Sitemap | Kontakt | Disclaimer | Impressum
Das Informationsportal der FEUERWERK HomepageBilder und VideosHerstellung und FunktionsweiseWeitere InformationenLink-Datenbank: Pyrotechnik im InternetFeuerwerk-Videos, Silvesterfeuerwerk und Pyrotechnik-BĂŒcher einkaufen, Bildschirmschoner downloaden...Der Treffpunkt von Feuerwerkern und FeuerwerksfansDie Fotogalerie von Feuerwerkern und FeuerwerkfansTermine internationaler FeuerwerkeInformationsseiten zu wichtigen Wettbewerben und FestivalsDie Fach-Enzyklopädie von Feuerwerkern und Feuerwerksfans
Die Fach-Enzyklopädie von Feuerwerkern und Feuerwerksfans

Rauch

Aus FEUERWERK Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Rauch
(Smoke)


In der Pyrotechnik sind grundsÀtzlich zwei Arten von Rauch zu unterscheiden:


Rauch als Verbrennungsprodukt

GrundsĂ€tzlich ist Rauch, der als Nebenprodukt bei Verbrennungsprodukten entsteht, ein Aerosol von Verbrennungsgasen, feinsten Partikeln fester VerbrennungsrĂŒckstĂ€nde und feinster Wassertröpfchen ("Nebel"). Die Rauchbildung beim Abbrand von pyrotechnischen GegenstĂ€nden hĂ€ngt wesentlich von der Luftfeuchtigkeit ab. Ist die Luftfeuchtigkeit hoch, so kommt es zu einer starken Rauchentwicklung. Ist die Luftfeuchtigkeit dagegen gering, kommt es zu geringer Rauchentwicklung. Dies ist darauf zurĂŒckzufĂŒhren, dass beim Abbrand von pyrotechnischen SĂ€tzen neben gasförmigen auch feste VerbrennungsrĂŒckstĂ€nde entstehen. Bei diesen VerbrennungsrĂŒckstĂ€nden handelt es sich z.B. um feinste Partikel von Kaliumsulfid aus dem Abbrand von Schwarzpulver oder Metalloxid-Partikel aus dem Abbrand von metallhaltigen LeuchtsĂ€tzen. Diese Partikel dienen bei hoher Luftfeuchtigkeit als Kondensationskeime, an denen sich WassermolekĂŒle anlagern. Durch fortschreitende Anlagerung von WassermolekĂŒlen an unzĂ€hligen Kondensationskeimen kommt es zur Bildung von feinsten Wassertröpfchen in großer Zahl, die einen dichten, weißen Nebel bilden. Dieses Gemisch aus festen VerbrennungsrĂŒckstĂ€nden und feinsten Wassertröpfchen ist der Rauch, der z.B. beim Abbrand von Großfeuerwerken zu erheblichen BeeintrĂ€chtigungen der Sichtbarkeit der Effekte fĂŒhren kann. Dies tritt insbesondere dann auf, wenn sich die Luft am Abend nach Niederschlagsereignissen erheblich abkĂŒhlt und Windstille herrscht oder der Wind in Richtung des Publikums steht. Neben der Luftfeuchtigkeit hĂ€ngt die Rauchbildung durch pyrotechnische Effekte auch von der Anzahl der gebildeten Kondensationskeime ab. FĂŒr die Indoor-Pyrotechnik wurden sogenannten raucharme und rauchfreie pyrotechnische SĂ€tze entwickelt. Diese beruhen meist auf Nitrocellulose. Die Herstellung von raucharmen oder rauchfreien, farbigen LeuchtsĂ€tzen ist nur eingeschrĂ€nkt möglich, da als Farbgeber in jedem Fall Alkali- oder Erdalkalimetalle eingesetzt werden mĂŒssen, die in der Reaktion des pyrotechnischen Satzes zu Metalloxiden umgewandelt werden und damit als Kondensationskeime dienen. Ebenso können FunkensĂ€tze zwar raucharm, nicht aber rauchfrei hergestellt werden, da die Funken in jedem Fall aus Metallpartikeln bestehen, die ebenfalls zu Metalloxiden umgewandelt werden.


Rauch als pyrotechnischer Effekt

Als pyrotechnischer Effekt wird Rauch mit Hilfe von RauchsÀtzen erzeugt. Dabei wird entweder Rauch durch Verbrennungsprodukte eines pyrotechnischen Satzes hergestellt (chemischer Rauch) oder vorhandene, feinste Partikel mit Hilfe eines pyrotechnischen Satzes freigesetzt und verteilt (physikalischer Rauch). Siehe Rauchsatz.