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Römisches Licht

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Römisches Licht 
(umgangssprachlich "RöLi" ,Roman Candle)


Ein RL. ist ein einseitig verschlossenes Papprohr, das auf der gesamten Länge mit mehreren Effekt-Schüssen gefüllt ist. Die einzelnen Schüsse sind untereinander zeitlich verzögert (meist 2-3 Sekunden). Der Effekt des RL. ist dabei meist vom Abschuss an sichtbar, entfaltet sich also nicht erst am Himmel.

Aufbau

Ein RL. besteht aus einem Papprohr, in dem mehreren Schichten übereinander angeordnet sind, die nach der Anzündung am oberen Ende nach unten hin abbrennen. Für jeden einzelnen Schuss sind dabei folgende Schichten in das Rohr einbracht:

  • Pfropfen: Dient dem verstärkten Druckaufbau in der darunter liegenden Schicht und trennt außerdem zwei Schüsse voneinander.
  • Effektkörper: Sterne, Kometen, Bombetten ..
  • Außstoßladung: Meist grob gekörntes Schwarzpulver, dient dem Auswurf des darüber befindlichen Effektes
  • Verzögerung: Verzögert den Abschuss des darunter liegenden Effektes (meist um ein paar Sekunden)

Funktionsweise

Das Römische Licht wird durch die Anzündung oben entzündet. Die Anzündung überträgt die Flammen meist direkt auf die Ausstoßladung des ersten Effektkörpers. Dieser wird durch den schnellen Abbrand der Ladung nach oben aus dem Rohr geschossen und dabei je nach Bauert durch die Flammen- und Hitzeeinwirkung selbst (z.B. Kometen) oder ein Verzögerungszünder (z.B. bei Bombetten) entzündet. Der für die Verdämmung verantwortliche Pfropfen wird nach oben mit ausgeworfen, brennt jedoch selbst nicht. Gleichzeitig wird der unter der Ausstoßladung angebrachte Verzögerungssatz entzündet der den Abschuss des nächsten Effektkörpers zeitlich definiert verzögert. Nach dem Abbrand des Verzögerungssatzes wird die nächste Ausstoßladung gezündet. Der Prozess wiederholt sich entsprechend der Schusszahl des Römischen Lichts.

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