Super-Böller I von [[China-Böller von Weco|Weco]], eine &amp;quot;Tonschleuder&amp;quot; aus dem Jahr 2008.]]&lt;br /&gt;
Der '''Super-Böller I''' ist ein großer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''500'''. Er ist 125 mm lang und 25 mm dick. Auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längenangabe in Zoll ('''5&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 4 Stück. 1 Karton Super-Böller I enthält 20 Einzelpäckchen, also 80 Knaller. Immer öfter sind jedoch auch halbe Schinken mit 40 Knallern im Umlauf. Von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] werden sie als ''Super-Böller A'' bezeichnet. Bei ihrem Erscheinen Anfang der 1980er Jahre hatten sie einen stolzen Preis von etwa 2 bis 2,50 DM pro Päckchen. Importiert wurde er zunächst nur von Keller und [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]]. Der Knall fiel nicht selten noch etwas heftiger aus, als es schon beim [[China-Böller D]] der Fall war. Mit dem Preisverfall ab Ende der 1980er fanden sie große Verbreitung, infolgedessen verringerte sich jedoch auch die Satzmenge immer weiter. Nach der Jahrtausendwende wurden Super-Böller-Schinken für teilweise weniger als 5 € verramscht, hatten qualitativ eine Tiefpunkt erreicht, mit nur noch einen Bruchteil der früheren Satzmenge und knallten oft kaum noch lauter als ein [[Pyro-Cracker]]. Infolge der großen Menge roter Tonerde, die den Körper des Böllers anstatt des Schwarzpulvers nun auffüllte, handelten sie sich einen schlechten Ruf als Dreckschleudern ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_D&amp;diff=7953</id>
		<title>China-Böller D</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|Ein D-Böller von [[Red Lantern]], importiert durch [[China-Böller von Keller/FKW|F.K.]] Anfang der 1980er Jahre.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''China-Böller D''' ist ein großer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''490'''. Er ist 100 mm lang und 25 mm dick. Auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längen- und Durchmesserangabe in Zoll ('''4&amp;quot; x 1&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 4 Stück. 1 Karton D-Böller enthält 20 Einzelpäckchen, also 80 Knaller. Immer öfter sind jedoch auch halbe Schinken mit 40 Knallern im Umlauf. Der D-Böller galt lange Zeit als der König der China-Böller. Seine Satzmenge war enorm und der Knall entsprechend sehr kräftig. Ein China-Böller D wurde umgangssprachlich zum Inbegriff eines lautstarken Knallers. Er war bis in die 1980er Jahre jedoch so teuer (etwa 1,50 - 2 DM pro Päckchen), dass er nur selten schinkenweise gekauft wurde. Dies änderte sich Ende der 1980er Jahre im Zuge des Preis- aber auch Qualitätsverfalls. Nach der Jahrtausendwende wurden D-Böller-Schinken für teilweise weniger als 4 € verramscht, hatten qualitativ eine Tiefpunkt erreicht, mit nur noch einen Bruchteil der früheren Satzmenge und knallten oft kaum noch lauter als ein [[Pyro-Cracker]]. So büßte der D-Böller seinen guten Ruf allmählich ein, sein Image-Verfall steht sinnbidlich für die immer schlechtere China-Böller-Qualität dieser Zeit. Dennoch wird er neben dem Pyro-Cracker nach wie vor am häufigsten gekauft, wobei der Absatz an China-Böllern insgesamt eher rückläufig ist. Im Jahr 2016 überraschte der Importeur [[Funke]] mit D-Böllern nach alter Bauweise, die wieder einen sehr kräftigen Knall aufwiesen und insgesamt das alte Flair dank Schnipselregen und grauer Lunte nahezu vollständig zurückbrachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>China-Böller D</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''China-Böller D''' ist ein großer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''490'''. Er ist 100 mm lang und 25 mm dick. Auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längen- und Durchmesserangabe in Zoll ('''4&amp;quot; x 1&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 4 Stück. 1 Karton D-Böller enthält 20 Einzelpäckchen, also 80 Knaller. Immer öfter sind jedoch auch halbe Schinken mit 40 Knallern im Umlauf. Der D-Böller galt lange Zeit als der König der China-Böller. Seine Satzmenge war enorm und der Knall entsprechend sehr kräftig. Ein China-Böller D wurde umgangssprachlich zum Inbegriff eines lautstarken Knallers. Er war bis in die 1980er Jahre jedoch so teuer (etwa 1,50 - 2 DM pro Päckchen), dass er nur selten schinkenweise gekauft wurde. Dies änderte sich Ende der 1980er Jahre im Zuge des Preis- aber auch Qualitätsverfalls. Nach der Jahrtausendwende wurden D-Böller-Schinken für teilweise weniger als 4 € verramscht, hatten qualitativ eine Tiefpunkt erreicht, mit nur noch einen Bruchteil der früheren Satzmenge und knallten oft kaum noch lauter als ein [[Pyro-Cracker]]. So büßte der D-Böller seinen guten Ruf allmählich ein, sein Image-Verfall steht sinnbidlich für die immer schlechtere China-Böller-Qualität dieser Zeit. Dennoch wird er neben dem Pyro-Cracker nach wie vor am häufigsten gekauft, wobei der Absatz an China-Böllern insgesamt eher rückläufig ist. Im Jahr 2016 überraschte der Importeur [[Funke]] mit D-Böllern nach alter Bauweise, die wieder einen sehr kräftigen Knall aufwiesen und insgesamt das alte Flair dank Schnipselregen und grauer Lunte nahezu vollständig zurückbrachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_C&amp;diff=7951</id>
		<title>China-Böller C</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:China Boeller C von YL Red Lantern.jpg|thumb|Ein C-Böller von [[Red Lantern]], gehandelt von [[China-Böller von Yuen Loong Hong|YL]], in Deutschland vertrieben über [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] aus den 1970ern.]] Der '''China-Böller C''' ist ein großer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''470'''. Ihn gab es in zwei unterschiedlichen Größen. In der Regel ist er etwa 87 cm lang und 18 mm dick. Auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längenangabe in Zoll ('''3 1/2&amp;quot;'''). C-Böller von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] waren erheblich länger (100 mm). In einer Packung befinden sich 5 Stück. 1 Karton C-Böller enthält 20 Einzelpäckchen, also 100 Knaller. Der C-Böller ist nur noch gering verbreitet. Ursprünglich hatten ihn die meisten Importeure im Programm, lediglich von [[China-Böller von Weco|Weco]] hat es C-Böller nie gegeben. Seit etwa der Jahrtausendwende wurde er nur noch von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] geführt. Seit 2010 gibt es ihn außerdem auch wieder von [[China-Böller von Lesli|Lesli]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Datei:China_Boeller_C_von_YL_Red_Lantern.jpg&amp;diff=7950</id>
		<title>Datei:China Boeller C von YL Red Lantern.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>China-Böller B</title>
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				<updated>2017-01-02T21:12:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:China Boeller B Feistel Horse Brand Dragon Banger.jpg|thumb|Ein B-Böller von [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico|Feistel]] bzw. [[Horse Brand]], ca. 1993.]]&lt;br /&gt;
Der '''China-Böller B''' ist ein mittelgroßer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''480'''. Er ist etwa 100 mm lang und 14 mm dick, auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längen- und Durchmesserangabe in Zoll ('''4&amp;quot; x 9/16&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 6 Stück. 1 Karton B-Böller enthält 40 Einzelpäckchen, also 240 Knaller. Immer öfter sind jedoch auch Kartons von halber Größe im Umlauf. B-Böller sind in Deutschland eine gängige Böllergröße und sind bei den meisten Importeuren im Programm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

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		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Datei:China_Boeller_B_Feistel_Horse_Brand_Dragon_Banger.jpg&amp;diff=7948</id>
		<title>Datei:China Boeller B Feistel Horse Brand Dragon Banger.jpg</title>
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				<updated>2017-01-02T21:09:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

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		<title>China-Böller A</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:China Boeller A von Jeco.jpg|thumb|China-Böller A von [[China-Böller von Comet/Jeco|Jeco]] bzw. [[Tiger-Head Brand]], ca. 1988]]&lt;br /&gt;
Der '''China-Böller A''' ist ein mittelgroßer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''460'''. Er ist etwa 75 mm lang und 14 mm dick, auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längen- und Durchmesserangabe in Zoll ('''3&amp;quot; x 9/16&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 6 Stück. 1 Karton A-Böller enthält 40 Einzelpäckchen, also 240 Knaller. Immer öfter sind jedoch auch Kartons von halber Größe im Umlauf. A-Böller sind in Deutschland eine gängige Böllergröße und sind bei den meisten Importeuren im Programm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

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		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=China-B%C3%B6ller_A&amp;diff=7946</id>
		<title>China-Böller A</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:China Boeller A von Jeco.jpg|thumb|China-Böller A von Jeco bzw. Tiger-Head Brand, ca. 1988]]&lt;br /&gt;
Der '''China-Böller A''' ist ein mittelgroßer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''460'''. Er ist etwa 75 mm lang und 14 mm dick, auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längen- und Durchmesserangabe in Zoll ('''3&amp;quot; x 9/16&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 6 Stück. 1 Karton A-Böller enthält 40 Einzelpäckchen, also 240 Knaller. Immer öfter sind jedoch auch Kartons von halber Größe im Umlauf. A-Böller sind in Deutschland eine gängige Böllergröße und sind bei den meisten Importeuren im Programm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>China-Böller A</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:China Boeller A von Jeco.jpg|thumb|China-Böller A von Jeco bzw. Tiger-Head Brand, ca. 1988]]&lt;br /&gt;
Der '''China-Böller A''' ist ein mittelgroßer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''460'''. Er ist etwa 75 mm lang und 14 mm dick, auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längen- und Durchmesserangabe in Zoll ('''3&amp;quot; x 9/16&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 6 Stück. 1 Karton A-Böller enthält 40 Einzelpäckchen, also 240 Knaller enthält. Immer öfter sind jedoch auch Kartons von halber Größe im Umlauf. A-Böller sind in Deutschland eine gängige Böllergröße und sind bei den meisten Importeuren im Programm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

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		<title>China-Böller A</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:China Boeller A von Jeco.jpg|thumb|China-Böller A von Jeco bzw. Tiger-Head Brand, ca. 1988]]&lt;br /&gt;
Der '''China-Böller A''' ist ein mittelgroßer Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''460'''. Er ist etwa 75 mm lang und 15 mm dick, auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längen- und Durchmesserangabe in Zoll ('''3&amp;quot; x 9/16&amp;quot;'''). In einer Packung befinden sich 6 Stück. 1 Karton A-Böller enthält 40 Einzelpäckchen, also 240 Knaller enthält. Immer öfter sind jedoch auch Kartons von halber Größe im Umlauf. A-Böller sind in Deutschland eine gängige Böllergröße und sind bei den meisten Importeuren im Programm. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Datei:China_Boeller_A_von_Jeco.jpg&amp;diff=7943</id>
		<title>Datei:China Boeller A von Jeco.jpg</title>
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				<updated>2017-01-02T21:03:06Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Shinsing-Cracker&amp;diff=7942</id>
		<title>Shinsing-Cracker</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Shinsing-Cracker&amp;diff=7942"/>
				<updated>2017-01-02T20:54:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:FKW Petarde Rotring.jpg|thumb|Ein Päckchen FKW Petarde.]]&lt;br /&gt;
Der '''Shising-Cracker''' ist ein kleiner Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''450'''. Er ist etwa 65 mm lang und 12 mm dick. Eine Packung enthält 10 Stück. International ist dies eine häufig verwendete Größe, in Deutschland spielte sie dagegen schon immer eine Randerscheinung. Wenn er hierzulande auftauchte, dann unter den unterschiedlichsten Bezeichnungen. [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] hatte sie bis Anfang der 1990er Jahre  als ''Petarde'' im Programm. [[China-Böller von Diamond|Diamond]] führte diese Größe kurzzeitig ab 2009 unter dem Namen ''China-Cracker B''. Von [[China-Böller von Lesli|Lesli]] wird er schlicht als ''China-Böller'' angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Datei:FKW_Petarde_Rotring.jpg&amp;diff=7941</id>
		<title>Datei:FKW Petarde Rotring.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Datei:FKW_Petarde_Rotring.jpg&amp;diff=7941"/>
				<updated>2017-01-02T20:53:35Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7940</id>
		<title>Kategorie:China-Böller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7940"/>
				<updated>2017-01-02T20:44:39Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* gegenwärtige Importeure */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''China-Böller''' sind zylindrische [[:kategorie:Kleinfeuerwerk#Knallkörper|Knallkörper]] nach chinesischer Bauart. Der folgende Artikel beschreibt die nach Deutschland importierten Knaller. Die internationale Geschichte des China-Böllers ist auf [[Firecracker|Firecrackers]] zu finden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Chinaboeller.jpg|thumb|Explodierender China-Böller mit [[Schwarzpulver]]-Füllung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller (historisch) ==&lt;br /&gt;
Im kommunistischen China bezeichneten die Hersteller keine Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne, sondern eher Zusammenschlüsse ausgewählter Fabriken, die für den Export produzierten und dazu einen bestimmten Markennamen bzw. Brand erhielten. Die in Deutschland verkauften China-Böller stammten von folgenden Zusammenschlüssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Red Lantern]]&lt;br /&gt;
* [[Flower Basket]]&lt;br /&gt;
* [[Tiger-Head Brand]]&lt;br /&gt;
* [[Horse Brand]]&lt;br /&gt;
* [[Link Triad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist die gesamte chinesische Feuerwerksindustrie umstrukturiert worden, die Brands existieren im damaligen Sinne nicht mehr. Auch werden die heutigen Hersteller nicht mehr deutlich und mit einprägsamen Symbolen auf den Böllerpäckchen oder Böllern dargestellt. Die gegenwärtige Situation exportierender Hersteller ist recht unübersichtlich und nicht ausreichend bekannt, um hier aufgeführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Importeure von China-Böllern ==&lt;br /&gt;
China-Böller wurden und werden von verschiedenen Firmen nach Deutschland importiert, wobei es sich oftmals um Zwischenhändler handelt, die mit den in Deutschland bekannten Feuerwerks-Marken nicht identisch sind. Mitunter ist die Herkunftsbestimmung eines China-Böllers daher recht unübersichtlich. Ältere, von [[Nico]] vertriebene China-Böller weisen beispielsweise laut Päckchenaufschrift den Importeur [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] auf. Was nicht auf dem Päckchen steht: Georg Richter kaufte die Böller von einem in Hong Kong ansässigen Zwischenhändler namens [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Yuen Loong Hong (YL)]], der die Böller wiederum etwa vom Hersteller [[Tiger-Head Brand]] bezog, was letztendlich auch nur eine grobe Angabe darüber ist, in welcher Region Chinas die Böller hergestellt worden sind. Nur manchmal lässt sich die Handelskette anhand der Aufschriften auf den Päckchen tatsächlich nachvollziehen. Am einfachsten ist die bei China-Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]], diese wurden stets direkt vom Hersteller [[Red Lantern]] importiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== gegenwärtige Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Weco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Keller/FKW]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Comet/Jeco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyro Art]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Diamond]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Panda]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Lesli]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Xplode]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Funke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== historische Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Georg Richter]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Yuen Loong Hong]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von J+J Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von LKF]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyrotechnik Hamburg/EVP]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyromaxx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größen ==&lt;br /&gt;
* [[Lady-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Paket-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Pyro-Cracker|440 (Pyro-Cracker)]] &lt;br /&gt;
* [[Shinsing-Cracker|450 (Shising-Cracker)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller A|460 (China-Böller A)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller B|480 (China-Böller B)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller C|470 (China-Böller C)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller D|490 (China-Böller D)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|500 (Super-Böller I)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|510 (Super-Böller II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Der klassische China-Böller === &lt;br /&gt;
Bei einem China-Böller handelt es sich um an beiden Enden gestopfte oder zugekrempelte Hülsen aus aufgerolltem Papier, in deren inneres sich eine langgezogene [[Schwarzpulver]]-Seele befindet. Die Zündung erfolgt mittels [[Chinese Fuse]]. Die Verpackung einzelner Böller ist entsprechend einer chinesischen Tradition aus rotem Seidenpapier. Ein Gebinde mit einer bestimmten Anzahl Knallerpäckchen wird umgangssprachlich als [[Schinken]] bezeichnet, da auch hierfür das rote Seidenpapier verwendet wurde. Auf Einzelpäckchen und Schinken sind jeweils Labels mit stilvollen, beinahe kunstvollen Motiven aufgeklebt. [[Knallkörperkette|Knallmatten]] bestehen aus vielen zusammengebundenen Böllern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprünglichen chinesischen Tradition entsprechend, wird bei China-Böllern für Deutschland nur herkömmliches Schwarzpulver ohne Metallzusätze oder ähnliches verwendet. Eine optimale Verdämmung der Hülse ist hierbei besonders wichtig und ermöglicht bei entsprechender Menge Schwarzpulver einen kräftigen Knall, der nicht digital, sondern eher weich und andauernd ist. Das zu einer dicken Hülse aufgerollte Papier wird dabei in viele kleine Teile zerlegt, weshalb es zu einem imposanten Schnipselregen-Effekt kommt, der für Freunde klassischer China-Böller ein fester Bestandteil des gewünschten Effektbildes ist. In Kombination mit dem markanten Geruch des in der Chinese Fuse abbrennenden Schwarzpulvers ergibt sich beim Zünden des China-Böllers ein unverwechselbares Erlebnis. Auch die Knallmatten ergeben - wenn klassisch an einem Baun aufgehängt - einen imposanten Schnipselregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;YouTube&amp;gt;xWK7PQGXS1Q&amp;lt;/YouTube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle China-Böller ===&lt;br /&gt;
Gegenwärtig in China hergestellte Böller weichen von der ursprünglichen Tradition erheblich ab. Anstatt einer durchgehenden Pulverseele hat der Böller eine mittig platzierte Pulverkammer mit vergleichsweise wenig Schwarzpulver darin. Den Hauptteil der Füllung macht rote Tonerde als Dämmmaterial aus. Die Enden der Böller sind nicht mehr zugekrempelt, sondern verleimt oder mit festem Dämmstoff versiegelt. Die Papphülse ist vergleichweise dünnwandig, Länge und Dicke insbesondere der D- und Supberböller sind verringert. Anstatt der [[Chinese Fuse]] wird der Böller durch eine [[Chinese Green Visco]] gezündet. Die Labels sind nicht mehr stilvoll gestaltet. Für die Gebinde kommen nur noch Pappkartons zur Verwendung, einzelne Päckchen sind jedoch nach wie vor in das traditionelle rote Seidenpapier eingepackt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Veränderungen sind aktuelle China-Böller einerseits deutlich sicherer geworden: Die Lunte brennt wesentlich zuverlässiger und gleichmäßiger ab. Ein deutlich hörbares Geräusch beim Abbrand erhöht die Sicherheit zusätzlich. Infolge der mittig platzierten Pulverkammer explodiert der Böller erst mit einer gewissen Verzögerung und nicht unmittelbar, nachdem die Lunte den Rand des Knallkörpers erreicht. Außerdem können bei der Explosion keine nachglimmenden Splitter entstehen. Die Fertigungskosten wurden durch Materialeinsparungen gesenkt und damit der Verkauf des China-Böllers als Massenware zu sehr niedrigen Preisen ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite haben die Veränderungen eine ganze Reihe Nachteile: Die dünnwandigen Papphülsen, die oftmals auch noch feucht sind, gewährleisten keine optimale Verdämmung mehr. Hinzu kommt, dass die Menge des Schwarzpulvers nur noch sehr gering ist. Das Ergebnis ist ein schwacher Knall, der insbesondere bei den großen Böllersorten wie dem D-Böller in keinem Verhältnis zur Größe des Knallers steht. Anstatt einer Totalzerlegung platzen die Böller oft nur noch an einer Stelle auf und hinterlassen infolge der überdimensionierten Menge roter Tonerde jede Menge Dreck. Die dünnen Papphülsen ergeben auch keinen Schnipselregen-Effekt mehr. Zudem ist der Geruch der abbrennenden grünen Lunte unangenehm. Die lieblos &amp;quot;gestalteten&amp;quot; Labels stehen symbolisch für den allgemein eingetretenen Qualitätsverfall. Seit etwa 2009 sind einige Importeure wieder bemüht, den Knalleffekt des China-Böllers zu verbessern ([[Diamond]], [[Panda]], [[Lesli]], [[Xplode]], [[Funke]]). Diese konnten sich bisher jedoch nicht am Markt durchsetzen. Gründe dafür sind der höhere Preis, die schlechte Verfügbarkeit im Einzelhandel, sowie nicht ausreichend informierte Verbraucher und Händler. Hier wirkt sich die Marktdominanz von [[Weco]] negativ aus, da sind keine Bemühungen zur Qualitätsverbesserung des China-Böllers erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Chinaböllers in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Böller.jpg|thumb|Historische Vorrichtung zum Wickeln von Böllern]]&lt;br /&gt;
=== bis 1985 ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden bereits zu Vorkriegszeiten gelegentlich chinesische Knallmatten eingeführt und als ''chinesischer Knallfrosch'' bezeichnet. Der Import in größerem Umfang begann jedoch erst in den 1960er Jahren in der BRD. Dabei kamen auch die einzeln zu zündenden Böller-Größen auf. Im Laufe der 1960er Jahre kamen die [[China-Böller D|D-Böller]] hinzu, und zu Beginn der 1980er Jahre die [[Super-Böller]]. Der Verkauf der Böller erfolgt wie damals für Feuerwerk üblich zu relativ hohen Preisen und nur in bestimmten Geschäften wie Schreibwaren- und Spielzeugläden, Drogerien und Kaufhäusern statt. Ein Päckchen D-Böller kostete oft mehr als 1,50 DM, so war es die Ausnahme, dass ganzen [[Schinken]] für Silvester gekauft wurden. [[China-Böller von Keller/FKW|Franz Keller]] war einer der ersten wichtigen Importeure in den 1960er Jahren. Anders als etwa in den USA, wo China-Böller aufgrund eines Handelsembargos gegen das kommunistische China nicht importiert werden durften (sondern aus Macau), kamen die China-Böller für Deutschland schon damals fast ausschließlich aus China. Allerdings nur in die BRD - in der DDR war China-Feuerwerk trotz der anfangs politisch-ideologischen Nähe nicht erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985-1998 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre traten einige gravierende Veränderungen ein, zunächst eine wirtschaftliche Umstrukturierung in China. Franz Keller war es wieder einmal, der als erster die Chancen der sich liberalisierenden chinesischen Märkte erkannte. Arbeits- und Vertriebsstandards wurden gelockert, Händler durften mit den Herstellern direkt in Verhandlung treten, und allgemein bildeten sich ansatzweise marktwirtschaftliche Verhältnisse heraus. Zur selben Zeit verbreiteten sich in der BRD Discounter-Märkte und Ramschläden. Keller brachte in dieser Zeit einen massenhaften Import und Verkauf von China-Böllern über die neuen Vertriebswege zustande, zu erheblich niedrigeren Preisen als bisher. Konkurrierende Marken zogen bald nach. So begann der Siegeszug der Chinaware über deutsche Produkte, die nun ungleich teuer erschienen. Im Laufe der 1990er Jahre verdrängte die Importware die deutschen Feuerwerksartikel weitgehend. Auch der Feuerwerksverkauf in den klassischen Läden ging immer weiter zurück, da diese sich nicht an die Dumping-Preise der Discounter anpassen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Privatdrogerie Silvesterverkauf 2014.JPG|thumb|Traditioneller Feuerwerksverkauf in einer Privatdrogerie bei Dresden, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
In dieser Zeit ließ die Qualität der China-Böller nach. Ursache und Wirkung sind hier schwer voneinander zu unterscheiden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zunehmend selbstständigen chinesischen Hersteller versuchten, immer mehr und immer billiger zu produzieren und dabei auf die Qualität der Produkte keine Rücksicht mehr nahmen. Oder sie wurden durch den steigenden Konkurrenzdruck und straffe Bedingungen der Importeure regelrecht zu dieser Entwicklung gezwungen. In einer ersten Stufe des Qualitätsverfalls verringerte sich bereits Mitte der 1980er Jahre die Wandstärke, Knallwirkung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung. Ab etwa 1990 schwankte die Qualität besonders ausgeprägt, teilweise waren ganze Chargen nicht funktionsfähiger Böller im Umlauf. Die Zuordnung von Labels, Herstellern und Importeuren wurde damals sehr unübersichtlich, die Häufung von Fehldrucken und ähnlichem macht eine Systematisierung kaum möglich. Allein von den Weco-Pyrocrackern sind aus der Zeit 1990-1994 mehr als 50 verschiedene Chargen bekannt. Auch die Verdämmung veränderte sich, häufig waren die Böller nun mit einer grauen Masse oder einem harten, mineralischen Dämmstoff verschlossen. Ab 1995 normalisierten sich die Verhältnisse wieder einigermaßen, wobei sich die Qualität auf einem noch akzeptablen Niveau, aber deutlich unterhalb der klassischen Chinaböller, einpegelte. Denn die Satzmenge hatte schon damals deutlich abgenommen, und die bisher durchgehende Schwarzpulverseele wurde mehr und mehr durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt. Derartige Chinaböller erkennt man daran, dass sie eine größere Verzögerung aufweisen, also nicht mehr unmittelbar nach Abbrand der äußerlich sichtbaren Lunte explodieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1999 ===&lt;br /&gt;
1998 ging man dazu über, die Böller hinten nicht mehr zuzukrempeln, sondern zu verleimen. Im selben Jahr wurde im damaligen SprengÄndG festgelegt, dass bei Knallkörpern keine brennenden oder glimmenden Splitter entstehen und maximal 120 db laut sein dürfen. Obwohl die bisherige Lautstärkebegrenzung mit 115 db sogar niedriger lag, zog das Gesetz gravierende Veränderungen nach sich, da die BAM bei dieser Gelegenheit sämtliche Zulassungen neu erteilte und dabei auch die Chinaböller genau überprüfte. In dem Zusammenhang wurden offenbar Änderungen in der Fertigung des Chinaböllers eingeleitet, die ein Zerschnipseln des Böllers mit glimmenden Resten, sowie ein Überschreiten der Lautstärkebegrenzung mit Sicherheit unterbinden sollten. Einer Patentschrift aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass Chinaböller seither Sollbruchstellen in Form kleiner Aussparungen besitzen. Diese sind im inneren Teil der Hülse angeordnet und daher äußerlich nicht erkennbar. Zumindest an Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] konnten diese Aussparungen nachgewiesen werden. Es ist anzunehmen, dass seit ca. 2000 die meisten China-Böller diese verdeckten Sollbruchstellen haben. Auch die Art der Zerlegung wird dadurch beeinflusst, der Böller zerplatzt seither in zwei Stücke oder sogar nur noch seitlich auf, anstatt zu zerschnipseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrtausendwende war ein Tiefpunkt erreicht. Der China-Böller war infolge von Konkurrenzkampf auf Kosten der Qualität, sowie Bestrebungen zur Lautstärkebegrenzung beinahe zu einer Fratze seinerselbst verkommen. Die Wandstärke minimierte sich ebenso wie der Schwarzpulvergehalt, auch die Größe der Böller verringerte sich. Die Knallwirkung war zutiefst enttäuschend, und auch der berühmt-berüchtigte D-Böller büßte seinen Ruf endgültig ein. Einige Jahre lang fielen noch die [[China-Böller C|C-Böller]] von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] und gelegentlich auch andere Kaliber der Marke positiv auf, ehe auch diese ab etwa 2005 das allgemein tiefe Niveau erreichten. Ebenso tief war allerdings auch der Verkaufspreis abgesunken: Ein Schinken D-Böller mit 20 Päckchen war inzwischen ab 3,50 € zu haben. Die Verbraucher wendeten sich allmählich von den inzwischen als &amp;quot;Dreckschleuder&amp;quot; verachteten China-Böllern ab, die Breite des China-Böller-Angebots ist seither tendenziell rückläufig. Dies hängt auch mit dem immer populärer werdenden [[Feuerwerksbatterie|Verbundfeuerwerk]] zusammen. Im Jahr 2009 überraschte [[Diamond]] mit D- und Superböllern, die wieder eine befriedigende Knallwirkung hatten. Doch auch die von [[Panda]] und [[Lesli]] importierten Chargen besserer China-Böller konnten bisher keine Trendwende bei den großen Marken Weco, Nico und Comet bewirken, die das Angebot im Einzelhandel dominieren. Im Jahr 2016 überraschte [[Funke]] mit Chinaböllern der Kaliber D- und Super-böller II, die nach traditioneller Art hergestellt wurden und auch in Knallwirkung und Zerlegung einem klassischen Chinaböller entsprechen. Sie werden daher oft als &amp;quot;Oldschool-&amp;quot; oder &amp;quot;Premium-Böller&amp;quot; bezeichnet. Derzeit sind die Funke-Chinaböller jedoch (noch) ein Nischenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:F.K. Boeller D von 1965.jpg|thumb|Einer der ältesten bekannten D-Böller, Import: F.K. Wattenscheid, 1965.]]&lt;br /&gt;
Aufrund der abnehmenden Qualität der Chinaböller ist unter Feuerwerksfreunden das Interesse an älteren China-Böllern stetig gewachsen. Immer wieder taucht dabei die Frage auf, woran man alte China-Böller erkennt und wie ihr Alter zu bestimmen ist. Details dazu sind auf den [[:kategorie:China-Böller#Marken_in_Deutschland|Seiten der einzelnen Marken]] zu finden. Im folgenden werden Informationen dargestellt, die alle China-Böller gleichermaßen betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== bis 1969 ===&lt;br /&gt;
Die China-Böller entsprechen gänzlich der [[:kategorie:China-Böller#Eigenschaften|klassischen Bauart]]. Markant ist die BAM-Nummer des alten Nummern-System, das dem Format ''BAM xxxx/II'' folgt. Außerdem ist die Formulierung ''Verboten ist die Abgabe an Personen unter 18 Jahre'' zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;''Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe, 23. Dezember 1969'', am 1. Januar 1970 in Kraft getreten&amp;lt;/ref&amp;gt; Importeur ist meistens - aber nicht immer - ''Franz Keller'' bzw. ''F.K. Wattenscheid''. Sind die Böller ''made in macau'', stammen sie mit Sicherheit aus dieser Epoche. Schon damals waren die meisten Böller aber ''made in china''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1970 - ca. 1984 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|F.K. D-Böller aus Anfang der 1980er Jahre]]&lt;br /&gt;
Die Böller entsprechen noch der klassischen Bauart, haben aber bereits die neueren BAM-Nummern nach dem Format ''BAM PII-xxxx''. Es ist die Formulierung zu finden ''Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten''. Ab 1977 war der Hersteller immer aufgedruckt &amp;lt;ref&amp;gt;''Dritte Verordnung zur Änderung der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Sprengstoffgesetzes, 28. Juni 1976, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt; (kann aber auch früher schon aufgedruck gewesen sein). Haben die Böller sehr lange Lunten (halbe Böllerlänge oder mehr) oder nicht gedrehte Lunten (''Schlaufenböller''), sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von 1984 oder älter. Die Knallwirkung und Zerlegung ist fast immer sehr gut. Böller mit roter Banderole kommen mit Ausnahme der F.K./FKW-Böller (ab ca.1979) nicht vor, die meisten sind weiß mit grüner Schrift. Es gibt aber auch bunt gemusterte oder mit Bildern bedruckte Böller in dieser Zeit. Teilweise sind die Päckchen nicht wie üblich in rotes Seidenpapier, sondern in Klarsichtfolie verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1985 - 1993 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco D-Boeller 1991.jpg|thumb|Weco D-Böller von 1991]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Verdaemmungstypen Uebersicht.jpg|thumb|Verdämmungs-Typen]]&lt;br /&gt;
Die Wandstärke der Böller ist nicht mehr so sehr kräftig, die Böller nicht immer steinhart. Das hintere Ende kann im Zeitraum ca. 1990-1995 mit ein harten, mineralischen Masse verschlossen sein. Päckchen der Marke Moog-Nico (ab ca. 1988) und FKW (ab 1991) können bereits einen Strichcode (Barcode) haben, ansonsten gibt es Strichcodes in dieser Zeit noch nicht. Ab 1991 war grüne Schrift in Klasse II nicht mehr vorgeschrieben &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Änderung sprengstoffrechtlicher Vorschriften, 19. November 1990, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt;, viele Marken behielten die Schriftscharbe aber noch länger bei. Bis 1989 kommt die [[Chinese Green Visco]] nur bei Superböllern von FKW und Thunder D-Böllern von Feistel vor. Ab 1990 findet man sie zunehmend auch bei kleineren Böllergrößen. Die Knallwirkung kann noch gut, aber auch schlecht sein. die Böller zerschnipseln bei der Explosion noch recht gut, jedoch nicht mehr in so kleine Einzelfetzchen wie es ursprünglich der Fall war. Die meisten Böller sind in dieser Zeit weiß mit grüner Schrift. Eine Ausnahme macht hier wieder FKW, sowie einige wenige Chargen von Weco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 1997 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1995.jpg|thumb|Feistel Super-Böller I von 1995]]&lt;br /&gt;
China-Böller ab 1994 sind zuverlässig an einer Telefonnummer zu erkennen, die seither auf jedem Päckchen aufgedruckt sein muss &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Novellierung der Gefahrstoffverordnung, zur Aufhebung der Gefährlichkeitsmerkmaleverordnung und zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, 26. Oktober 1993, Artikel 2'', in Kraft getreten am 1.November 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;. Den Strichcode findet man nun auch auf allen Feistel- und Moog-Böllerpäckchen. Die Knallwirkung kann gut oder auch schlecht sein, meistens zerschnipseln die Böller aber noch ganz gut. Die klassische [[Chinese Fuse]] taucht bis 1995 noch gelegentlich auf und wird zuletzt noch von Keller verwendet (bis 1997). Böller von Weco und Keller sind seit 1995 grundsätzlich rot mit schwarzer Schrift. Die bisher durchgehende Schwarzpulverseele ist in dieser Zeit meistens bereits durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt worden, der Anteil an Dämmstoff an den Enden des Böller hält sich jedoch noch in Grenzen. Die Intensität des Schnipselregens beim Explodieren ist nicht mehr so groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1998 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1998.jpg|thumb|Ein Feistel Super-Böller I von 1998, noch mit guter Wandstärke]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Weco Super-Böller I von 2008, labbrige Verarbeitung]]&lt;br /&gt;
Seit 1998 sind China-Böller am hinteren Ende nicht mehr gekrempelt oder gestopft, sondern verleimt. In den ersten Jahren war diese Leimschicht noch relativ dick und daher deutlich erkennbar. Als Dämmmaterial kommt seither grundsätzlich rote Tonerde zur Anwendung. Die Wandstärke und Menge an Schwarzpulver war anfangs noch reichlich und verringerte sich immer weiter, bis die Böller ab ca. 2005 das Erscheinungsbild labbriger Papprollen aufwiesen. Seit ca. 2007-2009 sind die Böller auch vorn nicht mehr gekrempelt, sondern nur noch mit roter Masse gestopft/verklebt. Markant ist auch die geräuschvoll abbrennende Visco, mit der China-Böller seither versehen sind. Schon ab 1998 sind alle Böller mit der Chinese Green Visco ausgestattet. Lady- und Paket-Cracker machen eine Ausnahme, sie haben weiterhin die Chinese Fuse, werden aber zentral über eine grüne Lunte gezündet. Die kleinen Knallmatten verschwanden allerdings in den Jahren nach der Jahrtausendwende aus dem Angebot. Seit 1999 verwendet Weco stets einen Strichcode auf den Päckchen. Bei Nico hält dieser erst 2002 Einzug, Comet-Böllern fehlt der Strichcode sogar bis heute. Eine weitere Besonderheit der Comet-Böller ist die nach wie vor weiße Banderole mit grüner oder schwarzer Schrift. Bis 2002 gab es weiße Banderolen auch noch bei Nico. Seit 2009 sind China-Böller an der BAM-Nummer nach dem Format ''BAM-F2-xxxx'' zu erkennen und auf den Päckchen ist die [[Nettoexplosivstoffmasse|NEM]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - The Art &amp;amp; History''. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2000.&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - An Eye-Popping Collection Of Chinese Firework Art. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerk-forum.de/index.php&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerkskiste.de/content.php&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinfeuerwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7939</id>
		<title>Kategorie:China-Böller</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Kategorie:China-B%C3%B6ller&amp;diff=7939"/>
				<updated>2017-01-02T20:34:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: /* Aktuelle China-Böller */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''China-Böller''' sind zylindrische [[:kategorie:Kleinfeuerwerk#Knallkörper|Knallkörper]] nach chinesischer Bauart. Der folgende Artikel beschreibt die nach Deutschland importierten Knaller. Die internationale Geschichte des China-Böllers ist auf [[Firecracker|Firecrackers]] zu finden. &lt;br /&gt;
[[Bild:Chinaboeller.jpg|thumb|Explodierender China-Böller mit [[Schwarzpulver]]-Füllung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hersteller (historisch) ==&lt;br /&gt;
Im kommunistischen China bezeichneten die Hersteller keine Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne, sondern eher Zusammenschlüsse ausgewählter Fabriken, die für den Export produzierten und dazu einen bestimmten Markennamen bzw. Brand erhielten. Die in Deutschland verkauften China-Böller stammten von folgenden Zusammenschlüssen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Red Lantern]]&lt;br /&gt;
* [[Flower Basket]]&lt;br /&gt;
* [[Tiger-Head Brand]]&lt;br /&gt;
* [[Horse Brand]]&lt;br /&gt;
* [[Link Triad]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist die gesamte chinesische Feuerwerksindustrie umstrukturiert worden, die Brands existieren im damaligen Sinne nicht mehr. Auch werden die heutigen Hersteller nicht mehr deutlich und mit einprägsamen Symbolen auf den Böllerpäckchen oder Böllern dargestellt. Die gegenwärtige Situation exportierender Hersteller ist recht unübersichtlich und nicht ausreichend bekannt, um hier aufgeführt zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Importeure von China-Böllern ==&lt;br /&gt;
China-Böller wurden und werden von verschiedenen Firmen nach Deutschland importiert, wobei es sich oftmals um Zwischenhändler handelt, die mit den in Deutschland bekannten Feuerwerks-Marken nicht identisch sind. Mitunter ist die Herkunftsbestimmung eines China-Böllers daher recht unübersichtlich. Ältere, von [[Nico]] vertriebene China-Böller weisen beispielsweise laut Päckchenaufschrift den Importeur [[China-Böller von Georg Richter|Georg Richter]] auf. Was nicht auf dem Päckchen steht: Georg Richter kaufte die Böller von einem in Hong Kong ansässigen Zwischenhändler namens [[China-Böller von Yuen Loong Hong|Yuen Loong Hong (YL)]], der die Böller wiederum etwa vom Hersteller [[Tiger-Head Brand]] bezog, was letztendlich auch nur eine grobe Angabe darüber ist, in welcher Region Chinas die Böller hergestellt worden sind. Nur manchmal lässt sich die Handelskette anhand der Aufschriften auf den Päckchen tatsächlich nachvollziehen. Am einfachsten ist die bei China-Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]], diese wurden stets direkt vom Hersteller [[Red Lantern]] importiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== gegenwärtige Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Weco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Keller/FKW]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Comet/Jeco]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyro Art]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Panda]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Lesli]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Xplode]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Funke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== historische Importeure ===&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Feistel/Moog/Moog-Nico]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Georg Richter]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Yuen Loong Hong]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von J+J Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von LKF]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyrotechnik Hamburg/EVP]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller von Pyromaxx]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Größen ==&lt;br /&gt;
* [[Lady-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Paket-Cracker]]&lt;br /&gt;
* [[Pyro-Cracker|440 (Pyro-Cracker)]] &lt;br /&gt;
* [[Shinsing-Cracker|450 (Shising-Cracker)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller A|460 (China-Böller A)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller B|480 (China-Böller B)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller C|470 (China-Böller C)]]&lt;br /&gt;
* [[China-Böller D|490 (China-Böller D)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|500 (Super-Böller I)]]&lt;br /&gt;
* [[Super-Böller|510 (Super-Böller II)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
=== Der klassische China-Böller === &lt;br /&gt;
Bei einem China-Böller handelt es sich um an beiden Enden gestopfte oder zugekrempelte Hülsen aus aufgerolltem Papier, in deren inneres sich eine langgezogene [[Schwarzpulver]]-Seele befindet. Die Zündung erfolgt mittels [[Chinese Fuse]]. Die Verpackung einzelner Böller ist entsprechend einer chinesischen Tradition aus rotem Seidenpapier. Ein Gebinde mit einer bestimmten Anzahl Knallerpäckchen wird umgangssprachlich als [[Schinken]] bezeichnet, da auch hierfür das rote Seidenpapier verwendet wurde. Auf Einzelpäckchen und Schinken sind jeweils Labels mit stilvollen, beinahe kunstvollen Motiven aufgeklebt. [[Knallkörperkette|Knallmatten]] bestehen aus vielen zusammengebundenen Böllern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der ursprünglichen chinesischen Tradition entsprechend, wird bei China-Böllern für Deutschland nur herkömmliches Schwarzpulver ohne Metallzusätze oder ähnliches verwendet. Eine optimale Verdämmung der Hülse ist hierbei besonders wichtig und ermöglicht bei entsprechender Menge Schwarzpulver einen kräftigen Knall, der nicht digital, sondern eher weich und andauernd ist. Das zu einer dicken Hülse aufgerollte Papier wird dabei in viele kleine Teile zerlegt, weshalb es zu einem imposanten Schnipselregen-Effekt kommt, der für Freunde klassischer China-Böller ein fester Bestandteil des gewünschten Effektbildes ist. In Kombination mit dem markanten Geruch des in der Chinese Fuse abbrennenden Schwarzpulvers ergibt sich beim Zünden des China-Böllers ein unverwechselbares Erlebnis. Auch die Knallmatten ergeben - wenn klassisch an einem Baun aufgehängt - einen imposanten Schnipselregen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;YouTube&amp;gt;xWK7PQGXS1Q&amp;lt;/YouTube&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle China-Böller ===&lt;br /&gt;
Gegenwärtig in China hergestellte Böller weichen von der ursprünglichen Tradition erheblich ab. Anstatt einer durchgehenden Pulverseele hat der Böller eine mittig platzierte Pulverkammer mit vergleichsweise wenig Schwarzpulver darin. Den Hauptteil der Füllung macht rote Tonerde als Dämmmaterial aus. Die Enden der Böller sind nicht mehr zugekrempelt, sondern verleimt oder mit festem Dämmstoff versiegelt. Die Papphülse ist vergleichweise dünnwandig, Länge und Dicke insbesondere der D- und Supberböller sind verringert. Anstatt der [[Chinese Fuse]] wird der Böller durch eine [[Chinese Green Visco]] gezündet. Die Labels sind nicht mehr stilvoll gestaltet. Für die Gebinde kommen nur noch Pappkartons zur Verwendung, einzelne Päckchen sind jedoch nach wie vor in das traditionelle rote Seidenpapier eingepackt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis der Veränderungen sind aktuelle China-Böller einerseits deutlich sicherer geworden: Die Lunte brennt wesentlich zuverlässiger und gleichmäßiger ab. Ein deutlich hörbares Geräusch beim Abbrand erhöht die Sicherheit zusätzlich. Infolge der mittig platzierten Pulverkammer explodiert der Böller erst mit einer gewissen Verzögerung und nicht unmittelbar, nachdem die Lunte den Rand des Knallkörpers erreicht. Außerdem können bei der Explosion keine nachglimmenden Splitter entstehen. Die Fertigungskosten wurden durch Materialeinsparungen gesenkt und damit der Verkauf des China-Böllers als Massenware zu sehr niedrigen Preisen ermöglicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite haben die Veränderungen eine ganze Reihe Nachteile: Die dünnwandigen Papphülsen, die oftmals auch noch feucht sind, gewährleisten keine optimale Verdämmung mehr. Hinzu kommt, dass die Menge des Schwarzpulvers nur noch sehr gering ist. Das Ergebnis ist ein schwacher Knall, der insbesondere bei den großen Böllersorten wie dem D-Böller in keinem Verhältnis zur Größe des Knallers steht. Anstatt einer Totalzerlegung platzen die Böller oft nur noch an einer Stelle auf und hinterlassen infolge der überdimensionierten Menge roter Tonerde jede Menge Dreck. Die dünnen Papphülsen ergeben auch keinen Schnipselregen-Effekt mehr. Zudem ist der Geruch der abbrennenden grünen Lunte unangenehm. Die lieblos &amp;quot;gestalteten&amp;quot; Labels stehen symbolisch für den allgemein eingetretenen Qualitätsverfall. Seit etwa 2009 sind einige Importeure wieder bemüht, den Knalleffekt des China-Böllers zu verbessern ([[Diamond]], [[Panda]], [[Lesli]], [[Xplode]], [[Funke]]). Diese konnten sich bisher jedoch nicht am Markt durchsetzen. Gründe dafür sind der höhere Preis, die schlechte Verfügbarkeit im Einzelhandel, sowie nicht ausreichend informierte Verbraucher und Händler. Hier wirkt sich die Marktdominanz von [[Weco]] negativ aus, da sind keine Bemühungen zur Qualitätsverbesserung des China-Böllers erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Chinaböllers in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Böller.jpg|thumb|Historische Vorrichtung zum Wickeln von Böllern]]&lt;br /&gt;
=== bis 1985 ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden bereits zu Vorkriegszeiten gelegentlich chinesische Knallmatten eingeführt und als ''chinesischer Knallfrosch'' bezeichnet. Der Import in größerem Umfang begann jedoch erst in den 1960er Jahren in der BRD. Dabei kamen auch die einzeln zu zündenden Böller-Größen auf. Im Laufe der 1960er Jahre kamen die [[China-Böller D|D-Böller]] hinzu, und zu Beginn der 1980er Jahre die [[Super-Böller]]. Der Verkauf der Böller erfolgt wie damals für Feuerwerk üblich zu relativ hohen Preisen und nur in bestimmten Geschäften wie Schreibwaren- und Spielzeugläden, Drogerien und Kaufhäusern statt. Ein Päckchen D-Böller kostete oft mehr als 1,50 DM, so war es die Ausnahme, dass ganzen [[Schinken]] für Silvester gekauft wurden. [[China-Böller von Keller/FKW|Franz Keller]] war einer der ersten wichtigen Importeure in den 1960er Jahren. Anders als etwa in den USA, wo China-Böller aufgrund eines Handelsembargos gegen das kommunistische China nicht importiert werden durften (sondern aus Macau), kamen die China-Böller für Deutschland schon damals fast ausschließlich aus China. Allerdings nur in die BRD - in der DDR war China-Feuerwerk trotz der anfangs politisch-ideologischen Nähe nicht erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1985-1998 ===&lt;br /&gt;
Im Laufe der 1980er Jahre traten einige gravierende Veränderungen ein, zunächst eine wirtschaftliche Umstrukturierung in China. Franz Keller war es wieder einmal, der als erster die Chancen der sich liberalisierenden chinesischen Märkte erkannte. Arbeits- und Vertriebsstandards wurden gelockert, Händler durften mit den Herstellern direkt in Verhandlung treten, und allgemein bildeten sich ansatzweise marktwirtschaftliche Verhältnisse heraus. Zur selben Zeit verbreiteten sich in der BRD Discounter-Märkte und Ramschläden. Keller brachte in dieser Zeit einen massenhaften Import und Verkauf von China-Böllern über die neuen Vertriebswege zustande, zu erheblich niedrigeren Preisen als bisher. Konkurrierende Marken zogen bald nach. So begann der Siegeszug der Chinaware über deutsche Produkte, die nun ungleich teuer erschienen. Im Laufe der 1990er Jahre verdrängte die Importware die deutschen Feuerwerksartikel weitgehend. Auch der Feuerwerksverkauf in den klassischen Läden ging immer weiter zurück, da diese sich nicht an die Dumping-Preise der Discounter anpassen konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Privatdrogerie Silvesterverkauf 2014.JPG|thumb|Traditioneller Feuerwerksverkauf in einer Privatdrogerie bei Dresden, Dezember 2014.]]&lt;br /&gt;
In dieser Zeit ließ die Qualität der China-Böller nach. Ursache und Wirkung sind hier schwer voneinander zu unterscheiden. Es ist jedoch anzunehmen, dass die zunehmend selbstständigen chinesischen Hersteller versuchten, immer mehr und immer billiger zu produzieren und dabei auf die Qualität der Produkte keine Rücksicht mehr nahmen. Oder sie wurden durch den steigenden Konkurrenzdruck und straffe Bedingungen der Importeure regelrecht zu dieser Entwicklung gezwungen. In einer ersten Stufe des Qualitätsverfalls verringerte sich bereits Mitte der 1980er Jahre die Wandstärke, Knallwirkung und die Sorgfalt bei der Verarbeitung. Ab etwa 1990 schwankte die Qualität besonders ausgeprägt, teilweise waren ganze Chargen nicht funktionsfähiger Böller im Umlauf. Die Zuordnung von Labels, Herstellern und Importeuren wurde damals sehr unübersichtlich, die Häufung von Fehldrucken und ähnlichem macht eine Systematisierung kaum möglich. Allein von den Weco-Pyrocrackern sind aus der Zeit 1990-1994 mehr als 50 verschiedene Chargen bekannt. Auch die Verdämmung veränderte sich, häufig waren die Böller nun mit einer grauen Masse oder einem harten, mineralischen Dämmstoff verschlossen. Ab 1995 normalisierten sich die Verhältnisse wieder einigermaßen, wobei sich die Qualität auf einem noch akzeptablen Niveau, aber deutlich unterhalb der klassischen Chinaböller, einpegelte. Denn die Satzmenge hatte schon damals deutlich abgenommen, und die bisher durchgehende Schwarzpulverseele wurde mehr und mehr durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt. Derartige Chinaböller erkennt man daran, dass sie eine größere Verzögerung aufweisen, also nicht mehr unmittelbar nach Abbrand der äußerlich sichtbaren Lunte explodieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1999 ===&lt;br /&gt;
1998 ging man dazu über, die Böller hinten nicht mehr zuzukrempeln, sondern zu verleimen. Im selben Jahr wurde im damaligen SprengÄndG festgelegt, dass bei Knallkörpern keine brennenden oder glimmenden Splitter entstehen und maximal 120 db laut sein dürfen. Obwohl die bisherige Lautstärkebegrenzung mit 115 db sogar niedriger lag, zog das Gesetz gravierende Veränderungen nach sich, da die BAM bei dieser Gelegenheit sämtliche Zulassungen neu erteilte und dabei auch die Chinaböller genau überprüfte. In dem Zusammenhang wurden offenbar Änderungen in der Fertigung des Chinaböllers eingeleitet, die ein Zerschnipseln des Böllers mit glimmenden Resten, sowie ein Überschreiten der Lautstärkebegrenzung mit Sicherheit unterbinden sollten. Einer Patentschrift aus dieser Zeit ist zu entnehmen, dass Chinaböller seither Sollbruchstellen in Form kleiner Aussparungen besitzen. Diese sind im inneren Teil der Hülse angeordnet und daher äußerlich nicht erkennbar. Zumindest an Böllern von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] konnten diese Aussparungen nachgewiesen werden. Es ist anzunehmen, dass seit ca. 2000 die meisten China-Böller diese verdeckten Sollbruchstellen haben. Auch die Art der Zerlegung wird dadurch beeinflusst, der Böller zerplatzt seither in zwei Stücke oder sogar nur noch seitlich auf, anstatt zu zerschnipseln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Jahrtausendwende war ein Tiefpunkt erreicht. Der China-Böller war infolge von Konkurrenzkampf auf Kosten der Qualität, sowie Bestrebungen zur Lautstärkebegrenzung beinahe zu einer Fratze seinerselbst verkommen. Die Wandstärke minimierte sich ebenso wie der Schwarzpulvergehalt, auch die Größe der Böller verringerte sich. Die Knallwirkung war zutiefst enttäuschend, und auch der berühmt-berüchtigte D-Böller büßte seinen Ruf endgültig ein. Einige Jahre lang fielen noch die [[China-Böller C|C-Böller]] von [[China-Böller von Keller/FKW|Keller]] und gelegentlich auch andere Kaliber der Marke positiv auf, ehe auch diese ab etwa 2005 das allgemein tiefe Niveau erreichten. Ebenso tief war allerdings auch der Verkaufspreis abgesunken: Ein Schinken D-Böller mit 20 Päckchen war inzwischen ab 3,50 € zu haben. Die Verbraucher wendeten sich allmählich von den inzwischen als &amp;quot;Dreckschleuder&amp;quot; verachteten China-Böllern ab, die Breite des China-Böller-Angebots ist seither tendenziell rückläufig. Dies hängt auch mit dem immer populärer werdenden [[Feuerwerksbatterie|Verbundfeuerwerk]] zusammen. Im Jahr 2009 überraschte [[Diamond]] mit D- und Superböllern, die wieder eine befriedigende Knallwirkung hatten. Doch auch die von [[Panda]] und [[Lesli]] importierten Chargen besserer China-Böller konnten bisher keine Trendwende bei den großen Marken Weco, Nico und Comet bewirken, die das Angebot im Einzelhandel dominieren. Im Jahr 2016 überraschte [[Funke]] mit Chinaböllern der Kaliber D- und Super-böller II, die nach traditioneller Art hergestellt wurden und auch in Knallwirkung und Zerlegung einem klassischen Chinaböller entsprechen. Sie werden daher oft als &amp;quot;Oldschool-&amp;quot; oder &amp;quot;Premium-Böller&amp;quot; bezeichnet. Derzeit sind die Funke-Chinaböller jedoch (noch) ein Nischenprodukt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Altersbestimmung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:F.K. Boeller D von 1965.jpg|thumb|Einer der ältesten bekannten D-Böller, Import: F.K. Wattenscheid, 1965.]]&lt;br /&gt;
Aufrund der abnehmenden Qualität der Chinaböller ist unter Feuerwerksfreunden das Interesse an älteren China-Böllern stetig gewachsen. Immer wieder taucht dabei die Frage auf, woran man alte China-Böller erkennt und wie ihr Alter zu bestimmen ist. Details dazu sind auf den [[:kategorie:China-Böller#Marken_in_Deutschland|Seiten der einzelnen Marken]] zu finden. Im folgenden werden Informationen dargestellt, die alle China-Böller gleichermaßen betreffen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== bis 1969 ===&lt;br /&gt;
Die China-Böller entsprechen gänzlich der [[:kategorie:China-Böller#Eigenschaften|klassischen Bauart]]. Markant ist die BAM-Nummer des alten Nummern-System, das dem Format ''BAM xxxx/II'' folgt. Außerdem ist die Formulierung ''Verboten ist die Abgabe an Personen unter 18 Jahre'' zu finden. &amp;lt;ref&amp;gt;''Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über explosionsgefährliche Stoffe, 23. Dezember 1969'', am 1. Januar 1970 in Kraft getreten&amp;lt;/ref&amp;gt; Importeur ist meistens - aber nicht immer - ''Franz Keller'' bzw. ''F.K. Wattenscheid''. Sind die Böller ''made in macau'', stammen sie mit Sicherheit aus dieser Epoche. Schon damals waren die meisten Böller aber ''made in china''. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1970 - ca. 1984 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:FK D-Boeller.jpg|thumb|F.K. D-Böller aus Anfang der 1980er Jahre]]&lt;br /&gt;
Die Böller entsprechen noch der klassischen Bauart, haben aber bereits die neueren BAM-Nummern nach dem Format ''BAM PII-xxxx''. Es ist die Formulierung zu finden ''Abgabe an Personen unter 18 Jahren verboten''. Ab 1977 war der Hersteller immer aufgedruckt &amp;lt;ref&amp;gt;''Dritte Verordnung zur Änderung der Zweiten Verordnung zur Durchführung des Sprengstoffgesetzes, 28. Juni 1976, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt; (kann aber auch früher schon aufgedruck gewesen sein). Haben die Böller sehr lange Lunten (halbe Böllerlänge oder mehr) oder nicht gedrehte Lunten (''Schlaufenböller''), sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von 1984 oder älter. Die Knallwirkung und Zerlegung ist fast immer sehr gut. Böller mit roter Banderole kommen mit Ausnahme der F.K./FKW-Böller (ab ca.1979) nicht vor, die meisten sind weiß mit grüner Schrift. Es gibt aber auch bunt gemusterte oder mit Bildern bedruckte Böller in dieser Zeit. Teilweise sind die Päckchen nicht wie üblich in rotes Seidenpapier, sondern in Klarsichtfolie verpackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ca. 1985 - 1993 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco D-Boeller 1991.jpg|thumb|Weco D-Böller von 1991]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Verdaemmungstypen Uebersicht.jpg|thumb|Verdämmungs-Typen]]&lt;br /&gt;
Die Wandstärke der Böller ist nicht mehr so sehr kräftig, die Böller nicht immer steinhart. Das hintere Ende kann im Zeitraum ca. 1990-1995 mit ein harten, mineralischen Masse verschlossen sein. Päckchen der Marke Moog-Nico (ab ca. 1988) und FKW (ab 1991) können bereits einen Strichcode (Barcode) haben, ansonsten gibt es Strichcodes in dieser Zeit noch nicht. Ab 1991 war grüne Schrift in Klasse II nicht mehr vorgeschrieben &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Änderung sprengstoffrechtlicher Vorschriften, 19. November 1990, Artikel 1''&amp;lt;/ref&amp;gt;, viele Marken behielten die Schriftscharbe aber noch länger bei. Bis 1989 kommt die [[Chinese Green Visco]] nur bei Superböllern von FKW und Thunder D-Böllern von Feistel vor. Ab 1990 findet man sie zunehmend auch bei kleineren Böllergrößen. Die Knallwirkung kann noch gut, aber auch schlecht sein. die Böller zerschnipseln bei der Explosion noch recht gut, jedoch nicht mehr in so kleine Einzelfetzchen wie es ursprünglich der Fall war. Die meisten Böller sind in dieser Zeit weiß mit grüner Schrift. Eine Ausnahme macht hier wieder FKW, sowie einige wenige Chargen von Weco.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1994 - 1997 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1995.jpg|thumb|Feistel Super-Böller I von 1995]]&lt;br /&gt;
China-Böller ab 1994 sind zuverlässig an einer Telefonnummer zu erkennen, die seither auf jedem Päckchen aufgedruckt sein muss &amp;lt;ref&amp;gt;''Verordnung zur Novellierung der Gefahrstoffverordnung, zur Aufhebung der Gefährlichkeitsmerkmaleverordnung und zur Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz, 26. Oktober 1993, Artikel 2'', in Kraft getreten am 1.November 1993&amp;lt;/ref&amp;gt;. Den Strichcode findet man nun auch auf allen Feistel- und Moog-Böllerpäckchen. Die Knallwirkung kann gut oder auch schlecht sein, meistens zerschnipseln die Böller aber noch ganz gut. Die klassische [[Chinese Fuse]] taucht bis 1995 noch gelegentlich auf und wird zuletzt noch von Keller verwendet (bis 1997). Böller von Weco und Keller sind seit 1995 grundsätzlich rot mit schwarzer Schrift. Die bisher durchgehende Schwarzpulverseele ist in dieser Zeit meistens bereits durch eine mittig platzierte Pulverkammer ersetzt worden, der Anteil an Dämmstoff an den Enden des Böller hält sich jedoch noch in Grenzen. Die Intensität des Schnipselregens beim Explodieren ist nicht mehr so groß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== seit 1998 ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Feistel Super Boeller I 1998.jpg|thumb|Ein Feistel Super-Böller I von 1998, noch mit guter Wandstärke]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Weco Super Boeller I 2008.jpg|thumb|Weco Super-Böller I von 2008, labbrige Verarbeitung]]&lt;br /&gt;
Seit 1998 sind China-Böller am hinteren Ende nicht mehr gekrempelt oder gestopft, sondern verleimt. In den ersten Jahren war diese Leimschicht noch relativ dick und daher deutlich erkennbar. Als Dämmmaterial kommt seither grundsätzlich rote Tonerde zur Anwendung. Die Wandstärke und Menge an Schwarzpulver war anfangs noch reichlich und verringerte sich immer weiter, bis die Böller ab ca. 2005 das Erscheinungsbild labbriger Papprollen aufwiesen. Seit ca. 2007-2009 sind die Böller auch vorn nicht mehr gekrempelt, sondern nur noch mit roter Masse gestopft/verklebt. Markant ist auch die geräuschvoll abbrennende Visco, mit der China-Böller seither versehen sind. Schon ab 1998 sind alle Böller mit der Chinese Green Visco ausgestattet. Lady- und Paket-Cracker machen eine Ausnahme, sie haben weiterhin die Chinese Fuse, werden aber zentral über eine grüne Lunte gezündet. Die kleinen Knallmatten verschwanden allerdings in den Jahren nach der Jahrtausendwende aus dem Angebot. Seit 1999 verwendet Weco stets einen Strichcode auf den Päckchen. Bei Nico hält dieser erst 2002 Einzug, Comet-Böllern fehlt der Strichcode sogar bis heute. Eine weitere Besonderheit der Comet-Böller ist die nach wie vor weiße Banderole mit grüner oder schwarzer Schrift. Bis 2002 gab es weiße Banderolen auch noch bei Nico. Seit 2009 sind China-Böller an der BAM-Nummer nach dem Format ''BAM-F2-xxxx'' zu erkennen und auf den Päckchen ist die [[Nettoexplosivstoffmasse|NEM]] angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - The Art &amp;amp; History''. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2000.&lt;br /&gt;
* ''Firecrackers - An Eye-Popping Collection Of Chinese Firework Art. Warren Dotz, Jack Mingo, and George Moyer. Ten Speed Press, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerk-forum.de/index.php&lt;br /&gt;
* http://www.feuerwerkskiste.de/content.php&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Lexikon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kleinfeuerwerk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

	<entry>
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		<title>Pyro-Cracker</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Feistel Pyro Cracker Black Cat.jpg|thumb|Ein Pyro-Cracker von Feistel, ca. 1996]]&lt;br /&gt;
Der '''Pyro-Cracker''' ist ein kleiner Chinaknaller mit der Größenbezeichnung '''440'''. Er ist etwa 50 mm lang und 12 mm dick, auf älteren Päckchen findet sich häufig die Längenangabe in Zoll ('''2&amp;quot;'''). Von [[China-Böller von Weco|Weco]] wird er ''China-Knaller'' genannt, weitere Bezeichnungen sind ''Firecracker'' oder ''China-Cracker''. In einer Packung befinden sich 8 Stück. Aufgrund des bereits recht kräftigen Knalls und des geringen Preises erfreuen sie sich bis heute einer besonders großen Popularität. Im Einzelhandel werden separat - wenn überhaupt - meist nur die beiden Sorten Pyro-Cracker und [[China-Böller D]] verkauft, wobei 1 Karton Pyro-Cracker 40 Einzelpäckchen, also 320 Knaller enthält. Immer öfter sind jedoch auch Kartons von halber Größe im Umlauf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

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		<id>https://www.feuerwerk.net/wiki/index.php?title=Pyro-Cracker&amp;diff=7937</id>
		<title>Pyro-Cracker</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Mulchhüpfer: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Feistel Pyro Cracker Black Cat.jpg|thumb|Ein Pyro-Cracker von Feistel, ca. 1996]]&lt;br /&gt;
Der '''Pyro-Cracker''' ist ein kleiner Chinaknaller. Er ist etwa 50 mm lang und 12 mm dick. Von [[China-Böller von Weco|Weco]] wird er ''China-Knaller'' genannt, weitere Bezeichnungen sind ''Firecracker'' oder ''China-Cracker''. In einer Packung befinden sich 8 Stück. Aufgrund des bereits recht kräftigen Knalls und des geringen Preises erfreuen sie sich bis heute einer besonders großen Popularität. Im Einzelhandel werden separat - wenn überhaupt - meist nur die beiden Sorten Pyro-Cracker und [[China-Böller D]] verkauft, wobei 1 Karton Pyro-Cracker 40 Einzelpäckchen, also 320 Knaller enthält. Immer öfter sind jedoch auch Kartons von halber Größe im Umlauf.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:China-Böller]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mulchhüpfer</name></author>	</entry>

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