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Knallkörperkette

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Knallkörperkette mit "100.000 Schuss"
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Knallkörperkette mit "100.000 Schuss"
Kleinkalibrige Knallkörperkette
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Kleinkalibrige Knallkörperkette
Historische Vorrichtung zur Herstellung vn Knallkörperketten
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Historische Vorrichtung zur Herstellung vn Knallkörperketten
Knallkörperkette (chinesisch)
(Knallkette, Celebration Cracker, Chinese Cracker)

Knallkörperketten bestehen aus einer großen Anzahl, oft unterschiedlich großen, mittels Anzündschnur in Reihe miteinander verbundenen Knallkörpern (Böllern), die sehr häufig Blitzknallsatz oder andere brisante Sätze als Effektsatz enthalten. Am Ende einer solchen Kette befinden sich meist mehrere größere Knallkörper in einer Papierschachtel, die als Abschlusseffekt fast simultan gezündet werden.

Üblicherweise werden Knallkörperketten unter den Bezeichnungen Celebration Cracker 10.000 oder Celebration Cracker 100.000 verkauft, wobei die Zahl die Anzahl der Knallkörper angeben soll. In der Tat ist die Anzahl der Knallkörper aber jeweils deutlich geringer und erreicht einige Hundert bis einige Tausend.

Für den Abbrand werden die meist in aufgerollter Form gelieferten Knallkörperketten ausgerollt und für gewöhnlich an einem Pfahl oder anderer erhöhter Position befestigt, wobei der Abschlusseffekt oben hängt. Nach dem Anzünden am unteren Ende brennt eine Knallkörperkette mit einem sehr schnellen, stakkatoartigen Rhythmus von Knalleffekten ab, wobei die Effektdauer einige Sekunden bis zu fünf Minuten betragen kann, je nach Länge und Anzahl der Knallkörper. Der Effekt einer Knallkörperkette endet oft mit den lauten Schlägen des Abschlusseffekts.

In den meisten Buddhistischen Ländern werden Unmengen K. aus religiösen Gründen verwendet. Ob Hochzeit, Begräbniss oder Neujahrsfest - kein Zeremoniell ohne Celebration Cracker. In der Volksrepublik China waren K. bis 2003 die einzigen Feuerwerkskörper die von Endverbrauchern erworben werden durften. Erst mit der allgemeinen Liberalisierung des privaten Konsums in China darf jetzt auch anderes Feuerwerk an Privatpersonen verkauft werden.

In Deutschland sind Knallkörperketten aufgrund der hohen Satzmengen und der Verwendung von Blitzknallsatz oder anderen brisanten Sätzen grundsätzlich der Klasse IV zugeordnet und deshalb nicht für Privatpersonen erhältlich. Obwohl sie für Nicht-Pyrotechniker somit verboten sind, sieht man nach der Silvesternacht vor allem in der Nähe von Chinesischen Restaurants die Straßen häufig mit Unmengen roten Papiers verschmutzt, das eindeutig illegal erworbenen und abgebrannten Knallkörperketten zuzuorden ist.

Höchste Vorsicht ist bei den Versagern von Knallkörperketten geboten! Durch die Wucht der einzelnen Explosionen werden weitere Knallkörper der Kette "abgesprengt" und bleiben unangezündet in der Nähe liegen. Die Anzündschnüre dieser Knallkörper besitzen Bauart bedingt praktisch keine Verzögerung. Werden abgesprengte Knallkörper einer Kette nachträglich angezündet, zünden diese, obwohl noch ein gutes Stück Anzündschnur sichtbar ist, sofort durch und führen im Zusammenhang mit den enthaltenen brisanten Sätzen zu schwersten Verletzungen. Aus diesem Grund dürfen Versager von Knallkörperketten niemals gesammelt und von Hand angezündet werden, sondern sind in Wassereimern mehrere Stunden zu wässern.

Siehe auch