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Römisches Licht

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Römischer Lichter in Gestellen
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Römischer Lichter in Gestellen
Römisches Licht 
(umgangssprachlich "RöLi", Roman Candle)

Ein Römisches Licht ist ein einseitig verschlossenes Papprohr, das auf der gesamten Länge mit mehreren (gewöhnlich 6 bis 12) Effekt-Schüssen in "Schichten" gefüllt ist. Die einzelnen Schüsse sind untereinander zeitlich verzögert (meist 2-3 Sekunden). Die Anzündung eines Römisches Lichts erfolgt am oberen Ende des Papprohrs. Die einzelnen ausgestoßenen Effekte eines Römisches Licht können vom Abschuss an sichtbar sein (z.B. Sterne, Kometen), oder sich erst am Himmel entfalten (z.B. Bombetten ohne Aufstiegseffekte).

Für jeden einzelnen Schuss eines Römischen Lichts sind folgende Schichten in das Rohr eingebracht:

  • Pfropfen: dient dem verstärkten Druckaufbau in der darunter liegenden Schicht und trennt außerdem zwei Schüsse voneinander. Der Pfropfen besteht traditionell aus Filz oder, in kleineren Kalibern, aus Backsteingrieß sowie in neuerer Zeit aus Kunststoff. Die von oben kommende Anzündflamme wird meist durch die Verzögerung (s.u.) oder mittels einer Anzündschnur durch den Pfropfen oder an diesem seitlich vorbei geführt.
  • Verzögerung: verzögert den Abschuss des darunter liegenden Effektes (meist um wenige Sekunden). Die Verzögerung kann in den Pfropfen eingebracht oder ein gepresster Satz ober- oder unterhalb des Pfropfens sein.
  • Effekt: Sterne, Kometen, Bombetten, Pfeif-, Ratterpatronen usw.
  • Ausstoßladung: meist gekörntes Schwarzpulver, dient dem Auswurf und der Anzündung des darüber befindlichen Effektes


Funktionsweise

Röntgenaufnahme eines römischen Lichts
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Röntgenaufnahme eines römischen Lichts

Das Römische Licht wird durch die Anzündung oben entzündet. Die Anzündung überträgt die Flammen meist direkt auf die Ausstoßladung des ersten Effekts. Dieser wird durch den schnellen Abbrand der Ladung und die entstehenden Verbrennungsgase nach oben aus dem Rohr ausgestoßen und dabei je nach Bauert durch die Flammen- und Hitzeeinwirkung selbst (z.B. Kometen) oder ein Verzögerungszünder (z.B. bei Bombetten) entzündet. Der für die Verdämmung verantwortliche Pfropfen wird nach oben mit ausgeworfen, brennt jedoch selbst nicht. Gleichzeitig wird der Verzögerungssatz entzündet der den Abschuss des nächsten Effektkörpers zeitlich definiert verzögert. Nach dem Abbrand des Verzögerungssatzes wird die nächste Ausstoßladung gezündet. Der Prozess wiederholt sich entsprechend der Schusszahl des Römischen Lichts.




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