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Depyfag

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Zeitgleich wurde in dieser letzten Phase aber auch mit anderen Firmen kooperiert - f√ľr die Firma Pyro-Art aus Berlin packte Depyfag die erste Variante der "Harzer Teufelsknaller" - Inhalt war die Depyfag-Variante des "Harzer PFAU-Knallers", der baugleich mit dem Wodan-Knaller bzw. Teufelsschlag war. (nicht zu verwechseln mit der von Nico ab 1998 in Uftrungen hergestellten Variante, die der Nachwende-Variante des Power-Crackers (bzw. aller anderen in dieser Zeit von Nico in Silberh√ľtte hergestellten Reibknaller wie Pirat, der erw√§hnte Power-Cracker, Harzer Knaller) glich. Feistel listet in seinem finalen Katalog 1999 auch einige Produkte aus Uftrungen auf - als einer der letzten Auftr√§ge muss die Depyfag das Sortiment "Harzer Knallt√ľte" f√ľr Feistel konfektioniert haben. Inhalt waren zwei Schachteln Reibknaller - Depyfag Teufelsschl√§ge im Gewand der Depyfag Harzer PFAU-Knaller und einmal eine Schachtel Teufelsschl√§ge ohne "Tarnkappe", ein blauer Heulgeist und der Standheuler mit Feuertopf "Das Superding (Heuler mit Effekt)" Zeitgleich wurde in dieser letzten Phase aber auch mit anderen Firmen kooperiert - f√ľr die Firma Pyro-Art aus Berlin packte Depyfag die erste Variante der "Harzer Teufelsknaller" - Inhalt war die Depyfag-Variante des "Harzer PFAU-Knallers", der baugleich mit dem Wodan-Knaller bzw. Teufelsschlag war. (nicht zu verwechseln mit der von Nico ab 1998 in Uftrungen hergestellten Variante, die der Nachwende-Variante des Power-Crackers (bzw. aller anderen in dieser Zeit von Nico in Silberh√ľtte hergestellten Reibknaller wie Pirat, der erw√§hnte Power-Cracker, Harzer Knaller) glich. Feistel listet in seinem finalen Katalog 1999 auch einige Produkte aus Uftrungen auf - als einer der letzten Auftr√§ge muss die Depyfag das Sortiment "Harzer Knallt√ľte" f√ľr Feistel konfektioniert haben. Inhalt waren zwei Schachteln Reibknaller - Depyfag Teufelsschl√§ge im Gewand der Depyfag Harzer PFAU-Knaller und einmal eine Schachtel Teufelsschl√§ge ohne "Tarnkappe", ein blauer Heulgeist und der Standheuler mit Feuertopf "Das Superding (Heuler mit Effekt)"
-Anfang Oktober 1998 beantragte die Eigent√ľmerin der Depyfag, die Firma Buck, die Er√∂ffnung eines Insolvenzverfahrens. Die letzten Chargen der Depyfag-Produkte 1997 und 1998 weisen noch einmal (wie oben erw√§hnt) trotz fast gleichbleibender Verarbeitungsqualit√§t kleine Schw√§chen auf, in diesen Jahren wurde n√§mlich bei den Depyfag-Produkten erheblich am Effektsatz gespart. (besonders gut zu sehen bei den in Uftrungen hergestellten Knallartikeln) Die Buck System GmbH aus Bad Reichenhall war also nun im Jahre 1998 zahlungsunf√§hig geworden und wurde von der Rheinmetall-Gruppe geschluckt. Das Werk Uftrungen produzierte nun f√ľr Nico / Silberh√ľtte, wurde 2001 / 2002 stillgelegt und verfiel, ist aber inzwischen verkauft worden.+Anfang Oktober 1998 beantragte die Eigent√ľmerin der Depyfag, die Firma Buck, die Er√∂ffnung eines Insolvenzverfahrens. Die letzten Chargen der Depyfag-Produkte 1997 und 1998 weisen noch einmal (wie oben erw√§hnt) trotz fast gleichbleibender Verarbeitungsqualit√§t kleine Schw√§chen auf, in diesen Jahren wurde n√§mlich bei den Depyfag-Produkten erheblich am Effektsatz gespart. (besonders gut zu sehen bei den in Uftrungen hergestellten Knallartikeln) Die Buck System GmbH aus Bad Reichenhall war also nun im Jahre 1998 zahlungsunf√§hig geworden und wurde von der Rheinmetall-Gruppe geschluckt, was auch das Aus f√ľr die Depyfag bedeutete. Das Werk Uftrungen produzierte nun f√ľr Nico / Silberh√ľtte, wurde 2001 / 2002 stillgelegt und verfiel, ist aber inzwischen verkauft worden.
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In ihrer urspr√ľnglichen Form wurde die Depyfag (Deutsche Pyrotechnische Fabriken) 1927 gegr√ľndet. Im August dieses Jahres √ľbernahm die "Z√ľndholz Export Zentrale / Deutsche Z√ľndholzfabriken AG in Berlin" die Aktienmehrheit der Wilhelm Fischer AG in Cleebronn. An der Firma Fischer war zu dieser Zeit bereits die J.F. Eisfeld aus Silberh√ľtte beteiligt. Fischer hatte in den Jahren zuvor bereits die "Berliner Kunstfeuerwerkerei Felix Deichmann" und die traditionsreiche Firma Weiffenbach mit Hauptsitz in Geradstetten √ľbernommen. Nach der √úbernahme der Aktienmehrheit wurde nun 1927, mit Einverst√§ndnis der J.F. Eisfeld in die "Deutsche Pyrotechnische Fabriken, Berlin" umfirmiert. Das Zentrallabor der Depyfag wurde in den 30er Jahren im ehemaligen, nun vergr√∂√üerten Werk von Deichmann in Berlin-Malchow aufgebaut - Leiter der Forschung war Dr. Fritz Feistel, Vater von Fritz Feistel (sp√§ter G√∂llheim) und Halbbruder von Hans Moog. Zusammen mit der J.F.Eisfeld beherrschte die Depyfag damals die gr√∂√üten Anteile am Pyrotechnikmarkt. 1937 wurde das Verm√∂gen der Depyfag und die Verwaltung auf das "Sprengstoffwerk Kloster Lechfeld GmbH, Neumarkt i.d.Opf" √ľbertragen - die Sprengstoffindustrie besa√ü zu diesem Zeitpunkt schon einen Anteil an der Depyfag-Gruppe. Dort wurde sie in ihrer urspr√ľnglichen Form im September 1937 liquidiert. Als 1941 die "Orion Metallwarenfabrik, Berlin" die Kloster Lechfeld √ľbernahm, reaktivierte sie auch wieder die Depyfag. Diese produzierte bis Kriegsende, haupts√§chlich in Cleebronn und Berlin, √ľberwiegend Signalmunition und technische Pyrotechnik. Nach Kriegsende wurde sie unter alliierte Kontrolle gestellt. Die Fabrik in Berlin wurde gesprengt und das Gel√§nde geschleift. Ein Teil der Feuerwerksproduktion ist allerdings bis heute als verlassenes Werksgel√§nde in Malchow erhalten. In Neumarkt wurden sp√§ter wieder Sprengstoffe produziert, diesmal unter der Regie der WASAG.

Nach dem Krieg und einer Interimszeit, in der die Fabrik in Cleebronn als "Special Unit Cleebronn" arbeitete, √ľbernahm die DAG (Dynamit Nobel) zu 100% die Reste der Depyfag. Unter Beibehaltung des Namens und Logos wurden in Cleebronn wieder Feuerwerksartikel und technische Pyrotechnik gefertigt. Das Pulver hierf√ľr kam aus dem Schwarzpulverwerk der DAG in Adolzfurt, wo in den 50er und 60er Jahren in kleinem Umfang ebenso einige Feuerwerksk√∂rper f√ľr Cleebronn gefertigt wurden. Zudem pachtete man 1981 f√ľr 10 Jahre die stilliegende Fabrik der Standard-Pyrotechnik in Schwegenheim, die vorher schon von Feistel genutzt wurde und nutze es als Lager und f√ľr Spezialfertigungen. Nach dem verheerenden Explosionsungl√ľck am 30. M√§rz 1990 im Werk Adolzfurt dass das Betriebsgel√§nde komplett verw√ľstete und bei dem zum Gl√ľck "nur" drei Personen get√∂tet und vier verletzt wurden, kam die Pulverproduktion der DAG zum Erliegen und wurde nicht wieder aufgebaut. Anfang 1991 wurde die Depyfag an die Firma Buck System GmbH aus Bad Reichenhall verkauft. Diese produzierte noch bis Ende 1992 unter "Depyfag Pyrotronic GmbH" in Cleebronn weiter. Dann wurde das Werk, das unvorteilhaft inmitten der Stadt Cleebronn lag, geschlossen und stillgelegt, es bestand bis 2010 als Industriebrache. Im Februar 2010 begann der Abriss.

Einige Anlagen und ein verminderter Teil der Produktion wurden in das nach der Wende von Buck erworbene (und urspr√ľnglich nur als Lager- und Vernichtungsst√§tte f√ľr Munitionsbest√§nde der Nationalen Volksarmee gedachte) ehemalige PFAU- und wichtige Silberh√ľtte-Werk nach Uftrungen im Harz verlagert. Fast alle Artikel, die die "alte" Depyfag der 1970er und 1980er ausgezeichnet hatten, wurden nicht mehr produziert, in Uftrungen nur noch Restbest√§nde der H√ľlsen aufgebraucht, bis die Artikel ganz ausliefen oder ersetzt wurden. Bis auf Neuheiten in den ersten Jahren 1992 und 1993 (wie zum Beispiel die legend√§ren Standheuler, die Sortimentsschachteln und die Uftrunger Raketenserie) war das nunmehrige Hauptgesch√§ftsmodell der Depyfag aber die (Weiter-)Produktion von Leuchtfeuerwerk aus der DDR, einige wenige Zulassungen wurden zwar von der "Depyfag Alt" √ľbernommen (Harzer Hexenknall / Schw√§rmer mittel - fr√ľher Schw√§rmer mittel und Teufelsschlag - fr√ľher Wodan-Knaller und einzelne Raketen) stellte die Depyfag nunmehr ihre "eigenen" Produkte her, wobei ein gro√üer Teil des Sortiments aus Zuk√§ufen vom ehemaligen Weco / SF-Werk Freiberg / Sachsen (vormals ebenfalls Silberh√ľtte) und in fast allen Sektoren von der Firma F.K.W. aus Bochum-Wattenscheid bestanden. Knaller, Raketen, Leuchtfeuerwerk und Tischfeuerwerk wurde aber in Uftrungen in einer Gestaltung, die sich an die Produkte der ehemaligen DDR anlehnte, bis zum letzten Tag im Jahre 1998 in "kleinerer Auflage" produziert, die Zuk√§ufe machten einen Gro√üteil des Sortiments aus.

Im Bereich Chinab√∂ller ist bekannt, dass Depyfag sowohl auf die Beziehungen zu F.K.W. (Depyfag vertrieb ab Anfang der 1990er laut Katalogabbildung auch B√∂ller mit dem neuen M√ľnchhausen und den Kubischen Kanonenschlag B aus China) als auch auf Zuk√§ufe von den Firmen Georg Richter KG, Wandsbeker Zollstra√üe, Hamburg als auch auf die Importe der Firma JECO Hamburg, Danziger Stra√üe, Hamburg zur√ľckgegriffen hat. Zur Saison 1997 hatten alle Kartonverpackungen (das ziemliche Alleinstellungsmerkmal der Depyfag zu dieser Zeit) ausgedient und wurden durch "zeitgem√§√üere" Blistert√ľten ersetzt. Auch die Hintergrundfarbe des Designs wechselte von gr√ľn zu rot. In dieser Zeit begann aber auch schon die erhebliche effektm√§√üige Abschw√§chung der Depyfag-Produkte.

Zeitgleich wurde in dieser letzten Phase aber auch mit anderen Firmen kooperiert - f√ľr die Firma Pyro-Art aus Berlin packte Depyfag die erste Variante der "Harzer Teufelsknaller" - Inhalt war die Depyfag-Variante des "Harzer PFAU-Knallers", der baugleich mit dem Wodan-Knaller bzw. Teufelsschlag war. (nicht zu verwechseln mit der von Nico ab 1998 in Uftrungen hergestellten Variante, die der Nachwende-Variante des Power-Crackers (bzw. aller anderen in dieser Zeit von Nico in Silberh√ľtte hergestellten Reibknaller wie Pirat, der erw√§hnte Power-Cracker, Harzer Knaller) glich. Feistel listet in seinem finalen Katalog 1999 auch einige Produkte aus Uftrungen auf - als einer der letzten Auftr√§ge muss die Depyfag das Sortiment "Harzer Knallt√ľte" f√ľr Feistel konfektioniert haben. Inhalt waren zwei Schachteln Reibknaller - Depyfag Teufelsschl√§ge im Gewand der Depyfag Harzer PFAU-Knaller und einmal eine Schachtel Teufelsschl√§ge ohne "Tarnkappe", ein blauer Heulgeist und der Standheuler mit Feuertopf "Das Superding (Heuler mit Effekt)"

Anfang Oktober 1998 beantragte die Eigent√ľmerin der Depyfag, die Firma Buck, die Er√∂ffnung eines Insolvenzverfahrens. Die letzten Chargen der Depyfag-Produkte 1997 und 1998 weisen noch einmal (wie oben erw√§hnt) trotz fast gleichbleibender Verarbeitungsqualit√§t kleine Schw√§chen auf, in diesen Jahren wurde n√§mlich bei den Depyfag-Produkten erheblich am Effektsatz gespart. (besonders gut zu sehen bei den in Uftrungen hergestellten Knallartikeln) Die Buck System GmbH aus Bad Reichenhall war also nun im Jahre 1998 zahlungsunf√§hig geworden und wurde von der Rheinmetall-Gruppe geschluckt, was auch das Aus f√ľr die Depyfag bedeutete. Das Werk Uftrungen produzierte nun f√ľr Nico / Silberh√ľtte, wurde 2001 / 2002 stillgelegt und verfiel, ist aber inzwischen verkauft worden.