Sitemap | Kontakt | Disclaimer | Impressum
Das Informationsportal der FEUERWERK HomepageBilder und VideosHerstellung und FunktionsweiseWeitere InformationenLink-Datenbank: Pyrotechnik im InternetFeuerwerk-Videos, Silvesterfeuerwerk und Pyrotechnik-BĂŒcher einkaufen, Bildschirmschoner downloaden...Der Treffpunkt von Feuerwerkern und FeuerwerksfansDie Fotogalerie von Feuerwerkern und FeuerwerkfansTermine internationaler FeuerwerkeInformationsseiten zu wichtigen Wettbewerben und FestivalsDie Fach-Enzyklopädie von Feuerwerkern und Feuerwerksfans
Die Fach-Enzyklopädie von Feuerwerkern und Feuerwerksfans

Sicherheitsbereich

Aus FEUERWERK Wiki

(Unterschied zwischen Versionen)
Wechseln zu: Navigation, Suche

HSE (Diskussion | BeitrÀge)
(Sicherheitsbereich, Berechnung der AbstÀnde, rechtliche Situation)
Zum nĂ€chsten Versionsunterschied →

Version vom 11:05, 28. Sep. 2006

Inhaltsverzeichnis

Sicherheitsbereich

Der S. bezeichnet den Bereichs um den Abbrennplatz, der fĂŒr unbeteiligte Personen gesperrt ist. Im S. dĂŒrfen sich außerdem keine brandempfindlichen Objekte (z.B. Tankstellen, HĂ€user mit Reet-Dach, ..) befinden oder es sind spezielle Vorkehrungen notwendig um diese zu schĂŒtzen. FĂŒr die Berechnung des Sicherheitsabstands muss zwischen zwei FĂ€llen unterschieden werden:

  1. Aufbau
  2. Abbrand


Aufbau

Beim Aufbau des Feuerwerks ist es ausreichend, einen Bereich von 30m um die Aufbauten herum abzusperren.

Abbrand

FĂŒr den Abbrand des Feuerwerks gelten zwei verschiedene MaßstĂ€be, je nachdem in welchem Bundesland man sich befindet. Mit der Neufassung der Verwaltungsvorschrift zum Sprengstoffgesetz sollen diese wieder vereinheitlicht werden. Diese tritt jedoch laut Auskunft des zustĂ€ndigen Ministeriums frĂŒhestens Mitte/Ende 2007 in Kraft. Mit dem in Kraft treten der Neufassung wĂŒrden dann vermutlich die unter "Neue AbstĂ€nde" aufgefĂŒhrten AbstĂ€nde bundesweit gelten.


AbstÀnde bei Klasse II (gesetzlich nicht geregelt)

Bei GegenstĂ€nden der Klasse II sollte mindestens der auf den GegenstĂ€nden angegebene Abstand eingehalten werden, es empfiehlt sich hier jedoch ein minimaler Abstand von 25 Metern, um die Zuschauer nicht durch herunter fallende PapphĂŒlsen o.Ä. zu belĂ€stigen.


Neue SicherheitsabstÀnde (Klasse IV)

Die neuen AbstÀnde gelten zur Zeit nur in:

  • Nordrhein-Westfalen
  • Hessen

(Liste noch unvollstÀndig)


SchutzabstÀnde bei Abschuss ohne Neigungswinkel und bei Windgeschwindigkeiten unter 5m/s

  • Bodenfeuerwerk: 20m
  • Sterne (Kalibe >= 40mm), Bomben und Bombetten ohne Blitzknallladung 80% der Steighöhe, jedoch mindestens 800 x Kaliber in mm
  • bei Bomben und Bombetten mit Blitzknallladung 100% der Steighöhe, jedoch mindestens 1000 x Kaliber in mm
  • bei Raketen und steigenden Kronen in der Abschussrichtung 200 Meter, in den anderen Richtungen mindestens 125m;
Raketen dĂŒrfen nicht in Richtung Publikum geschossen werden.
  • bei oben nicht genannten anderen Feuerwerkskörpern mit einer maximalen Effekthöhe
    • bis zu 30m mindestens 30 Meter,
    • von mehr als 30m mindestens 50 Meter.


Bei Abschuss von Feuerwerkskörpern unter einem Neigungswinkel (außer Raketen) sind die SchutzabstĂ€nde in AbhĂ€ngigkeit vom Winkel folgendermaßen zu erhöhen:

  • 3 bis 5 Grad: Erhöhung um 20%
  • bis 10 Grad: Erhöhung um 40%
  • bis 15 Grad: Erhöhung um 60%
  • bis 20 Grad: Erhöhung um 80%

In entgegengesetzter Richtung kann der Schutzabstand entsprechend jedoch um max. 40% verringert werden. Bei grĂ¶ĂŸeren Neigungswinkeln ist eine Einzelfallbeurteilung erforderlich.


Bei Windgeschwindigkeiten zwischen 5m/s und 9m/s sind die AbstĂ€nde (außer Bodenfeuerwerk) in Windrichtung wie folgt zu erhöhen

  • bei > 5m/s bis 6m/s um 25% der Steighöhe,
  • bei > 6m/s bis 7m/s um 50% der Steighöhe,
  • bei > 7m/s bis 8m/s um 75% der Steighöhe,
  • bei > 8m/s bis 9m/s um 100% der Steighöhe.


Bei Abschuss von einem erhöhten Punkt wie z.B. GebĂ€ude errechnet sich er Abstand aus dem normalen Abstand plus der Höhe des Abbrennplatzes ĂŒber Erdgleiche.


Alte SicherheitsabstÀnde (Klasse IV)

Die alten SicherheitsabstÀnde gelten zur Zeit noch in:

(Liste unvollstÀndig)


Schutzabstand fĂŒr:

  • Bodenfeuerwerk in FrontstĂŒcke (darf sich nicht von der Haltevorrichtung lösen): 30 Meter
  • Römisches Licht und Feuertopf; GegenstĂ€nde mit senkrechtem Auswurf und einer Steighöhe von weniger als 30 Metern, ohne Knall und senkrecht: 50 Meter
  • dito, aber unter Neigungswinkel oder mit Knalleffekt: 70 Meter
  • Bomben ohne Blitzknall: Kugelbomben bis Kaliber 150mm, Zylinderbomben bis Kaliber 100mm, Tagesbomben bis Kaliber 210mm: 75 Meter
  • dito, jedoch mit Blitzknall oder grĂ¶ĂŸere Kaliber: 125 Meter
  • Raketen, Girandolen: 200 Meter


Rechtliches

Da sĂ€mtliche oben aufgefĂŒhrte AbstĂ€nde in einer Anlage zur SprengVwV aufgefĂŒhrt sind, haben diese fĂŒr den Pyrotechniker erstmal keinerlei rechtliche Bedeutung. In der Praxis wird jedoch bei der Anzeige eines Großfeuerwerks entweder vom Pyrotechniker direkt darauf hingewiesen das die in der Verwaltungsvorschrift angegebenen AbstĂ€nde eingehalten werden, oder die Behörde macht die Einhaltung der AbstĂ€nde in Form eines Verwaltungsaktes dem Pyrotechniker zur Auflage. Falls weder die Behörde noch der Pyrotechniker auf die Einhaltung der AbstĂ€nde hinweist, sind diese rechtlich nicht bindend und mĂŒssen nicht eingehalten werden. Da die Einhaltung von SchutzabstĂ€nden jedoch als "Stand der Technik" vorausgesetzt wird, und z.B. bei einem Gerichtsverfahren der Richter die in der Verwaltungsvorschrift abgedruckten AbstĂ€nde als solchen ansieht, kann ein Unfall wegen zu geringer SchutzabstĂ€nde sehr schnell gewaltige Konsequenzen nach sich ziehen (Entzug des Scheins, Geldstrafe, Veruteilung wegen fahrlĂ€ssiger Körperverletzung oder sogar fahrlĂ€ssiger Tötung).