Bühnenfeuerwerk, Indoor-Pyrotechnik, technisches Feuerwerk

Bühnenfeuerwerk (Indoor-Feuerwerk) besitzt im Vergleich zum Großfeuerwerk neben deutlich geringeren Satzmengen und Effektgrößen einige weitere Einschränkungen, die eine sichere Verwendung in Gebäuden gewährleisten:
Aufsteigenden Effekte (Bomben, Raketen u.ä.) sind verständlicherweise in Innenräumen nicht möglich. Ausnahmen bilden kleinstkalibrige Starmines (Feuertöpfe) und Schnurraketen. Verbrennungsprodukte (Gase, Rückstände) müssen ungiftig sein und dürfen nur in geringen Mengen entstehen. Wegen der geringen Sicherheitsabstände zum Publikum und zu brennbaren Gegenständen müssen die verschiedenen Effekte maschinell sehr sorgfältig produziert werden und dürfen nur kleinste Abweichungen in Brenndauer und Reichweite (z.B. des Funkenflugs) aufweisen.

VERSCHIEDENE BÜHNENEFFEKTE, V.L.: FOTOBLITZE ROT, V.R.: FUNKENBLITZE, H.L.: 10-SEKUNDEN-FONTÄNEN GOLD, H.R.: FONTÄNEN SILBER
VERSCHIEDENE BÜHNENEFFEKTE, V.L.: FOTOBLITZE ROT, V.R.: FUNKENBLITZE, H.L.: 10-SEKUNDEN-FONTÄNEN GOLD, H.R.: FONTÄNEN SILBER
1,5-SEKUNDEN-SILBERJETS (FONTÄNEN) UND FOTORAUCH-BLITZE
1,5-SEKUNDEN-SILBERJETS (FONTÄNEN) UND FOTORAUCH-BLITZE
HOLZBRETTER MIT EFFEKTEN BESTÜCKT, VERLEITET MIT PYRODIGITAL-ZÜNDMODULEN
HOLZBRETTER MIT EFFEKTEN BESTÜCKT, VERLEITET MIT PYRODIGITAL-ZÜNDMODULEN

Die Vorbereitungen für ein Indoor-Pyromusical sind sehr umfangreich und zeitaufwendig. Bühneneffekte werden z.B. auf Holzbrettern befestigt, mit Modulen der elektrischen Zündanlage verkabelt und die Bretter später auf der Bühne verteilt. Als Effekte kommen vor allem Fontänen (silber, gold, farbig) mit unterschiedlichen Brenndauern und Effektgrößen sowie Bühnenblitze (Silberfunken, farbig oder mit Rauch) in Frage. Zusätzlich finden z.B. Airbursts (kleine freihängende Blitzladungen), Saxons (Sonnen), Bühnenknallkörper, Bengalflammen und Feuerpendel Verwendung.

TRAUMSTERNE (EIS-FONTÄNEN), MIT PYROSCHNUR VERLEITET
TRAUMSTERNE (EIS-FONTÄNEN), MIT PYROSCHNUR VERLEITET
ÜNDANLAGE (BESITZ FA. ZÜNDWERK, FRANKFURT/M.), H.L.: MINI-DISK-PLAYER, H.R.: PYRODIGITAL ZENTRALPULT, V.: WEITERE ZÜNDPULTE
ÜNDANLAGE (BESITZ FA. ZÜNDWERK, FRANKFURT/M.), H.L.: MINI-DISK-PLAYER, H.R.: PYRODIGITAL ZENTRALPULT, V.: WEITERE ZÜNDPULTE
LOGO AUS TRAUMSTERNEN, DARÜBER SAXONS (SONNEN) ROT-SILBER
LOGO AUS TRAUMSTERNEN, DARÜBER SAXONS (SONNEN) ROT-SILBER

Um eine große Anzahl von Feuerwerkskörpern an den Saal-Wänden befestigen zu können, bestückt man z.B. Holzlatten mit sog. Traumsternen und verleitet diese untereinander mit Pyroschnur. Logos und Wasserfälle werden mit Leitern und mobilen Kränen an Traversen über der Bühne verankert. Kurz vor dem Feuerwerk verteilt man noch einige pyrotechnische Effekte (z.B. Bengalflammen) im gesamten Saal und verkabelt sie mit den Zündmodulen. Letztere werden über Multicore-Kabel mit den Zündpulten verbunden. Für das sekundengenaue Zünden der Effekte an den vorherbestimmten Musik-Passagen verwendet man fast ausschließlich computergesteuerte Systeme (z.B. Pyrodigital, Fire One).

BÜHNENWASSERFALL SILBER UND SAXONS ROT-SILBER 
BÜHNENWASSERFALL SILBER UND SAXONS ROT-SILBER 
GROSSE 10-SEKUNDEN-FONTÄNEN SILBER UND AUSKLINGENDE FONTÄNE GOLD
GROSSE 10-SEKUNDEN-FONTÄNEN SILBER UND AUSKLINGENDE FONTÄNE GOLD
GEFÄCHERTE 6-SEKUNDEN-FONTÄNEN SILBER
GEFÄCHERTE 6-SEKUNDEN-FONTÄNEN SILBER


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