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Rauch

Aus FEUERWERK Wiki

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Rauch
(Smoke)


In der Pyrotechnik sind grundsätzlich zwei Arten von Rauch zu unterscheiden:


Rauch als Verbrennungsprodukt

Grunds√§tzlich ist Rauch, der als Nebenprodukt bei Verbrennungsprodukten entsteht, ein Aerosol von Verbrennungsgasen, feinsten Partikeln fester Verbrennungsr√ľckst√§nde und feinster Wassertr√∂pfchen ("Nebel"). Die Rauchbildung beim Abbrand von pyrotechnischen Gegenst√§nden h√§ngt wesentlich von der Luftfeuchtigkeit ab. Ist die Luftfeuchtigkeit hoch, so kommt es zu einer starken Rauchentwicklung. Ist die Luftfeuchtigkeit dagegen gering, kommt es zu geringer Rauchentwicklung. Dies ist darauf zur√ľckzuf√ľhren, dass beim Abbrand von pyrotechnischen S√§tzen neben gasf√∂rmigen auch feste Verbrennungsr√ľckst√§nde entstehen. Bei diesen Verbrennungsr√ľckst√§nden handelt es sich z.B. um feinste Partikel von Kaliumsulfid aus dem Abbrand von Schwarzpulver oder Metalloxid-Partikel aus dem Abbrand von metallhaltigen Leuchts√§tzen. Diese Partikel wirken bei hoher Luftfeuchtigkeit als Kondensationskeime, an denen sich Wassermolek√ľle anlagern. Durch fortschreitende Anlagerung von Wassermolek√ľlen an unz√§hligen Kondensationskeimen kommt es zur Bildung von feinsten Wassertr√∂pfchen in gro√üer Zahl, die einen dichten, wei√üen Nebel bilden. Dieses Gemisch aus festen Verbrennungsr√ľckst√§nden und feinsten Wassertr√∂pfchen ist der Rauch, der z.B. beim Abbrand von Gro√üfeuerwerken zu erheblichen Beeintr√§chtigungen der Sichtbarkeit der Effekte f√ľhren kann. Dies tritt insbesondere dann auf, wenn sich die Luft am Abend nach Niederschlagsereignissen erheblich abk√ľhlt und Windstille herrscht oder der Wind in Richtung des Publikums steht. Neben der Luftfeuchtigkeit h√§ngt die Rauchbildung durch pyrotechnische Effekte auch von der Anzahl der gebildeten Kondensationskeime ab. F√ľr die Indoor-Pyrotechnik wurden sogenannte raucharme und rauchfreie pyrotechnische S√§tze entwickelt. Diese beruhen meist auf Nitrocellulose. Die Herstellung von raucharmen oder rauchfreien, farbigen Leuchts√§tzen ist nur eingeschr√§nkt m√∂glich, da als Farbgeber in jedem Fall Alkali- oder Erdalkalimetalle eingesetzt werden m√ľssen, die in der Reaktion des pyrotechnischen Satzes zu Metalloxiden umgewandelt werden und dann als Kondensationskeime wirken. Ebenso k√∂nnen Funkens√§tze zwar raucharm, nicht aber rauchfrei hergestellt werden, da die Funken in jedem Fall aus Metallpartikeln bestehen, die ebenfalls zu Metalloxiden umgewandelt werden.


Rauch als pyrotechnischer Effekt

Als pyrotechnischer Effekt wird Rauch mit Hilfe von Rauchsätzen erzeugt. Dabei wird entweder Rauch durch Verbrennungsprodukte eines pyrotechnischen Satzes hergestellt (chemischer Rauch) oder vorhandene, feinste Partikel mit Hilfe eines pyrotechnischen Satzes freigesetzt und verteilt (physikalischer Rauch). Siehe Rauchsatz.