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Kaliumchlorat

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Kaliumchlorat 
(potassium chlorate)
Chemische Daten

Name: Kaliumchlorat

Formel: KClO3

CAS-Nummer: 3811-04-9

Andere Bezeichnungen: Chlorsaures Kali


Eigenschaften:

Dichte: 2,23 g/cm³

Schmelzpunkt: 370 ¬įC


Verwendung in der Pyrotechnik: Oxidationsmittel


Gefahrensymbol(e):
Oxidierende Substanz Gefährliche Substanz Umweltgefährdende Substanz


Gefahren:

H271 Kann Brand oder Explosion verursachen; starkes Oxidationsmittel.

H302 Gesundheitsschädlich bei Verschlucken.

H332 Gesundheitsschädlich bei Einatmen.

H411 Giftig f√ľr Wasserorganismen, mit langfristiger Wirkung.

Kaliumchlorat gibt seinen Sauerstoff sehr leicht ab. Mischungen mit Kaliumchlorat und brennbaren Stoffen sind daher meist sehr reib- und schlagempfindlich. Kaliumchlorat darf niemals mit Schwefel, Phosphor (siehe auch Armstrong'sche Mischung), Sulfaten, Sulfiden (z.B. Antimontrisulfid), Metallpulvern oder diese Stoffe enthaltenden S√§tzen gemischt werden. Als Verunreinigung darf es weder Ammonium-Verbindungen noch Schwermetalle enthalten, da beide Stoffe mit Chloraten sehr instabile und explosive Verbindungen bilden. Gemische mit Lactose oder anderen organischen Brennstoffen haben niedrige Z√ľndtemperaturen (ab 195¬įC). Fr√ľher h√§ufig in Feuerwerksk√∂rpern verwendet, wird es heute aufgrund seiner Gef√§hrlichkeit und Instabilit√§t oftmals durch Kaliumperchlorat ersetzt. Dennoch finden sich in Italien, Spanien, auf Malta und auch in Deutschland durchaus noch Chlorat-Sternmischungen. Diese erfordern bei der Herstellung ein h√∂heres Ma√ü an Sorgfalt und Erfahrung mit dem jeweiligen Satz.