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Armstrongsche Mischung

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Armstrongsche Mischung
(Armstrong'sche Mischung, armstrong's mixture)

Bei der Armstrong'schen Mischung handelt es sich um ein Gemisch aus rotem Phosphor und Kaliumchlorat mit variierenden Anteilen der Bestandteile, meist um 2-8 Teile Kaliumchlorat und 1 Teil Phosphor, sowie geringen Anteilen an Bindemittel und Calciumcarbonat. Der Anteil an rotem Phosphor kann verringert und durch andere Reduktionsmittel wie Schwefel oder Antimonsulfid ersetzt werden, um die Empfindlichkeit zu senken.

Dabei handelt es sich um eine der brisantesten Mischungen, die in der Pyrotechnik Anwendung finden. Bereits das trockene Mischen der Bestandteile oder die Ersch√ľtterung beim Hinstellen eines damit gef√ľllten Gef√§√ües kann die Reaktion ausl√∂sen und zur Detonation f√ľhren. Dar√ľberhinaus setzt sich das Gemisch bereits bei Mengen von wenigen Milligramm und schwacher oder gar keiner Verd√§mmung unter lautstarkem Knall explosionsartig um.

Anwendung findet das Gemisch daher nur in geringsten Mengen (wenige Milligramm) in pyrotechnischen Gegenst√§nden, wo die Sensibilit√§t gegen√ľber Reibung, Druck oder Schlag erw√ľnscht ist. In erster Linie sind dies Amorces von Spielzeugpistolen und andere Feuerwerksartikel der Klasse I. Die Mischung erm√∂glicht das Hervorrufen eines Knalleffekts mit √§u√üerst geringem Satzgewicht.

In Gegenwart von Desensibilatoren (s.a. Phlegmatisierung) wurde die Armstrong'sche Mischung auch als Initialsprengstoff genutzt.

In Sicherheits-Streichh√∂lzern und den Reibk√∂pfen von Knallk√∂rpern und anderen Artikeln mit Reibz√ľndung wird die hohe Empfindlichkeit dieser Mischung ebenfalls ausgenutzt, jedoch mit r√§umlicher Trennung der Reaktionspartner (Reibefl√§che und Reibkopf).